Die am vergangenen Freitag gestartete dynamische Aufwärtsbewegung setzt der DAX in der neuen Handelswoche fort und markiert abermals ein neues Hoch. Hat er damit die weitere Marschrichtung eingeleitet?
von Karen Szola, Technische Analystin Euro am Sonntag
Analyse-Datum: Montag, 26. April 2010
Diagnose: Den freundlichen Börsenausklang der US-Indizes vom Freitag zeichnete der DAX zum Wochenstart nach und markierte bei knapp 6335 Punkten eine neue Jahresbestmarke. Damit verließ der Index seine seit Anfang April bestehende Tradingrange zwischen dem bisherigen Jahreshöchststand bei 6311 Zählern und dem Bewegungstief bei 6140 Punkten.
Die führenden US-Indizes schoben sich am vergangenen Freitag nach einem durchwachsenen Start weiter nach oben. Der Dow Jones legte um 0,63 Prozent zu auf 11.204 Punkte und markierte somit ein neues Bewegungshoch. Der S&P 500 gewann 0,71 Prozent auf 1217 Zähler und kletterte damit ebenfalls auf ein neues Jahreshoch. Seine nächste Hürde stellt die Region bei 1225 Punkten dar, die sich aus dem 61,8 Prozent-Fibonacci-Retracement der gesamten Bewegung zwischen Oktober 2007 und März 2009 speist. Auf der Unterseite liegen die nächsten sinnvollen Unterstützungen bei 1200 und 1150 Punkten.
Dax: 6-Monats-Chart.
Prognose: Kann der DAX das neu gewonnene Niveau verteidigen, so steht einem weiteren Anstieg bis in den Bereich bei 6400 Punkte nichts im Wege. Bei der genannten Hürde handelt es sich um das 61,8 Prozent-Fibonacci-Retracement der gesamten Abwärtsbewegung zwischen 2007 bis 2009. Börsianer sollten jedoch die Gefahr eines Fehlsignals im Hinterkopf behalten, denn der Markt ist weiterhin reif für eine Korrektur.
Ein Rückfall in die alte Seitwärtsbewegung sollte ein Test der unteren Trendbegrenzung bei 6140 Punkten nach sich ziehen. Ein Unterschreiten impliziert den Test der Unterstützung bei 6094 Stellen. Fällt die Konsolidierung stärker aus, so sollte sie sich bis in die Region des Oktoberhochs bei 5888 Punkten ausdehnen. Im Worst-Case-Szenario sollte dann die noch offene Kurslücke bei 5641/5605 Zählern auf der Agenda stehen. Etwas über diesem Bereich steht aktuell die 200-Tage-Linie als Unterstützung bereit. Anlegern wird geraten, bestehende Long-Positionen auf Grundlage des Ausbruchsniveaus bei 6094 Punkten abzusichern.
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