Wansleben fordert Rückzahlung von Staatshilfen

Autor: dpa-AFX
 |  15.08.2010, 15:03  |  608 Aufrufe  |   0  | 
ULM/BERLIN - Konjunkturhilfen wie die Abwrackprämie sollten nach Ansicht des DIHK in Zukunft nach Möglichkeit zurückgezahlt werden. ´Ich denke da an so etwas wie Besserungsscheine: Wenn sich die Lage aufhellt, bekommt der Staat auch etwas zurück´, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Martin Wansleben, der ´Südwest Presse´ (Montag). Sollte es noch einmal zu einer Krise kommen, so sei in der Gesellschaft nicht erneut eine Mehrheit für Hilfsmaßnahmen zu erreichen, ´wenn nicht die unmittelbar Begünstigten von vornherein in die Rückzahlung eingebunden werden´.

Der DIHK-Hauptgeschäftsführer warb um Verständnis, dass derzeit viele Neueinstellungen nur befristet oder mit Zeitarbeitern erfolgen: ´Nach den Erfahrungen des vergangenen Jahres muss ein solider Kaufmann das Risiko für seinen Betrieb senken.´ Nur mit befristeten Einstellungen und Zeitarbeitern könne für ausreichende Kapazitäten gesorgt werden, ohne sich finanziell zu überfordern. Allerdings betrachtet er dies als Ausnahme.

Obwohl Ende Juli mehr als 150.000 Jugendliche noch keine Lehrstelle hatten, geht Wansleben davon aus, dass allein im Bereich der Kammern 50.000 Lehrstellen nicht besetzt werden können. Die Lehrverträge würden jedes Jahr in den Statistiken nicht so schnell erfasst. Jetzt wirke sich insbesondere die demografische Entwicklung aus: ´In einigen Regionen hat sich die Anzahl der Bewerber in den letzten fünf Jahren fast halbiert.´/ol/DP/he
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