Hannover (pte/24.02.2010/06:10) - Das EU-Projekt SmartCoDe https://www.fp7-smartcode.eu will intelligentes Energiemanagement für die breite Masse ermöglichen. "Derzeitige Energiemanagemet-Zugänge sind für große Lieferanten und Abnehmer gemacht. Mit Kosten von hunderten Euro pro Gerät kommen sie für Haushalte und Kleinunternehmen nicht in Frage", sagt SmartCoDe-Projektkoordinator Peter Neumann von der deutschen F&E-Institution edacentrum http://www.edacentrum.de . Projektziel ist, den Preis für Lösungen auf unter drei Euro pro verwaltetem Gerät zu drücken.
Im Prinzip handelt es sich um ein Smart-Grid-Projekt mit lokalerem Fokus. "SmartCoDe hebt sich dadurch ab, dass es durch einen hochintegrierten Chip nicht nur die Erfassung von Daten beim Endverbraucher ermöglicht, sondern auch ein intelligentes Handeln, gesteuert durch ein zentrales Energiemanagement-System", betont Neumann gegenüber pressetext.
Intelligente Verbrauchsverwaltung
Ferner setzt SmartCoDe auf die Einbindung lokaler Ökostrom-Erzeuger. Diesem Aspekt widmet sich insbesondere der britische Windturbinenhersteller Quiet Revolution http://www.quietrevolution.co.uk, an dem der Energiekonzern RWE beteiligt ist. Ein großes Ziel ist dabei, die Stromerzeugung vorhersagbarer zu machen. Dadurch könnten lokale Stromnetze als Verbraucher und auch zuverlässige Lieferanten am übergeordneten Strommarkt teilnehmen.
Kompakt und günstig für Haushalte
Das mit Januar gestartete Projekt will bis Ende 2012 nicht nur geeignete Methoden für das Energiemanagement entwickeln, sondern es bis zu einer SmartCoDE-Demonstration bringen. Dabei soll neben einer geeigneten drahtlose Kommunikationsinfrastruktur ein kompaktes Gerät für die Energiverwaltung entstehen, das sich leicht in möglichst viele verschiedene Haushaltsgeräte integrieren lässt. Im ersten Schritt geht es dabei eher um große, verbrauchsintensive Geräte wie etwa Kühlschrank oder Wäschetrockner, wo drei Euro pro Gerät und weniger als Kostenpunkt des Energiemanagements für Endkunden tragbar sind.
Im Beleuchtungsbereich wäre dieser Preis für jedes einzelne Leuchtmittel wohl nicht akzeptabel, wie Neumann bestätigt. "Es ist aber zu erwarten, dass mit der Zeit die Preise für die hochintegrierten Chips deutlich fallen", betont er. Daher wird im Rahmen von SmartDoCo mit dem österreichischen Partner TridonicAtco http://www.tridonicatco.com auch an intelligentem Energiemanagement für den Beleuchtungsbereich gearbeitet. Für ein wirkliches Gesamtkonzept ist auch das unerlässlich.
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