Mit Unternehmensanleihen ließ sich 2009 gutes Geld verdienen. Während sichere Staatsanleihen nur mager verzinst wurden, lockten Firmenschuldverschreibungen mit derart hohen Kupons wie nie zuvor. Papiere zur Auswahl gab es reichlich: Weil die Banken mit Krediten knauserten, mussten sich viele Unternehmen frisches Geld durch die Herausgabe von Anleihen beschaffen. Gegen die Zahlung hoher Zinsen.
Ganz so imposant wird sich die Anlageklasse dieses Jahr wohl nicht entwicklen. Die Spreads, also die Renditeaufschläge gegenüber Staatsanleihen, sind gesunken und das Niveau des Jahres 2009 werden sie wohl so bald auch nicht wieder erreichen.
Da Staatsanleihen und Festgeld immer noch niedrig verzinst sind und der Ausblick für Aktien ungewiss ist, bleiben Unternehmensanleihen aber auch in diesem Jahr interessant. Höhere Erträge als Geldmarkt oder Staatsanleihen bringen sie allemal und das Ausfallrisiko ist bei Papieren mit Investment-Grade überschaubar. Um das Risiko so klein wie möglich zu halten, empfiehlt sich eine breite Streuung, zum Beispiel über einen ETF.
Mit dem iShares Corporate Bond (ISIN: DE 000 251 124 3) investieren Anleger in Firmenanleihen weltweit und konnten 2009 12,4 Prozent Rendite einfahren. Der ETF bildet den iBoxx Liquid Corporates Index nach, der sich aus den liquidesten, auf Euro lautenden Anleihen zusammensetzt – durchweg mit Investment - Grade bewertet. Mehr als 40 Prozent der Anleihen stammen aus der Finanzindustrie, gut 20 Prozent aus der Konsumgüterbranche. Größter Einzelwert ist der Pharmakonzern Roche mit 4,5 Prozent, gefolgt von Glaxosmithkline und der Royal Bank of Scotland.
Derzeit überwiegen Anleihen mit kurzen und mittleren Laufzeiten. Angesichts der Unsicherheit, wann die Notenbanken ihre Lockerungen bei der Geldpolitik wieder aufheben, bietet das Anlegern eine gewisse Sicherheit.
Fazit: Die €uro-FondsNote 2 zeichnet den ETF als empfehlenswertes Investment aus. Allerdings müssen sich Investoren 2010 vorausichtlich mit etwas weniger Rendite zufrieden geben als 2009.
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