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schrieb am 11.11.09 10:11:01
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.363.044
von delle002 am 11.11.09 09:51:17Aber besser
die Möglichkeit eingeräumt bekommen als gar nicht informiert zu
werden - wie bei Consors.
schrieb am 28.11.09 18:10:09
"Wir sind Pioniere"
Weg vom Öl? Der Widerspruch "fossil vs. erneuerbar" existiere
nicht, sagt Uwe Franke, BP-Vorstandsvorsitzender. BP werde 2050 die
führende Rolle im Energiesektor spielen: Man sei wendig.
VON N. MICHEL & R. METZGER
taz: Herr Doktor Franke, selbst Ihre Energielobby fordert
inzwischen "Klimaschutz sofort", wie zuletzt im World Energy
Outlook. Wie kommt's?
Uwe Franke: Wir sind uns alle einig, dass das 2-Grad-Ziel
eingehalten werden muss. Dafür müssen bis 2050 deutliche Maßnahmen
umgesetzt werden. Und je eher man anfängt, die CO2-Emissionen zu
senken, umso besser. Das darf aber nicht Hals über Kopf passieren,
weil wir beachten müssen, dass es bezahlbar bleibt. Wir müssen also
die Maßnahmen umsetzen, die CO2 sparen, aber dies auch zu den
niedrigsten Kosten.
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Was heißt das für Sie konkret?
Uwe Franke, 60,Vorstandsvorsitzender der Deutschen BP. Er steht
seit Mai 2008 auch dem deutschen Verband der Mineralölwirtschaft
vor. In den 1990er-Jahren leitete er unter anderem das
Handelsgeschäft der BP Oil Europe in Brüssel. 1999 übernahm er den
Chefposten bei der Deutschen BP Foto: ap
Daraus ergibt sich eine gewisse Reihenfolge. Die allererste
Maßnahme ist Energieeffizienz. Der zweite Punkt ist, dass das
CO2-Problem global ist und nicht nur in Deutschland oder Europa
gelöst werden kann. Wir müssen prüfen, wo CO2 am günstigsten
eingespart werden kann. Aus meiner Sicht müssen wir mehr für die
sogenannten CDM-Projekte tun, also in Entwicklungsländern
finanzierte Klimaschutzmaßnahmen, deren Emissionseinsparung wir uns
hier anrechnen lassen dürfen.
Wenn bis 2050 80 Prozent CO2 eingespart werden müssen, dann wird
das nicht reichen. Dann muss man auch hier etwas machen.
Zurzeit laufen wir Gefahr, Geld für die falschen Dinge zu
verschwenden. Wir sollten uns vor Aktivismus hüten und rationale
Entscheidungen treffen. Wenn wir Klimaschutz zu teuer betreiben,
gefährden wir die europäische Industrie, die dann ihre Tätigkeit
ins Ausland verlagert. Das wird dem Klima schaden.
Eine wesentliche Mitschuld am Klimaproblem hat auch die
Ölindustrie, die lange versucht hat - als die Klimasache schon
ziemlich klar war -, da noch möglichst viel Verwirrung
hineinzubringen.
BP war unter den Ersten unserer Industrie, die laut und deutlich
schon 1997 Maßnahmen gefordert haben. Wir sind die Pioniere des
Emissionshandels, indem wir das Instrument intern als Erste 1998
eingeführt haben. Ich will aber nicht bestreiten, dass es auch in
der Mineralölwirtschaft Zweifler gegeben hat, wie in jeder anderen
Industrie und wie bei vielen Politikern auch.
Haben Sie denn den Eindruck, dass das jetzt nicht mehr so ist? Das
war ja schon die Mehrheit in der Ölindustrie, die den Klimawandel
angezweifelt hat.
Alle haben dazugelernt, auch die, die gezweifelt haben. Ich glaube,
inzwischen erkennen fast alle, dass an dem Klimaproblem etwas dran
ist. Es ist nur zu unterscheiden zwischen jenen, die es erkannt
haben und nichts tun, und jenen, die es erkannt haben und etwas
tun.
Wenn wir die von der Wissenschaft geforderten Reduktionsziele
wirklich erreichen und mindestens 80 Prozent weniger CO2 ausstoßen,
würde Ihr gesamtes Geschäftsmodell nicht mehr ohne Weiteres
funktionieren. Wie stellen Sie sich dann überhaupt vor, als
Mineralölkonzern noch Geschäfte zu machen?
Die Senkung um 80 Prozent ist das Ziel bis 2050 – bis dahin wird in
der Welt viel passieren. Wir werden uns anpassen, sodass wir auch
2050 noch eine der führenden Energiefirmen der Welt sein werden.
Wir dürfen eines nicht vergessen: Schätzungen ergeben, dass die
Welt bis 2030 zwischen 40 und 50 Prozent mehr Energie braucht. Die
muss irgendwo herkommen. Der Widerspruch "fossil oder erneuerbar"
existiert nicht. Wir werden einen Weg finden müssen, alle
verfügbaren Energien zu benutzen.
Wie sehen für Sie dennoch die Alternativen der Zukunft aus?
Alternativen bestehen im sinnvollen Einsatz von Biokraftstoffen in
Kombination mit Hybriden im klassischen Verbrennungsmotor. Wir
arbeiten zum Beispiel an der Entwicklung von Biobutanol, das 85
Prozent des Energiegehalts von Benzin besitzt.
Wo bekommen Sie Biobutanol her?
Es wird genauso hergestellt wie Ethanol, also etwa aus Zuckerrohr.
Wir werden 2015 die erste Butanol-Anlage stehen haben. Beim
Zuckerrohr haben wir den Vorteil, dass aus einer sehr geringen
Fläche eine sehr hohe Ausbeute zu erzielen ist und die Produktion
nur wenig mit der Nahrungskette in Konflikt gerät. In Brasilien
stehen genügend Flächen zur Verfügung, und zwar außerhalb des
Regenwaldes.
Bei den Mengen an Autos bekommt man immer ein Flächenproblem. Es
ist immer ein Eingriff in das Ökosystem. Aus dem Problem kommen Sie
nicht heraus.
Ich glaube, dass der Anbau in Brasilien am wenigsten Konflikte
erzeugt. Da können wir auch gerne zusammen in die brasilianische
Botschaft gehen. Die bemühen sich darum, dieses Vorurteil zu
beseitigen. Dieses Argument, das auch gerne von Umweltschützern
benutzt wird, ist wirklich nur Unsinn.
Eine Studie wirft Ölkonzernen vor, sie nähmen immer mehr
CO2-Ausstoß in Kauf, weil es immer schwieriger sei, Öl überhaupt zu
fördern – auch ein unsinniges Argument?
Mit dem zweiten Teil Ihrer Frage stimme ich überein, mit dem ersten
weniger. Denn wir entwickeln ständig neue, CO2-ärmere
Technologien.
Der nächste große Schritt in Richtung mehr Klimaschutz ist die
Konferenz in Kopenhagen. Erwarten Sie einen guten Abschluss?
Ich bin für die Konferenz skeptisch. Wenn jemand feste Zusagen von
den Schwellenländern und den USA für quantitative Ziele erwartet,
dürfte er enttäuscht werden. Was wir erwarten können, ist ein
Konsens darüber, dass Aktion gefordert ist, dass alle dem Prinzip
zustimmen, dass die ärmeren Länder, die am meisten vom Klimawandel
betroffen, aber finanziell unterentwickelt sind, Zuschüsse
brauchen.
Den Konsens haben wir jetzt schon oft genug gehört. Alle sind sich
einig: Es muss eine Finanzierung geben, es muss Reduktionsziele
geben.
Richtig. Wir brauchen die Verpflichtung auf quantitative Ziele -
sowohl monetärer Art als auch bei den Reduktionszielen. Aber dies
sind diplomatische Verhandlungen und ist kein Tarifkonflikt. Darum
werden auch die Ergebnisse in der Sprache der Diplomaten
formuliert. Ich hoffe, man wird sich wenigstens auf eine ganze
Menge Prinzipien einigen. Die Ausarbeitung der Details wird dann
auf einer weiteren Konferenz erfolgen. Das ist der Weg der Politik.
Und der erfordert eine gewisse Geduld.
Das Klima hat keine Geduld.
Na ja, ob das Klima Geduld hat, ist reine Spekulation. Wir haben
keine Zeit zu verlieren, aber Hektik und den Kopf abschalten bringt
uns nicht weiter. Wenn es heißt, Kopenhagen sei an zu hohen
Erwartungen gescheitert, gewinnen wir auch nichts. Es muss aus
Kopenhagen einen Weg nach vorne geben, einen Weg, der weitere
Schritte festlegt. Entscheidend ist: Wir brauchen einen weltweiten
Preis für CO2. Jede Emission muss Geld kosten. Das muss global
gelten, sonst kommen wir aus dem sogenannten Carbon Leakage", also
der Verschiebung der Produktion, nicht heraus.
Wie bewerten Sie die neue schwarz-gelben Bundesregierung? Ist sie
nicht zu zögerlich?
Man muss jede Regierung an dem messen, was sie liefert. Der
Koalitionsvertrag ist der Beginn, nicht das Ende. Im
Koalitionsvertrag hat die neue Regierung doch mit der Faust auf den
Tisch gehauen: Eine CO2-Minderung von 40 Prozent, das ist doch eine
Ansage.
Die Regierung sagt nicht, wie sie es erreichen will.
Sie sagt es doch: 40 Prozent – das bleibt ein mutiger Schritt. Die
EU will ja im Schnitt auf 20 Prozent kommen. Die Regierung wird in
der EU dafür werben müssen, damit nicht womöglich Länder sagen:
Super, Deutschland macht minus 40 Prozent, dann müssen wir gar
nichts mehr tun … Und nun schauen wir mal, was in den Details
kommt. Wenn ich die Interviews richtig lese, habe ich nicht den
Eindruck, dass Umweltminister Norbert Röttgen mit seinen Leistungen
hinter seine Vorgänger zurückfallen will.
schrieb am 04.12.09 11:48:02
Bin mit 5 % plus wieder raus. Warum? Möchte auch mal zocken und
wenn es gut gehts wieder rein. 6,10 wäre schön
schrieb am 14.12.09 13:49:22
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.508.595
von delle002 am 04.12.09 11:48:025% plus ist
aber nicht viel, ob die 6,10 wohl wieder kommen ?
Mein Nachkauflimit liegt bei 6,25.
Wird wohl aber auch nicht mehr bis zur Gültigkeit erreicht.
Durando
schrieb am 14.12.09 14:26:05
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.562.600
von Durando am 14.12.09 13:49:22+ Dividende.
Das reicht und ich gehe ja von einem Rücksetzer aus.
schrieb am 31.12.09 10:58:46
Jahrestief bei 4,58 EUR und Jahreshoch bei 6,84 EUR.
Ich bin gespannt wo uns das Jahr 2010 bei BP hinführen wird.
Euch allen einen guten Rutsch!
schrieb am 13.01.10 17:53:06
Antwort auf Beitrag Nr.: 38.508.595
von delle002 am 04.12.09 11:48:02
zurückkaufen bei 6,10 kann man dann wohl abhacken
Mist
schrieb am 02.02.10 09:17:47
Ab wann muss man eig. die Aktie im Depot haben um Divi berechtigt
zu sein?
mfg
schrieb am 02.02.10 12:12:27
Im Moment geht BP wohl wegen der Saisonalität des Ölpreises zurück.
Oder gibt es echte Probleme der Unternehmung, ich habe von keinen
gehört?
Laut Saisonalität geht am Jahresanfang bis Ostern immer erstmal gen
Süden. Mit dem Öl und daher auch mit den Ölaktien. Kurz vor Ostern
kommt man hier vermutlich noch billiger rein als jetzt.