Börsen in Europa am Mittag Leichte Verluste, BHP Billiton und Vestas im Blick

 |  18.08.2010, 13:43  |  1064 Aufrufe  |   0  | 

Zürich (aktiencheck.de AG) - Die europäischen Börsen liegen nach wie vor im Minus. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verliert zur Stunde 0,34 Prozent auf 2.728,20 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) büßt 0,35 Prozent ein auf 2.507,86 Zähler. Der in Paris berechnete EURONEXT 100 (ISIN FR0003502079/ WKN A0C302) kommt um 0,31 Prozent zurück auf 656,90 Stellen. Die europäischen Länderbörsen tendieren ebenfalls schwach.

Die US-Futures deuten auf eine negative Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell verlieren der Dow Jones Future 0,23 Prozent, der S&P 500 Future 0,16 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,33 Prozent.

Der Minenkonzern BHP Billiton (ISIN GB0000566504/ WKN 908101) hält an seinem Übernahmeangebot für den kanadischen Düngemittelhersteller Potash (ISIN CA73755L1076/ WKN 878149) fest und will sich direkt an die Aktionäre wenden. Mit der knapp 40 Mrd. Dollar schweren Offerte will BHP Billiton seine Marktposition im internationalen Düngemittelgeschäft weiter ausbauen. BHP Billiton verlieren im FTSE 100 rund 2 Prozent. Wie der Minenkonzern Eurasian (ISIN GB00B29BCK10/ WKN A0M9S2) erklärte, konnte er seinen Gewinn im ersten Halbjahr erheblich steigern. Dabei profitierte der Konzern von Akquisitionen, höheren Rohstoffpreisen und einem verbesserten Absatzvolumen. Den Angaben zufolge belief sich der Nettogewinn auf 902 Mio. Dollar, gegenüber 553 Mio. Dollar im ersten Halbjahr 2009. Der Umsatz verbuchte ein deutliches Wachstum von 80 Prozent auf 3,05 Mrd. Dollar. Für das Gesamtjahr geht der Konzern davon aus, dass das derzeitige Nachfrageniveau in seinen wichtigsten Rohstoffmärkten anhält, wobei das Risiko einer kurzfristigen Volatilität bestehe. Eurasian sacken um 2,8 Prozent ab. Daneben büßen unter anderem Anglo American 2,5 Prozent und Fresnillo 2,4 Prozent ein.

Der französische Energie- und Gasversorger GDF SUEZ (ISIN FR0010208488/ WKN A0ER6Q) beabsichtigt einem Pressebericht zufolge, die Mehrheit an dem polnischen Energieunternehmen Energa zu übernehmen. Demnach habe GDF SUEZ ein verbindliches Gebot für fast 83 Prozent der Energa-Aktien abgegeben und gehöre damit zum engeren Bieterkreis. Laut dem Artikel wird der Gesamtwert von Energa auf 6 bis 8 Mrd. Polnische Zloty (1,5 bis 2 Mrd. Euro) taxiert. GDF SUEZ liegen im CAC40 leicht hinten. Dexia kommen als Schlusslicht um 2,2 Prozent zurück. Peugeot gewinnen auf der Gegenseite 1 Prozent.

Swiss Life (ISIN CH0014852781/ WKN 778237) schießen in Zürich um gut 6 Prozent in die Höhe. Der Lebensversicherer hat seinen Gewinn im ersten Halbjahr fast verdoppelt, was in erster Linie auf markante operative Fortschritte zurückzuführen ist. Den Angaben zufolge betrug der Betriebsgewinn 415 Mio. Schweizer Franken (CHF) (Vorjahr: 251 Mio. CHF), während sich der Reingewinn auf 269 Mio. CHF (Vorjahr: 139 Mio. CHF) belief. Wie weiter mitgeteilt wurde, steigerte die Gruppe ihr Prämienvolumen in lokaler Währung um 20 Prozent auf 12,24 Mrd. CHF.

Schoeller-Bleckmann (ISIN AT0000946652/ WKN 907391) können im ATX um fast 5 Prozent vorrücken. Der Konzern hat im zweiten Quartal deutlich mehr verdient. Der Umsatz lag bei 74 Mio. Euro, nach 56,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Der Nachsteuergewinn verbesserte sich auf 5,3 Mio. Euro, nach 2,4 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe der Konzern von den vermehrten Bohraktivitäten profitieren können. Für die kommenden Monate sei bei einer Fortsetzung des derzeitigen positiven Konjunkturtrends auch eine gute Entwicklung des Marktumfeldes in der Oilfield Service-Industrie zu erwarten. Die Telekom Austria (ISIN AT0000720008/ WKN 588811) musste im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen. Die Erlöse erreichten 1,17 Mrd. Euro und lagen damit unter dem Vorjahreswert von 1,19 Mrd. Euro. Beim Konzernüberschuss wurde ein Minus von 16,5 Prozent auf 68,7 Mio. Euro verzeichnet. Der Wert gewinnt 0,7 Prozent.

Anteile des Windenergieanlagenherstellers Vestas (ISIN DK0010268606/ WKN 913769) brechen an der Nordic Stock Exchange um über 19 Prozent ein. Der dänische Windenergieanlagenhersteller gab bekannt, dass er im zweiten Quartal angesichts eines deutlichen Umsatzrückgangs einen Verlust nach einem Vorjahresgewinn erwirtschaftet hat. Zudem wurde die Jahresplanung aufgrund von Auftragsverschiebungen nach unten korrigiert. Der Nettoverlust belief sich demnach auf 119 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 43 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz nahm um rund 17 Prozent auf 1,01 Mrd. Euro ab. Die Fluggesellschaft SAS (ISIN SE0003366871/ WKN A1C0DX) teilte mit, dass sich ihr Verlust im zweiten Quartal halbiert hat. Ohne die Auswirkungen der Vulkanaschewolke, die den europäischen Luftraum im April stark beeinträchtigte, hätte man sogar einen Gewinn erzielt. Den Angaben zufolge belief sich der Nettoverlust auf 502 Mio. Schwedische Kronen (SEK), im Vergleich zu einem Verlust von 1,05 Mrd. SEK im Vorjahr. Bereinigt um die Auswirkungen der Vulkanaschewolke wurde ein Gewinn von 464 Mio. SEK ausgewiesen. Der Umsatz ging von 12,22 Mrd. SEK auf 9,98 Mrd. SEK zurück. Die Aktie von SAS gewinnt über 3 Prozent.

Dow Jones EURO STOXX 50: 2.728,20 (-0,34 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.507,86 (-0,35 Prozent) EURONEXT 100: 656,90 (-0,31 Prozent) FTSE 100 (London): 5.310,82 (-0,74 Prozent) CAC40 (Paris): 3.647,91 (-0,42 Prozent) MIB (Mailand): 20.574,21 (-0,46 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 10.352,90 (-0,16 Prozent) SMI (Zürich): 6.357,10 (-0,04 Prozent) ATX (Wien): 2.481,61 (-0,56 Prozent) (18.08.2010/ac/n/m)

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