Devisen Euro sinkt auf tiefsten Stand seit November 2008

Autor: dpa-AFX
 |  14.05.2010, 12:24  |  1979 Aufrufe  |   0  | 
FRANKFURT - Der Euro ist am Freitag auf den tiefsten Stand seit November 2008 gesunken. Die Talfahrt der Gemeinschaftswährung hält damit trotz zusätzlicher Sparmaßnahmen und Steuererhöhungen in Spanien und Portugal und der Rückendeckung durch die Europäische Zentralbank (EZB) weiter an. Zeitweise sank der Euro bis auf 1,2433 US-Dollar. Am Mittag kostete ein Euro 1,2443 Dollar. Ein Dollar war 0,8034 Euro wert. Die EZB hatte den Referenzkurs am Donnerstag noch auf 1,2587 (Mittwoch: 1,2686) Dollar festgesetzt.

Anhaltender Unmut über die Schuldensituation innerhalb der Eurozone hält den Euro aus Sicht von Experten unter Druck. Trotz des Stabilisierungspakets für alle potenziellen Krisenländer im Euroraum habe sich der Euro nicht nachhaltig erholt. Die EZB stellte sich am Donnerstag trotz vereinzelt geäußerter Skepsis an den Rettungschancen demonstrativ hinter den Schuldensünder Griechenland. Angesichts der immensen Schulden Griechenlands hält sich in der Finanzwelt jedoch massiv Skepsis, dass das Land - auch mit Unterstützung - den Berg abtragen kann. ´Ob Griechenland über die Zeit wirklich in der Lage ist, diese Leistungskraft aufzubringen, das wage ich zu bezweifeln´, sagte Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann in der ZDF-Sendung ´Maybrit Illner´ (Donnerstag)./jha/js
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