Börse Frankfurt Schluss DAX schließt unverändert, HOCHTIEF nach Zahlen gesucht

 |  16.08.2010, 17:58  |  1337 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Der deutsche Aktienmarkt ist zum Wochenauftakt kaum von der Stelle gekommen. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) schloss am Ende quasi unverändert bei 6.110,57 Punkten. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) stieg um 0,19 Prozent auf 8.283,02 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) verlor 0,04 Prozent auf 4.117,22 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) konnte um 0,10 Prozent vorrücken auf 746,94 Punkte. Der Bund Future gewann zuletzt 0,47 Prozent auf 132,10 Zähler. Der Euro stieg zuletzt um 0,71 Prozent auf 1,2845 Dollar.

Wie am Nachmittag bekannt wurde, hat die Federal Reserve Bank of New York für August eine Verbesserung bei der allgemeinen Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe des Distrikts New York ermittelt. Demnach erhöhte sich der Empire State Manufacturing Index auf 7,10 Punkte, während Volkswirte sogar mit einem Zuwachs auf 7,5 Zähler gerechnet hatten. Daneben haben auch die jüngsten BIP-Daten aus Japan enttäuscht. An der Wall Street war zum Xetra-Schluss aber keine klare Tendenz zu erkennen. Am Dienstag lassen unter anderem Abercrombie & Fitch, Home Depot, Saks, TJX, Vivacon und Wal-Mart in ihre Bücher blicken. Konjunkturseitig werden die ZEW Konjunkturerwartungen und in den USA die Wohnbaubeginne und -genehmigungen, die Erzeugerpreise, die Kapazitätsauslastung und die Industrieproduktion erwartet.

Gestützt auf die Zahlen des Baukonzerns HOCHTIEF gewannen HeidelbergCement an der DAX-Spitze 2,7 Prozent. Daneben verbesserten sich unter anderem Merck um 2,2 Prozent und Daimler um 2,2 Prozent. Wie in der Presse zu lesen war, hat die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008/ WKN 514000) zahlreiche Angebote anderer Geldhäuser und Finanzinvestoren für ihre zum Verkauf stehende Tochter BHF-Bank erhalten. Unter anderem seien die liechtensteinische Fürstenbank LGT, die französische Großbank BNP Paribas (ISIN FR0000131104/ WKN 887771) und die Schweizer Privatbank Julius Bär (ISIN CH0102484968/ WKN A0YBDU) interessiert. Aber auch die Finanzinvestoren Permira, Apollo und Kohlberg Kravis Roberts (KKR) erwägen eine Übernahme der BHF-Bank, hieß es. Die Deutsche Bank hatte die BHF im Zuge der Übernahme der Kölner Privatbank Sal. Oppenheim mitgekauft, wollte sich von Anfang an aber wieder von ihr trennen. Die Aktie der Deutschen Bank schloss mit 1,6 Prozent im Minus.

Anteile des Versicherungskonzerns Allianz (ISIN DE0008404005/ WKN 840400) verloren 0,6 Prozent. Die Allianz will offenbar dem Einzelhandelskonzern ALDI SÜD Immobilien abkaufen. Presseangaben zufolge ist das Geschäft bereits beim Bundeskartellamt angemeldet. Die Größenordnung des geplanten Deals sei zwar nicht bekannt, dem Artikel zufolge dürfte es sich allerdings um ein recht umfangreiches Geschäft handeln. BASF (ISIN DE000BASF111/ WKN BASF11) gaben 0,3 Prozent ab. Der Chemiekonzern investiert in eine Dispersionsanlage im Daya Bay Petrochemical Industrial Park in Huizhou (China). Den Angaben zufolge sollen in der neuen Anlage - bei einer Jahreskapazität von 100.000 Tonnen - XSB-Dispersionen für die Papierindustrie und Acrylatdispersionen u.a. für die Branchen Lack, Bauchemie, Druck & Verpackungen, Klebstoffe produziert werden. Die Investition sei Teil der Wachstumsstrategie für Asien-Pazifik, mit dem Ziel, den Umsatz bis 2020 zu verdoppeln.

HOCHTIEF (ISIN DE0006070006/ WKN 607000) zogen in Reihe zwei um 5,5 Prozent an. Der Baukonzern hat die ersten sechs Monate mit einem Umsatz- und Ergebnisplus abgeschlossen. Die Erlöse stiegen um 3,8 Prozent auf 9,53 Mrd. Euro. Der Konzerngewinn verbesserte sich um 2,1 Prozent auf 88,1 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet der Konzern Umsatzerlöse etwa auf dem Niveau von 2009 sowie ein Vorsteuerergebnis und einen Konzerngewinn jeweils auf einem Niveau leicht über dem Vorjahreswert. GAGFAH kamen auf der Gegenseite um 4,4 Prozent zurück.

Die im SDAX gelistete Marktforschungsgruppe GfK (ISIN DE0005875306/ WKN 587530) gab bekannt, dass sich ihre erfolgreiche Geschäftsentwicklung auch im zweiten Quartal fortgesetzt hat. Demnach wurde im ersten Halbjahr ein erhebliches Umsatz- und Ergebnisplus erzielt. Zudem wurden die Umsatz- und Ergebniserwartungen für das Geschäftsjahr 2010 deutlich angehoben. Der Wert gewann 1,1 Prozent.

Spitzenreiter im TecDAX war Drägerwerk mit einem Aufschlag von 2,8 Prozent. Daneben stiegen mitunter Roth & Raum um 2 Prozent und freenet um 1,7 Prozent. QSC bröckelten am Indexende um 3,3 Prozent ab. Q-Cells verloren 3,2 Prozent und SolarWorld 2,2 Prozent.

DAX: 6.110,57 (+0,00 Prozent) MDAX: 8.283,02 (+0,19 Prozent) SDAX: 4.117,22 (-0,04 Prozent) TecDAX: 746,94 (+0,10 Prozent) (16.08.2010/ac/n/m)

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