Der grundlegende Unterschied zwischen der Börse und dem Münzwurf ist, dass die Zeitreihe der großen U.S. Indizes einen klar messbaren Memory Effekt ausweist.
Beim Münzwurf ist bekanntermaßen eine reine 50/50 Quote festzustellen. Bei den Zeitreihen der U.S. Indizes ist jedoch bei exakten Untersuchungen eindeutig sowie definitiv belegt, dass die Kursverlaufsmuster eine deutliche Abweichung von der Zufälligkeit aufweisen. Sie zeigen fraktalen Charakter.
Dieser Erinnerungseffekt entwickelt sich dadurch, dass die Teilnehmer an den Kapitalmärkten Menschen sind. Sie handeln alle individuell. Bestimmte Informationen versklaven sie sodann zu synergetischem Handeln, dass heißt die Börse reagiert kollektiv. Siehe auch der Memory Effekt. 1417380
Die bisherigen Betrachtungen von Fraktalen beschreiben nur den räumlichen Aspekt von Strukturen, siehe die Mandelbrot Menge. Das bekanntste Fraktal ist die durch Mandelbrot entdeckte und nach ihm benannte Menge, wegen ihrer Form auch Apfelmännchen genannt.
Bei der Beschreibung des Verhaltens dynamischer Systeme spielt jedoch auch die zeitliche Entwicklung eine zentrale Rolle. Es zeigt sich, dass bei der Charakterisierung des zeitlichen Verhaltens dynamischer Systeme das Fraktal von großer Erschließungsmächtigkeit ist.
Aufgrund dieses dynamischen Systemverhaltens ist es den Kapitalmarktindizes möglich, ständig Kontrolle über ihre internen Verhaltensmöglichkeiten zu behalten, auf Störungen flexibel zu reagieren und damit eine dynamische Stabilität in einer durch Zufälligkeiten geprägten Welt, siehe Autokorrelationskoeffizient 1424280, zu bewahren.
Die Darstellung von Fraktalen benötigt eine Mathematik, welche im Gegensatz zu der Euklidischen Mathematik, auch nicht-ganzzahlige Dimensionen berücksichtigt. Diese werden als Fraktale Dimensionen bezeichnet.