New York (aktiencheck.de AG) - Die Wall Street hat am Freitagmorgen mit Verlusten zu kämpfen. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) kommt kurz nach der Eröffnungsglocke um 0,55 Prozent zurück auf 10.409,49 Zähler. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) büßt 0,66 Prozent ein auf 1.094,21Stellen. Für den NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) geht es um 1,00 Prozent nach unten auf 2.229,07 Punkte.
Wie das US-Handelsministerium in einer ersten Schätzung bekannt gab, ist die US-Wirtschaftsleistung im zweiten Quartal erneut deutlich angezogen, jedoch hat das Wachstumstempo nachgelassen. Gegenüber dem Vorjahresquartal wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 2,4 Prozent, während Volkswirte sogar einen Anstieg um 2,5 Prozent prognostiziert hatten. Laut Angaben des Arbeitsministeriums hat sich der Anstieg der US-Arbeitskosten im zweiten Quartal mit leicht abgebremstem Tempo fortgesetzt. Gegenüber dem Vorquartal wuchs der entsprechende Index in den USA wie erwartet um 0,5 Prozent an. Unterdessen ist der Chicagoer Einkaufsmanagerindex im Juli unerwartet gestiegen. In Kürze wird außerdem die Verbraucherstimmung erwartet.
Der Pharmakonzern Merck & Co. (ISIN US58933Y1055/ WKN A0YD8Q) musste im zweiten Quartal aufgrund hoher Merger- und Restrukturierungsaufwendungen ein deutlich geringeres Ergebnis ausweisen. Die Erlöse stiegen um 92 Prozent auf 11,35 Mrd. Dollar. Dagegen verringerte sich der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn um 52 Prozent auf 752,4 Mio. Dollar bzw. 24 Cents pro Aktie. Bereinigt um Sondereinflüsse betrug der Gewinn pro Aktie 86 (Vorjahr: 83) Cents und übertraf damit die Prognose der Analysten von 83 Cents. Merck & Co. verlieren aktuell 2,4 Prozent. Wie das weltweit größte Biotechnologie-Unternehmen Amgen (ISIN US0311621009/ WKN 867900) am Vorabend bekannt gab, konnte man seine Erlöse im zweiten Quartal von 3,71 Mrd. Dollar auf 3,80 Mrd. Dollar steigern. Das Nettoergebnis verschlechterte sich von 1,27 Mrd. Dollar auf 1,20 Mrd. Dollar. Das bereinigte EPS wurde mit 1,38 Dollar angeben. Analysten hatten im Vorfeld ein Ergebnis von 1,30 Dollar je Aktie und einen Umsatz von 3,74 Mrd. Dollar prognostiziert. Für das Gesamtjahr erwartet Amgen infolge des schwachen Euro einen Umsatz leicht unterhalb von 15,1 Mrd. Dollar, der zuletzt geäußerten Prognose. Amgen geben 1,5 Prozent ab.
Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron (ISIN US1667641005/ WKN 852552) gab bekannt, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdreifacht hat, was mit höheren Treibstoffpreisen und verbesserten Raffineriemargen zusammenhängt. Der Nettogewinn nach Abzug von Minderheitsanteilen belief sich auf 5,41 Mrd. Dollar bzw. 2,70 Dollar pro Aktie, nach 1,75 Mrd. Dollar bzw. 87 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 31,8 Prozent auf 53,00 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 2,44 Dollar pro Aktie und einem Umsatz von 52,52 Mrd. Dollar ausgegangen. Die Aktie verliert 1,3 Prozent.
Das größte amerikanische Online-Reisebüro Expedia (ISIN US30212P1057/ WKN A0F41M) hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielt, was mit einem Buchungsanstieg um 19 Prozent zusammenhängt. Der Nettogewinn belief sich auf 114,3 Mio. Dollar, nach 40,9 Mio. Dollar im Vorjahr. Das bereinigte EPS wurde mit 44 Cents angeben. Der Umsatz stieg von 769,8 Mio. Dollar auf nun 834 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 42 Cents je Aktie und einem Umsatz von 845,5 Mio. Dollar ausgegangen. Expedia gewinnen 1,4 Prozent.
Wie der weltweit größte Versicherungs-Broker Aon (ISIN US0373891037/ WKN 8658529) mitteilte, ist sein Gewinn im zweiten Quartal leicht gestiegen, was auf eine starke operative Performance in den Sparten Brokerage und Consulting zurückzuführen ist. Auf bereinigter Basis wurden die Erwartungen übertroffen. Aktuell legt der Titel 1,6 Prozent zu. Der Automobilzulieferer BorgWarner (ISIN US0997241064/ WKN 887320) hat im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Die Umsatzerlöse stiegen um rund 55 Prozent auf 1,42 Mrd. Dollar. Der den Aktionären zuzurechnende Nettogewinn stellte sich auf 82,8 Mio. Dollar, gegenüber einem Vorjahresverlust von 35,9 Mio. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 78 (Vorjahr: -5) Cents. Analysten hatten durchschnittlich nur ein EPS von 67 Cents bei Umsätzen von 1,32 Mrd. Dollar prognostiziert. Für das laufende Gesamtjahr hat das Unternehmen seine EPS-Prognose von ursprünglich 2,20 bis 2,50 Dollar auf nun 2,60 bis 2,80 Dollar angehoben. BorgWarner rücken um 0,8 Prozent vor.
Ingram Micro (ISIN US4571531049/ WKN 903027) geben rund 1 Prozent ab. Der weltgrößte Großhändler für Produkte der Informationstechnologie meldete gestern nach US-Börsenschluss, dass sich sein Gewinn im zweiten Quartal mehr als verdoppelt hat, was mit einer stärkeren Nachfrage nach Computerausrüstung zusammenhängt. Der Nettogewinn erreichte 67,7 Mio. Dollar bzw. 41 Cents pro Aktie, im Vergleich zu 25,3 Mio. Dollar bzw. 15 Cents pro Aktie im Vorjahr. Der Umsatz erhöhte sich um 24 Prozent auf 8,16 Mrd. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 37 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 7,90 Mrd. Dollar ausgegangen. (30.07.2010/ac/n/m)
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