BASEL (dpa-AFX) - Die Konkurrenz billigerer Nachahmermittel und Abschreibungen in Milliardenhöhe haben dem Schweizer Pharmakonzern Novartis
Für 2012 präsentierte Konzernchef Joseph Jimenez den bisher erfolgsverwöhnten Novartis-Aktionären aber erstmal einen Dämpfer: Wegen auslaufender Patente und der Einbußen beim Diovan-Nachfolger Rasilez/Tekturna wird der Umsatz 2012 auf dem Niveau von 2011 verharren.
Probleme bereitet dem Konzern, dass das bisher umsatzstärkste Medikament, der Blutdrucksenker Diovan, im September den Patentschutz in den USA verlieren wird und durch billigere Generika ersetzt werden kann. Mit dem vor gut fünfzehn Jahren eingeführten Mittel hatte Novartis 2011 einen Umsatz von rund 5,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet - nach gut 6 Milliarden ein Jahr zuvor. Auf rund 2,5 Milliarden Dollar bezifferte Jimenez den für 2012 erwarteten Umsatzrückgang durch günstigere Nachahmermittel für Diovan und das Krebsmittel Femara.
An der Börse in Zürich geriet die Aktie im frühen Handel mit einem Minus von 3,08 Prozent auf 50,40 Franken unter Druck: Während die Zahlen für 2011 die Erwartungen des Marktes laut Händlern leicht übertrafen, enttäuschte der Ausblick des Roche-Konkurrenten
Beim Umsatz profitierte Novartis im abgelaufenen Geschäftsjahr von der Übernahme des Augenmittelherstellers Alcon und neueren Medikamenten. Der Erlös kletterte um 16 Prozent auf 58,5 Milliarden Dollar. Ohne Wechselkurseffekte ergab sich noch ein Plus von zwölf Prozent. Neue Produkte trugen rund ein Viertel zum Konzernumsatz bei. Das operative Ergebnis büßte fünf Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar ein. Alcon wurde vollständig integriert und ist nun die zweitgrößte Sparte nach dem Pharmageschäft.
Die Pharma-Sparte soll nach Aussage Jimenez' künftig 'am oberen Ende der Branchenentwicklung' wachsen. 2011 konnte die Sparte ihren Umsatz um sieben Prozent auf 32,5 Milliarden Dollar und damit stärker als das Branchenwachstum steigern. Jimenez zeigte sich zuversichtlich, dass das neue Multiple-Sklerose-Mittel Gilenya Wachstumstreiber bleibe. Die EU-Arzneimittelbehörde EMA hatte vor wenigen Tagen eine Untersuchung des Nutzen-/Risikoprofils von Gilenya eingeleitet, nachdem Bedenken über Nebenwirkungen auf den Herzrhythmus aufgekommen waren.
Novartis will mit den jüngst angekündigten Stellenstreichungen und weiteren Kosteneinsparungen den Erlösrückgang von Diovan sowie die jüngsten Entwicklungsrückschläge auffangen. In den USA wird das Pharmageschäft neu aufgestellt und fast 2.000 Stellen gestrichen, hatten die Schweizer vor wenigen Tagen mitgeteilt. Bereits mit Veröffentlichung der Zahlen zu den ersten neun Monaten hatte das Management die Streichung von 2.000 Stellen - hauptsächlich in den USA und in der Schweiz - angekündigt./ep/jha/tw
| Wertpapier | Kurs | Zeit | Perf. in % |
|---|---|---|---|
51,13 | 15:30 | -1,79 | |
41,174 | 15:13 | -0,52 | |
134,80 | 09:04 | -0,22 |
| Zeit | Titel |
|---|---|
11:32 | |
08:38 | |
22.05. | |
22.05. | |
22.05. | |
22.05. | |
22.05. | |
22.05. | |
22.05. | |
22.05. |
| Zeit | Titel |
|---|---|
13:04 | |
09.05. | |
08.05. | |
12.04. | |
06.04. | |
01.02. | |
12.09. |
| Titel | Leser |
|---|---|
1411 | |
1275 | |
988 | |
983 | |
810 |