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Lloyd Fonds AG - die seriösere HCI?

Diskussionsstatistik
eröffnet am 06.10.05 13:21:52
von
neuster Beitrag 07.05.12 16:50:29
von

Anzahl Beiträge: 1.061
Aufrufe gesamt: 198.425
Aufrufe heute: 3
Diskussionsnr.: 1.011.815

Lloyd Fonds

Chart
WKN: 617487
ISIN: DE0006174873
Symbol: L1O
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Xetra (EUR), 25.05.12 | 12:59
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[ Seite: 123105106107neuster Beitrag ]

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schrieb am 06.10.05 13:21:52
Beitrag Nr.1 
(18.162.658)
Antwort
Zitat
FinanzNachrichten.de, 04.10.2005 14:59:00

Lloyd Fonds AG plant Börsengang

Nach der HCI Capital AG nimmt nun offenbar auch der die Lloyd Fonds AG Kurs auf die Börse. Wie das Emissionshaus mitteilte, sei die Notierungsaufnahme für Ende Oktober 2005 im Amtlichen Markt (Prime Standard) vorgesehen. Die Kapitalerhöhung bilde dabei den Großteil des Platzierungsvolumens. Der Erlös aus der Kapitalerhöhung diene der Finanzierung des dynamischen Wachstums, der Vorfinanzierung künftiger Anlageobjekte und der Diversifikation in neue Produkte, teilte Lloyd Fonds mit.

Allein im vergangenen Jahr platzierte das Emissionshaus ein Eigenkapital in Höhe von 191 Millionen Euro. Das Portfolio der Lloyd Fonds AG besteht neben Fonds der Segmente Schiffe und britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen auch aus Fonds der Segmente Immobilien und regenerative Energien. Das gesamte Investitionsvolumen aller Beteiligungsangebote liegt bei über 2 Milliarden Euro. Bisher haben sich über 16.000 Anleger an den Fonds beteiligt.

Quelle: BörseGo

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2005-10/artikel-…
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schrieb am 06.10.05 13:31:34
Beitrag Nr.2 
(18.162.778)
Antwort
Zitat
Lloyd im Kielwasser von HCI

Position als Nummer 5 bei geschlossenen Fonds soll abgesichert werden

m. Hamburg - Im Kielwasser von HCI Capital nimmt auch der Schiffsfondsinitiator Lloyds Fonds AG Kurs auf die Börse. Erwartet wird ein Emissionsvolumen von 140 Mill. Euro, wobei bis zu 90 Mill. Euro dem Unternehmen über eine Kapitalerhöhung selbst zufließen sollen. Aus Sicht der Analysten der vier Konsortiumsbanken liegt der Wert der Aktie im Bereich von 24 bis 37 Euro. Damit zeichnet sich eine über der Spanne von HCI (19 bis 23 Euro) liegende Preisvorstellung ab.

Die Notierungsaufnahme ist für den 28. Oktober im Prime Standard der Börse Frankfurt vorgesehen. Eine Woche vorher, am 17. Oktober, geht die Börseneinführungspräsentation im Hause der DZ Bank über die Bühne. Die Platzierungsfrist läuft voraussichtlich vom 18. bis zum 26. Oktober.

Das Emissionskonsortium wird als Lead Manager/Sole Bookrunner von der DZ Bank geführt. Mit von der Partie sind HSBC Trinkaus & Burkhardt, Sal. Oppenheim und M.M. Warburg. Alle vier Häuser haben im Vorfeld der Black-out-Periode, die am 5. Oktober beginnt, jetzt ihre Analysen und Gewinnschätzungen vorgelegt.

Das Grundkapital der Lloyd Fonds AG beträgt gegenwärtig 9,5 Mill. Euro. Im Zusammenhang mit der Börsenplatzierung ist eine Erhöhung um bis zu 3,2 Mill. auf 12,7 Mill. Euro vorgesehen. Am Unternehmen sind gegenwärtig acht Altaktionäre beteiligt, von denen keiner über 20,6 % hält. Mit dieser Beteiligungshöhe sind die Wehr Schifffahrts KG und die Ernst Russ GmbH & Co KG beteiligt. 20,6 % hält die Zachariassen Beteiligungsgesellschaft mbH und 12,1 % Vorstandsvorsitzender Torsten Teichert. Danach folgen mit jeweils 10,3 % die KG Dis GmbH & Cie. und die Salomon Unternehmensberatung GmbH. Falls der Greenshoe (831 250 Aktien) voll ausgeübt wird, sinkt der Anteil der beiden größten Aktionäre Wehr und Russ auf jeweils 8,6 %

Es ist ein Friends & Family-Programm von 5 % geplant. Bei Ausschöpfung aller Kontingente würde zum Börsengang ein Free Float von 50,3 % gehandelt.

Mit dem Emissionserlös will Lloyd Fonds dafür sorgen, dass das Unternehmen langfristig zu den fünf führenden bankenunabhängigen Emissionshäusern gehört. Gegenwärtig liegt das Unternehmen im Schiffsfondsgeschäft nach HCI, MPC, König & Cie. und Conti auf diesem Rang.

Mit dem Mittelzufluss soll einerseits die Vorfinanzierung der Asset- Pipeline verbessert werden. Diese Notwendigkeit zeichnet sich vor allem vor dem Hintergrund des angestrebten Wachstums ab. Der Anlageschwerpunkt soll über den Schiffsfondsbereich hinaus erweitert werden, ohne dieses Traditionssegment gleichwohl zu vernachlässigen. Die Produktsegmente britische Lebensversicherungen und regenerative Energien sollen ausgebaut werden. Andere Segmente wie Immobilienfonds und Private-Equity-Fonds sollen erschlossen werden. Lloyd Fonds möchte im Jahr 2008 mehr als die Hälfte des Geschäfts in Segmenten außerhalb des Schiffsfondsbereichs platzieren. Hierfür sollen 75 % des Mittelzuflusses aus der Kapitalerhöhung verwendet werden.

Die verbleibenden Mittel sollen in Investitionen in die horizontale und vertikale Verlängerung der Wertschöpfungskette und den Ausbau der Servicequalität fließen.

Auf der Vertriebsseite arbeite Lloyd Fonds bundesweit mit freien Anlageberatern, Vertriebsorganisationen und Banken zusammen. Mit fast allen Großbanken wurden bereits einzelne Spezialfonds aufgelegt.

In den vergangenen Jahren wuchs Lloyd Fonds stärker als der Markt. Das Unternehmen ist seit Jahren in der Gewinnzone. Im Vorjahr wurde eine Ebit-Marge von 26,1 % geholt. Die Nettorendite erreichte 18,5 %.

Mittlerweile wird ein kumuliertes Eigenkapitalvolumen von 751 Mill. Euro von rund 16 000 Anlegern betreut. Im Vorjahr betrug der Anteil von Schiffsfonds am platzierten Eigenkapital noch 94 %. Als Risiko der derzeitigen Aufstellung sieht die DZ Bank die starke Abhängigkeit vom Projektgeschäft, die zu einer gewissen Volatilität der Ergebnisse führen könne.

Börsen-Zeitung, 4.10.2005

http://www.boersen-zeitung.com/online/redaktion/aktuell/bz19…
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schrieb am 06.10.05 21:40:23
Beitrag Nr.3 
(18.169.566)
Antwort
Zitat
Interviews 03.10.2005, 14:40

„Ein starkes Wachstum erwarten wir im Immobilienmarkt“ - Dr. Torsten Teichert, CEO, Lloyd Fonds AG
Dr. Torsten Teichert, CEO des Börsenkandidaten Lloyd Fonds AG, erläutert im Gespräch mit dem GoingPublic Magazin die Strategie des Unternehmens sowie die Unterschiede zu den Wettbewerbern MPC und HCI.

GoingPublic: Was unterscheidet Sie von Wettbewerbern wie MPC Capital und HCI Capital?

Dr. Teichert: MPC hat als erstes börsennotiertes Unternehmen der Branche eine Leitfunktion, an der wir uns orientieret haben. Von HCI unterscheidet uns die erfolgreiche Leistungsbilanz, die jedes Jahr Auskunft über die Performance aller Fonds gibt. Für Transparenz und Erfolg sind wir wiederholt ausgezeichnet worden. Weiterhin weist Lloyd Fonds seit einigen Jahren einen konstanten Wachstumskurs mit hoher Profitabilität auf, und die Kapitalerhöhung dient zur Finanzierung künftigen Wachstums.

GoingPublic: In welchen Bereichen sehen Sie Wachstumspotential?

Dr. Teichert: Der Kapitalmarkt selbst ist ein Wachstumsmarkt. Die Notwendigkeit zur privaten Altersvorsorge und die steigenden Vermögen durch Erbschaft führen dazu, daß immer mehr Geld nach attraktiven Anlageformen sucht. Geschlossene Fonds werden von dieser Nachfrage profitieren. Auf Seiten der Asset-Märkte, auf denen wir die Anlageobjekte erwerben, sehen wir unterschiedliche Entwicklungen. Der Bereich Schiffahrt wird durch den zunehmenden Welthandel weiter wachsen, aber mit unterschiedlichen Raten. Sehr attraktiv bleiben britische Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen. Ein starkes Wachstum erwarten wir im Immobilienmarkt, mit dem Schwerpunkt USA und Europa. Regenerative Energien werden durch den hohen Ölpreis weiterhin an Bedeutung gewinnen. Ein künftiges Wachstumssegment sind Private Equity-Fonds. Dabei dürfte die Finanzierung von Infrastrukturprojekten im Vordergrund stehen.

GoingPublic: Welchen Anteil am plazierten Eigenkapital möchten Sie in fünf Jahren mit Schiffsfonds erzielen?

Dr. Teichert: Der Börsengang soll Diversifikation von Lloyd Fonds über neue Asset-Klassen und innovative Ansätze bei der Konzeption unterstützen. In fünf Jahren werden Schiffe aller Voraussicht nach weniger als 50 % des plazierten Eigenkapitals ausmachen.

GoingPublic: Wird bei Ihrem Börsengang das IPO-Research der Presse offiziell zugänglich gemacht?

Dr. Teichert: Um neben den institutionellen Investoren auch Privatanlegern den Investment Case näher zu bringen, haben wir gemeinsam mit den Banken entschieden, das IPO-Research auch der Presse zur Verfügung zu stellen.

Ausführliche Informationen zum Unternehmen und zum Markt für Geschlossene Fonds sind auch im aktuellen GoingPublic Magazin 10/2005, S. 26 bis 31 zu finden.


http://www.goingpublic.de/news/interviews/detail.hbs?recnr=1…
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schrieb am 09.10.05 11:23:17
Beitrag Nr.4 
(18.202.635)
Antwort
Zitat
Sehe auch dieses Unternehmen sehr skeptisch. Von HCI & Co. werde ich die Finger lassen.
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schrieb am 17.10.05 12:20:34
Beitrag Nr.5 
(18.310.164)
Antwort
Zitat
Lloyd Fonds: Preisspanne von 19 bis 21 Euro


Vom 18. Oktober bis 27. Oktober 2005 werden - vorbehaltlich einer Verkürzung oder Verlängerung der Zeichnungsfrist - bis zu 6.372.917 Inhaber-Stückaktien (einschließlich Mehrzuteilungsoption) der Lloyd Fonds AG, Hamburg, interessierten Anlegern zum Kauf angeboten. Die Preisermittlung erfolgt im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens. Die Bookbuildingspanne der Aktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie, die mit voller Gewinnanteilsberechtigung für das Geschäftsjahr 2005 ausgestattet sind, beträgt 19,00 bis 21,00 Euro.

Dies gaben die DZ BANK und Lloyd Fonds am 17. Oktober im Rahmen der Präsentation der Lloyd Fonds AG zur Börseneinführung in den Amtlichen Markt (Prime Standard) an der Frankfurter Wertpapierbörse bekannt. Das Bankenkonsortium zur Platzierung der Aktien wird von der DZ BANK als Lead Manager und Sole Bookrunner geführt. Jeweils Co-Lead Manager sind HSBC Trinkaus & Burkhardt sowie Sal. Oppenheim jr. & Cie. Kommanditgesellschaft auf Aktien, Co-Manager ist M.M.Warburg & Co.

Zeichnungsaufträge können unter anderem bei den Konsortialbanken DZ BANK, HSBC Trinkaus & Burkhardt, Sal. Oppenheim jr. & Cie. Kommanditgesellschaft auf Aktien, M.M.Warburg & Co sowie den Volksbanken und Raiffeisenbanken erteilt werden. Die Festlegung des Platzierungspreises erfolgt voraussichtlich am 27. Oktober 2005, die Erstnotierung der Aktien ist für den 28. Oktober 2005 vorgesehen.

Die Lloyd Fonds AG zählt zu den führenden Emissionshäusern für geschlossene Fonds in Deutschland. Die Lloyd Fonds AG konzipiert vertreibt und betreut Fonds in den Segmenten Schifffahrt, Regenerative Energien, Zweitmarkt-Kapitallebensversicherungen und Immobilien. Per 31. August 2005 hat die Lloyd Fonds AG insgesamt 64 Fonds mit einem Investitionsvolumen von über 2 Milliarden Euro sowie einem kumulierten Eigenkapital von über 770 Millionen Euro aufgelegt.

Im Vordergrund der Börseneinführung steht eine Kapitalerhöhung, die rund 60% der Basistransaktion beträgt. Im Rahmen der Basistransaktion findet keine Umplatzierung des Managements und des Aufsichtsrates statt. "Die unserem Unternehmen zufließenden Mittel aus der Kapitalerhöhung in Höhe von bis zu 66,5 Millionen Euro sollen der Finanzierung des dynamischen Wachstums, der Vorfinanzierung künftiger Anlageobjekte und der Diversifikation in die Segmente Immobilienfonds und Private Equity-Fonds dienen. Darüber hinaus wollen wir die Vertriebsstruktur internationalisieren sowie das Serviceangebot ausbauen“, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Torsten Teichert.

Quelle: Lloyd Fonds AG

http://www.wallstreet-online.de/ws/news/news/seenews.php?act…
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schrieb am 17.10.05 22:43:05
Beitrag Nr.6 
(18.319.076)
Antwort
Zitat
Über DAB und comdirect ist die Aktie auch zeichenbar. Die Graumarkttaxen lassen bisher ähnlich wie HCI gegenüber der BB-Spanne keine sonderlichen Zeichnungsgewinne erwarten.

Schnigge: 20,75/21,75
L&S: 20,50/21,50
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schrieb am 17.10.05 22:45:50
Beitrag Nr.7 
(18.319.105)
Antwort
Zitat
Neuemissionen

Aktie von Lloyd Fonds kommt eher optimistisch bewertet

17. Oktober 2005 Geht man nach den Börsengängen der vergangenen Monate, so scheint die Börse derzeitig für drei Themen besonders aufnahmefähig zu sein: Photovoltaik, Glücksspiel und Schiffsfonds. Denn nach der HCI Capital will nun mit Lloyd Fonds ein zweiter Anbieter von geschlossenen Fonds an die Börse.


Wie HCI Capital ist auch die 1995 gegründete Lloyd Fonds praktisch auf das Segment der Schiffsfonds spezialisiert. 95 Prozent der 40 Fonds im Portfolio sind auf Objekte bezogen, die entweder auf den sieben Weltmeeren schippern oder das (hoffentlich) bald tun werden. Geht man nach dem Investitionsvolumen, sind es sogar fast 97 Prozent.

Schiffsfonds zukünftig eher mit halber Fahrt

Die Frage nach den Zukunftschancen von Lloyd Fonds ist also zunächst einmal die Frage nach der Zukunft von Schiffsfonds. Und diese wird wohl keineswegs mehr so rosig aussehen wie in den vergangenen Jahren. Frank Heimsaat, Chefanalyst für geschlossene Fonds beim Ratingunternehmen Scope hat keine Zweifel: „Das Schiffsfondsgeschäft wird sich schlechter entwickeln”.

Der Absatz von Schiffsfonds dürfte in diesem Jahr erstmals seit der Jahrtausendwende wieder zurückgehen, prognostiziert Scope. Das Unternehmen rechnet mit einem plazierten Eigenkapital zum Jahresende von insgesamt 2,2 Milliarden Euro, nach 2,5 Milliarden im Vorjahr.

Das liegt ursächlich daran, daß diese sich nach der Änderung der Gesetzgebung für geschlossene Fonds von Steuerspar- zu Renditeobjekten verändert haben. Zwar lassen sich durch die sogenannte Tonnagesteuer weiter Steuern sparen, aber nur dann, wenn das Investitionsobjekt Geld verdient. Dennoch: für Steuersparer sind Schiffsfonds weniger interessant.

Brise in der Containerschiffahrt leichter

Auch das Marktumfeld hat sich eingetrübt. Denn die Ergebnisse sind vor allem von den Erträgen der Charter abhängig. Da sieht es nicht mehr so gut aus wie noch im vergangenen Jahr. Der Baltic Dry Index, der die Entwicklung der Frachtraten auf den 25 weltweit wichtigsten Seefrachtrouten mißt, kletterte zwischen Herbst 2002 und Dezember 2004 um rund das Sechsfache auf ein ungeahntes Allzeithoch von 6.208 Punkten.

In diesem Jahr aber hat der Index eine steile Talfahrt gemacht und fiel bis unter 2000 Punkte. Seit August geht es zwar wieder aufwärts, so daß das Jahresminus nur noch 46 Prozent beträgt. Aber noch ist das kein Zeichen für eine nachhaltige Trendwende. Dagegen sprechen die Fundamentaldaten. Die untypisch kurze Amortisationsdauer neuer Schiffe aufgrund des Booms in der Containerschiffahrt löste eine Schiffbauboom aus, so daß die Container- und andere Flotten stark wachsen werden, so daß Kapazitätsengpässe wieder einem Überangebot weichen könnten.

Aktuell hätten Fondsinitiatoren Probleme, attraktive Anlageobjekte aufzutreiben. Geringere Ausschüttungen könnten daher weiter auf die Absatzzahlen drücken. Derzeit gebe es nur wenige gute Beteiligungen, sagt Heimsaat. Vor diesem Hintergrund überrasche ihn der zu beobachtende Drang der Schiffsfondsspezialisten an die Börse nicht: „Es ist ihre vorerst letzte Chance.”

Auch Immobilien und Private Equity sind keine Selbstläufer

Dieses Problems ist sich Lloyd Fonds durchaus bewußt. Mit den bis zu 66,5 Millionen Euro aus dem Börsengang will Vorstandschef Torsten Teichert die Eigenkapitalbasis für weitere Fondsprojekte stärken, die Abhängigkeit von den Schiffsfonds reduzieren und sich künftig stärker im Geschäft mit Immobilienfonds und Private Equity-Fonds engagieren.

Inwieweit das aber zum großen Erfolgsmodell wird, ist ebenfalls ein wenig fraglich. Denn bei vielen Fonds war in der Vergangenheit die Rendite Neben- und das Steuern sparen die Hauptsache. Und die Steuersparanreize sind futsch. Und mit dem Ruf der existierenden Fonds ist es derzeit auch nicht zum besten bestellt. Denn bei manchem (anteilig) fremdfinanzierten Fonds, der eine Hebelwirkung entfalten sollte, können die Kredite rasch zur massiven Belastung werden. Nachschußpflichten und unklare Haftungsregeln fördern nicht gerade das Vertrauen.

Auch bei Private Equity-Fonds ist die Goldgräberstimmung der vergangenen Jahre vorbei. Die Branche schwimmt im Geld und mittlerweile gehen auch ihr die guten Ideen aus. Jeremy Coller, Gründer von Coller Capital in London, stellt seine Branche ein schlechtes Zeugnis aus: „Durch ihren privaten Charakter hat Private Equity eine schlechte Performance hinter Rauch und Spiegeln versteckt”. Die Branche sei heute zu flüssig. Das würden die Investoren vielleicht schon bald erkennen müssen, wenn die Renditen sinken.

Prächtige Entwicklung in der Vergangenheit...

In die gleiche Kerbe haut David Rubenstein, Managing Director des amerikanischen Finanzinvestors Carlyle Group: „In den vergangenen zehn Jahren ist keine einzige Beteiligungsgesellschaft abgestraft worden, wenn sie für ein Unternehmen einen zu hohen Kaufpreis bezahlt hat. Dies wird sich in naher Zukunft ändern.” Wenn die Zinsen wieder stiegen, werde es einige von Private Equity gekaufte Unternehmen geben, die „gegen die Wand gefahren werden”. Der Wettbewerb wird also auch in dieser Branche härter werden.

Im vergangenen Jahr setzte Lloyd Fonds mit 52,1 Millionen Euro 24,4 Prozent mehr um als im Vorjahr. Das Betriebsergebnis legte dabei um 40 Prozent auf 13,6 Millionen zu, der Jahresüberschuß um 54 Prozent auf 9,5 Millionen. Im ersten Halbjahr des laufenden Jahres wuchs der Umsatz auf 37 Millionen und Euro und damit um mehr als 80 Prozent über den Wert der Vorjahresvergleichsperiode. Das Betriebsergebnis belief sich auf neun Millionen Euro nach drei Millionen im Vorjahr.

... aber was bringt die Zukunft?

Die große Frage ist natürlich, wie sich das Geschäft in der Zukunft entwickeln wird. Mit Prognosen ist man bei Lloyd Fonds indes zurückhaltend. Grob überschlägig gerechnet ergibt sich bei der Bookbuilding-Spanne von 19 bis 21 Euro ein Kurs-Gewinn-Verhältnis für das laufende Jahr, das in der Gegend von 11 bis 15 angesiedelt ist. Das ist aber allenfalls eine Daumenpeilung. Das historische KGV liegt bei 25 bis 28 und damit deutlich höher als das von HCI Capital, deren Börsengang nicht sehr erfolgreich verlief.

Selbst wenn man also eine größere Wachstumsdynamik für Lloyd Fonds unterstellt, erscheint die Bewertung doch eher auf der optimistischen Seite, was die zukünftige Geschäftsentwicklung betrifft. Auch Heimsaat ist für den Börsengang nicht sehr zuversichtlich gestimmt: „Das Börsendebüt von Lloyd wird wohl auch nicht positiv verlaufen”, erwartet der Scope-Chefanalyst.

Auf der positiven Seite zu vermerken ist, daß ein größerer Anteil des Emissionserlöses als im Falle HCI dem Unternehmen selbst durch eine Kapitalerhöhung zugute kommt, nämlich immerhin 50 Prozent - bei HCI waren es nur rund 25 Prozent. Für Peter Kastell, Geschäftsführer des Analysehauses Fondsmedia, ist die Begründung des Börsengangs von Lloyd somit besser nachvollziehbar.

Insgesamt will Lloyd Fonds 6,4 Millionen Aktien ausgeben, wodurch sich das Emissionsvolumen auf bis zu 134,4 Millionen Euro beläuft. Die Zeichnungsfrist beginnt am Dienstag und soll am 27. Oktober enden, die Erstnotiz ist für den 28. Oktober vorgesehen.

http://www.faz.net/s/RubEA492BA0F6EB4F8EB7D198F099C02407/Doc…
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schrieb am 17.10.05 22:54:56
Beitrag Nr.8 
(18.319.242)
Antwort
Zitat
Wer ist #mistral1978?
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schrieb am 18.10.05 18:27:48
Beitrag Nr.9 
(18.332.607)
Antwort
Zitat
@ tupras

Na, ich bin das ;)


IPO im Focus 18.10.2005, 17:25

Lloyd Fonds - Volle Kraft voraus

Die Lloyd Fonds AG, Hamburg, ein Initiator Geschlossener Fonds, plant für den 28. Oktober den Börsengang. Augrund der umfangreichen, gesicherten Produktpipeline dürfte das Unternehmen mittelfristig stark wachsen.

Emissionsdetails
Zeichnungsfrist: 18. bis 27. Oktober
Bookbuilding-Spanne: 19 bis 21 Euro
Erstnotiz: 28. Oktober
WKN: 617 487
Konsortium: DZ BANK (Volks- und Raiffeisenbanken), HSBC Trinkaus & Burkhardt, Sal. Oppenheim und M.M. Warburg
Emissionsvolumen: bis zu 6,4 Mio. Aktien, davon bis zu 3,2 Mio. Aktien aus einer Kapitalerhöhung, bis zu 2,4 Mio. Aktien aus dem Besitz von Altaktionären sowie ein Greenshoe von 0,8 Mio. Aktien aus Altaktionärsbesitz
Marktsegment: Amtlicher Markt (Prime Standard)
MarketCap: 241 bis 266 Mio. Euro
Free Float: 50,3 % (nach Greenshoe)

Schwerpunkt bei Schiffsbeteiligungen
Die Lloyd Fonds AG wurde 1995 als „verlängerte Werkbank“ der bisherigen Eigentümer gegründet, die am Markt Eigenkapital für eigene Produkte gesucht haben. Mit dem Eintritt von CEO Dr. Torsten Teichert im Jahr 2000 hat ein Strategiewechsel stattgefunden, der dem Unternehmen eine höhere Unabhängigkeit brachte. Bislang hat Lloyd Fonds 64 Fonds initiiert, das plazierte Eigenkapital betrug laut „Marktanalyse der Beteiligungsmodelle 2005“ von Stefan Loipfinger im vergangenen Jahr 189,4 Mio. Euro. Davon flossen 178,5 Mio. Euro (94 %) in Schiffsbeteiligungen. Im Zweitmarkt für britische Kapitallebensversicherungsfonds ist das Unternehmen Marktführer. Lloyd sieht die Qualität der eigenen Produkte insbesondere durch unabhängige Analysen der sogenannten „Leistungsbilanz“ bestätigt, die z.B. von ProCompare als „vorbildlich“ eingestuft wird.

Geschäftsentwicklung – Lloyd Fonds AG
Zahlenreihen 2004 / 2005e / 2006e

Plaziertes EK*: 191 / 332 / 415
Umsatz: 52,1 / 82,3 / 98,1
EBIT: 13,6 / 23,2 / 29,5
EBIT-Marge: 26 % / 28 % / 30 %
Jahresüberschuß: 9,5 / 17,1 / 22,9
Ergebnis je Aktie: 1,02 / 1,71 / 1,81
KGV 2006e: 10,5 bis 11,6

Quelle: Unternehmensangaben, DZ BANK Research,
*) Plaziertes Eigenkapital inkl. Agio

Weitere Expansion
Zum 31. August verfügt Lloyd Fonds über eine gesicherte Produktpipeline von 27 Schiffen (24 Containerschiffe, 3 Tanker), davon sind bereits 22 Schiffe langfristig verchartert. Alleine diese Schiffe ermöglichen dem Unternehmen die Auflage von Fonds mit einem zu plazierenden Eigenkapital von ca. 430 Mio. Euro. Diese sollen, wie CFO Holger Schmitz während der Emissions-Pressekonferenz erläuterte, in den nächsten 18 Monaten plaziert werden. Im Vergleich zu den bisherigen Zahlen lassen sich allein daraus hohe Wachstumsraten ableiten. Doch das Unternehmen möchte sich künftig breiter aufstellen und die Abhängigkeit vom Markt für Schiffsbeteiligungen verringern. Im Jahr 2008 sollen mehr als 50 % des plazierten Eigenkapitals in andere Asset-Klassen fließen. Laut CEO Dr. Torsten Teichert ist ein starkes Wachstum bei Immobilienfonds (Schwerpunkt USA und Europa) geplant.

Attraktive Dividende
Die Aktien sind für das laufende Geschäftsjahr voll gewinnanteilberechtigt. Die DZ BANK erwartet für 2005 eine Ausschüttungsquote von 80 % und darüber hinaus von 92 %. Hieraus ergibt sich für das laufende Jahr eine Dividendenrendite von ca. 6,5 bis 7,2 %, für 2006 (zahlbar 2007) von 8,4 bis 9,2 %.

Mittelverwendung
Die zufließenden Mittel sollen vorrangig zur Eigenkapitalunterlegung der im Vorfeld einer Fondsauflegung zu finanzierenden Assets und zur Diversifikation verwendet werden. Ein kleiner Teil des Emissionserlöses soll der Stärkung der Vertriebskraft und der Sicherstellung der weiteren Asset-Pipeline, auch über Kooperationen und Akquisitionen, dienen. Mögliche Akquisitionen sind laut Dr. Teichert sowohl auf der Asset- als auch auf der Vertriebsseite denkbar.

Bewertung/Peer Group
MPC Capital ist aktuell mit einem 2006er KGV von 14 bewertet und hat eine Dividendenrendite von 6,8 % (Quelle: Bankhaus Lampe). HCI Capital hat ein 2006er KGV von 9,1 (Quelle: CSFB). MPC Capital ist jedoch breiter aufgestellt und erzielte lediglich 39 % des 2004er Umsatzes mit Schiffonds, Lloyd Fonds hingegen 94 %. Bei HCI machten Schiffsfonds im letzten Jahr 85 % des Geschäftsvolumens aus. Lloyd Fonds hat jedoch eine deutlich bessere Leistungsbilanz als HCI und eine sehr starke, gesicherte Produktpipeline. Dies alles zusammengenommen sollte Lloyd Fonds zwar einen Abschlag gegenüber MPC aufweisen, jedoch einen Aufschlag gegenüber HCI.

Hohe Transparenz
Erstmals bei einem IPO im Prime Standard überhaupt wurde das Research der beteiligten Banken von der konsortialführenden DZ BANK nun auch offiziell der Presse zur Verfügung gestellt, die sich dieses nicht mehr heimlich über dem Umweg von institutionellen Investoren besorgen muß. Auch in Bezug auf detaillierte Nachfragen (Entwicklung der Vertriebsprovisionen und Vercharterung der Produktpipeline) zeigte sich CEO Teichert lobenswert auskunftsfreudig.

Fazit:
Lloyd Fonds überzeugt durch eine starke Produktpipeline, eine positive Leistungsbilanz und die vorbildliche Transparenz beim Börsengang. Gegenüber MPC verfügt das Unternehmen über einen deutlichen Bewertungsabschlag und ist damit günstig bewertet. Eine Zeichnung erscheint daher ratsam.

Christian Schiffmacher

http://www.goingpublic-online.de/news/focus/index.hbs
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schrieb am 20.10.05 15:23:23
Beitrag Nr.10 
(18.357.890)
Antwort
Zitat
Graumarktkurse brökeln immer weiter (L&S 19,00/19,50), sicher auch aufgrund der Kursentwicklung bei MPC und HCI.
Damit würde noch nicht einmal eine Zeichnung am unteren Ende der BB-Spanne Sinn machen. :rolleyes:

[ Seite: 123105106107neuster Beitrag ]

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