Wall Street Update Kräftige Zugewinne nach EU-Gipfel

Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
 |  09.12.2011, 19:20  |  2514 Aufrufe  |   | 

New York (aktiencheck.de AG) - Die US-Börsen verzeichnen am Freitagmittag New Yorker Zeit kräftige Aufschläge. Besonders der gestrige EU-Gipfel sorgt in den USA für gute Laune. Zahlreiche Gewinnwarnungen aus dem Technologiesektor hinterließen jedoch ihre Spuren bei den Anlegern. Der Dow Jones (ISIN US2605661048/ WKN 969420) gewinnt derzeit 1,4 Prozent auf 12.160 Punkte, während der NASDAQ Composite (ISIN XC0009694271/ WKN 969427) um 1,6 Prozent auf 2.639 Zähler zulegen kann. Der S&P 500 (ISIN US78378X1072/ WKN A0AET0) gewinnt 1,5 Prozent auf 1.253 Punkte.

Vor Handelsbeginn wurde beim US-Handelsbilanzdefizit ein Rückgang ermittelt. So hat sich das Handelsbilanzdefizit um 1,6 Prozent auf 43,5 Mrd. US-Dollar reduziert, während Volkswirte 44,0 Mrd. US-Dollar prognostiziert hatten. Im September wurde ein Passivsaldo von revidiert 44,2 (vorläufig: 43,1) Mrd. US-Dollar verbucht. Hierbei sanken die Exporte binnen Monatsfrist um 0,8 Prozent auf 179,2 Mrd. US-Dollar. Die Importe gingen um 1,0 Prozent zurück auf 222,6 Mrd. US-Dollar. Beim Außenhandel mit China wuchs der Passivsaldo auf 28,1 Mrd. US-Dollar, nach 25,7 Mrd. US-Dollar im Vorjahresmonat. Die Stimmung der US-Verbraucher hat sich im Dezember 2011 laut Universität Michigan gegenüber dem Vormonat verbessert. So kletterte der Gesamtindex auf 67,7 Punkte, nachdem im Vormonat nur ein Stand von 64,1 Punkten ausgewiesen worden war. Volkswirte hatten lediglich mit einem Wert von 65,1 Punkten gerechnet.

Auf der Unternehmensseite steht vor allem der Technologiesektor im Blick .Hier hatten einige Schwergewichte aus der Halbleiterindustrie ihren Ausblick für das Schlussquartal nach unten korrigiert. Den Anfang machte dabei Texas Instruments (ISIN US8825081040/ WKN 852654) der am Vorabend nach Börsenschluss seine Umsatz- und Ergebnisprognose gesenkt hatte. Demnach erwartet der Halbleiterhersteller für das Schlussquartal nunmehr einen Umsatz im Bereich von 3,19 bis 3,33 Mrd. US-Dollar, nachdem man zuvor einen Umsatz von 3,26 bis 3,54 Mrd. US-Dollar in Aussicht gestellt hatte. Auch beim Nettogewinn geht Texas Instruments nunmehr von einem geringeren Wert aus: So wurde für das vierte Quartal ein EPS von 21 bis 25 Cents je Aktie in Aussicht gestellt, nachdem man zuvor ein EPS von 28 bis 36 Cents je Aktie in Aussicht gestellt hatte. Aktuell verliert der Wert 1,2 Prozent.

Smith & Wesson (ISIN US8317561012 / WKN 797652), ein Hersteller von Handfeuerwaffen, konnte im zweiten Quartal 2011/12 dank gestiegener Umsätze seinen Verlust reduzieren. Wie der Konzern am Donnerstagabend nach US-Börsenschluss verkündete, lag der Umsatz im Berichtszeitraum mit 92,3 Mio. US-Dollar um 10,5 Prozent über dem Vorjahreswert von 83,6 Mio. US-Dollar. Unter dem Strich wurde ein Nettoverlust von 1,6 Mio. US-Dollar bzw. 4 Cents je Aktie ausgewiesen, nach einem Nettoverlust von 37,3 Mio. US-Dollar bzw. 62 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft sank von 4 Cents auf 1 Cent je Aktie. Analysten hatten zuvor einen Verlust von 4 Cents je Aktie sowie einen Umsatz von 96,8 Mio. US-Dollar erwartet. Für das laufende Fiskaljahr erwartet Smith & Wesson einen Umsatz von 385 bis 395 Mio. US-Dollar. Für das laufende Fiskaljahr gehen Analysten von einem EPS von 9 Cents bei Umsatzerlösen von 420,8 Mio. US-Dollar aus. Die Aktie von Smith & Wesson gewinnt derzeit 9,9 Prozent.

Auch der Chip-Hersteller Altera (ISIN US0214411003/ WKN 875650) geht für das vierte Quartal von einem schwächer als erwarteten Konzernumsatz aus. Wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, dürfte der Umsatz im Schlussquartal des laufenden Fiskaljahres nach Einschätzung von Altera um 13 bis 16 Prozent unter dem Wert des dritten Quartals liegen. Zuvor hatte der Konzern einen sequenziellen Umsatzrückgang von 7 bis 11 Prozent in Aussicht gestellt. Wie der Konzern weiter ausführte, habe man in nahezu allen Absatzmärkten unter der schwächer als erwarteten Kundennachfrage zu leiden. Eine Ausnahme bilde dabei der Markt in Nordamerika, der von einer steigenden Nachfrage aus dem Rüstungssegment profitieren kann. Altera hatte zuletzt für das dritte Quartal einen Umsatz von 522,5 Mio. US-Dollar ausgewiesen, was einem Minus von 1 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von 527,5 Mio. US-Dollar entsprochen hatte. Derzeit erwarten Analysten für das vierte Quartal ein EPS von 47 Cents sowie einen Umsatz von 475,0 Mio. US-Dollar. Derzeit liegt die Aktie 0,3 Prozent im Minus

Am Freitag machte auch der US-Halbleiterkonzern Lattice Semiconductor (ISIN US5184151042/ WKN 878255) mit einer Umsatzwarnung von sich reden: Wie aus einer Pressemitteilung des Konzerns hervorgeht, erwartet der Halbleiterhersteller für das Schlussquartal einen sequenziellen Umsatzrückgang von 14 bis 17 Prozent. Zuletzt hatte der Konzern für das vierte Quartal gegenüber dem Vorquartal einen Umsatzrückgang von 4 bis 9 Prozent in Aussicht gestellt. Demgegenüber wurde die Prognose zur Bruttomarge mit 59 Prozent (+ oder -2 Prozent) für das vierte Quartal unverändert gelassen. Derzeit muss die Aktie 3,5 Prozent abgeben.

Auch der Chemiekonzern DuPont (ISIN US2635341090/ WKN 852046) zeigt sich von der derzeit schwierigen konjunkturellen Gesamtsituation betroffen und revidierte seine Ergebnisprognose für das laufende Fiskaljahr überraschend nach unten. Demnach erwartet der Chemiekonzern für das laufende Fiskaljahr nur noch einen bereinigten Gewinn von 3,87 bis 3,95 US-Dollar je Aktie. Zuletzt hatte der Chemieriese für das laufende Fiskaljahr ein bereinigtes EPS von 3,97 bis 4,05 US-Dollar in Aussicht gestellt. Analysten gehen für das laufende Fiskaljahr von einem EPS von 4,03 US-Dollar und einem Umsatz von 38,40 Mrd. US-Dollar aus. Aktuell verliert die Aktie 0,9 Prozent.

Neuigkeiten gab es auch von der Akquisitionsfront: Demnach hat der Software-Konzern Blue Coat Systems (ISIN US09534T5083/ WKN 113554) eine Vereinbarung mit dem Finanzinvestor Thoma Bravo LLC abgeschlossen, im Rahmen derer Blue Coat Systems für insgesamt rund 1,3 Mrd. US-Dollar übernommen werden soll. Die Aktionäre von Blue Coat Systems sollen im Rahmen der Vereinbarung demnach 25,81 US-Dollar je Aktie in bar erhalten, was einem Aufschlag von rund 48 Prozent gegenüber dem letzten Schlusskurs der Aktie entspricht. Aktuell kann die Aktie mehr als 44 Prozent zulegen. (09.12.2011/ac/n/m)


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