Die Bundesbank hat angekündigt, sich gegen eine Verwendung ihrer Goldreserven für Rettungsaktionen zugunsten malader Euroländer zu wehren. Das Nachrichtenmagazin „Focus“ hatte berichtet, das Finanzministerium erwäge, die Goldbestände der Notenbanken aller Euroländer „buchhalterisch“ in einen Stabilisierungsfonds einzubringen.
„Sollten sich die Pläne bestätigen, würden sie auf den entschiedenen Widerstand der Bundesbank stoßen“, sagte ein Sprecher der Bundesbank dazu der „Welt am Sonntag“. Der Sprecher verwies darauf, dass nach derzeitiger Rechtslage allein der Vorstand der Bundesbank über die Verwendung der Goldreserven befinden kann. Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte gestern keine Stellungnahme abgeben. (Welt am Sonntag)