FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - Sentimenterhebung zu DAX® und TecDAX®
2. September 2010. FRANKFURT (Börse Frankfurt). Ungewissheit und Zurückhaltung der vergangenen vier Wochen sind nun neuer Kaufbereitschaft gewichen. Der Anstieg des Optimismus ist an sich nicht überraschend, vor dem Hintergrund des berühmt-berüchtigten Septembers, aber umso beachtlicher. Denn dieser gilt bei Anlegern als der wohl schlechteste Börsenmonat des Jahres. Bemerkenswert ist dieser Wandel allein, wenn man die bloßen Zahlen sprechen lässt: 48 Prozent der Anleger glauben wieder an steigende Kurse auf Vier-Wochen-Basis, während das pessimistische Lager nur noch einen prozentualen Anteil von 32 Prozent ausmacht. Der Bull/Bear-Index notiert mit einem Stand von 58,9 auf dem exakten Niveau vom Juli, obwohl der Leitindex zu dieser Zeit gut 250 Punkte mehr verzeichnete.
Zu begründen ist dies nach Ansicht des verhaltensorientierten Gianni Hirschmüller von Cognitrend unter anderem dadurch, dass sich an der generell guten wirtschaftlichen Stimmung in Deutschland kaum etwas geändert habe. Gleichzeitig seien aber die Preise für einen Widereinstieg in den Aktienmarkt deutlich günstiger. Es bleibt spannend, wie sich der Markt angesichts der nach wie vor durchwachsenen Wirtschaftsnachrichten aus den USA entwickeln wird.
TecDAX Anleger springen wieder ins Bullenlager
Auch im TecDAX macht sich Optimismus breit. Sowohl gute Branchennachrichten als auch der chartanalytische Blick auf den Kursverlauf der vergangenen Tage, der das Juni-Tief nicht unterboten hat, sorgen für Zuwachs im Bullenlager. Dieser belief sich bei der gestrigen Erhebung auf beachtliche 14 Prozent, was den Bull/Bear-Index zum ersten Mal seit fünf Wochen wieder auf einem Stand oberhalb der 60-Prozent-Marke notieren lässt.
Positiv nahmen Anleger die erneut guten Nachrichten aus der Technologiebranche auf, die von Übernahmeangeboten und Zukäufen geprägt waren. Stattdessen habe sich der Boden für eine erneute Seitwärtsspanne ausgeprägt, glaubt Kerstin Kubanek. Kurz- bis mittelfristig seien Kursbewegungen vermutlich innerhalb der neu abgesteckten Konsolidierungszone zu erwarten.
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