Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Standardwerte haben sich überwiegend mit Verlusten in das Wochenende verabschiedet. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) gab am Ende 0,40 Prozent ab auf 6.110,41 Punkte. Im Wochenvergleich bedeutet dies ein Minus von 2,4 Prozent. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) stieg indes um 0,31 Prozent auf 8.267,47 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) gewann 0,02 Prozent auf 4.118,79 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) bröckelte um 0,08 Prozent ab auf 746,21 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,18 Prozent auf 131,46 Zähler. Der Euro gab zuletzt 0,64 Prozent ab auf 1,2760 Dollar.
Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal kräftig gewachsen. Im Vorquartalsvergleich wuchs der Wert der in Deutschland erwirtschafteten Leistung preis-, saison- und kalenderbereinigt um 2,2 Prozent, nach Zuwächsen von jeweils 0,5 Prozent im Vorquartal und im Vorjahresquartal. Ein so starkes Wachstum zum Vorquartal gab es noch nie im vereinigten Deutschland. Wie das europäische Statistikamt Eurostat erklärte, ist die Wirtschaft innerhalb Europas stärker angewachsen. Im Vorjahresvergleich zog die Wirtschaftsleistung in der Eurozone um 1,7 Prozent an. In der EU27 lag das BIP um 1,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.
Laut einer Meldung des US-Handelsministeriums sind die Einzelhandelsumsätze in den USA im Juli auf Monatssicht um 0,4 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten im Vorfeld ein Plus von 0,5 Prozent prognostiziert. Bereinigt um die schwankungsintensiven Umsätze der Automobilbranche wuchsen die Umsätze wie erwartet um 0,2 Prozent. Daneben haben sich die Verbraucherpreise im Juli erhöht. Der Verbraucherpreisindex wuchs gegenüber dem Vormonat um 0,3 Prozent. Volkswirte hatten eine Steigerung um 0,2 Prozent erwartet. Die Kernrate lag wie erwartet um 0,1 Prozent über dem Vormonatsniveau. Wie die Universität Michigan erklärte, hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im August verbessert. So lag der Gesamtindex bei 69,6 Punkten. Volkswirte waren aber von einem Wert von 70,0 Punkten ausgegangen. Ferner wurde bekannt, dass die Lagerbestände in den US-amerikanischen Industrie- und Handelsunternehmen im Juni einen Anstieg gegenüber dem Vormonat ausgewiesen haben. Insgesamt boten die Zahlen wenig Anlass zur Freude. So lagen die breiten US-Indizes zum Xetra-Schluss auch mit bis zu 0,7 Prozent im Minus. Am Montag lassen unter anderem Agilent, China Mobile, China Southern Airlines, GfK, HOCHTIEF, Lowe`s, Nortel Networks, Kirin Holding, Sysco, Urban Outfitters und Valspar in ihre Bücher blicken. Konjunkturseitig werden Inflationsdaten aus der EU und der New York Emire Index erwartet.
ThyssenKrupp (ISIN DE0007500001/ WKN 750000) zogen um 1,5 Prozent an. Der Industriekonzern hat in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinn nach einem Vorjahresverlust erzielt. Auftragseingang und Umsatz konnten ebenfalls zulegen. Zudem wurde der Ausblick angehoben. Der Umsatz wuchs um 1 Prozent auf 31,14 Mrd. Euro. Das EBIT betrug 1,42 Mrd. Euro (Vorjahr: -466 Mio. Euro) bzw. ebenfalls 1,42 Mrd. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) auf bereinigter Basis. Der Periodenüberschuss lag bei 727 Mio. Euro, nach einem Fehlbetrag von 829 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. An der DAX-Spitze gewannen K+S 2,7 Prozent. Auf der Gegenseite gaben unter anderem BASF 1,8 Prozent und E.ON 1,6 Prozent ab.
HHLA (ISIN DE000A0S8488/ WKN A0S848) gewannen in Reihe zwei 0,3 Prozent. Im Verlauf des ersten Halbjahres hat sich die Erholung der Umschlag- und Transportmengen bei dem Hafenbetreiber deutlich beschleunigt. Mit 505,1 Mio. Euro übertraf der Konzernumsatz das Vorjahresniveau leicht. Das Konzernergebnis verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 44,9 Mio. Euro. Für das Gesamtjahr 2010 rechnet HHLA jetzt mit einem Mengenwachstum oberhalb von 10 Prozent, einem Umsatz über Vorjahr und einer EBIT-Marge von mindestens 15 Prozent. Der Immobilienkonzern IVG (ISIN DE0006205701/ WKN 620570) hat im ersten Halbjahr mehr verdient. Die Erlöse lagen mit 561,8 Mio. Euro über dem Vorjahreswert von 250,8 Mio. Euro. Das EBIT verbesserte sich auf 156,3 Mio. Euro, nach 36,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. IVG gaben 0,7 Prozent ab. Für BAUER (ISIN DE0005168108/ WKN 516810) ging es deutlich um 1,9 Prozent in die Höhe. Der Bau- und Maschinenbaukonzern musste im ersten Halbjahr einen Ergebnisrückgang ausweisen. Bei den Umsatzerlösen wurde ein leichter Rückgang auf 529,1 Mio. Euro verzeichnet. Beim EBIT verbuchte man eine Abnahme auf 27,2 Mio. Euro (Vorjahreszeitraum: 44,9 Mio. Euro). Für das laufende Fiskaljahr wurden die Prognosen bestätigt.
Der Spezialchemie-Konzern SKW Stahl-Metallurgie (ISIN DE000SKWM013/ WKN SKWM01) gab bekannt, dass er im ersten Halbjahr dynamisch gewachsen ist. Zudem wurde die EBITDA-Guidance nach oben korrigiert. Der Wert gewann im SDAX 5,2 Prozent. Wacker Neuson (ISIN DE000WACK012/ WKN WACK01) verfestigten sich um 1,6 Prozent. Wie zuvor bekannt wurde, ist der Baumaschinenhersteller im ersten Halbjahr wie geplant in die Gewinnzone zurückgekehrt. Homag (ISIN DE0005297204/ WKN 529720) stiegen um 2 Prozent. Der auf Maschinen zur Holzverarbeitung spezialisierte Konzern hat im ersten Halbjahr wieder schwarze Zahlen geschrieben und im Anschluss die Umsatzprognose für das laufende Fiskaljahr angehoben. Der Energieversorger MVV (ISIN DE000A0H52F5/ WKN A0H52F) konnte in den ersten neun Monaten ein Ergebnisplus vorweisen. Mit Blick auf das Ende September zu Ende gehende Geschäftsjahr bekräftigte das Unternehmen auch seine Prognose. MVV schlossen knapp behauptet. Der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (ISIN DE0007193500/ WKN 719350) konnte im ersten Halbjahr dank der weiter anziehenden Branchenkonjunktur eine deutliche Ergebnisverbesserung vorweisen. Der Titel fiel aber um 3,6 Prozent zurück. H&R WASAG (ISIN DE0007757007/ WKN 775700) rauschten um 7,4 Prozent in die Tiefe. Dabei konnte der Spezialchemiekonzern im ersten Halbjahr dank der deutlichen konjunkturellen Erholung mit einem kräftigen Ergebnisplus aufwarten.
Roth & Rau (ISIN DE000A0JCZ51/ WKN A0JCZ5) verloren im TecDAX 1,1 Prozent. Das Solartechnikunternehmen konnte im ersten Halbjahr nicht das Vorjahresergebnis erreichen. Der Umsatz stieg leicht auf 118,8 Mio. Euro. Dagegen sank das EBIT auf 6,1 (2009: 12,0) Mio. Euro und die EBIT-Marge auf 5,1 (2009: 10,3) Prozent. Für das Gesamtjahr rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem Konzernumsatz von 285 Mio. Euro und einer EBIT-Marge von maximal 9,0 Prozent. SMA Solar (ISIN DE000A0DJ6J9/ WKN A0DJ6J) büßten 1,7 Prozent ein. Das erste Halbjahr 2010 war das erfolgreichste in der Unternehmensgeschichte des Solartechnikkonzerns. Wie der Konzern erklärte, hat sich der Konzernumsatz mit 815,8 Mio. Euro im Vergleich zur Vorjahresperiode mehr als verdreifacht (2009: 247,1 Mio. Euro). Das EBIT verbesserte sich auf 219,9 Mio. (2009: 35,0 Mio.) Euro. An der Umsatzprognose für das Gesamtjahr von 1,5 bis 1,8 Mrd. Euro hält der Vorstand weiterhin fest. Ferner bestätigt der Vorstand das Profitabilitätsziel (EBIT) von 24 bis 27 Prozent bezogen auf den Umsatz. SINGULUS stiegen an der Spitze um 4 Prozent.
DAX: 6.110,41 (-0,40 Prozent) MDAX: 8.267,47 (+0,31 Prozent) SDAX: 4.118,79 (+0,02 Prozent) TecDAX: 746,21 (-0,08 Prozent) (13.08.2010/ac/n/m)
| Wertpapier | Kurs | Zeit | Perf. in % |
|---|---|---|---|
1,67 | 22.05. | +3,15 | |
14,10 | 22.05. | +4,25 | |
15,41 | 22.05. | +0,92 | |
14,58 | 22.05. | +1,18 | |
6.435,60 | 22.05. | +1,65 | |
10.427,42 | 22.05. | +2,54 | |
4.857,80 | 22.05. | +2,04 | |
762,57 | 22.05. | +1,49 | |
10,27 | 22.05. | -2,65 | |
17,00 | 22.05. | -2,86 | |
21,98 | 22.05. | -0,09 | |
17,715 | 22.05. | +3,23 | |
12,595 | 22.05. | +2,11 | |
15,60 | 12.08. | +2,63 | |
20,90 | 22.05. | +1,68 | |
26,85 | 22.05. | +2,03 |
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