10 Aktien für die Nickelhausse

 |  22.02.2010, 17:58  |  18798 Aufrufe  |   0  | 
Trotz verhaltener Konjunkturaussichten haben viele Rohstoffe in den zurückliegenden Monaten kräftige Preisaufschläge verzeichnen können. So konnte der Kupferpreis seit März 2009 um rund 150 Prozent zulegen. Damit hat er annähernd jenes Niveau erreicht, das zuletzt vor dem Ausbruch der Immobilien- und Finanzkrise gesehen worden ist. Fragt man nach dem Grund der starken Performance, wird vor allem auf China verwiesen. Das Riesenreich wächst nämlich unaufhörlich. Allein im vierten Quartal des letzten Jahres steigerte Peking das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um satte 10,7 Prozent. Für das Gesamtjahr 2009 ergibt sich immerhin ein Plus von 8,7 Prozent. Damit bleibt auch der „Hunger“ Chinas auf Rohstoffe ungesättigt. So kletterte Pekings Stahlproduktion 2009 um 13 Prozent auf 565 Millionen Tonnen, was die Eisenimporte um 42 Prozent nach oben trieb. Und im laufenden Jahr rechnen Experten mit einem weiteren Anstieg der Stahlproduktion um zehn Prozent auf über 600 Millionen Tonnen. Das entspräche dann ungefähr der Hälfte der weltweiten Stahlherstellung.

China – der alles bestimmende Faktor

Eine Entwicklung, die an der Börse Freude und Angst macht. Freude, weil Chinas Nachfrage den Umsatz bei den Rohstoffkonzernen ankurbelt. Rio Tinto etwa steigerte 2009 seine Eisenerzproduktion in einem Rekordtempo um 13 Prozent auf 217 Millionen Tonnen. Angst, weil der gesamte Rohstoffmarkt nun an der Entwicklung in China hängt. Bricht hier mal eines Tages die Nachfrage weg, ist mit extremen Turbulenzen zu rechnen. Das betrifft in erster Linie die Industriemetalle Aluminium, Blei, Kupfer, Nickel, Zink und Zinn. Aber auch andere industriell benötigte Produkte wie Kohle stehen ganz im „Zeichen des Drachen“. 2009 dürfte China zum ersten Mal mehr Kohle importiert als exportiert haben. Für das kommende Jahr rechnet man am Markt mit einer Preissteigerung bei Kohle von bis zu 40 Prozent.

Droht ein Rückschlag?

Und so ein Einbruch kann schneller kommen als viele denken. Denn es ist bislang gar nicht so richtig klar, ob China die eingeführten Rohstoffe wirklich alle benötigt. Kritiker befürchten, dass einige nur aus strategischen Gründen gekauft und eingelagert werden, um etwa die Devisenreserven zu diversifizieren. Analysten schätzen, dass in Chinas Lagerhallen allein 1,5 Millionen Tonnen Kupfer gebunkert werden, das ist mehr als das Dreifache der Bestände an der Londoner Metallbörse (LME). Doch was passiert, wenn diese Bestände eines Tages wieder reduziert oder zumindest keine neuen aufgebaut werden? Eine Frage, die an Brisanz gewinnt, wenn man in Rechnung stellt, dass viele Rohstoffkonzerne ihre Produktion in den letzten Monaten rasant ausgeweitet haben, um am China-Boom teilzuhaben.

Chinas Import von Industriemetallen

Quelle: RBS
Dass die Preise für einige Industriemetalle heiß gelaufen sind und vor einer Korrektur stehen, zeigen Pekings Importe. Diese sind in den letzten Monaten rückläufig, doch die Karte "China" wird am Rohstoffmarkt ungehemmt weitergespielt. Wann wachen die Investoren auf?

Was tun?

Das Korrekturpotenzial bei den Industriemetallen, die in den zurückliegenden Monaten besonders stark gestiegen sind, ist enorm gewachsen. Kupfer ist hier an erster Stelle zu nennen. Korrigiert Kupfer, könnte es zu Umschichtungen in den Nickelmarkt kommen. Denn Nickel ist noch weit zurückgeblieben. Auch wenn die Fundamentaldaten nicht für eine deutliche Nickelpreisrallye sprechen, könnte es doch letztendlich mal wieder das spekulative Kapital sein, das Fakten schafft.

Nickelpreis in US-Dollar je Tonne

Quelle: Market Maker

Mit dem jüngsten Ausbruch des Nickelpreises aus einer Dreiecksformation scheint nun genau dieses Szenario einzutreffen. Darum macht es Sinn, Nickelminenaktien auf die Watchliste zu setzen. Diese Watchliste könnte unter anderem folgende Unternehmen enthalten:

Prophecy Resource
Knight Resources
Victory Nickel
Pure Nickel
First Nickel
Golden Chalice Resources
Poseidon Nickel
Western Areas
Mustang Minerals
Independence Group

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