´Berliner Zeitung´ Finanztransktionssteuer könnte 8 Mrd Euro einbringen

Autor: dpa-AFX
 |  07.09.2010, 01:05  |  489 Aufrufe  |   0  | 
BERLIN - Deutschland kann laut einem Pressebericht eine Finanztransaktionssteuer auch im Alleingang einführen und damit Einnahmen von mehr als acht Milliarden Euro erzielen. Dies berichtet die ´Berliner Zeitung´ (Dienstagausgabe) unter Berufung auf eine Studie des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (Wifo). Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) rechnet dagegen mit gerade zwei Milliarden Euro pro Jahr und hat zudem eine EU-weite Zustimmung zur Bedingung für eine Einführung gemacht. Am Dienstag berät er mit seinen EU-Kollegen in Brüssel über die Chancen für ein gemeinsames Vorgehen.

Eine nationale Finanzsteuer ist laut Wifo ohne Benachteiligung für den Finanzplatz Deutschland möglich, wenn nur die Bundesbürger die Abgabe entrichten müssten, dann aber auch bei Börsengeschäften im Ausland. Ein solch ´pragmatischer Ansatz´ sei zwar nicht optimal, weil er nicht alle Spekulationsgeschäfte erfasse. Er sei aber ein Anfang. Bei einer europaweiten Lösung hält das Institut sogar Einnahmen von rund 90 Milliarden Euro für möglich. Davon könnten je nach Verteilung zwischen den 27 EU-Nationen auf Deutschland zwischen 15 und 21 Milliarden pro Jahr entfallen./jsl/he
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