Die Geschäftszahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres seien trotz gestiegener Kosten aus Sicht der Analysten gut ausgefallen. Die wichtigsten Eckdaten würden sich wie folgt darstellen: Umsatz: +12% auf 2,71 Mrd. USD (Q3/07: 2,40 Mrd. USD, geschätzt: +9,7% auf 2,66 Mrd. USD); EBIT: +6% auf 422 Mio. USD (Q3/07: 396,7 Mio. USD, geschätzt: +7,8% auf 427,7 Mio. USD); Nettoergebnis: +14% auf 206 Mio. USD (Q3/07: 180,8 Mio. USD, geschätzt: +14,7% auf 207,3 Mio. USD).
Auf der Umsatzseite sind die Erwartungen der Analysten vom Bankhaus Lampe übertroffen worden. Das weltweite organische Wachstum habe sich im Jahresverlauf sogar beschleunigt und im angelaufenen Quartal bei 8% gelegen. Umsatzzuwächse hätten in beiden Geschäftsbereichen generiert werden können. Im Bereich Dialysedienstleistungen hätten die Umsätze um 10% auf 1.985 Mio. USD gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres gesteigert werden können. Bei den Dialyseprodukten seien die Umsätze um 16% auf 728 Mio. USD gestiegen.
Regional betrachtet habe Fresenius Medical Care in Nordamerika ein Umsatzplus in Höhe von 7% auf 1.771 Mio. USD erzielt. Positiv werte man die gegenüber Q3/2007, als auch gegenüber Q2/2008 um 6 USD auf 333 USD gestiegene durchschnittliche Erstattung je Behandlung. In den übrigen Regionen weltweit hätten die Umsätze um 23% auf 942 Mio. USD gesteigert werden können.
Beim EBIT lag das tatsächliche Ergebnis etwas unter den Erwartungen der Analysten vom Bankhaus Lampe. Zwar hätten sie mit gestiegenen Heparinkosten gerechnet, jedoch in geringerem Maße (in ihrem Modell seien sie bislang von rund 20 Mio. USD zusätzlichen Kosten für 2008 ausgegangen). Hinzu gekommen seien etwas höher als von den Analysten erwartete Personal- und Start-Up-Kosten für neue Kliniken. Die EBIT-Marge sei im Vergleich zum Vorjahresquartal von 16,4% auf nun 15,6% zurückgegangen und habe damit ebenfalls unter den Erwartungen der Analysten gelegen.
Das Nettoergebnis hingegen habe im Rahmen der Schätzungen gelegen. Die Nettoverschuldung habe per 30. September 2008 5.748 Mio. USD betragen. Das Verhältnis Nettoverschuldung zum EBITDA habe bei 2,71 (im Vergleich zu 2,88 in Q3/07) gelegen. Damit habe das Unternehmen das Ziel, bis Jahresende eine Debt/EBITDA-Ratio von unter 2,8 zu erreichen, bereits erfüllt.
Die Analysten vom Bankhaus Lampe bleiben auf Gesamtjahressicht unverändert optimistisch, dass es dem Management gelingen dürfte, ein Ergebnis zu präsentieren, das beim Umsatz sogar leicht über dem oberen Ende der heute erneut bekräftigten Guidance (Umsätze über 10,4 Mrd. USD, Nettoergebnis zwischen 805 Mio. USD und 825 Mio. USD) liegt. Ihre Umsatzerwartungen für 2008 hätten die Analysten im Vorfeld bereits von ursprünglich 10,45 Mrd. USD auf 10,57 Mrd. USD nach oben angepasst.
Mit seiner führenden Stellung im Dialysebereich stelle Fresenius Medical Care nach Erachten der Analysten unverändert ein attraktives Investment dar. Für die kommenden Jahre gehe man von einem Umsatzwachstum in Höhe von rund 7% bis 8% p.a. aus, gestützt von weltweit steigenden Patientenzahlen, dem Ausbau des Kliniknetzwerks, weiteren Innovationen bei Dialyseprodukten (besipielsweise tragbare Niere) und -dienstleistungen sowie der Erweiterung des Portfolios für Arzneimittel im Dialysesegment (neben Phosphatbinder Phoslo, Eisenpräparate, Vitamin D, u.a.).
Die Analysten vom Bankhaus Lampe raten die Fresenius Medical Care-Aktie nach wie vor zu kaufen. Das Kursziel sehe man weiterhin bei 42 EUR. (Analyse vom 04.11.2008) (04.11.2008/ac/a/d)
Analyse-Datum: 04.11.2008
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