New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen haben sich mit deutlichen Gewinnen ins Wochenende verabschiedet. Nach Äußerungen von Fed-Chef Bernanke drehten die Indizes nach turbulentem Handelsstart ins Plus und bauten ihre Gewinne im Handelsverlauf weiter aus. Der Dow Jones Industrial Average (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewann 1,65 Prozent auf 10.150,65 Punkte. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) legte 1,66 Prozent auf 1.064,59 Zähler zu. Der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) verbesserte sich um 1,65 Prozent auf 2.153,63 Punkte.
Das Handelsministerium in Washington hat seine zweite Schätzung zur Wirtschaftsentwicklung im zweiten Quartal vorgelegt und dabei seine vorläufigen Angaben deutlich nach unten revidiert. Gegenüber dem Vorquartal kletterte das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) demnach nur noch um 1,6 Prozent, während vorläufig ein Plus von 2,4 Prozent ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten jedoch mit einer Revision des BIP-Wachstums auf nur noch 1,4 Prozent gerechnet.
Wie die Universität Michigan bekanntgab, hat sich die Stimmung der US-Verbraucher im August 2010 verbessert. So stieg der Gesamtindex auf 68,9 Punkte (vorläufig: 69,6 Punkte). Volkswirte waren von einem Wert von 70,0 Punkten ausgegangen. Im Vormonat war ein Stand von 67,8 Punkten ausgewiesen worden.
Für Auftrieb sorgte Fed-Chef Ben Bernanke, der sich im Rahmen einer Sitzung zu den weiteren Aussichten der führenden Industrienation äußerte. Insgesamt zeigte sich Bernanke trotz der derzeitigen Schwächephase überzeugt, dass sich die US-Wirtschaft im kommenden Jahr wieder fängt. Die Gefahr einer möglichen Deflation bezeichnete Bernanke als gering. Gleichzeitig kündigte Bernanke an, dass die Fed weitere unkonventionelle Maßnahmen ergreifen würde, falls sich der Wachstumsausblick spürbar eintrüben sollte.
Der US-Chiphersteller Intel Corp. (ISIN US4581401001/ WKN 855681) geht für das dritte Quartal von einem Umsatz unterhalb der Markterwartungen aus. Demnach dürfte der Konzernumsatz im laufenden dritten Quartal voraussichtlich im Bereich von 11,0 Mrd. Dollar (plus bzw. minus 200 Mio. Dollar) liegen. Zuvor hatte Intel hier einen Wert im Bereich von 11,2 bis 12,0 Mrd. Dollar in Aussicht gestellt. Analysten gehen für das laufende Quartal von Erlösen von 11,52 Mrd. Dollar aus. Begründet wurde die schwächere Umsatzerwartung für das dritte Quartal mit der schwächer als erwartet ausgefallenen Nachfrage aus der PC-Industrie. Auch bei der Bruttomarge erwartet Intel nunmehr mit 66 Prozent (plus oder minus einem Prozentpunkt) einen schwächeren Wert als zunächst erwartet. Hier hatte der Technologiekonzern zuletzt eine Bruttomarge von 67 Prozent (plus oder minus einem Prozentpunkt) in Aussicht gestellt. Intel wird die Geschäftszahlen für das dritte Quartal am 12. Oktober präsentieren. Die Intel-Aktie verbesserte sich dennoch um gut 1 Prozent.
Der Flugzeughersteller Boeing (ISIN US0970231058/ WKN 850471) hat das Auslieferungsdatum für den Dreamliner 787 erneut nach hinten verschoben. Die erste Maschine des Großraumflugzeugs dürfte nun erst Mitte des ersten Quartals 2011 ausgeliefert werden. Als Grund für die Terminverschiebung wurden Probleme bei den Tests für die Triebwerke des Flugzeugs genannt. In diesem Zusammenhang arbeite man jedoch eng mit dem britischen Triebwerkshersteller Rolls-Royce (ISIN GB0032836487/ WKN 136198) zusammen. Auswirkungen auf das Konzernergebnis habe die Auslieferungsverzögerung indessen nicht, erklärte Boeing. Die Aktie legte gut 3 Prozent zu.
Die Übernahmeschlacht um den Speicherhersteller 3PAR (ISIN US88580F1093/ WKN A0M7KV) spitzt sich weiter zu. Zunächst hatte der Computerhersteller Dell (ISIN US24702R1014/ WKN 121092) mit der am Donnerstagabend veröffentlichten neuen Offerte von Hewlett-Packard (ISIN US4282361033/ WKN 851301) gleichgezogen und ebenfalls 27,00 Dollar je 3PAR-Aktie geboten. In der Folge hat der Technologiekonzern die Dell-Offerte erneut überboten. Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Pressemitteilung hervorgeht, bietet Hewlett-Packard nunmehr 30,00 Dollar je Aktie von 3PAR, was einem Enterprise Value von 2,0 Mrd. Dollar entspricht. Beide Konzerne wollen ihr Portfolio im Bereich Speicherlösungen durch die Übernahme von 3PAR verstärken. 3PAR schossen um fast 25 Prozent in die Höhe. Dagegen gaben Hewlett-Packard 0,6 Prozent ab. Dell gewannen knapp 1 Prozent.
Wie der Software-Hersteller Novell (ISIN US6700061053/ WKN 873019) am Vorabend meldete, musste er im dritten Fiskalquartal einen Umsatz- und Gewinnrückgang hinnehmen. Der Nettogewinn belief sich demnach auf 15,7 Mio. Dollar, nach 16,7 Mio. Dollar im Vorjahr. Der bereinigte Gewinn betrug 6 Cents pro Aktie. Der Umsatz sank von 216,1 Mio. Dollar auf 199 Mio. Dollar. Analysten waren im Vorfeld von einem Gewinn von 7 Cents pro Aktie und einem Umsatz von 200,2 Mio. Dollar ausgegangen. Novell-Aktien verbesserten sich um mehr als 1 Prozent.
Die Juwelierkette Tiffany (ISIN US8865471085/ WKN 872811) konnte im zweiten Geschäftsquartal infolge eines Preisrückgangs bei Rohdiamanten und höherer Verkaufspreise einen kräftigen Umsatz- und Gewinnanstieg erzielen. Die Erlöse stiegen um 9,2 Prozent auf 668,8 Mio. Dollar. Ferner verbesserte sich der Nettogewinn um 19 Prozent auf 67,7 Mio. Dollar. Bereinigt um Sondereffekte betrug das EPS 55 Cents. Analysten hatten durchschnittlich ein EPS von 53 Cents bei Umsätzen von 692,5 Mio. Dollar prognostiziert. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen inzwischen ein EPS von 2,60 bis 2,65 (bisher 2,55 bis 2,60) Dollar. Analysten rechnen mit einem Gewinn pro Aktie in Höhe von 2,61 Dollar. Der Wert rutschte gegen den Markt um mehr als 3 Prozent ab. (27.08.2010/ac/n/m)
| Wertpapier | Kurs | Zeit | Perf. in % |
|---|---|---|---|
56,539 | 22.05. | +2,78 | |
11,70 | 22.05. | +1,14 | |
17,041 | 22.05. | -0,58 | |
20,441 | 22.05. | +0,72 | |
4,10 | 29.04. | 0,00 | |
7,221 | 23.05. | 0,00 | |
47,65 | 22.05. | +0,32 | |
2.839,08 | 22.05. | -0,29 | |
12.502,81 | 22.05. | -0,01 | |
2.539,20 | 22.05. | -0,24 | |
24,4675 | 27.09. | +0,44 |
| Zeit | Titel |
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22.05. | |
22.05. | |
22.05. | |
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| Zeit | Titel |
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29.03. | |
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01.03. | |
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