Scope Analysis Bürosegment dominiert, Einzelhandel holt auf

 |  13.01.2012, 11:11  |  2309 Aufrufe  |   0  | 

Der größte Teil der angebotenen Geschlossenen Immobilienfonds entfiel auch 2011 auf das Bürosegment, das Einzelhandelssegment konnte seinen Anteil ebenfalls steigern, rückläufig waren hingegen die Wohnimmobilienfonds

Bei Geschlossenen Immobilienfonds dominierten auch 2011 Büroobjekte das Geschehen. Das Segment konnte seinen Vorsprung sogar noch weiter ausbauen. Das emittierte Eigenkapital stieg von rund 46 Prozent im Jahr 2010 auf 59 Prozent. Zugelegt hat auch das Einzelhandelssegment. Von rund 13 Prozent stieg das emittierte Eigenkapital auf 17 Prozent. Im Vergleich zum deutschen Transaktionsmarkt ist dies allerdings immer noch ein relativ geringer Anteil. Dort lag 2011 ganz klar der Fokus auf dem Einzelhandelssegment. Laut JLL entfielen darauf 48 Prozent des Deutschen Transaktionsvolumens in den ersten drei Quartalen. Zum Vergleich: Das Bürosegment machte nur 25 Prozent aller Transaktionen aus. Dieses Missverhältnis ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die großvolumigen Shopping-Center für die meisten Geschlossenen Fonds zu groß sind. Diese konzentrieren sich mehr auf die deutlich kleineren Fachmarktzentren.


Auch Geschlossene Fonds mit Pflegeimmobilien konnten zulegen: Das prospektierte Eigenkapital kletterte von drei Prozent 2010 auf 4,4 Prozent im Folgejahr. Abgenommen hat hingegen das Angebot in den Segmenten Hotel und Wohnen. Hotelimmobilien machten 2011 nur noch 1,5 Prozent des emittierten Eigenkapitals aus und blieben damit ein Nischensegment. Wohnimmobilien hatten 2010 einen regelrechten Höhenflug erlebt und konnten ihren Anteil bis auf 18 Prozent erhöhen. 2011 erreichten sie nur noch 6,6 Prozent. Dies dürfte unter anderem daran liegen, dass eine Reihe von Fonds aus dem Vorjahr als Blindpool auf den Markt kam. Diese Fonds ohne feststehende Investitionsobjekte lassen sich schwerer platzieren und verstopfen daher die Pipeline.

Das gesamte im Immobilienbereich emittierte Eigenkapital stieg im Jahres vergleich leicht an – von 2,6 auf 2,8 Milliarden Euro.

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Die deutsche Ratingagentur Scope Analysis mit Sitz in Berlin und Frankfurt hat sich auf die systematische Analyse und Bewertung von Kapitalanlagen und ihren Anbietern spezialisiert. Das Unternehmen setzt seinen Fokus auf das Rating von Zertifikaten, ETFs sowie von Offenen und Geschlossenen Fonds. Im Internet zu finden unter www.scope-group.de.