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Die europäischen Börsen tendieren gegen Mittwochmittag durchweg im positiven Terrain. Das Protokoll zur letzten Sitzung des Federal Open Market Committees (FOMC) lässt ein absehbares Ende des Zinserhöhungszyklus in den USA erkennen, woraufhin die Börsen in New York und Tokio deutlich zulegten. Der Dow Jones EURO STOXX 50 verbessert sich aktuell um 0,71 Prozent auf 3.639,98 Punkte, der auch britische und schweizerische Werte umfassende Dow Jones STOXX 50 gewinnt 0,58 Prozent auf 3.399,26 Zähler. Der in Paris beheimatete EURONEXT 100 verbessert sich um 0,73 Prozent auf 826,70 Punkte. Die europäischen Länderbörsen liegen ebenfalls allesamt im Plus, insbesondere der österreichische Leitindex ATX verbucht einen ansehnlichen Aufschlag.
Im britischen FTSE 100 springen Aktien der Bekleidungskette Next Group um knapp 8 Prozent, nachdem das Unternehmen ein positives Trading-Statement abgab. Daneben legen unter anderem Papiere von Cable & Wireless um 3,3 Prozent und die von GlaxoSmithKline um 2,5 Prozent zu.
In Paris klettern Papiere von Alstom um 6 Prozent, nachdem der Mischkonzern den Verkauf seiner Schifffahrtssparte verkündete. Der Konzern wird bis zum Jahr 2010 nur noch 25 Prozent an einer neu zu gründenden Gesellschaft halten und danach komplett aus dem Geschäft aussteigen. An die Spitze des Leitindex CAC40 schlagen sich die Papiere von Thomson, Schneider Electric, Alcatel sowie die des Stahlkonzerns Arcelor, die allesamt deutlich mehr als 2 Prozent zulegen können. Aktien von Renault verlieren indes nach der Präsentation von Absatzzahlen für das abgelaufene Jahr 0,4 Prozent.
In Wien, wo der ATX aktuell ein neues Rekordhoch markiert, verteuern sich Anteilsscheine von BETandWIN.com sowie die vom Flughafen Wien um jeweils mehr als 4 Prozent. Aufwärts geht es auch für Aktien des Stahlkonzerns Schoeller Bleckmann, die sich um 3,5 Prozent verteuern. In Zürich schieben sich Papiere von Zurich Financial, Adecco sowie die von SGS um jeweils 2,6 Prozent nach oben.
Indexstände (14:06 Uhr):
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.639,98 (+0,71 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.399,26 (+0,58 Prozent)
EURONEXT 100: 826,70 (+0,73 Prozent)
FTSE 100 (London): 5.705,50 (+0,42 Prozent)
CAC40 (Paris): 4.818,03 (+0,86 Prozent)
MIB 30 (Mailand): 36.286,00 (+0,54 Prozent)
IBEX 35 (Madrid): 10.854,60 (+0,34 Prozent)
SMI (Zürich): 7.660,76 (+0,42 Prozent)
ATX (Wien): 3.763,46 (+1,24 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Die britische Bekleidungskette Next Group plc (ISIN GB0032089863/ WKN 779551) geht für das laufende Fiskaljahr von einem Ergebnis oberhalb der Markterwartungen aus. Wie der Konzern heute im Rahmen seines Trading-Statements erklärte, verzeichnete man im Zeitraum vom 1. August 2005 bis zum 24. Dezember 2005 einen Anstieg der Umsatzerlöse von 9,8 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Im Segment Next Retail verzeichnete der Konzern aufgrund der Eröffnung neuer Niederlassungen einen Umsatzanstieg von 8,7 Prozent gegenüber der Vorjahresperiode. Die vergleichbaren Erlöse bei Niederlassungen, welche ein Jahr geöffnet waren, gingen hingegen um 3,2 Prozent zurück. Im März 2005 hatte der Konzern für das laufende Fiskaljahr einen Anstieg der Umsatzerlöse sowie beim Ergebnis in Aussicht gestellt. Für das Gesamtjahr erwartet der Konzern nunmehr einen Gewinn in Höhe von 435 bis 450 Mio. Britischen Pfund (GBP), was oberhalb der durchschnittlichen Analystenerwartungen liegt.
Der französische Automobilhersteller Renault S.A. (ISIN FR0000131906/ WKN 893113) verbuchte im abgelaufenen Jahr insbesondere aufgrund der guten Entwicklung in Osteuropa sowie in Asien einen Absatzanstieg. Wie der Konzern heute erklärte, wurden im Gesamtjahr 2005 weltweit insgesamt 2,532 Millionen Fahrzeuge abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 1,7 Prozent entspricht. Besonders stark entwickelte sich der Absatz in Osteuropa, wo Renault ein Plus von 50,5 Prozent auf 174.112 Modelle verzeichnen konnte. In der Region Asien-Pazifik verzeichnete der Automobilkonzern ein Plus von 36,3 Prozent auf 130.606 Modelle. Für das laufende Jahr 2006 erwartet Renault angesichts der bevorstehenden Einführung des neuen Modells Clio eine weitere Absatzsteigerung.
Der französische Mischkonzern Alstom S.A. (ISIN FR0000120198/ WKN 914815) legt seine Schifffahrtssparte mit Aker Yards zusammen. Wie der französische Konzern heute bekannt gab, wird Aker Yards im Rahmen der Transaktion 75 Prozent des Joint Ventures übernehmen, während Alstom bis zum Jahr 2010 eine Minderheitsbeteiligung von 25 Prozent an dem Gemeinschaftsunternehmen halten wird. Im Rahmen der Vereinbarung wird Aker Yards 50 Mio. Euro für die Übernahme der 75-prozentigen Mehrheitsbeteiligung an dem Joint Venture an Alstom bezahlen, während die Gesellschaft die verbleibenden 25 Prozent des Joint Ventures im Jahr 2010 für 125 Mio. Euro von Alstom kaufen wird. Der Kaufpreis hängt dabei von der operativen Entwicklung der Gesellschaft in den kommenden Jahren ab. Darüber hinaus wird Alstom 350 Mio. Euro in das entstehende Joint Venture investieren. Die neue Gesellschaft besteht aus den Schiffswerften in Saint-Nazaire und Lorient und wird sich auf die Produktion von Kreuzfahrtschiffen konzentrieren. Durch die Transaktion wird sich die Konzernverschuldung von Alstom voraussichtlich um 300 Mio. Euro erhöhen, wobei es zu einem außerordentlichen Verlust von bis zu 100 Mio. Euro kommen wird. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden und soll bis März 2006 abgeschlossen werden.
Die amerikanische Zulassungsbehörde FDA hat dem von der Roche Holding AG (ISIN CH0012032048/ WKN 855167) gemeinsam mit Aspreva Pharmaceuticals entwickelten Medikament \"CellCept\" den so genannten Orphan-Drug-Status zuerkannt. Den Orphan-Drug-Status kann ein Medikament erhalten, wenn es deutlich bessere Heilungschancen verspricht als andere Mittel oder gegen Erkrankungen eingesetzt werden kann, für die es noch keine Therapien gibt. Dieser Status ist mit einem längeren Patentschutz verbunden und soll ein beschleunigtes Zulassungsverfahren garantieren. CellCept erhält den Orphan-Drug-Status für die Indikation der schweren Muskelschwäche, der so genannten Myasthenia Gravis. Das teilten die beiden Unternehmen, die das Mittel derzeit in einer klinischen Phase-III-Studie für dieses Einsatzgebiet untersuchen, mit. In einer anderen Indikation ist das Medikament bereits auf dem Markt: Es wird verwendet, um die Abstoßung von Organen nach Transplantationen zu verhindern.
Die italienische Banca Intesa S.p.A. (ISIN IT0000072618/ WKN
850605) hat sein Interesse am vollständigen Erwerb der bosnischen
UPI Banka bekundet. Wie das Kreditinstitut heute verkündete, bietet
es 30,1 Mio. Euro für den verbleibenden 65-prozentigen Anteil an
der UPI Banka aus Bosnien-Herzegowina. Damit wird UPI mit insgesamt
46,2 Mio. Euro bewertet. Den weiteren Angaben zufolge soll der Kauf
bis Ende Februar abgeschlossen werden und erfolgt im Rahmen einer
selektiven Akquisitionsstrategie in Mittel- und Osteuropa. Die
bisherige 35-prozentige Beteiligung an UPI war im September 2005
aufgekauft worden.
Wertpapiere des Artikels:
INTESABCI SPA
REGIE NATIONALE DES USINES RENAULT SOCIETE
ANONYME
ALSTOM SA
ROCHE HOLDING AG
NEXT GROUP PLC
Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media
GmbH),14:20 04.01.2006
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04.02. | |
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