Die Aktie von Procter & Gamble ist nach anfänglichen Zugewinnen ins Minus gerutscht und verliert knapp 2 Prozent. Der Konsumgüterkonzern hat seinen Gewinn im ersten Quartal um 9 Prozent gesteigert und die Erwartungen damit geschlagen. Der Gesamtumsatz des Konzerns nahm um rund 10 Prozent zu. Für das Gesamtjahr wurde allerdings die geplante Ergebnisspanne nach unten erweitert. Der Konzern rechnet nun mit einem Ergebnis je Aktie zwischen 4,15 und 4,25 Dollar, nachdem man bislang einen Gewinn je Aktie zwischen 4,18 und 4,25 Dollar anvisiert hatte.
Auch der Lebensmittelkonzern Kraft Foods hat im abgelaufenen Quartal ohne die Berücksichtigung von Einmaleffekten die Erwartungen leicht übertroffen. Der Umsatz verbesserte sich um 19 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr bestätigte der Konzern seinen Ausblick und erwartet nach wie vor ein bereinigtes EPS von mindestens 1,88 Dollar. Die Aktie verbessert sich daraufhin um gut 1 Prozent.
Mit Kellogg präsentierte ein weiterer Nahrungsmittelhersteller seine Zahlen. Das Unternehmen verbuchte im dritten Quartal dank deutlich reduzierter Kosten einen unerwartet deutlichen Ergebnisanstieg. Beim Umsatz verzeichnete der vornehmlich auf Frühstücksflocken spezialisierte Konzern ein Plus von rund 10 Prozent. Für das laufende Fiskaljahr erwartet der Konzern weiterhin einen Gewinn von 2,95 bis 3,00 Dollar je Aktie. Die Aktie gewinnt im laufenden Handel knapp 1 Prozent.
Unter Druck stehen Papiere von Comcast, die derzeit mehr als 5 Prozent nachgeben. Und dies, obwohl der Kabelnetzbetreiber für das dritte Quartal einen Umsatzanstieg und einen Gewinnsprung um 38 Prozent meldete und die Erwartungen der Analysten übertraf. Zudem wurde die Jahresplanung bestätigt.
Verluste von knapp 8 Prozent verzeichnen Anteilscheine von Qwest Communications. Die US-Telefongesellschaft verzeichnete im dritten Quartal einen Umsatzrückgang. Gleichzeitig brach der Gewinn um 93 Prozent ein und verfehlte damit die Analystenerwartungen.
Ebenfalls rund 8 Prozent verliert derzeit die Aktie des Krankenversicherers Aetna. Der drittgrößte Krankenversicherer in den USA steigerte im dritten Quartal zwar den Umsatz um knapp 10 Prozent, verzeichnete aufgrund von Investment-Verlusten aber einen Gewinnrückgang um 44 Prozent. Zudem wurde die Prognose für das Gesamtjahr gesenkt. Der Konzern rechnet nun mit einem operativen EPS-Ergebnis von 3,90 bis 3,95 Dollar. Bislang hatte man einen Gewinn von 4,00 Dollar je Aktie prognostiziert.
Nach anfänglich deutlichen Verlusten verbuchten Aktien von Office Depot derzeit ein Plus von 6 Prozent. Die Bürohandelskette musste im dritten Quartal aufgrund des schwachen Nordamerika-Geschäfts überraschend einen Verlust ausweisen. Der um Einmaleffekte bereinigte Nettoverlust belief sich auf 1 Cent je Aktie, während Analysten zuvor einen Gewinn von 7 Cents erwartet hatten. Der Umsatz ging um 7 Prozent zurück.
Papiere des Automobilzulieferers BorgWarner brechen um fast 11 Prozent ein. Der Konzern hatte im dritten Quartal unter der schwachen Automobilkonjunktur zu leiden und musste einen Verlust ausweisen. Ohne Berücksichtigung von Einmalbelastungen lag der bereinigte Gewinn im Berichtszeitraum deutlich unter den Schätzungen. Die Erlöse lagen in etwa auf Vorjahresniveau. Wegen der weiter verschlechterten Rahmenbedingungen wurde die Gewinnprognose für das laufende Fiskaljahr von zuletzt 2,80 bis 2,95 Dollar auf 2,25 bis 2,35 Dollar nach unten revidiert. (29.10.2008/ac/n/m)
Wall Street
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