Aufsichtsversagen, die nächste! S&P überschreitet erstmals in 4 Jahren 1.400 Punkte; Dax in 2011 so gut gestartet wie nie; dumme Privatanleger bleiben Kursgewinnen fern und lassen ihr Vermögen lieber bei Banken real vernichten; Gewinnmitnahmen in Tokyo; Bafin dreht durch; Seven & I mit

Gastautor: Norbert Lohrke
 |  16.03.2012, 08:22  |  841 Aufrufe  |   | 

Stell Dir vor es ist Hausse und keiner geht hin. Genau das ist derzeit Fakt. Die Privatanleger legen ihr Geld Statistiken zufolge bevorzugt in niedrigverzinslichen -Spareinlagen an und lassen ihr Vermögen von den Banek systematisch vernichten. Während sie an den Aktienmärkten enorme Renditen einstreichen könnten. Sorry, liebe Zinsfetischisten, aber Ihr verhaltet Euch dumm. Denkt mal darüber nach!

Globalyze Marktbericht

 

An der Wall Street sind die Bullen los. Das kommt nicht von ungefähr. Die Neuarbeitslosenzahlen sind erneut unerwartet niedrig. Die Produzenten im Staate New York sehen ein so gutes Geschäftsumfeld wie seit Monaten nicht mehr. Allerdings stiegen die Großhandelspreise stärker als in den letzten 5 Monaten. Die Geldmenge begibt sich also langsam auf wertvernichtenden Kurs. Insofern legten Dow, Nasdaq und S&P 500 um +0,44% (13.252), +0,51% (3.056) und +0,60% (1.402) zu. Wobei der S&P 500 erstmals seit 4 Jahren die 1.400 Punkte überschritt. Gesucht waren vor allem Finanz- und Industriewerte. Bank of America und J.P. Morgan Chase legten um +4,52% und +2,57% zu. Bei den Technologiewerten gaben Cisco und Apple gegen den Markt um -1,41% bzw. -0,68% nach. Der Videokonferenztechnologieanbieter Radvision stieg angesichts eines 230 Mio. Dollar schweren Übernahmeangebots um +4,46%. Winnebago Industries schossen nach deutlich besser als erwarteten Quartalszahlen um +16,18% nach oben. Rohöl fiel um +0,3% auf 105,11 Dollar je Barrel. Gold legte um +1% auf 1.659,10 Dollar je Unze zu. Der Zins für 10-jährige Staatsanleihen fiel auf 2,278%.

 

In Frankfurt stiegen die Aktien und Indizes weiter. Dax, Tec Dax und C Dax legten um +1,05% (7.152), +1,53% (790,67) und +0,85% (627,35) zu. Der Dax hat sich damit bisher so gut entwickelt wie noch nie seit es ihn gibt. Was angesichts der Aussage der Deutsche Bundesbank Vertreter, die von einer „spürbaren Aufhellung“ sprachen nicht gerade ein Wunder ist. Auch tut die Geldschwemme, die nun auch an den Aktienmärkten ankommt, ihr Werk. Dennoch stehen unfasslicherweise die meisten Privatanleger abseits und lassen ihr Geld bei Banken real vermögensvernichten. Wieder einmal haben Sie in den vergangenen Jahren Verluste realisiert und lassen jetzt die Hausse an sich vorüberziehen. Sorry, aber dümmer geht es nicht mehr. Jetzt verstehen viele, warum wir von antizyklischer Anlage sprechen und auch so vorgehen. Wir investieren rechtzeitig, wenn die Kurse im Keller sind und warten dann, bis es losgeht. Wobei wir dann kritisiert werden, wenn wir Aktien empfehlen, die nicht am nächsten Tag abrauschen, sondern möglicherweise erst einmal sinken. Egal. Ihr Anleger müsst Euer Verhalten an der Börse ändern, wenn Ihr auch einmal unter den Gewinnern sei wollt. Im Dax war die konjunktursensitive K+S mit +6,50% die Nummer 1, gefolgt von HeidelbergCement mit +4,55%. Fresenius gab mit -1,36% als Schlusslicht am meisten nach. Im Tec Dax schoss Aixtron um +16,47% nach oben. QSC rauschte um -5,74% nach unten.

 

In Tokyo war die Stimmung heute in Herrgottsfrühe unserer Zeit weit weniger ausgelassen. Der Nikkei konnte sich zum Schluss hin mit +0,06% (10.129) gerade noch ins Plus retten. Wobei der Index in der ersten Börsenhälfte einmal bis auf über 10.150 Punkte nach oben schoss, um aber noch schneller wieder einzubrechen. Grund dafür war der Yen, der heute einmal eine Pause einlegte. Insofern zählten Exportwerte eher zu den Verlierern. Honda Motor gab wie auch Suzuki Motor um -0,6% nach. Aber auch Werte wie Softbank gaben aufgrund von Gewinnmitnahmen um 24 Yen nach. Es gab aber auch Gewinner wie Hitachi Ltd., die wegen einer voraussichtlichen Gewinnsteigerung um +17% auf 280 Mrd. Yen um +2,0% zulegten. Gesucht waren auch chinasensitive Werte wie Komatsu oder Fanuc. Branchengewinner waren See- und Lufttransport sowie Präzisionsmaschinen. Verlierer waren Gummi, Eisen und Stahl sowie Finanzinstitutionen. 888 fallende Aktien standen 572 steigenden Aktien gegenüber. 212 Aktien waren unverändert.

 

Globalyze Pressetour

 

Intesa Sanpaolo häuft Verluste an. Die schwache italienischen Wirtschaft und massive Abschreibungen sorgten bei Italiens größter Retail Bank für eine deutliche Businessplan Abweichung und einen Verlust von -10,12 Mrd. Euro.

 

Standpunkt: Dass die Bank von dem noch im November der Anlegergemeinde präsentierten Businessplan deutlich nach unten abweicht sagt eigentlich alles. Um ein so schlechtes Ergebnis zu erwirtschaften, muss man sich schon anstrengen. Halbwegs vernünftige Konzernlenker würden es selbst dann nicht schaffen. Ich bleibe dabei. Banken sind nach wie vor kein Kauf. Intesa bestätigt das mehr als eindrucksvoll.

 

Galaxy setzt und gewinnt. Die in Hong Kong ansässige Galaxy Entertainment Group Ltd. hat nicht zuletzt wegen ihres im Mai letzten Jahres eröffneten neuen Casinos in Macau den Umsatz verdoppelt und den Gewinn verdreifacht.

 

Standpunkt: Der Umsatz in 2011 stieg von 19,26 Mrd. HK-Dollar auf 41,2 Mrd. HK-Dollar, der Gewinn von 898,5 Mio. HK-Dollar auf 3,0 Mrd. HK-Dollar. Da spielt das chinesische Las Vegas mit Namen Macau, welcher der einzige Ort in China ist, wo Kasinos erlaubt sind, eine wesentliche Rolle. Wobei diese gute Zahlen trotz des neuen Mitwettbewerbers Las Vegas Sands erzielt werden konnten. Was zeigt, wie erfolgreich die Galaxy Entertainement Group unterwegs ist.

 

Seven & I mit Rekordergebnis in 2011. Mit same store Umsatzzuwächsen von +6,5% in Verbrauchermärkten, die auf über 1.350 in 2012 ausgebaut werden sollen, wird der japanischen Supermarktbetreiber den Gewinn um +7% steigern.

 

Standpunkt: Das Unternehmen rechnet mit einem operativen Ergebnis von ungefähr 310 Mrd. Yen. Dieses wird bei einem Umsatz von ca. 4,8 Billionen Yen erzielt werden. Damit liegt Seven & I über dem vor fünf Jahren erzielten Allzeit-Rekordergebnishoch.

 

Bafin knallt jetzt vollkommen durch. Wie man lesen kann, lehnt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht bei der Deutsche Bank AG offenbar den Risikovorstand ab. Grund ist, dass er kein größeres Team geleitet habe.

 

Standpunkt: Es ist schon unglaublich, wie diese Aufsichtsbehörden agieren. Nun bin ich wahrlich kein großer Freund der derzeitigen Deutsche Bank AG. Aber wenn sich diese Meldung als wahr herausstellt, dann stellt sich die Frage nach der Existenzberechtigung der Bafin. Es gibt genug Vorstände und Aufsichtsräte in anderen Banken, die bei Weitem nicht die im KWG geforderten Qualitäten einer Führungsperson mitbringen und in der Finanzkrise versagt haben, dass alles zu spät ist. Ja gegen ihre eigene Kunden gewettet und betrogen haben. Gegen 17 große Investmentbanken, auch der Deutsche Bank AG, wird seitens der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC wegen Betrugs und Wetten gegen die eigenen Kunden ermittelt. Da drückt die Bafin alle Augen samt Hühneraugen zu. Nun lehnt sie einen Risikovorstand ab, der wahrscheinlich bisher seine Sache ganz ordentlich gemacht hat. Nur, weil er nicht genug Personal unter sich hatte. Das ist doch nur noch unqualifiziert und gequirlte Scheiße! Diese Behörde mit ihrer ineffektiven Beamtenmentalität gehört abgeschafft. Die Finanzkrise wäre ohne sie auch nicht schlimmer verlaufen. Wenigstens hätten wir uns aber das Geld für sie gespart. Und die nächste Krise wird dieses zahnlose Tigerlein auch nicht verhindern. Da müsste sie einmal an der richtigen Stelle zubeißen. Wieso darf z.B. Goldman Sachs, wenn das wahr ist, was der ausscheidende Top-Manager schrieb, überhaupt noch in Deutschland und Europa wirtschaftlich tätig sein und Bankgeschäfte betreiben?

 

Kaffeebauer pflanzen Tomaten. Um nach jüngsten Preisrückgängen nicht wieder in ein so tiefes Loch wie zuletzt in 2001 zu fallen, diversifizieren Costa Ricas Kaffeebauern. Sie bauen u.a. Gemüse oder Getreide an.

 

Standpunkt: In 2001 fiel der Kaffeepreis für die hochwertige Arabica Sorte auf ein Allzeittief von 41,5 Cents je Pfund. Das waren 12,5% (!!!) des höchsten Preises vier Jahre zuvor. Man kann sich vorstellen, was das für Kaffeebauern damals bedeutete. Derzeit liegen wir in etwa bei 1,84 Dollar je Pfund washed Arabica. Experten sehen den Preis, aufgrund der starken Nachfrage in den Schwellenländern in den nächsten 2 Jahren wieder auf über 3 Dollar je Pfund steigen. Allerdings sind die Kaffeepreise von ihrem Hoch im Mai letzten Jahres (3,09 Dollar je Pfund) zunächst im Fallen begriffen.

 

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