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Seite 217 von 220

EADS Thread eines Überfliegers ( Seite 217)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 17.10.05 14:04:15
von
neuster Beitrag 24.05.12 19:57:57
von

Anzahl Beiträge: 2.196
Aufrufe gesamt: 180.382
Aufrufe heute: 118
Diskussionsnr.: 1.013.781
Chartsignal zu EADS
Neues 13-Wochenhoch (long)

EADS

Chart
WKN: 938914
ISIN: NL0000235190
Symbol: EAD
27,54
 
-1,71 %
-0,480
Xetra (EUR), 25.05.12 | 13:27
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schrieb am 08.02.12 17:18:28
Beitrag Nr.2161 
(42.720.673)
Antwort
Zitat
http://www.derwesten.de/wirtschaft/alle-a380-maschinen-sollen-auf-risse-in-fluegeln-untersucht-werden-id6327850.html
Frankfurt/Main. 67 Maschinen sind auf der ganzen Welt im Einsatz. 20 davon sind bereits untersucht - die restlichen 47 sollen folgen. Die Europäische Agentur für Flugsicherheit hat eine solche Untersuchung angeordnet, nachdem Haarrisse in den Tragflächen eines Riesen-Airbus gefunden worden waren.


Alle 68 Großraumflugzeuge des Typs Airbus A380 müssen auf Haarrisse in den Tragflächen untersucht werden. Das ordnete die europäische Luftsicherheitsbehörde EASA am Mittwoch an. Zuvor hatte die australische Fluggesellschaft Qantas einen A380 nach der Entdeckung Dutzender Haarrisse vorerst stillgelegt. Die EASA verschärfte mit dem neuen Erlass eine Anordnung vom 20. Januar, die nur jene Großflugzeuge betraf, die mehr als 1300 Flüge hinter sich haben.



Der Erlass stellt laut Airbus-Sprecher Stefan Schaffrath sicher, "dass die Untersuchung, die von Airbus ohnehin empfohlen wird, auch durchgeführt wird". Schaffrath sagte in Toulouse, die Sicherheit der Fluggäste stehe nicht zur Debatte. Die EASA gab den Gesellschaften je nach Flugleistung bis zu sechs Wochen Zeit, ihre Flugzeuge zu untersuchen und gegebenenfalls beschädigte Teile auszutauschen.

Maschinen mit 1384 oder mehr Flugstunden müssen innerhalb von drei Wochen, die anderen innerhalb von sechs Wochen ab dem 13. Februar zur Inspektion.

Lufthansa muss keine Flüge ausfallen lassen

Die Lufthansa muss eigenen Angaben zufolge dafür keine A380-Flüge ausfallen lassen. Mit dem Kranich am Heck fliegen derzeit acht der zweistöckigen Großraumjets, zwei weitere sollen in diesem Jahr dazu kommen, wie Sprecher Michael Lamberty sagte. Der älteste Lufthansa-A380, die "Frankfurt", habe derzeit rund 900 Flüge hinter sich, so dass der Spielraum bis zur Prüfung recht groß sei. Die eventuell betroffenen Teile seien zwar leicht austauschbar, aber die vorbereitenden Arbeiten an den Tragflächen, in denen die Kerosintanks untergebracht sind, dauerten mindestens einen Tag.

Die Schäden in dem Jet der australischen Fluggesellschaft Qantas haben die Sicherheit der Passagiere nach Angaben der Gesellschaft vom Mittwoch nicht gefährdet. Sie glichen nicht jenen Schäden, die Airbus selbst im vergangenen Monat an den Flügeln zweier Maschinen entdeckt hatte.

Risse sind ein Produktionsproblem

Mitarbeiter von Qantas hatten die etwa zwei Zentimeter langen Haarrisse in den Verbindungsstücken zwischen den Spanten der Flügel und der Außenhaut entdeckt, nachdem die Maschine beim Flug von London nach Singapur in heftige Turbulenzen geraten war. Die Schäden seien jedoch nicht durch die Turbulenzen entstanden, sondern gingen auf ein
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schrieb am 24.02.12 17:20:08
Beitrag Nr.2162 
(42.803.603)
Antwort
Zitat
Seit 16 Tagen nichts passiert hier genau wie beim Kurs der Aktie.
Die Meldungen das der 380 so langsam auseinanderfällt muß man ja auch nicht schreiben,wir können froh sein das der Kurs nicht auch am Boden ist wie so mancher Flieger.
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schrieb am 24.02.12 21:37:26
Beitrag Nr.2163 
(42.805.110)
Antwort
Zitat
Wenn du das "Nietenproblem" meinst, das wurde doch nur aufgebauscht, nach dem anderen Problem mit den Klammern in den Tragflächen des A380.

Das Klammernproblem kostet schon etwas, aber das ist nicht so aussergewöhnlich, bei so einem "neuen" Modell. Das wird schon, der Zeitpunkt ab dem mit jedem verkauften A380 Geld verdient wird, wird geringfügig nach hinten verschoben.

Der Kursverlauf könnte kaum besser sein - zugegeben, ich sehe das aus der Perspektive meiner Steuerfreien aus 12/2008. Aber auch wenn man es etwas kurzfristiger betrachtet, der Kurs stabilisiert sich doch da nur etwas bei 27€.
Avatar
schrieb am 08.03.12 10:01:19
Beitrag Nr.2164 
(42.869.142)
Antwort
Zitat
Donnerstag, 08. März 2012

Analysten sind begeistert EADS glänzt mit Ergebnis
EADS sorgt bei den Volkswirten für Lobeshymnen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern übertrifft die Erwartungen deutlich. Wörter wie "ausgezeichnet" und "sensationell" werden an den europäischen Börsen vernommen. So wird 2011 im operativen Geschäft ein Plus von 87 Prozent auf 1,033 Milliarden Euro vermeldet.
EADS 29,38


Im rasanten Steigflug hat der Luft- und Raumfahrtkonzern EADS das Jahr 2011 hinter sich gebracht. Sowohl die eigenen Erwartungen als auch die des Marktes wurden deutlich übertroffen. Händler zeigten sich begeistert: "Ausgezeichnet" bis "sensationell" lautete ihr Urteil.

Ein Ende der Aufwärtsbewegung ist nicht in Sicht. Denn beim Boeing-Konkurrenten stehen Rekord-Aufträge in den Büchern. Ungeachtet des unsicheren gesamtwirtschaftlichen Umfelds übertraf das MDax-Unternehmen im abgelaufenen Jahr bei sämtlichen Schlüsselgrößen die Prognosen.

Der Konzern habe eine solide Wachstumsgeschichte, stellte der scheidende Vorstandsvorsitzende Louis Gallois fest. Dies belegte die Entwicklung im Schlussquartal: Umsatz und Ebit wuchsen schneller als im Gesamtjahr. Deutlich nach oben zeigte auch das Nettoergebnis, es kletterte um 72 Prozent auf 612 Millionen Euro und fiel damit doppelt so hoch aus wie von Analysten erwartet.

Im Gesamtjahr ließen die hohe Nachfrage nach Flugzeugen und die Verbesserungen im operativen Geschäft das Konzernergebnis sogar um 87 Prozent auf 1,033 Milliarden Euro in die Höhe schnellen. Beim Umsatz schaffte EADS ein Plus von 7 Prozent auf 49,1 Milliarden Euro. Angepeilt hatte der Konzern nur eine Zunahme um 4 Prozent, Beobachter hatten etwa 1 Milliarde Euro weniger erwartet. An der starken Entwicklung sollen die Aktionäre teilhaben. Sie sollen eine auf 0,45 Euro mehr als verdoppelte Dividende erhalten.

Bei A350 XWB hinter dem Zeitplan


Louis Gallois übergibt ein bestelltes Haus. (Foto: picture alliance / dpa)

Mit Zuversicht blickt EADS auch auf das laufende Jahr. "Die Weichen für steigende Profitabilität sind gestellt", sagte Gallois. Etwas Zurückhaltung übte der Manager aber doch: "Zweifellos sehen wir auch im Jahr 2012 Herausforderungen entgegen. Die besondere Aufmerksamkeit des Managements gilt weiterhin unseren Schlüsselprogrammen, insbesondere der A350 XWB", sagte er. Bei dem Großraumflugzeug liegt der Konzern weit hinter seinem ursprünglichen Zeitplan.

2012 wird es beim Umsatz aber nicht mehr ganz so schnell vorangehen wie im Vorjahr. Geplant werde mit einem Plus von mehr als 6 Prozent. Getragen wird das Wachstum von den voraussichtlich 570 Auslieferungen von Zivilflugzeugen. Das Ebit vor Einmaleffekten soll auf 2,5 Milliarden Euro steigen nach 1,8 Milliarden Euro 2011.

.
Erreichen will der Konzern dies über steigende Flugzeugauslieferungen, höhere Preise und weitere Verbesserungen bei der Produktion des Großraumflugzeuges A380. Helfen wird zudem der Rekord-Auftragsbestand von 541 Milliarden Euro. Außerdem könnte das Unternehmen vom schwachen US-Dollar profitieren. Bislang war dies wegen umfangreicher Sicherungsgeschäfte nicht möglich.

Das Ergebnis je Aktie lag im vierten Quartal mit 0,75 Euro deutlich über der Prognose von 0,44 Euro. Der Umsatz lag trotz der hohen Transparenz bei den Flugzeug-Bestellungen mit 16,4 Milliarden Euro noch rund eine Milliarde über den Schätzungen. Lediglich beim Jahresausblick auf 2012 sei EADS etwas zurückhaltender als der Markt. "Per Saldo sind die Zahlen aber ein Kracher und sollten für eine kräftige Erholung sorgen", sagte ein anderer Händler
http://www.n-tv.de/wirtschaft/EADS-glaenzt-mit-Ergebnis-article5701891.html
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schrieb am 08.03.12 10:23:55
Beitrag Nr.2165 
(42.869.315)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.805.110 von Shaki am 24.02.12 21:37:26Da kann man nur sagen WOW:lick: .
Darauf habe ich lange gewartet,daß sich die ganzen Anstrengungen in den Zahlen niederschlagen und dann gleich mit einem Paukenschlag.
Als Zugabe dann die verdoppelung der Dividende klar ist immer noch kein Dividendentitel soll mir aber auch recht sein wenn sie das Geld in die Weiterentwicklung ihrer Flugzeuge stecken.
Ziel der nächsten Wochen sollte jetzt das Hoch vom März 2006 sein 35,44
lange ist es her.
Hoffentlich macht uns kein Grieche oder sowas einen Strich durch die Rechnung.
Als erstes dürften uns aber die Analysten Rückendeckung geben auf geht es Jungs!
Schönen Tag noch Bye
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schrieb am 09.03.12 09:13:14
Beitrag Nr.2166 
(42.875.487)
Antwort
Zitat
Ich bin mir sicher das dieses Proplem den einen oder anderen am Einstieg hindert:

A380-Risse

Emirates will Entschädigung von Airbus

09. März 2012 07:50


Alle 21 Superjumbos von Emirates müssen repariert werden

EADS

--------------------------------------------------------------------------------
EUR29,74+10,78%

Dem Flugzeugbauer droht wegen aufgetretener Haarrisse an den A380-Tragflächen Ungemach - rund 90 Millionen Dollar soll er an Strafe zahlen

London - Die Fluggesellschaft Emirates Airline will Schadenersatz von Airbus wegen der Haarisse an Tragflächen des Superjumbos A380. Emirates-Präsident Tim Clark bezifferte den Geschäftsausfall durch diese Probleme in der "Financial Times" auf bis zu 90 Millionen Dollar bis Ende März. Daher wolle sein Unternehmen eine Entschädigung von der EADS -Tochter, wurde er zitiert. "Es hat eine Menge geschäftliche Probleme verursacht, und wir sind nicht glücklich damit, wie es gelaufen ist", sagte Clark.


Die europäischen Aufsichtsbehörden hatten vergangenen Monat Prüfungen für alle A380-Maschinen angeordnet. Ingenieure hatten zuvor festgestellt, dass die Risse häufiger auftraten. Emirates habe solche in den bisher untersuchten zehn A380-Fliegern entdeckt, wurde Clark zitiert. Alle 21 Superjumbos der Gesellschaft müssten repariert werden. Emirates hat die größte A380-Flotte. Weitere 69 Flugzeuge des Typs hat die Fluggesellschaft bei Airbus bestellt. (APA/Reuters, 9.3.2012)
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schrieb am 09.03.12 09:17:52
Beitrag Nr.2167 
(42.875.530)
Antwort
Zitat
Auch diese Geschichte ist nicht gerade förderlich:

EADS-Chef teilt gegen China und die EU aus

PARIS (Dow Jones)--Der scheidende EADS-Chef teilt kurz vor dem Ende seiner Amtszeit noch einmal aus. Angesichts des von der EU beschlossenen Emissionshandels im europäischen Flugverkehr blockiere die chinesische Regierung den Verkauf von Airbus-Maschinen an die Airlines des Landes, so die Anschuldigung von Louis Gallois. Die EU forderte er auf, die weltweiten Proteste zu erhören, und eine weltweite Lösung des Emissionshandels anzustreben.

Seit Jahresbeginn müssen alle Fluggesellschaften, deren Maschinen innerhalb der EU, Norwegens und Islands starten oder landen, Emissionszertifikate für die komplette Flugstrecke vorweisen. Viele Länder begehren dagegen auf und drohen mit Gegenmaßnahmen. China hat seinen Fluglinien sogar untersagt, an dem Emissionshandel teilzunehmen.

Die chinesische Regierung halte die Genehmigung für 35 Airbus-Maschinen zurück, die die Gesellschaften des Landes bestellt hatten, sagte Gallois in einer Telefonkonferenz zu Analysten. "Wir sorgen uns, dass sich dieser Konflikt zu einem Handelskrieg auswachsen könnte", so der Manager. "Und Airbus könnte darin in Geiselhaft genommen werden."

Eine Sprecherin von Air China sagte, sie glaube nicht, dass die Regierung den Fluglinien untersagt habe, Airbus-Flugzeuge zu kaufen. Die Gesellschaft habe auch keine Pläne, bestehende Aufträge zu stornieren. China Eastern Airlines und China Southern Airlines waren für einen Kommentar nicht zu erreichen.

In China stünden derzeit 35 Bestellungen für den A350 und zehn für den Großraumfliegers A380 zur Disposition, argumentiert dagegen Gallois.

Im vergangenen Jahr war von Geschäftseinbußen noch nichts zu spüren, im Gegenteil. Die EADS NV glänzte mit "sensationellen" Zahlen, wie es Händler ausdrückten. Das Konzernergebnis schoss um 87 Prozent auf über eine Milliarde Euro in die Höhe. Der Umsatz stieg um 7 Prozent und zog beim Wachstum mit dem US-Konkurrenten Boeing gleich

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-03/22937953-eads-chef-teilt-gegen-china-und-die-eu-aus-015.htm
Avatar
schrieb am 09.03.12 09:24:42
Beitrag Nr.2168 
(42.875.598)
Antwort
Zitat
Schöner sind da schon die Aussagen meiner Freunde:rolleyes:
NordLB hebt Ziel für EADS auf 35 Euro - 'Kaufen'



Die NordLB hat das Kursziel für EADS nach Zahlen für 2011 von 30,00 auf 35,00 Euro angehoben und die Einstufung auf "Kaufen" belassen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern habe die Erwartungen deutlich übertroffen und einen optimistischen Ausblick gegeben, schrieb Analyst Heino Hammann in einer Studie vom Donnerstag. EADS sei für die kommenden Jahre gut aufgestellt. Daher bleibe es auch nach der jüngsten Kursrally beim Kaufvotum.

AFA0002 2012-03-09/08:52
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-03/22942634-nordlb-hebt-ziel-fuer-eads-auf-35-euro-kaufen-322.htm
Avatar
schrieb am 09.03.12 09:28:52
Beitrag Nr.2169 
(42.875.647)
Antwort
Zitat
Luft- und Raumfahrtkonzern

EADS-Chef Gallois wehrt sich gegen Einmischung
09.03.2012, 06:36 Uhr
Louis Gallois weist Forderungen der Bundesregierung nach mehr deutschem Einfluss scharf zurück. Gewinn der Airbus-Mutter fast verdoppelt.


Der EADS-Vorstandsvorsitzende Louis Gallois bei der Bilanzvorlage in Paris. Der 68-Jährige wird am 1. Juni altersbedingt sein Amt an Thomas Enders, den jetzigen Chef der Konzerntochter Airbus, übergeben


Paris. Der scheidende EADS-Vorstandsvorsitzende Louis Gallois hat die Kritik der Bundesregierung an der Unternehmenspolitik scharf zurückgewiesen. "Wir lehnen jede unangemessene Einmischung ab", sagte Gallois bei der Bilanzvorlage in Paris. Er reagierte damit auf ein Schreiben des Luft- und Raumfahrtkoordinators der Bundesregierung, Peter Hintze, an den Gallois-Nachfolger und jetzigen Airbus-Chef Thomas Enders, in dem Hintze mehr deutschen Einfluss in dem Gemeinschaftsunternehmen forderte. "Was gut ist für das Unternehmen, wird innerhalb des Unternehmens entschieden", sagte Gallois.


Hintze hatte in dem Brief an Enders unter anderem dagegen protestiert, die französische Stadt Toulouse zum alleinigen Konzernsitz von EADS zu machen und den heutigen Zweitsitz Ottobrunn nahe München damit abzuwerten. "Wir werden weder Paris noch Ottobrunn verlassen", betonte Gallois. Enders habe beschlossen, dass in Toulouse sein "Schwerpunkt-Zentrum" liegen werde, da dort der Flugzeugbauer Airbus als wichtigstes Tochterunternehmen ansässig sei. "Und der Sitz des Bosses ist heute ja nicht mehr so wichtig", meinte Gallois, der Enders lachend als Alternative einen fliegenden Hauptsitz empfahl: "Wir fliegen doch heute alle fast täglich und haben Büros in den Flugzeugen."

Zwischen der Bundesregierung und EADS schwelt seit Monaten ein Streit über den deutschen Einfluss. Der Bund verhandelt derzeit mit dem Autobauer Daimler über eine Übernahme von dessen EADS-Anteil über 7,5 Prozent. Im Eigentümerkreis stehen sich deutsche und französische Aktionäre mit einen Anteil von jeweils knapp 22,4 Prozent gleichgewichtig gegenüber.

In seinem Brief hatte Hintze außerdem die Befürchtung geäußert, Deutschland könnte als Standort für zukunftsträchtige Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bei EADS ins Hintertreffen geraten. Zudem hatte er eine angemessene Vertretung deutscher Manager in den Führungsetagen bei EADS und Airbus gefordert.

Enders will dagegen der Wirtschaftlichkeit den Vorrang vor der politischen Ausbalancierung zwischen Deutschland und Frankreich geben. Gallois machte aber klar, dass man die Gründungsländer nicht vergessen werde. "Was wir brauchen, ist gegenseitiges Vertrauen. Wir müssen aufhören mit den Missverständnissen", so Gallois. EADS habe Hightech-Jobs geschaffen, in einem fairen Verhältnis auch in Deutschland. "Wir wollen diese Dynamik schützen und weiter ausbauen", fügte der Konzernchef hinzu.

Die Diskussion über den politischen Einfluss überschattete eine glänzende Bilanz der Luft- und Raumfahrtgruppe, der vor allem die enorme weltweite Flugzeugnachfrage bei Airbus deutlich verbesserte Ergebnisse beschert. Der Umsatz erhöhte sich um sieben Prozent auf 49,1 Milliarden Euro. Der Nettogewinn hat sich fast verdoppelt; er stieg um 87 Prozent auf 1,03 Milliarden Euro und übertraf damit noch die Schätzungen der Analysten. Die Aktionäre sollen mit einer auf 45 Cent verdoppelten Dividende an den guten Geschäften beteiligt werden.

An der Börse sorgten die Zahlen für ein Kursfeuerwerk: EADS-Aktien verteuerten sich zeitweilig um mehr als neun Prozent. Für die Zukunft zeichnen sich noch bessere Ergebnisse ab: Der Umsatz soll 2012 um sechs Prozent steigen. Beim Vorsteuergewinn vor Einmaleffekten rechnet EADS mit einem Anstieg um 700 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro. In den letzten Jahren galt der Konzern als eher schwach im Ertrag, weil hohe Entwicklungskosten und teure Doppelstrukturen den Gewinn drückten.

Der Flugzeugbauer Airbus mit Werken unter anderem in Hamburg und Toulouse kann sich vor Neugeschäft zurzeit kaum retten: Die EADS-Auftragseingänge stiegen vor allem deshalb im vorigen Jahr um 58 Prozent auf 131 Milliarden Euro. Airbus verzeichnete mit 1608 Neubestellungen das beste Jahr der Firmengeschichte und verwies den Konkurrenten Boeing mit 921 Bestellungen auf den zweiten Platz.

Die Probleme mit feinen Haarrissen in einigen Teilen der Tragflächen des Airbus-Flaggschiffs A380 dürften allerdings eine Stange Geld kosten. Gallois bezifferte die Kosten auf insgesamt rund 105 Millionen Euro. Alle 68 Exemplare des A380, die bereits in Betrieb genommen sind, müssen zum Check.

Als besonders positiv wertete Gallois den Erfolg der Hubschrauber-Tochter Eurocopter, die alle Erwartungen übertraf und auch 2012 auf Erfolgskurs liegt. Der Umsatz erreichte mit 5,4 Milliarden Euro (2010: 4,8 Milliarden) Rekordniveau, der Auftragseingang stieg 2011 auf netto 457 Hubschrauber (2010: 346). Weniger erfreulich für EADS ist dagegen die Entwicklung bei der militärischen Sparte Cassidian. Ihr Umsatz fiel um 700 Millionen Euro auf nur noch 11,6 Milliarden. Die europäischen Regierungen sparen bei ihren Armeen. Bei der vor allem in Bayern mit mehreren Werken vertretenen Militärsparte brach daher der Gewinn ein. (HA)

http://www.abendblatt.de/wirtschaft/article2210690/EADS-Chef-Gallois-wehrt-sich-gegen-Einmischung.html
Avatar
schrieb am 09.03.12 09:32:01
Beitrag Nr.2170 
(42.875.681)
Antwort
Zitat

Sch.... Einstieg verpasst
08.03.12 10.04

Commerzbank belässt EADS auf 'Hold' - Ziel 21 Euro

Die Commerzbank hat EADS nach Zahlen auf "Hold" mit einem Kursziel von 21,00 Euro belassen. Der Luft- und Raumfahrtkonzern habe die Erwartungen im Schlussquartal sowie die eigenen Prognosen 2011 übertroffen, schrieb Analyst Stephan Böhm in einer Studie vom Donnerstag. Ein Glanzlicht sei die hervorragende Entwicklung der Flugzeug-Tochter Airbus im Schlussquartal gewesen. Der Dividendenvorschlag sei überraschend hoch. Der Unternehmensausblick entspreche den Erwartungen weitgehend.

http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2012-03/22931064-commerzbank-belaesst-eads-auf-hold-ziel-21-euro-322.htm

[ Seite: 123216217218219220neuster Beitrag ]

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