Ein heißer Kandidat für das 2. klinische AK-Projekt mit MOR-AK ist
der Alzheimer-AK R1450 bei Roche.
Noch ist nichts offiziell, aber auf der Präklinischen Pipeline von
ROche wird er jetzt seit Monaten erwähn und das ist die Vorstufe
des Klinikstarts.
Ein paar Infos:
MorphoSys präsentiert Tierdaten für Antikörper gegen
Alzheimer
Martinsried/München, 3. Dezember 2003
MorphoSys AG (Frankfurt: MOR; Prime Standard Segment) präsentierte
auf der Konferenz “33rd Annual Meeting of the Society for
Neuroscience” in New Orleans (Louisiana, USA) erfolgreiche
Tierdaten aus seiner Kooperation mit Roche im Bereich Alzheimer. Im
Rahmen der Kooperation generierte MorphoSys mit seiner HuCAL®
Bibliothek Antikörper, die sehr spezifisch an humane amyloide
Plaques (Proteinablagerungen) binden. In dem von Roche
durchgeführten Alzheimer-Tiermodell zeigten systemisch verabreichte
Antikörper eine hochspezifische Bindung an die amyloiden Plaques im
Gehirn von transgenen Mäusen. Massive Ansammlungen von amyloiden
Plaques im Gehirn sind charakteristisch für Alzheimer-Patienten.
Der Einsatz von Antikörpern gegen diese amyloiden Plaques könnte
daher eine mögliche Behandlungsmethode für Alzheimer Patienten
sein.
Im Rahmen der Kooperation identifizierte MorphoSys verschiedene
Antikörper aus seiner HuCAL® Antikörperbibliothek gegen das
Alzheimer Zielmolekül amyloides β-Peptid (Aβ

. Nach
zwei Optimierungsrunden zeigten die vollständig humanen Antikörper
eine hoch-affine Bindung an das Zielmolekül. Die Antikörper banden
mit einer hohen Spezifität an amyloides Plaques in humanen
Gewebeschnitten von Alzheimer-Patienten. Außerdem konnten die
Antikörper in in-vitro-Experimenten Aggregate von Aβ-Molekülen
auflösen. In einem Alzheimer-Tiermodell wurden die optimierten
HuCAL® Antikörper weiter getestet. Nach systemischer Verabreichung
der Antikörper überwanden die Antikörper die Blut-Hirn-Schranke und
banden spezifisch an die β-amyloiden Plaques im Gehirn. Die
selektierten HuCAL® Antikörper gegen Aβ sind in ihrer Anwendung bei
der Alzheimer-Krankheit, sowohl für die Diagnose und auch für die
Therapie, einzigartig.
„Diese Ergebnisse sind ein vielversprechender Hinweis auf eine neue
Behandlungsmethode von Alzheimer,“ kommentierte Dr. Simon Moroney,
Vorstandsvorsitzender der MorphoSys AG. „Die Ergebnisse
unterstreichen erneut das Potenzial unserer HuCAL® Technologie,
humane Antikörper maßgeschneidert für bestimmte therapeutische
Anwendungen herzustellen. Wir freuen uns sehr über die
aussichtsreichen Perspektiven für die Weiterentwicklung dieser
Antikörper.“
MorphoSys und Roche arbeiten seit September 2000 gemeinsam an der
Entwicklung von Antikörpern zur Behandlung der Alzheimer Krankheit.
Unter Verwendung der firmeneigenen HuCAL® Bibliothek konnte
MorphoSys verschiedene Antikörper gegen das Zielmolekül von Roche
generieren. Im Dezember 2000 und März 2001 wurden bereits die
ersten Meilensteine in der Kooperation erreicht. MorphoSys lieferte
hier eine Reihe von HuCAL® Antikörpern, die selektiv an mit
Alzheimer befallenes menschliches Hirngewebe binden. Die von
MorphoSys generierten HuCAL® Antikörper zeigen sowohl in in vitro
Untersuchungen als auch im Alzheimer Tiermodell eine hohe Affinität
(Bindungsstärke) für das Zielmolekül. MorphoSys wird zukünftig
Meilensteinzahlungen und Tantiemen für mögliche Endprodukte aus der
Kooperation erhalten.
von
http://www.morphosys.de/php/show_pressemitteilungen.php?id=2…
xxxxxxxxxxx
http://www.roche.com/fbh_zvg05_d.pdf
Innovative Pharmaindustrie – Zukunftsaussichten
Vortrag von Dr. Franz B. Humer,
Verwaltungsratspräsident und CEO der F. Hoffmann-La Roche AG,
vor der Zürcher Volkswirtschaftliche Gesellschaft
Zürich, 16. März 2005
......
Was bringt die Zukunft? Wichtige Trends deuten auf neues Zeitalter
in der Medizin
Werfen wir nun einen Blick in die Zukunft. Nicht, dass ich über
prophetische Gaben verfügen
würde… – aber es zeichnen sich einige ziemlich robuste Trends ab,
die die Pharmaindustrie
massgeblich prägen werden.
......
Ziel der medizinischen Forschung ist es, dass die Menschen nicht
nur älter werden, sondern auch
möglichst lange gesund und selbständig bleiben, also nicht auf
Pflege angewiesen sind. Hier setzt
eine innovative Medikamentenentwicklung an.
Ein Beispiel dafür ist die Alzheimer-Krankheit, eines der
Schwerpunkte der Pharmaforschung von
Roche in der Schweiz. Die Alzheimer-Krankheit ist eine der
Hauptgründe für Pflegebedürftigkeit
im Alter:
• Potenziell sind wir alle davon bedroht. Statistisch gesehen
werden 10 Prozent von uns in
diesem Saal an Alzheimer sterben. Es wird geschätzt, dass in der
Schweiz rund 8 % aller
über 65-jährigen Menschen und fast 30 % der über 85-jährigen von
der Alzheimer-
Krankheit betroffen sind. Nach wie vor ist das einzige heute
bekannte Risiko für die
Demenzkrankheit das Altern.
Noch ist Alzheimer nicht heilbar. Innovative Arzneimittel
verlangsamen aber den
Krankheitsverlauf.
Ein neuartiges Medikament von Roche
(monoklonaler Antikörper), das bald in
die klinische Entwicklung gehen wird , könnte die Therapie einen
grossen Schritt weiter bringen.
Wichtig ist hier auch die Prävention: Jüngste diagnostische Studien
zeigen mögliche Wege auf,
die Krankheit noch vor Ausbruch zu erkennen sowie präventive und
therapeutische Massnahmen
zu bewerten. Solche Tests werden ihren Preis haben, doch die
Alternative heisst intensive
Dauerbetreuung bei nachlassender Lebensqualität.
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Weitere Vorbereitungen zur Alzheimer-Studie:
Diagnostic imaging, therapeutics
Roche and GE Healthcare collaborate to develop personalised
medicine for Alzheimer`s patients
11 July 2005
BASEL, Switzerland & CHALFONT ST. GILES, England. Roche and GE
Healthcare, have announced a collaboration aimed at developing
personalised care for patients with Alzheimer`s disease.
In
controlled clinical trials, patients taking a Roche anti-amyloid
drug candidate for Alzheimer`s disease will be monitored clinically
for drug response using GE`s positron emission tomography (PET)
diagnostic imaging agent. This proprietary PET technology
measures and tracks levels of beta-amyloid, a form of brain plaque
believed to cause memory loss in Alzheimer`s disease patients.
Previously, the presence of plaque could only be confirmed during
autopsy .
Both Roche and GE will independently analyze patient data to
monitor the progression of the disease and then share information
to validate the efficacy of both the therapeutic product and the
diagnostic tool. The data gathered will aid both companies in
submitting necessary and comprehensive data to regulatory
authorities for approvals.
" This collaboration is an early step in experimental medicine,"
said Peter Hug, Roche`s Global Head of Pharma Partnering. " Using
GE`s innovative technology allows Roche to test the efficacy of our
product more accurately than was previously possible, which in the
long term, will help us efficiently advance through clinical
development, potentially helping patients sooner."
" This imaginative and ground-breaking agreement demonstrates how
medical equipment and pharmaceutical companies are increasingly
collaborating with the aim of developing innovative, more effective
and safer treatments. The collaboration between Roche and GE should
allow clinicians to identify effective treatments earlier for this
debilitating disease. Increasing clinical value at the intersection
of diagnostics and therapeutics is one way that GE is carrying out
its mission to transform healthcare from " Late Disease" to " Early
Health," said Bill Clarke, Chief Technology and Medical Officer, GE
Healthcare.
Financial terms were not disclosed.
About Alzheimer`s disease
According to the World Health Organization, it is estimated that
there are approximately 18 million people worldwide suffering with
Alzheimer`s disease, a figure projected to nearly double by 2025 to
34 million.
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Und gestern schrieb der
http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/leben/gesundheit/528528.html…
Auszug:
Gesundheit – Donnerstag, 18. August 2005
Artikel: » drucken » mailen
Immuntherapien gegen Alzheimer
Jetzt beginnen neue Impfstudien gegen die Alzheimerkrankheit.
Wegen starker Nebenwirkungen musste vor drei Jahren eine Studie
abgebrochen werden. Die Firmen haben die Zeit genutzt.
Impfung basiert auf einer Hypothese
Von Anke Fossgreen
.........
Auch Roche setzt zusammen mit der Biotech-Firma Morphosys in
Martinsried bei München auf eine Passivimpfung. Das Besondere an
ihrem Ansatz ist, dass sie im Labor einen kompletten menschlichen
Antikörper zusammensetzen. Die Firmen bereiten derzeit die erste
Verträglichkeitsstudie beim Menschen vor.
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Demnächst wirds wohl amtlich mit dem Klinikstart.
Und jetzt noch eine ganz vorsichtige Zahlenspeku, was das für
Morphosys wert sein kann als Gewinn bzw. Marktkapitalisierung:
Vorausgesetzt es funktioniert ist R1450 ein Multimrd.
blockbuster.
Ich rechne trotzdem nur: Umsatz 1 mrd €
Tantiemesatz ca. 5% also Reingewinn ca. 50mio€ im Jahr
konservatives KGV von 20: Marktkapitalisierung von 1mrd€ nur durch
R1450.
Erfolgswahrscheinlichkeit für P1-Medikamente wird von Roche dank
heutzutage verbesserter und verschärfter Präklinik mit 10 bis 30%
angegeben. Ich rechne trotzdem nur mit 10%
Erfolgswahrscheinlichkeit.
Sollte R1450 also die P1 starten, dann sollte das eigentlich jetzt
schon alleine abgezinste 100mio€ wert sein, auch wenn man sehr
konservative Umsatzannahmen und Erfolgsaussichten ansetzt.
Im Moment ist MOR insgesamt gerade gut 200mio€ wert, dabei
schlummern 25 + 4 + x aktive AK-Programme in der pipeline, bei
Partnern und direkt bei MOR. Und R1450 bei Roche ist nur einer,
wenn auch bestimmt einer der gewinnträchtigeren davon.....