Börsen in Asien Indizes geben mehrheitlich nach

Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
 |  17.04.2012, 12:33  |  566 Aufrufe  |   | 

Tokio (www.aktiencheck.de) - Vor dem Hintergrund neu aufgekommener Sorgen im Zusammenhang mit der europäischen Schuldenkrise hatten die meisten asiatischen Aktienmärkte am Dienstag einen schweren Stand. Der DAXglobal Asia (ISIN DE000A0LLPW4 / WKN A0LLPW), der die 40 größten Werte des aufstrebenden Asiens beinhaltet, verschlechtert sich zur Stunde deutlich um 0,85 Prozent auf 329,34 Stellen.

An den chinesischen Aktienmärkten herrschte heute ebenfalls die Farbe rot vor. Die ausländischen Direktinvestitionen nach China sind im März 2012 nach Angaben des Handelsministeriums erneut geschrumpft. Gegenüber dem Vorjahresmonat gingen die Direktinvestitionen um 6,1 Prozent auf 11,76 Mrd. US-Dollar zurück. Hierbei handelt es sich um die fünfte Abnahme in Folge. Im bisherigen Jahresverlauf lagen die Direktinvestitionen mit 29,5 Mrd. US-Dollar um 2,8 Prozent über dem entsprechenden Vorjahresniveau. Vor diesem Hintergrund ging es für den Shanghai Composite um 0,94 Prozent auf 2.334,99 Zähler nach unten. In Hongkong konnte der Hang Seng (ISIN HK0000004322/ WKN 145733) nach einem starten Schlussspurt seine Verluste noch deutlich begrenzen und fiel schließlich um 0,23 Prozent auf 20.562,31 Punkte. Bei den Einzelwerten zeigten Banktitel keine einheitliche Tendenz. Während CCB deutlich um 2 Prozent nachgaben und ICBC unverändert tendierten, konnten HSBC und Bank of China um 0,2 bzw. 0,3 Prozent zulegen. Rohstoffwerte entwickelten sich ebenfalls uneinheitlich. So rückten beispielsweise PetroChina um 0,2 Prozent vor, während CNOOC 0,6 Prozent an Wert verloren.

Ganz leichte Abschläge waren am Dienstag auch in Japan zu verzeichnen. Der Leitindex Nikkei (ISIN XC0009692440/ WKN 969244) hielt sich zwar im Handelsverlauf lange in der Gewinnzone, gab am Ende dann aber doch um 0,06 Prozent nach und schloss bei 9.464,71 Stellen. Der breiter gefasste Topix verschlechterte sich gleichzeitig um 0,09 Prozent auf 803,09 Punkte. Das japanische Verbrauchervertrauen hat sich im März nach Angaben des Kabinettsbüros verbessert. So erhöhte sich der entsprechende saisonbereinigte Index auf 40,3 Punkte, nachdem er im Vormonat nur bei revidiert 39,9 (vorläufig: 39,5) Punkten gelegen hatte. Unterdessen ist die japanische Industrieproduktion im Februar geschrumpft. Dies gab das Ministerium für Wirtschaft, Handel und Industrie (METI) heute bekannt. Binnen Monatsfrist ging die Industrieproduktion um revidiert 1,6 (vorläufig: -1,2) Prozent zurück, nach einem Plus von 0,9 Prozent im Januar. Zudem erhöhte sich die Fertigungsmenge gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,5 Prozent. Auf dem Verkaufszettel der Investoren fanden sich dabei insbesondere auch Exportwerte wieder. So verloren beispielsweise Sony 2,3 Prozent an Wert. Bei den Automobiltiteln fuhren Toyota Motor mit einem Abschlag von 0,9 Prozent hinterher, während es für Honda und Nissan um 1,9 bzw. 0,1 Prozent nach unten ging.

Deutliche Kursgewinne werden allerdings zur Stunde aus Indien gemeldet. So steigt der Leitindex SENSEX (ISIN XC0009698199/ WKN 969819) momentan um 1,21 Prozent auf 17.357,94 Stellen. Der Geldpolitische Rat der indischen Notenbank beriet über das weitere Zinsniveau und beschloss heute unerwartet, die Leitzinsen um 50 Basispunkte zu reduzieren. Somit verringert sich der Leitzinssatz auf 8,00 Prozent. Damit reagieren die Währungshüter auf das verlangsamte Wachstum, während der Inflationsdruck gleichzeitig hoch blieb. Marktbeobachter hatten nur eine Zinssenkung um 25 Basispunkte erwartet. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren finden sich dabei die Anteilsscheine von ONGC mit einem Zugewinn von 3,6 Prozent wieder. Gleichzeitig trennen sich die Anleger zur Stunde bevorzugt von den Titeln von Mahindra & Mahindra, die am Indexende um 0,5 Prozent nachgeben.

Nikkei 225 (Japan): 9.464,71 (-0,06 Prozent) TOPIX (Japan): 803,09 (-0,09 Prozent) Hang Seng (China): 20.562,31 (-0,23 Prozent) Shanghai Composite (China): 2.334,99 (-0,94 Prozent) SENSEX (Indien): 17.357,94 (+1,21 Prozent) JSX (Indonesien): 4.157,37 (+0,26 Prozent) STI (Singapur): 2.986,59 (-0,18 Prozent) (17.04.2012/ac/n/m)


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