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schrieb am 12.11.05 00:57:53
0953 GMT [Dow Jones] Deutsche Bank initiates Interhyp (IYP.XE)
coverage at buy, EUR75 target, driven by price & cost
leadership and a shift to brokerage. Group has shown strong growth
over the past years, DB says, adding that Germany is the largest
continental European mortgage market. "Financial institutions use
the group as a cost-efficient distribution channel. The potential
trend to brokerage and increased internet usage should accelerate
market share gains." Shares trade -0.3% at EUR61. (AST)
schrieb am 12.11.05 12:34:32
um wieviel uhr kam die analyse??
schrieb am 12.11.05 14:21:14
steht doch vorne: 9.53 GMT
schrieb am 21.11.05 00:24:39
Am 21. November 2005 präsentiert sich Interhyp im Rahmen des
"Deutsches Eigenkapitalforum Herbst 2005" in einer
Analystenkonferenz.
Beginn Webcast 9:00 Uhr
schrieb am 03.12.05 16:42:14
hier eine weitere Analystenmeldung:
" Von Wolfgang Braun
Das Internet sollte eigentlich die gesamte Geschäftswelt
revolutionieren. Zumindest an den Börsen in Deutschland ist von den
einstigen Branchenpionieren aber nicht viel übrig. Einzig die
Zugangsanbieter United Internet und freenet sorgten in den letzten
Jahren für Aufsehen. Jetzt beweist eine zweite Welle an Web-Firmen,
dass man nicht nur mit DSL-Anschlüssen Geld machen kann, sondern
auch durch die effizientere Gestaltung bestehender
Geschäftsmodelle.
So beeindruckt Interhyp mit einem atemberaubenden Wachstumstempo.
In den ersten neun Monaten steigerte der Online-Vermittler von
Baufinanzierungen seinen Umsatz um 153 Prozent auf 30,6 Millionen
Euro. Da das Geschäftsmodell gut skalierbar ist (neue Abschlüsse
lassen sich ohne große Zusatzkosten abwickeln) explodierte der
Vorsteuergewinn auf 8,0 (Vorjahr: 0,5) Millionen Euro. Der
Spielraum für weiteres Wachstum ist enorm. Bislang schließen
weniger als zehn Prozent der Deutschen ihre Baufinanzierung im Web
ab, dabei bietet Interhyp günstigere Konditionen als die
Hausbanken. Mit einem 2006er-KGV von 32 ist die Aktie zwar kein
Schnäppchen mehr, angesichts des strammen Wachstums sind aber
Kurse bis 80 Euro gerechtfertigt."
instock - der börseninformationsdienst -
schrieb am 16.12.05 19:43:16
Kursziel der Deutschen Bank heute erreicht. Mal sehen wie es
weitergeht.
Aktie ist jetzt ziemlich teuer. Aber das haben die Analysten bei
100 Dollar zu Google auch gesagt ...
Dabei sein ist alles :-)
schrieb am 20.12.05 21:17:16
... das Handelsblatt hat mittlerweile auch eine Meinung zu der
Interhyp AG:
HANDELSBLATT, Montag, 19. Dezember 2005, 06:45 Uhr, Montag, 19.
Dezember 2005, 06:45 Uhr
Aktie unter der Lupe
Interhyp bietet noch Chancen
Von Christian Schnell
In der Endabrechnung des Jahres 2005 wird die Interhyp-Aktie wohl
die erfolgreichste Emission unter den 14 Neulingen im
Premium-Segment der Deutsche Börse, demPrime Standard, sein.
FRANKFURT. Mit einem Plus von 75 Prozent gegenüber dem Ausgabepreis
innerhalb von knapp einem Vierteljahr hängte der
Online-Baufinanzierer selbst die bei Anlegern extrem gefragten
Solarwerte Conergy, Q-Cells und Ersol ab. Gleichsam als
Sahnehäubchen folgt am heutigen Montag die Aufnahme in den
Kleinwerteindex SDax.
Die starke Kursentwicklung bringt jedoch die Frage mit sich: Ist in
nächster Zeit noch Luft nach oben? Schließlich liegt das Kursziel
von 78 Euro, das Thomas Rothäusler vom Bankhaus Sal. Oppenheim hat,
nur noch wenig vom aktuellen Kurs von knapp 75 Euro entfernt. Das
Kursziel von Deutsche Bank-Analyst Joerdis Harkanyi hat sie auf
diesem Niveau bereits erreicht. Nur diese beiden Häuser beobachten
im Moment die Aktie. Der rasante Anstieg wird so also nicht
weitergehen. Dennoch halten die Analysten bis dato an ihren
Kaufempfehlungen fest. „Ich fühle mich weiterhin sehr wohl damit“,
sagt Analyst Rothäusler.
Schließlich sprechen bis auf die starken Kursgewinne alle Faktoren
nach wie vor für die Aktie: Das Geschäftsmodell funktioniert sehr
gut, außerdem sind Wachstumsdynamik und -potenzial auch in Zukunft
in ausreichendem Maße vorhanden. Schließlich sei Deutschland der
größte Kreditmarkt in Kontinentaleuropa, erklärt die Deutschen
Bank. Der Anteil der Online-Finanzierer liegt aber gerade mal bei
knapp zwei Prozent.
Für Interhyp spricht erstens, dass diese Nische im Moment immenses
Wachstum aufweist und zweitens, dass das Unternehmen hier
Marktführer mit einem Anteil von rund 40 Prozent am Gesamtvolumen
ist. Interhyp mache mit rasantem Wachstum auf sich aufmerksam,
bemerkt die Deutsche Bank. Bis zum Jahr 2007 rechnen die Experten
des Hauses mit einem jährlichen Umsatzwachstum von im Schnitt 72
Prozent auf dann 83,2 Mill. Euro.
Kurzfristig gibt es zwei Argumente, die für die Aktie sprechen: Zum
einen wird die in der abgelaufenen Woche beschlossene Abschaffung
der Eigenheimzulage die Entscheidungsfindung bei etlichen
Interessenten beschleunigen, noch in diesem Jahr den Bauantrag
einzureichen oder den Kaufvertrag zu unterzeichnen. Noch mehr
dürfte die gerade von der Europäischen Zentralbank (EZB)
eingeläutete Zinswende potenzielle Immobilienkäufer anlocken.
Nachdem Interhyp für das dritte Quartal ein exzellentes Ergebnis
präsentiert hat, rechnen viele Börsianer insgeheim auch für das
Schlussquartal mit einer positiven Überraschung.
Anschließend stellt sich noch die Frage, wie schnell aus dem
Nischenmarkt der Online-Baufinanzierung ein ernst zu nehmender
Wettbewerb für die etablierten Banken wird. Entscheidend sind hier
die Pluspunkte, die die Online-Finanzierer in puncto Service
verbuchen konnten. Hier hat sich zuletzt einiges getan.
Trotzdem stehen viele potenziell Kunden nach wie vor an einer
Hemmschwelle, die eigenen vier Wände über das Internet zu
finanzieren. Kommt es doch dazu, zieht meist das Argument des um
einen viertel bis einen halben Prozentpunkt günstigeren Zinssatzes
im Netz. Deshalb soll in Zukunft vor allem der Service ausgebaut
werden. Interhyp gilt in diesem Bereich schon jetzt branchenweit
als Marktführer. Waren die Online-Finanzierer früher bereits bei
kleinsten Abweichungen von der Standardfinanzierung überfordert, so
sind die Möglichkeiten inzwischen so weitreichend wie bei den
Banken.
Deshalb gilt bereits als sicher, dass auch am Aktienmarkt das
Interesse an Interhyp noch zunehmen wird. Mit der Aufnahme in den
SDax und der hervorragenden Kursentwicklung im Rücken werden sich
schon bald weitere Analysten mit der Aktie des Münchener
Unternehmens befassen.
Klingt doch sehr aussichtsreich! Bin jetzt auf weitere Meldungen
gespannt
schrieb am 20.12.05 21:29:56
... ganz aktuell noch der erste Bericht des Manager-Magazin. Ich
hoffe ich langweile niemanden:
manager magazin 11/2005, Seite 152
http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,380696,00.html
INTERHYP
Mit Netz und Boden
Von Claus G. Schmalholz
Die Interneteuphorie ist vorbei? Im Gegenteil: Der Baufinanzierer
Interhyp zeigt beispielhaft, wie man im Web gute Geschäfte machen
kann.
Robert Haselsteiner (43) arbeitet nicht für Google , nicht für
Amazon und auch nicht für Ebay . Man gewinnt deshalb leicht den
Eindruck, dass der Internetmanager den Mund ganz schön voll nimmt,
wenn er im Jahr fünf nach dem großen Dotcom-Crash Sätze wie diesen
von sich gibt: "Unser Geschäftsmodell hat den Charme, den Sektor zu
revolutionieren. Wir nehmen unseren Wettbewerbern stündlich
Marktanteile ab."
© Andreas Pohlmann
Häusle-Bauer: Interhyp-Chefs Haselsteiner und Wolsdorf vermitteln
Kredite von 40 Banken
Lag der Mann etwa die letzten Jahre im künstlichen Tiefschlaf? Oder
hat er einfach nicht mitbekommen, dass die meisten dieser
vermeintlich revolutionären Geschäftskonzepte mit dem World Wide
Web tot sind, und zwar mausetot?
Weder - noch: Haselsteiner sagt die Wahrheit.
Zusammen mit Marcus Wolsdorf (34) hat er vor sechs Jahren die
Interhyp AG gegründet, ein Unternehmen, das via Internet Baukredite
vermittelt und seitdem wächst und gedeiht, dass es den Managern der
beiden Wagnisfinanzierer 3i und Earlybird schier die Tränen der
Freude in die Augen treibt, wenn sie über ihr Investment reden.
"Die Interhyp ist einer der größten Performance-Treiber in unserem
Portfolio", sagt Christian Nagel von Earlybird. Und Christian
Siegele von 3i ergänzt: "Interhyp ist eine prosperierende Firma,
das erkennt man schon allein daran, dass die Ebit-Marge stärker
wächst als der Umsatz."
Tatsächlich legten Haselsteiner und Wolsdorf eine Erfolgsstory hin,
die nun doppelt gekrönt wurde: mit der Auszeichnung als
"Entrepreneur des Jahres 2005" und mit dem Gang an die Börse.
Wie haben sie das geschafft?
"Die Interhyp ist ein großer Performance-Treiber": Christian Nagel
vom Wagnisfinanzierer Earlybird
Erfolgsfaktor Nummer eins: Die beiden Gründer sind beinharte Profis
- was sich schon an ihren Lebensläufen erkennen lässt.
Haselsteiner startete seine Karriere nach einem Studium an der
Wirtschaftsuniversität Wien mit 22 Jahren bei Österreichs damals
größter Fondsmanagementgesellschaft, Sparinvest. Als er 1987 zur
US-Investmentbank Salomon Brothers wechselte, hatte er sogleich
sein erstes berufliches Schockerlebnis.
Der "Schwarze Montag" des 19. Oktobers läutete eine schwere
Korrektur an den Weltbörsen ein, der Dow-Jones-Index war um 22,6
Prozent gefallen - der größte Einbruch seit Jahrzehnten. "Als ich
in New York als Trainee anfing, landete ich mitten im großen
Crash", sagt Haselsteiner, "die gesamte Gruppe von 200
Neueinsteigern, die kurz vor mir angefangen hatten, war komplett
rausgeschmissen worden."
Eine solche Erfahrung macht vorsichtig, auch wenn es an der Börse
bald wieder aufwärts ging und Haselsteiner später bei Goldman Sachs
in Frankfurt bis zum Mitglied der Geschäftsleitung aufstieg. Dort
traf er Marcus Wolsdorf, dessen Karriere noch etwas zügiger
verlaufen war.
© manager magazin
Steil nach oben: Geschäftsentwicklung der Interhyp AG
Wolsdorf war im Alter von 14 Jahren mit seinen Eltern in die USA
gezogen. Sein Vater gehörte zu jenen Daimler-Benz-Managern, die die
Nutzfahrzeug-Tochter Freightliner zum Marktführer in den USA
machten.
Wolsdorf besuchte die High School, übersprang dort ein Jahr und
studierte anschließend an der renommierten Brown-Universität, weil
er überzeugt war, dass es vom US-Schulsystem kein Zurück nach
Deutschland gab. Das war allerdings auch nicht weiter schlimm, denn
wegen seiner herausragenden Leistungen fiel er dort den
Talentsuchern von Goldman Sachs auf. "Die haben mich im Alter von
21 Jahren praktisch direkt von der Uni abgeholt", sagt
Wolsdorf.
So kam er schließlich als Financial Engineer nach Frankfurt und
traf dort auf Robert Haselsteiner. Der Beginn einer fruchtbaren
Partnerschaft.
Bei der Investmentbank entwickelten die beiden Anlage- und
Finanzprodukte für Banken. Ein schöner Job, dazu "extrem gut
vergütet", wegen des hohen Spezialisierungsgrades auf Dauer
allerdings "etwas repetitiv", wie sich Haselsteiner vornehm
ausdrückt. Im Klartext: Nach ein paar Jahren hatten die beiden
Lust, etwas Neues zu starten.
"IT ist die tragende Säule im Bankgeschäft": Interhyp-Chef
Haselsteiner
Da kam den Geldexperten der Zufall in Gestalt von Thomas Fischer zu
Hilfe, damals Chef der zweitgrößten deutschen Sparkasse, der
Landesgirokasse Stuttgart. Fischer heuerte Wolsdorf und
Haselsteiner als externe Berater an. Mit den jungen Bankern wollte
sich der heutige WestLB-Chef Investmentbanking-Know-how in seine
Sparkasse holen.
"Wir konnten damals in alle Bereiche der Bank hineinschauen und
haben gelernt, dass die IT die tragende Säule im Bankgeschäft
geworden war", sagt Haselsteiner in der nonchalanten Tonlage des
geborenen Österreichers.
Oder kürzer: Bingo! Wir haben eine Geschäftsidee!
Das Konzept, Baufinanzierungen via Internet zu vermitteln, war gut,
wenn auch nicht besonders originell. Etwa zur gleichen Zeit
versuchten etliche Konkurrenten, auf ähnliche Tour den Markt zu
erobern. Die US-Online-Bank E-Loan etwa bündelte Kredite zu Paketen
ab zehn Millionen Dollar, platzierte sie direkt am Kapitalmarkt und
bekam dadurch günstigere Konditionen. Die britische Internetbank
Egg räumte 1999 mit aggressiven Zinssätzen 20 Prozent aller neuen
Kundeneinlagen im Heimatmarkt ab. Und der Nürnberger Online-Broker
Consors war gerade erfolgreich an die Börse gegangen.
Aber warum hat sich allein die Interhyp so erfolgreich
entwickelt?
Es muss etwas mit der überaus detailbesessenen Gründlichkeit der
Gründer zu tun haben, Erfolgsfaktor Nummer zwei.
Keine Fehlertoleranz: Interhyp-Chef Wolsdorf
"Ich erlaube mir praktisch keine Fehlertoleranz", sagt Marcus
Wolsdorf. Diese Einstellung stamme aus seiner Zeit als
Investmentbanker, wo schon klitzekleine Fehler schnell
hunderttausende Euro kosten können.
Das Geschäftskonzept der Interhyp entwickelte das Duo genau in der
Art, in der auch Michael Dell den Markt für Personalcomputer
aufrollte. Wolsdorf: "Wir haben die Prozesskette analysiert und
dann optimiert."
Was so dröge klingt, hatte bis dahin jeden Immobilienkäufer viele
Nerven und am Ende meist auch noch eine Menge Geld gekostet. Wer
damals Baugeld brauchte, musste von einem Institut zum anderen
laufen, jedes Mal mit neuen Sachbearbeitern verhandeln und stets
die immer gleichen Fragen beantworten.
"Unsere Idee war, dem Kunden diesen Bankenmarathon abzunehmen und
ihm die Feilscherei mit den Bankfachleuten zu ersparen", sagt
Haselsteiner. Auf der Basis einer selbst geschriebenen Software
entwickelte er zusammen mit Wolsdorf das Konzept eines unabhängigen
Kreditvermittlers, der die Kunden und die Banken via Internet
zusammenbringt.
Das Prinzip ist einfach: Mit den Banken handeln die
Interhyp-Gründer günstige Zinssätze aus, indem sie die
Verantwortlichen der Kreditvergabe fragen: Was ist euer
aggressivster Zinssatz, wenn wir euch diesen oder jenen Kunden
bringen? "Das funktioniert wie bei einem Produkteinkäufer von
Aldi", erläutert Haselsteiner, "wir vermitteln denen frei Haus
große Kreditvolumen und bekommen dafür einen sehr günstigen
Preis."
Den Kunden bietet die Vermittlung via Web den Vorteil, dass sie nur
ein einziges Mal ihre gesamten Daten in ein Online-Formular
eingeben müssen und dennoch Angebote von vielen verschiedenen
Banken bekommen. Die Interhyp wiederum erhält eine Provision auf
das abgeschlossene Kreditvolumen.
Ein einfaches Geschäftskonzept ohne die in den Hype-Zeiten üblichen
explodierenden Wachstumsraten. Dennoch gelang es den Gründern, im
Juli 2000 frisches Geld zu bekommen. Die Wagnisfinanzierer
Earlybird und 3i steckten zehn Millionen Euro in die Firma, obwohl
es wegen der geplatzten Internetblase keine Möglichkeit mehr zu
geben schien, das Geld auf absehbare Zeit bei einem Börsengang
wieder zurückzubekommen.
Doch Haselsteiner und Wolsdorf hatten bereits bewiesen, dass ihre
Idee funktionierte. Ihre Firma machte schon im ersten Jahr nach
ihrer Gründung einen Umsatz von über einer halben Million Euro, der
sich binnen eines weiteren Jahres mehr als verdreifachte. Die
Anfangsverluste verringerten sich wie geplant. Zudem konnten die
Geldgeber die positive Entwicklung jederzeit anhand eines
detaillierten Reportsystems kontrollieren. "Interhyp ist eine
zahlengetriebene Firma, da kann man sofort sehen, ob ein Produkt
funktioniert oder nicht", sagt Startfinanzierer Christian Siegele
von 3i.
Glücksgefühl: Im Portfolio des Wagnisfinanzierers Siegele von 3i
gehört Interhyp zu den Spitzenperformern
Im Unterschied zu ähnlichen Gründungsideen mit Bankgeschäften im
Internet hatten Wolsdorf und Haselsteiner ihre Idee auch nicht mit
zusätzlichen vagen Erlösquellen aufgepumpt. Keine Werbeeinnahmen,
keine Kundengebühren - nur Kreditvermittlung gegen Provision,
basta.
Viele Konkurrenten, die mit Interhyp an den Start gegangen waren,
machten zum Beispiel den Fehler, dass sie Modelle aus anderen
Ländern einfach übernahmen oder einer Art Größenwahn anheim fielen.
E-Loan etwa kaufte gleich eine eigene Bank, ohne die nötigen
Fachleute dafür zu haben.
Interhyp dagegen wuchs stetig weiter. Zwischen 2002 und 2004 stieg
das Volumen der vermittelten Kredite von 558 Millionen Euro auf 1,3
Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern betrug im vergangenen Jahr
bereits 1,9 Millionen Euro.
Die Gefahr, dass etwa große Banken angesichts dieses Erfolgs das
Geschäftsmodell kopieren, ist nach Ansicht des Investmentbankers
Martin Hörstel von der Deutschen Bank groß. Doch für Interhyp
spreche die Tatsache, dass sich das Unternehmen in einem
wettbewerbsintensiven Umfeld aus dem Nichts zur Nummer eins
gemausert habe und heute Preis- und Kostenführer in diesem Segment
sei.
Marcus Wolsdorf führt den Erfolg seines Unternehmens auf die
ausgeprägte Kundenorientierung zurück: "Wir setzten uns bei der
Umsetzung unserer Geschäftsidee die Brille des Kunden auf und
fragten uns, was ein Verbraucher von einem Internetbaufinanzierer
erwartet."
Ergebnis: Die Leute wollen keinen durchgestylten Web-Auftritt
sehen, sondern schnörkellos präsentierte Fakten, dazu einen
kostenlosen Rechner, der ihnen auf Knopfdruck mitteilt, welchen
Kredit sie sich leisten können.
Außerdem merkten die Gründer bald, dass ihrer Kundschaft das kalte
Internet allein nicht genügen würde, und passten ihr
Geschäftsmodell entsprechend an - Erfolgsfaktor Nummer drei.
Für die meisten Kunden, die via Interhyp durchschnittlich 164.000
Euro Kredit aufnehmen, ist die Immobilienfinanzierung die größte
finanzielle Verpflichtung ihres Lebens. Bei so einer wichtigen
Sache wollen die Kunden mit einem Menschen reden, bevor es ernst
wird.
Also baute Haselsteiner mit der Unterstützung eines externen
Personalberaters ein eigenes Rekrutierungs- und Schulungsprogramm
auf, in dem die Interhyp-Mitarbeiter zu Fachleuten in Sachen
Immobilienfinanzierung ausgebildet werden, inklusive interner
Abschlussprüfung.
© manager magazin
Expansionskurs: Die Zahl der Mitarbeiter steigt
Die Kreditberater sind meist Berufsanfänger, die eine kaufmännische
Ausbildung oder ein entsprechendes Studium absolviert haben. Diese
Mitarbeiter sind laut Haselsteiner sehr flexibel und lernfähig,
außerdem hält er auf diese Weise die fixen Personalkosten niedrig.
Die rund 250 Mitarbeiter werden erfolgsabhängig bezahlt. Sie
erhalten ein Basisgehalt plus einen Bonus, der bis zum doppelten
des Grundgehalts betragen kann.
Die Interhyp-Berater müssen in der Lage sein, aus den Bausteinen
der Kreditvarianten der momentan rund 40 Partnerbanken jene
Finanzierung zusammenzustellen, die exakt zu dem jeweiligen Kunden
passt.
Dieser Ablauf ermöglicht es Interhyp, die Baufinanzierung in einem
standardisierten Verfahren komplett online abzuwickeln, bietet aber
dennoch die Möglichkeit zu einer individuellen Anpassung. Dank
dieser Methode erhielten bisher über 100.000 Interhyp-Kunden einen
Zinssatz, der durchschnittlich 0,5 Prozentpunkte unter dem der
Filialbanken lag.
Die Personalentwicklung im Unternehmen ist vor allem Haselsteiners
Bereich, während sich Wolsdorf als "Maschinist im Keller"
sieht.
Die klare Aufteilung der Aufgaben zwischen den beiden sich ideal
ergänzenden Gründern hat laut Startfinanzierer Siegele maßgeblich
zur positiven Entwicklung des Unternehmens beigetragen, zusammen
mit einer ausgeprägten Sparsamkeit bei den Ausgaben: Erfolgsfaktor
Nummer vier.
Haselsteiner ist auch für den Markenauftritt des Unternehmens
verantwortlich. Statt millionenteurer Kampagnen bevorzugt der
Österreicher preisgünstige und zielgruppengerecht verteilte
Werbemaßnahmen, etwa kleine Anzeigen im Immobilienteil von
Tageszeitungen oder einen eigenen Zins-Newsletter, den potenzielle
Bauherren gratis abonnieren können.
So betrachtet er denn auch den jüngst erfolgten Börsengang ganz
nüchtern als probates Mittel, um den Namen Interhyp weiter bekannt
zu machen.
Die rund 29 Millionen Euro des Emissionserlöses von 103 Millionen,
die nicht an die Altaktionäre gehen, will Haselsteiner ganz
bodenständig verwenden. So plant er etwa, weitere Niederlassungen
in deutschen Großstädten zu eröffnen, in denen die Kunden ihre
Kreditberater auf Wunsch auch persönlich sprechen können.
Den fulminanten Start der Aktie, deren erster Kurs mit 51 Euro
gleich 21 Prozent über dem Ausgabepreis von 42 Euro lag,
kommentiert er zurückhaltend: "Über diesen Start kann man sich
nicht beklagen."
Das gilt auch für ihn und seinen Mitgründer. Haselsteiner und
Wolsdorf erhalten durch den Börsengang jeweils 14,7 Millionen Euro.
Zahlen, ganz wie in den guten alten Tagen des Internet-Hypes. Für
die Interhyp-Chefs dennoch kein Grund abzuheben. Haselsteiner hat
sich vor kurzem ein Haus in München gekauft, Wolsdorf eine Wohnung
- finanziert mit einem Immobilienkredit der Interhyp.
Unternehmer-Preis für billige Kredite
Die Interhyp-Gründer sind "Entrepreneure des Jahres 2005"
Im September wurden die Gründer der Interhyp mit dem renommierten
Wirtschaftspreis "Entrepreneur des Jahres 2005" ausgezeichnet. Rund
350 Unternehmen hatten sich um den begehrten Preis beworben, 80
davon schafften es in die Finalrunde und wurden nach den Kriterien
Innovation, Zukunftspotenzial, Geschäftsentwicklung,
unternehmerische Leistung und Mitarbeiterorientierung bewertet.
© BIP Bernd Isemann
"Entrepreneur des Jahres 2005": Interhyp erhielt den Preis in der
Kategorie "Dienstleistung"
Eine hochkarätige Jury kürte aus diesen Finalisten die Preisträger
in den fünf Kategorien Industrie, Handel, Dienstleistung,
Informationstechnologie und Start-up.
Von einer wirtschaftlichen Flaute ist bei den Mittelständlern, die
es in den Kreis der Finalisten schafften, nichts zu spüren. Sie
steigerten ihren Umsatz um durchschnittlich 33 Prozent, die Zahl
ihrer Mitarbeiter stieg im Schnitt um 25 Prozent. Die
Interhyp-Gründer Robert Haselsteiner und Marcus Wolsdorf erhielten
die Auszeichnung in der Kategorie Dienstleistung. Die weiteren
Preisträger sind die Varta Microbattery GmbH in der Kategorie
Industrie, die Alnatura GmbH in der Kategorie Handel, die Vitronic
GmbH in der Kategorie Informationstechnologie und die Q-Cells AG in
der Kategorie Start-up.
Der Wettbewerb "Entrepreneur des Jahres" wird weltweit in 40
Ländern ausgetragen. In Deutschland findet er bereits zum neunten
Mal statt. Initiator des Unternehmerpreises ist die Prüfungs- und
Beratungsgesellschaft Ernst & Young. Neben manager magazin
unterstützen den Wettbewerb die Deutsche Bank , SAP , BMW , die
"Frankfurter Allgemeine Zeitung" sowie Capgemini.
Ich denke das dieser Bericht durchaus interesse bei dem Einen oder
Anderen Anleger erzeugt
schrieb am 23.12.05 19:56:52
hier noch ein kleiner Ausschnitt aus der FAZ:
Renaissance der Wachstumswerte
Der Katzenjammer nach dem Zusammenbruch des Neuen Marktes scheint
endgültig überwunden, denn die Fachleute prophezeien eine
Renaissance der Wachstumswerte. „Die Investoren haben in diesem
Jahr an Beispielen wie Interhyp gesehen, daß sie mit
Wachstumswerten wieder Gewinne erzielen können”, sagt Hörstel. Der
Kurs des Baufinanzierers ist seit dem Börsengang Ende September um
nahezu die Hälfte gestiegen.
Im Jahr 2006 werden wohl auch eine Reihe von Internetwerten den
Sprung auf das Parkett wagen...
schrieb am 03.01.06 17:10:55
Die ersten Analysen mit Kursziel 85 bis 90 werden herumgereicht.
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