Börse Frankfurt am Mittag US-Daten erwartet, Commerzbank unter Beschuss

 |  27.08.2010, 13:20  |  902 Aufrufe  |   0  | 

Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Im Vorfeld wichtiger US-Konjunkturdaten halten sich die deutschen Anleger mit Engagements zurück. Der DAX (ISIN DE0008469008/ WKN 846900) liegt zur Stunde mit 0,11 Prozent vorne bei 5.919,34 Punkten. Der MDAX (ISIN DE0008467416/ WKN 846741) verliert 0,51 Prozent auf 8.038,43 Stellen. Der SDAX (ISIN DE0009653386/ WKN 965338) legt dagegen 0,38 Prozent zu auf 4.068,53 Zähler. Der TecDAX (ISIN DE0007203275/ WKN 720327) rückt um 0,22 Prozent vor auf 726,60 Punkte. Der Bund Future steigt um 0,25 Prozent auf 134,28 Zähler. Der Euro gewinnt 0,15 Prozent auf 1,2723 Dollar.

Wie am Morgen bekannt wurde, haben sich die deutschen Außenhandelspreise im Juli mit beschleunigtem Tempo erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 9,9 Prozent. Bereinigt um die Erdöl- und Mineralölerzeugnisse erhöhte sich der Einfuhrpreis-Index um 7,5 Prozent. Die Exportpreise legten um 4,1 Prozent zu.

Die US-Futures deuten zur Stunde auf eine positive Eröffnung der Wall Street hin. Aktuell legen der Dow Jones Future 0,26 Prozent, der S&P 500 Future 0,27 Prozent und der NASDAQ 100 Future 0,38 Prozent zu. Im weiteren Handelsverlauf stehen in den USA Daten zum BIP und das Verbrauchervertrauen auf der Agenda.

Wie in der Presse zu lesen war, plant die Commerzbank (ISIN DE0008032004/ WKN 803200) im Herbst eine milliardenschwere Kapitalerhöhung. Den Angaben zufolge werde die Kapitalmaßnahme ein Volumen von mindestens 5 Mrd. Euro haben. Die Einnahmen werde das Kreditinstitut zur teilweisen Rückzahlung der staatlichen Beihilfen verwenden, um die Bank wieder unabhängiger zu machen. Als Voraussetzung wurde genannt, dass die Stimmung an der Börse gut sei und sich der Aktienmarkt insgesamt stabil zeige. Das Finanzinstitut war im Verlauf der Finanzkrise in Schieflage geraten. Der Staat musste die Bank mit insgesamt mehr als 18 Mrd. Euro vor dem Untergang bewahren. Die Aktie sackt am DAX-Ende um über 2 Prozent ab. Daneben verlieren unter anderem Volkswagen 1,5 Prozent und K+S 1,1 Prozent. Auf der Gegenseite gewinnen METRO ein knappes Prozent vor. Daneben greifen die Anleger verstärkt bei RWE und der Deutschen Telekom zu.

EADS sacken im MDAX um über 4 Prozent ab. Presseangaben zufolge will die Tochter Airbus die geplante Produktion für den neuen A350 in den Jahren 2013 bis 2015 verringern. Aurubis und Sky verlieren daneben 2,2 bzw. 1,5 Prozent. Auf der Gegenseite gewinnen Demag Cranes fast 3 Prozent.

United Internet (ISIN DE0005089031/ WKN 508903) legen im TecDAX gut 1 Prozent zu. Der Internetkonzern konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 14,1 Prozent auf 930,8 Mio. Euro steigern. Das EBIT lag durch um 10,8 Mio. Euro plangemäß erhöhte Abschreibungen infolge des Ende letzten Jahres erworbenen freenet-DSL-Kundenbestands mit 142,2 Mio. Euro erwartungsgemäß um 3,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Vor dem Hintergrund der erfolgreichen Entwicklung im ersten Halbjahr hat United Internet seine Prognosen bekräftigt. Spitzenreiter ist Evotec mit einem satten Zuwachs von über 5 Prozent. SMA Solar und Drillisch gewinnen jeweils mehr als 3 Prozent. Auf der Gegenseite bröckeln Q-Cells um 3,2 Prozent ab.

DAX: 5.919,34 (+0,11 Prozent) MDAX: 8.038,43 (-0,51 Prozent) SDAX: 4.068,53 (+0,38 Prozent) TecDAX: 726,60 (+0,22 Prozent) (27.08.2010/ac/n/m)

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