Seite 1 von 498
RWE - Informationen, Analysen und Meinungen
Anzahl Beiträge: 4.972
Aufrufe gesamt: 358.423
Aufrufe heute: 33
Diskussionsnr.: 1.020.551
Chartsignal zu RWE

Neues 13-Wochentief (short)
RWE
WKN: 703712
ISIN: DE0007037129
Symbol: RWE
Xetra (EUR), 25.05.12 | 13:38
Beitrag schreiben
Beliebteste Beiträge
Ansicht
-
Umgekehrte Sortierung (neuste zuerst)
-
Die letzten 30 Beiträge
-
500 Beiträge pro Seite
[ Seite: 1, 2, 3 … 496, 497, 498, neuster Beitrag ]
schrieb am 16.11.05 18:10:54
Hallo liebe RWE-Aktionäre,
ich habe mich entschlossen in dieses Forum alle Informationen, die
ich über rwe finde, einzustellen.
Meinungen und weitere Informationen sind gerne willkommen!

schrieb am 16.11.05 18:11:49
RWE
Auf Schmusekurs mit den Kapitalmärkten
Von Werner Sturbeck, Düsseldorf / FAZ.DE
16. November 2005 In zweieinhalb Jahren als Vorstandsvorsitzender
der RWE AG hat Harry Roels seinen Ruf als konsequenter
Konsolidierer gefestigt. Vorgänger Dietmar Kuhnt hatte RWE mit
einem Transaktionsvolumen von mehr als dreißig Milliarden Euro
einen internationalen Auftritt verpaßt.
Doch seit dem Chefwechsel konzentriert der Niederländer Roels den
Konzern auf seine Wurzeln, das klassische Versorgungsgeschäft, und
auf ausgewählte Märkte in Europa (siehe auch: RWE erfüllt
Gewinnerwartung). Die Portfoliobereinigung läuft seither so
einseitig auf Straffung hinaus, daß sich mancher Beobachter und
selbst RWE-Manager fragen, wo die Konzernspitze die Ertragsquellen
und die Arbeitsplätze der Zukunft sieht.
Verschuldung um zehn Milliarden Euro gedrückt
Bisher wurden Unternehmen und Beteiligungen mit einem Vermögenswert
von fünf Milliarden Euro verkauft: Weite Teile von Dea, die
Steinkohlengesellschaft Consol, der Baukonzern Hochtief, das
Druckmaschinenunternehmen Heidelberger und selbst das bisherige
Kerngeschäft Entsorgung haben den Besitzer gewechselt. Manchmal
erfolgten diese Transaktionen nicht einmal zu Einstandspreisen. Das
unterscheidet RWE vom Wettbewerber Eon. Der fuhr nämlich bei seiner
Fokussierung auf Gas und Strom - auch mit einer Portion Glück -
meist hohe Buchgewinne ein.
Roels hat in etwas mehr als zwei Jahren die Nettoverschuldung um
zehn Milliarden Euro auf knapp 13 Milliarden gedrückt. Dazu mußte
er auch bei den Investitionen heftig bremsen, während Eon-Chef Wulf
Bernotat unterdessen Jahr für Jahr Milliarden-Beträge in
Beteiligungen zum Ausbau der Kerngeschäfte investierte. Im Urteil
des Kapitalmarktes ist RWE mit seiner Strategie freilich besser
gefahren. Denn seit die beiden früheren Shell-Manger Roels und
Bernotat in der ersten Hälfte 2003 antraten, hat sich der RWE-Kurs
fast verdreifacht, Eon dagegen hat "nur" knapp 50 Prozent
zugelegt.
Europameister in Sachen Dividende
RWE-Zentrale in Essen
Auch derzeit erhält Roels für seine mit üppigen
Dividendenversprechen garnierte Desinvestitionspolitik den lauteren
Beifall. So warten die Analysten besorgt ab, ob Eon den teuren
britischen Stromkonzern Scottish Power übernehmen und dabei zu tief
in die pralle Kasse langen wird. Dagegen goutieren sie die
Ankündigung von Roels, die Ausschüttungsquote für die beiden
kommenden Geschäftsjahre auf stattliche 70 bis 80 Prozent des
nachhaltig erzielbaren Überschusses anzuheben.
Um den Kapitalmarkt als kommender Europameister in Sachen Dividende
bei Laune zu halten, muß Roels freilich zunächst American und
Thames Water verkaufen. Kuhnt hatte diese beiden Unternehmen für
knapp 20 Milliarden Euro - davon acht Milliarden Euro
Schuldenübernahme - gekauft. RWE war zwar dadurch zur Nummer drei
im weltweiten Wassergeschäft geworden.
Entschuldung statt Konsolidierung
RWE baut um: Kraftwerk Neurath
Aber im Rückblick war dies der teuerste Fehlgriff in der von RWE
nach der Energiemarktliberalisierung eingeleiteten und mit der
Bestellung von Roels untermauerten Internationalisierung. Denn als
der im Mai 2002 einen Vertrag erhielt, sollte er mit Hilfe der im
globalen Geschäft erprobten Thames-Water-Führungskräfte die zuvor
gekauften Auslandsunternehmen formen. Geplant war damals ein
globaler Versorgungskonzern mit den Säulen Strom, Gas, Wasser und
Entsorgung. Als Roels freilich erst acht Monate später in Essen
antrat, hatte der früher als mündelsicher geltende RWE-Konzern
durch die American-Water-Übernahme mit einer Nettoverschuldung von
23 Milliarden Euro gerade eine Schmerzgrenze überschritten. Damals
bewegte sich die Börsennotierung des größten deutschen
Stromproduzenten im Keller.
Roels stellte sich der neuen Aufgabe: Entschuldung statt
Konsolidierung und Integration der neuen Tochtergesellschaften.
Auch war schnell klar, daß es die bei den Zukäufen erwarteten
Synergien nicht gab. So erklärte Roels alsbald den Rückzug auf
Europa. Seither hat Finanzchef Klaus Sturany, der unter Kuhnt die
teueren Einkäufe finanzieren mußte, reichlich Arbeit mit den
Verkäufen.
Wasser mit enormer Umsatzrendite
So logisch und konsequent der größte Konsolidierungsschritt - der
Ausstieg aus dem außerkontinentalen Wassergeschäft - auch ist,
bewegt er doch heftig die Gemüter im RWE-Konzern. Vor allem über
den Verkauf von Thames Water wurde auf der letzten
Aufsichtsratssitzung hart gerungen. Zwar erwirtschaftet diese
kapitalintensive Sparte nur eine weit unterdurchschnittliche
Kapitalrendite. Aber ihre am operativen Ergebnis und am Überschuß
gemessenen Umsatzrenditen sind enorm. So erwirtschaftete Wasser
2004 mit knapp zwei Milliarden ein operatives Ergebnis halb so hoch
wie der Umsatz.
Der Rückzug aus Wasser, sollte er angesichts des hohen
Einstiegspreises nicht zum Fiasko werden, wäre tatsächlich ein
großer Befreiungsschlag. Wie auch immer der Verkaufserlös ausfallen
wird, in Verbindung mit dem Abgang der hohen Schulden der beiden
großen Wassergesellschaften muß die Nettoverschuldung mindestens
komplett abgebaut werden. Das von Roels unlängst auf 10 Milliarden
bis 12 Milliarden Euro bezifferte mittelfristige Verschuldungsband
läßt das künftige Finanzierungspotential erahnen.
Sauer auf Roels` Schmusekurs
Das etwa 12 Milliarden Euro schwere Kraftwerksneubauprogramm wird
demnächst in eine konkretere Finanzplanung gegossen. Aber wo
ansonsten Investitionen in Wachstum getätigt werden können, ist
schwer abzusehen. Die Ziele sind zwar klar, sowohl hinsichtlich der
Geschäfte wie der Regionen: Gas, Wasser und Strom vor allem in
Zentral- und Osteuropa. Nur steht RWE damit in hartem Wettbewerb zu
anderen Kaufinteressenten. Und große Privatisierungen sind dort
derzeit nicht konkret geplant. Das erklärt die zunehmende
Nervosität im Konzern, die sich wohl auch auf der unerwartet langen
Aufsichtsratssitzung Anfang November entlud. Dabei ging es damals
nur um eine Information zum Wasserverkauf, noch nicht um eine
Entscheidung.
Die Arbeitnehmervertreter, die über dieses Vorhaben Tage zuvor in
den Medien lesen konnten, sind ohnehin sauer auf Roels` Schmusekurs
mit dem Kapitalmarkt. Sie werden allenthalben mit immer schärferen
Sparprogrammen für die Belegschaft konfrontiert. Da können und
wollen sie die die Vorstandsgehälter weit übersteigenden
Millionen-Einnahmen aus Aktienoptionen den Beschäftigten schwerlich
vermitteln. Böse Stimmen behaupten gar, Roels werde, anders als
Eon, seine künftigen Optionsgewinne nicht durch die vom
Kapitalmarkt eher als Risiko skeptisch eingestuften
Großinvestitionen gefährden.
Es grummelt wieder an vielen Ecken
Auch manch kommunaler Eigentümer hadert mit dem RWE-Chef. Alte
Streitpunkte wie der Machtkampf bei der inzwischen im Konzern
eingegliederten Gasbeteiligung oder der Verzicht auf die Übernahme
des Wasserversorgers Gelsenwasser sind weder vergessen noch
vergeben. Einige dieser Aktionäre fürchten, daß nach dem Rückzug
aus dem internationalen Wassergeschäft und zwei
Sonderausschüttungen die Dividendenbasis erheblich bescheidener
wird.
Andere sorgen sich, ein weitergetriebener RWE-Kurs werde nach und
nach immer mehr Städte zum Verkauf ihrer RWE-Beteiligung bewegen.
Da hört man sogar Mutmaßungen, gerade das könne im Interesse von
Roels liegen. Denn erst wenn so der Kreis der kommunalen Aktionäre
bedeutungslos würde, dürften sich große amerikanische
Kapitalsammelstellen, die Aktien mit Staatsbeteiligung meiden,
richtig für RWE interessieren. So grummelt es wieder an vielen
Ecken im RWE-Konzern. Und die schlechte Stimmung wird so lange
andauern, bis den Desinvestitionen endlich sichtbare
Wachstumsschritte folgen.
schrieb am 17.11.05 16:09:08
MS sieht in RWE attraktiven Dividendentitel
Einstufung: Bestätigt "Overweight"
Kursziel: Bestätigt 64 EUR
Schätzung Dividende/Aktie 2005: Erhöht auf 2 (1,88) EUR
2006: Erhöht auf 3,80 (2,44) EUR
2007: Erhöht auf 3,80 (2,80) EUR
RWE wird angesichts der Neunmonatszahlen zu einem attraktiven
Dividendentitel, wie Morgan Stanley (MS) sagt. Die Zahlen haben den
Erwartungen
größtenteils entsprochen. Die Strom- und Energiesparten haben eine
starke
Entwicklung gezeigt, während das britische Geschäft Npower aber
weiterhin
schwach sei. Die Analysten erhöhen die Schätzungen für die
Dividende je Aktie
wegen des Verkaufs des Wassergeschäfts und der
Unternehmensäußerung, dass die
zukünftige Dividenden-Ausschüttungsquote erhöht werde.
DJG/jum/alfap/dp/raz
schrieb am 17.11.05 16:09:52
M.M. Warburg erhöht RWE-Gewinnprognose 2005
Einstufung: Bestätigt "Buy"
Kursziel: Bestätigt 63 EUR
Schätzung Gew/Aktie: 2005: Erhöht auf 4,15 (3,81) EUR
M.M. Warburg erhöht die Gewinnschätzung 2005 für RWE angesichts
höherer
Kapitalgewinne aus Veräußerungen sowie eines verbesserten
Finanzergebnisses.
Bei RWE Power dürfte 2006 die Dynamik deutlich zunehmen. Zudem
werde der
Verkauf des Wassergeschäfts zu einer deutlichen Anhebung der
Dividenden 2006
und 2007 führen, so die Analysten.
schrieb am 17.11.05 16:10:46
HSBC: RWE-Neunmonatszahlen ohne Überraschung
Einstufung: Bestätigt "Overweight"
Kursziel: Bestätigt 68 EUR
Bei den Neunmonatszahlen von RWE gibt es keine Überraschungen, wie
HSBC
sagt. Die Bank verweist auf die steigenden Strompreise als
Haupttreiber für den
4%-Anstieg des operativen Ergebnisses. Vor allem das Stromgeschäft
auf dem
europäischen Kontinent sei der Wachstumsmotor gewesen.
schrieb am 17.11.05 16:11:49
HVB erhöht RWE Fairen Wert auf 52 (51) EUR
Einstufung: "Underperform"
Fairer Wert: Erhöht auf 52 (51) EUR
Die RWE-Ergebnisse lagen nach Angaben der HVB insgesamt im Rahmen
der
Erwartungen. Daher seien nur marginale Anpassungen der Schätzungen
für 2006 und
2007 vorgenommen worden. Mit Blick auf die sehr positive
Performance nach der
Ankündigung des Verkaufs des britischen und US-Wassergeschäfts und
das
ambitionierte Bewertungsniveau war die Aktie am Mittwoch bereits
auf
"Underperform" herabgestuft worden.
schrieb am 17.11.05 16:12:14
JPM bestätigt RWE nach Zahlen mit "Neutral"
Einstufung: Bestätigt "Neutral"
Kursziel: Bestätigt 61 EUR
Die Analysten von J.P. Morgan (JPM) bewerten die von RWE
vorgelegten Zahlen
als überwiegend in line mit den eigenen und den Konsensschätzungen.
Die Aktie
sei günstig bewertet, doch bevorzugen die Analysten E.ON.
schrieb am 20.11.05 19:39:57
Freitag, 18. November 2005 - NTV.DE
Für 1,3 Mrd. Euro
Neues RWE-Kraftwerk
Der Energiekonzern RWE will im Rahmen seines Erneuerungsprogramms
von Kraftwerken für 1,3 Mrd. Euro ein neues Steinkohlekraftwerk im
westfälischen Hamm bauen.
Geplant sei ein Doppelblock mit einer Gesamtleistung von rund 1.500
Megawatt, teilte RWE mit. Das neue Kraftwerk soll 2011 oder 2012
ans Netz gehen. Noch müssten aber die zuständigen Aufsichtsgremien
über das Projekt entscheiden, heißt es.
Dank dem Einsatz neuester Technik werde der Wirkungsgrad bei 46
Prozent liegen - deutlich über dem derzeit erreichbaren Verhältnis
von eingesetzter Kohle zur Strommenge. Dadurch verringere sich auch
der Ausstoß von klimaschädigendem Kohlendioxid (CO2) im Vergleich
zu Altanlagen.
schrieb am 24.11.05 10:46:03
Merrill Lynch bestätigt RWE mit "Buy"
Einstufung: Bestätigt mit "Buy"
Kursziel: Kursziel 68 EUR
Schätzung Gew/Aktie 2005: 4,24 EUR (adjusted)
2006: 4,47 EUR (adjusted)
2007: 5,06 EUR (adjusted)
Der Verkauf ihrer Wassersparte mache für RWE strategisch Sinn, so
die
Einschätzung der Analysten von Merrill Lynch. Synergien fehlten und
der Verkauf
werde ähnlich wie bei Fortum und Neste Werte freisetzen.
Schließlich könnte RWE
bei vorsichtiger Schätzung 19 Mrd EUR für seine Wassersparte
realisieren. In
Anbetracht der seit dem Kauf gestiegenen Preise für Werte des
Wassersektors sei
der Zeitpunkt des Verkaufs gut gewählt. Der Verkaufspreis könne
eventuell sogar
den Kaufpreis von insgesamt 20,6 Mrd EUR übersteigen.
Problematisch werde sich aber die Suche nach einem adäquaten
Käufer
gestalten. Das offensichtliche Fehlen von Käufern aus der Industrie
berge eine
gewisse Unsicherheit im Verkaufsprozess. Die Analysten halten
eine
Private-Equity-Lösung oder einen IPO für wahrscheinlich.
Insbesondere für
American WaterWorks sei auf Grund der hohen Gewinne ein IPO zu
favorisieren.
RWE werde nach dem Verkauf ein starkes Kerngeschäft im
Europäischen
Energiesektor haben und finanziell sehr robust sein. Es werde ein
starker Cash
Flow generiert und bilanziell hohe Kassenbestände ermöglicht. Für
die Dividende
schätzen die Analysten, dass RWE 2007 insgesamt 1,5 Mrd EUR
ausschütten wird,
was das zweifache des Wertes 2005 sei. Weiterer Vorteil für die
Aktionäre sei
ein verbesserter Managementfokus und eine größere Sorgfalt
hinsichtlich neuer
Akquisitionen.
schrieb am 24.11.05 10:49:29
Handelsblatt vom 22.11.2005
RWE bietet kurzfristige Lieferverträge an
Um einer Anordnung des Bundeskartellamts zuvor zu kommen bietet der
Energiekonzern RWE seinen Stadtwerke-Kunden im größten
Versorgungsgebiet Westfalen Gas-Lieferverträge mit kurzen
Laufzeiten an. Die Kartellwächter sehen in den bisher üblichen
langfristigen Verträgen eine Behinderung des Wettbewerbs.
HB DÜSSELDORF. "Von den rund 70 Stadtwerken im Versorgungsgebiet
der RWE Westfalen Weser Ems haben sich schon 52 für den neuen
Vertrag entschieden", sagte der Vorstandschef der größten
Konzern-Vertriebsgesellschaft, Knut Zschiedrich, am Dienstag im
Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Wir haben damit die
höchste Forderung des Kartellamtes respektiert", fügte er hinzu.
RWE Westfalen Weser Ems versorge über Stadtwerke rund eine halbe
Million Kunden mit Erdgas.
Eine Einigung zwischen den 15 deutschen Ferngasunternehmen und dem
Kartellamt in der Frage der Laufzeiten war im Oktober am Widerstand
des Marktführers Eon Ruhrgas gescheitert. Das Düsseldorfer
Unternehmen hatte danach eine Selbstverpflichtung angekündigt, neue
Verträge mit kürzeren Laufzeiten zu ermöglichen. Dies wurde von der
Behörde aber als nicht ausreichend bewertet. Das Kartellamt will
Eon Ruhrgas nun gerichtlich zur Anerkennung seiner Vorgaben
zwingen. Bis zur Klärung dieses Falls bleibt erst einmal alles beim
alten.
Marktführer Eon Ruhrgas wehrt sich vor allem gegen die Forderung,
bestehende Langfristverträge zu kürzen und für die Restmengen bei
einem Kunden nicht mehr mitbieten zu können. Aus Sicht des
Kartellamts bleibt neuen Anbietern, wie etwa der britischen BP, der
Einstieg auf den hiesigen Markt durch die langen Lieferverträge
versperrt. Deshalb hätten die Gaskunden keine Möglichkeit, den
Anbieter zu wechseln.
"Wir halten uns für marktfähig", begründete RWE-Manager Zschiedrich
das Angebot an die Stadtwerke, ihre langfristigen Lieferverträge
gegen solche mit kurzer Laufzeit einzutauschen. Über die
Konditionen der Verträge wollte er sich nicht äußern: "Das ist
Sache der Vertragspartner." Grundsätzlich sei RWE auch bereit,
weniger als den vollen Stadtwerke-Bedarf zu liefern, um ihnen die
Möglichkeit eines Fremdbezugs zu ermöglichen.
Die Kunden sind mit den neuen Verträgen zufrieden, auch wenn sie
künftig ihren Gasbedarf nahezu vollständig über RWE und nicht über
Dritte decken. "Am Markt sind keine Angebote alternativer
Lieferanten da. Es gibt keine Liquidität", erklärt der Detmolder
Stadtwerke-Chef Detlef Masny, der als Unterhändler der Stadtwerke
maßgeblich am Zustandekommen des neuen Rahmenvertrages mitgewirkt
hat. Preislich stünden sich die Stadtwerke mit den neuen Verträgen
sogar etwas besser als mit den alten, die teilweise noch bis 2016
liefen. "Die neuen Verträge sind etwas günstiger als die alten,
obwohl die Rabatte fehlen", sagte Masny. In den alten Verträgen
hatte RWE den Kunden ermöglicht, 20 Prozent ihres Gasbedarfs
anderweitig zu decken, gleichzeitig aber für diese Mengen einen
Preisnachlass angeboten.
"Wir haben kein vergleichbar gutes Angebot erhalten", sagt auch der
Chef der Stadtwerke Lünen, Achim Grunenberg. Mit den neuen
Kurzfristverträgen habe sich aber die Flexibilität der Stadtwerke
deutlich erhöht. Sobald es mehr Wettbewerb auf dem Gasmarkt gebe,
könnten die Stadtwerke jetzt darauf reagieren.
[ Seite: 1, 2, 3 … 496, 497, 498, neuster Beitrag ]
Beitrag zu dieser Diskussion schreiben
| Zeit | Titel |
13:33 | |
11:28 | |
10:59 | |
10:04 | |
09:38 | |
08:32 | |
24.05. | |
24.05. | |
24.05. | |
23.05. | |
| Zeit | Titel |
23.04. | |
20.03. | |
18.01. | |
15.01. | |
18.11. | |
01.09. | |
18.07. | |