Wem gehört der Gazastreifen?
Am 28. September versammelten sich in Jerusalem Zehntausende
jüdische Siedler und ihre Sympathisanten, um für ihre Rückkehr in
den Gazastreifen zu beten. Dabei erklärte Rabbi Jigal Kaminetzky,
dass „die jüdischen Siedler im Augenblick zwar besiegt seien, aber
nicht für immer.
Die Juden haben 2000 Jahre auf ihre Rückkehr nach Zion gewartet und
so werden auch die Siedler nicht vergeblich auf ihre Rückkehr in
den Gazastreifen warten!“
Ungeachtet aller politischen Diskussionen und sachlichen
Pro-und-Kontra Meinungen über die Frage, wem der Gazastreifen
gehört, sagt die Bibel folgendes:
In 4. Mose 34,1-12 zeigt Gott Mose die Grenzen des Landes, das Gott
dem Volk Israel zugedacht hat, so wie Er es ihren Vätern auf ewig
zugeschworen hat (5. Mose 9,5; Richter 2,1): „...wenn ihr in das
Land Kanaan kommt, soll dies das Gebiet sein, das euch (Israel) als
Erbbesitz zufällt ... vom Bach Ägyptens hin nach dem Westmeer zu
soll das große Meer (Mittelmeer) eure Westgrenze sein bis hin zur
Nordgrenze zum Berge Hor (Libanon)“. Diese hier genannte Westgrenze
des verheißenen Landes vom Bach Ägyptens (Wadi El-Arish) am
Mittelmeer entlang bis zum Libanon beinhaltet den Gazastreifen.
In Josua 13,1-3 aber lesen wir:
„Als nun Josua alt und hochbetagt geworden war, sprach der HErr zu
ihm: Du bist nun alt und hochbetagt und von dem Land sind viele
Teile unerobert geblieben. Dies ist das noch uneroberte Land:
sämtliche Gebiete der Philister (die von dem röm. Kaiser Hadrian
135 nach Chr. in lateinisch „Palästinenser“ umbenannt wurden) ...
darunter das Gebiet von Gaza“.
Nun stellt sich die Frage:
Ist – nur weil Josua alt und hochbetagt war, d.h. es nicht mehr
geschafft hat – die ursprüngliche Landverheißung aus 4. Mose 34
ausgelöscht? Ist Gottes Zusage: „Ich werde meinen Bund mit euch in
Ewigkeit nicht brechen“ damit hinfällig worden? Schreibt Paulus
nicht, dass bezüglich Juden/Israel Gottes Verheißungen
unwiderruflich, unumstößlich, ein-für-alle-mal sind? (Röm. 9 bis
11). Vergehen nicht eher Himmel und Erde, aber nicht Gottes Wort?
(Matth. 24,35). Konnte Josua unumstößliche unwiderrufliche
Verheißungen zunichte machen?
Nein, denn es heißt in Hesekiel 47,13-23, dass in der letzten
Endzeit das Volk Israel genau die Gebiete für immer einnehmen wird,
die Gott schon dem Mose gezeigt hat (4. Mose 34) – und darin wird
wiederum das an der Westgrenze gelegene Gebiet mit dem Gazastreifen
genannt.
(Mehr dazu in israel heute vom November 2005)
http://www.israelheute.com/Default.aspx?tabid=116&view=item&…