Die Technologie von Nanofocus ist nett, aber nicht revolutionär.
Schaut euch mal auf der Internetseite von Nanofocus die Geräte und
die physikalischen Messprinzipien an. Die angegebenen Auflösungen
sind gut um Objekte ab etwa 1 µm gut darzustellen. Die minimalste
Auflösung um 2 Punkte noch getrennt darstellen zu können wird
nämlich mit 0,1 µm für ein spezielles Gerät angegeben. In diesem
Bereich von 0,1 bis 0,5 µm wird es schon extrem verschwommen.Die
Idee z.B. eines Laserprofilometers ist schön und gut, stößt aber im
Bereich nanoskaliger Strukturen auf die physikalischen Grenzen des
Lichtes.
Nur weil die Geräte, die Vorsilbe Nano- besitzten, sind sie noch
lange keine Geräte für die Nanotechnologie. (Wenn man sich an die
Bedeutung des Wortes Nano hält.)
Mikrotechnologie wäre hier angebrachter.Der Markt für
Mikrotechnologie ist zur Zeit sowieso umsatzstärker als für
Nanotechnologie. Jedoch muss die Firma sich hier den Markt mit
vielen anderen Firmen teilen. Es gibt keine Analysenmethode
schlechthin, die überall gleich gut anwendbar ist.
Die Firma ist mit Sicherheit nicht schlecht und wird ihren Weg
hoffentlich machen. Von Kursen bei 100 Euro zu sprechen ist nicht
seriös. Der Markt für Analysengeräte gibt solche Umsatzsteigerungen
nicht her, um solche Kurse in den nächsten Jahren zu erreichen. Die
Quartalszahlen der nächsten 2 Jahre werden es zeigen, wo die Reise
hingeht. Firmen wie Nanofocus können letztendlich nur über ihre
Umsätze die Perspektive vorgeben. Alles andere entbehrt jeder
Grundlage. Jeder möchte hier an steigenden Kursen verdienen. Hier
sollten aber Zeiträume von 10 Jahren und mehr in Betracht gezogen
werden. Neuanleger sollten nicht auf die Pusherei von Leuten
reinfallen, die vielleicht zu teuer eingestiegen sind oder nur den
schnellen Euro auf Kosten anderer machen wollen.
