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Onvista in 3 Jahren bei 15 Millionen Gewinn und 26 Euro Aktienwert??? Diskussion.

eröffnet am 28.01.06 21:18:54 von
hschmitt2000

neuester Beitrag 02.03.07 09:33:18 von
SeaCloud5
Beiträge: 361
ID: 1.036.202
Aufrufe heute: 0
Gesamt: 24.934


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hschmitt2000
schrieb am 28.01.06 21:18:54
Beitrag Nr. 1 (19.929.654)
Ich denke dass das Thema des zukünftigen Wachstums Onvistas und der dadurch möglichen zukünftigen Bewertung einen eigenen Thread wert war...

Nochmal eine Zusammenfasung meiner Berechnung aus dem Thread (" Onvista: Fairer Wert 12 €!!" ).


Link zur letzten Ergebnis-Veröffentlichung:
http://irpages.equitystory.com/cgi-bin/ircenter/show.ssp?fn=…

Das Wachstum von Onvista im Umsatz betrug im letzten Jahr 35%... ca 9 Millionen Umsatz bei 1,5 Millionen Gewinn (Sonderbelastung dieses Jahr um den gleichen Betrag ist ein Einmal-Effekt wegen dem Teledata-Verkauf)...

Alle Kosten sind mehr oder weniger Fixkosten von ungefähr 7,5 Millionen Euro...

Nehmen wir mal an, dass Onvista in den nächsten 3 Jahren auch um 35% im Umsatz wächst... 1.35 hoch 3 mal 9 Millionen € = 22,14 Millionen (!!)

22,14 Millionen Umsatz - Fixkosten 7,5 Millionen = ca 15 Millionen...

Konservativ gesehen, dass Onvista die 35% nicht immer wiederholen kann ...wie Google mit ihren 1000%... denke ich dass 10-15 Millionen Reingewinn nicht ganz absurd sind...

Es gibt ca 6,5 Millionen Aktien, bei 13 Millionen € jährlichen Gewinnes und Ausschüttung als Dividende wären dies 13/6,5=2 €.

Ausgegangen von einem superkonservativen KGV von 10 wie bei einem Dax-Wert = 20 €.

+ 6 Cash (die ich ebenfalls lieber als Sonderausschüttung hätte) = 26 €...
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hoffihoff
schrieb am 28.01.06 21:28:40
Beitrag Nr. 2 (19.929.822)
:rolleyes:
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taxbax
schrieb am 30.01.06 00:07:24
Beitrag Nr. 3 (19.952.252)
Okay, okay, widmen wir uns den Zahlen.

Zunächst einmal allgemein.
Es ist sehr schwierig festzustellen, was für einen Wert eine Aktie in drei Jahren haben wird. Da an der Börse Zukunft gehandelt wird, müßte man für die betreffende Aktie Prognosen über deren Gewinne in vier bis sieben Jahren treffen. Das ist in vielen Fällen schwierig, in den allermeisten Fällen auf seriöse Art unmöglich, besonders wenn es sich um einen Wert in einem Wachstumssektor handelt.
Ich werde Aussagen also nur dazu treffen, was Onvista heute mM nach wert ist.

Ist Onvista 26 € wert?

Zur Zeit nicht.
Ich mache es mir einfach, und führe nur auf, wo Deine Rechnung nicht stimmig ist.
Ich stimme mit Dir überein, daß es einen Skaleneffekt gibt. Dieser ist jedoch nicht so extrem, daß bei steigenden Umsätzen überhaupt kein Anstieg der Fixkosten mehr vorhanden ist. Proportional werden die Fixkosten abnehmen, jedoch nicht auf einmal für alle Ewigkeit auf Null.
Eine Fortschreibung des Umsatzwachstums ohne den geringsten Kostenanstieg ist utopisch.
Weiterhin werden die Jahreszahlen aufgrund des Sondereffektes des Teledata-Verkaufs insgesamt negativ sein. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die Börse die besonderen Umstände erkennt. Da Teledata bereits die Ertragswende geschafft hatte, geht zukünftig auch ein niedriger sechstelliger positiver Ergebnisbeitrag verloren.
Sofern es zu einer Sonderausschüttung kommt, stehen diese Mittel nicht mehr zur Erzielung von z. B. Zinseinnahmen zur Verfügung. Auch hier dürfte die Gewinnauswirkung im niedrigen sechsstelligen Bereich liegen.
Bei einer Sonderausschüttung rechne durch die o. g. Faktoren mit einer jährlichen Gewinnminderung von ca. 500.000,-- €. Damit verbliebe für 2005 ohne Sondereffekte ein Gewinn i. H. v. ca. 1.000.000,-- €.
Ich wiederhole mich, an der Börse wird die Zukunft gehandelt.
Bei einem überproportionalem Gewinnwachstum von 50 % in den folgenden drei Jahren lande ich im Jahre 2008 bei einem Gewinn von 3.375.000,-- €. Das sind wunderbarerweise ziemlich genau 0,50 € pro Aktie.
Bei einem KGV von 20, welches bei dem vorliegenden Umsatz- und Gewinnwachstum für mich die absolute Untergrenze bildet, komme ich zu einem Wert von 10,-- €.
Hinzuzurechnen sind die 6,-- € Cash, von denen wir ja ausgegangen sind, daß sie ausgeschüttet werden. Ansonsten würden sie entsprechend den Gewinn erhöhen.

Ich komme somit auf einen heutigen fairen Wert von mindestens 16,-- €.

Über die Dividende kann ich keine Prognose abgeben, ich halte es aber prinzipiell für ziemlich abwegig, gerade bei einem Technologiewert von einer Vollausschüttung auszugehen, die Dividende wird marginal bleiben.

Abschließend ist zu den Berechnungen zu sagen, daß sie den zur Zeit aktuellen Stand wiedergeben. Ich bin jedoch davon überzeugt, daß sie so nicht eintreffen werden, da ich eine hohe Wahrscheinlichkeit dafür sehe, daß Onvista in näherer Zukunft Zukäufe tätigen wird, die Neuberechnungen erforderlich machen.

Gruß Taxbax
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hschmitt2000
schrieb am 30.01.06 01:35:23
Beitrag Nr. 4 (19.952.561)
Danke taxbax für Deinen umfassenden Beitrag.

In ein paar Punkten stimmen wir überein, in anderen nicht:

1. Wir stimmen überein, dass an der Börse die Zukunft gehandelt wird. (Eine Abzinsung jeglicher zukünftiger Flüsse bis zum Liquidationserlös mit einem in der Zeit, je nach Marktlage, variierenden internen Zinsfuss)

2. Die Aktie hat Luft nach oben! ;) (Du glaubst dass sie jetzt schon 16 € kosten sollte und ich glaube dass sie in 3 Jahren 26 € kosten könnte, auch wenn das natürlich schwer vorherzusagen ist... aber das Stelle ich ja zur Diskussion...)

Ich bin anderer Meinung was folgende Punkte angeht:

1. Warum sollten die Fixkosten fast proportional ansteigen wenn Onvista mehr "Clicks" bekommt und so mehr Werbeeinahmen?? :confused: Neue Server etc. werden immer billiger... und die Personalkosten sollten bei mehr clicks auch nicht besonders ansteigen. Falls Dir eine konkrete Kostengruppe einfällt die sich bei Onvista bei mehr Clicks und Werbung "heftig" erhöht bitte spezifiziere sie...

2. Warum sollte man Gewinne nicht als Dividende auszahlen???:confused: Gehst Du davon aus dass Onvista immer mehr Geld bunkert, auch wenn es dafür keine lohnende Möglichkeit zum investieren gibt??? Das wäre betriebswirtschaftlicher Unsinn. Ausserdem haben die Haupt-Aktionäre auch schon über eine Sonderausschüttung eines guten Teils der im Moment vorhandenen 40 Millionen geredet... Falls der Pay-Out nur 50% wäre, bliebe immer noch eine Dividende von einem Euro... bei Zinsen im langfristigen Bereich von 3-5% könnte man auch so noch einen Kurs von 20 € (mit Sonderausschüttung) oder 26 € ohne Sonderausschüttung rechtfertigen. Das Risk-Premium würde durch eventuelle Wachstumsaussichten "bezahlt".

3. Die Teledata war meiner Meinung nach ein Klotz am Bein die erst vor kurzem erstmals einen mikrigen Beitrag geleistet hat (nach Jahren von Verlusten)... wer weiss wieviel Freude (Gewinne oder Verluste:p) die jetzigen Besitzer haben... Onvista hat auf jeden Fall bei 3% Zinsen so um die 500.000 € Nominalgewinn sicher ohne Verlustmöglichkeiten (ausser Inflation).

Wie auch immer... ich denke dass die Entscheidungen die die Geschäftsführung getroffen hat goldrichtig waren für Onvista. Das gute an der Börse/Wirtschaft ist dass man in 3 Jahren gucken kann was rausgekommen ist.. :)

Gruss.
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hschmitt2000
schrieb am 30.01.06 01:56:54
Beitrag Nr. 5 (19.952.595)
Im übrigen habe ich das mit dem Teledata-Verkauf als einmalige Ergebnisbelastung folgendermassen verstanden:

1. 500.000 € Abschreibung auf die Differenz zwischen Buchwert und Verkaufspreis der Teledata (17,5 versus 17 Millionen).

2. Rückstellungen von ca. 1 Million für irgendwelche abgegebenen Garantien von Onvista an die Käufer (keine Ahnung was das für Garantien waren). Diese Risiken müssten durch die Rückstellung abgedeckt sein, also kein zukünftiges Risiko für die Aktionäre beinhalten. Höchstens eine positive Überraschung, falls keine Garantieleistung eintritt und sie wieder aufgelöst werden können....

Falls jemand dazu genaueres weiss (oder ich mich in etwas geirrt habe) oder irgendwelche Quellen zu der Art und höhe der Garantie finden könnte wäre toll.

Gruss.
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taxbax
schrieb am 31.01.06 11:18:47
Beitrag Nr. 6 (19.971.060)
Zu den Fixkosten:

Es reicht nicht, ein Produkt einmal zu entwerfen, und es dann jahrelang unverändert zu vermarkten. Nimm doch einfach einmal SAP oder Microsoft. Nach Deiner Theorie haben die einmal das Programm geschrieben, der Rest ist Vertrieb. Wozu haben die bloß die F&E-Abteilungen:rolleyes:
Wenn man nur das Finanzportal betrachtet, so ist dort laufender Aufwand und Pflege nötig, zusätzlich aber muß auch in regelmäßigen Abständen ein Relaunch kommen, damit das Portal für die Besucher interessant und auf dem neuesten Stand der Technik bzw. Darstellung bleibt, ansonsten haben Wettbewerber einen "frischeren" Auftritt.
Ich gebe ja zu, daß die Ertragsmarge zunimmt, aber ich habe noch von keinem Unternehmen im Technologiebereich gehört, welches bei stärkerem Interesse an den eigenen Dienstleistungen und Produkten nicht auch einen Teil dieser zusätzlichen Erträge wiederum in neue Bereiche bzw. Aktualisierungen stecken mußte.
Außerdem finde ich nicht, daß bei meiner Berechnung die Fixkosten fast proportional zum Umsatz ansteigen, ich gehe von einem 50 % höheren Gewinn gegenüber dem Umsatzwachstum aus, das halte ich nicht für wenig.

Zu den Dividenden:

Bei einem extrem hohen Cashbestand kann sich eine einmalige Sonderausschüttung, z. B. der Hälfte dieses Cashs, anbieten, um wieder vernünftige Bilanzrelationen hinzubekommen, bevor man sich bei irgendwelchen Zukäufen verhebt, die Firma zu schnell wächst oder das Geld einfach mehr oder minder sinnvoll verpulvert.
Bei einem Technologiewert den laufenden Gewinn zu einem großen Teil auszuschütten ist in den meisten Fällen kontraproduktiv. Wir haben es hier mit schnell wachsenden Unternehmen in volatilen Märkten zu tun. Die Möglichkeiten zu Übernahmen bzw. zu Geschäftsausweitungen ergeben sich viel häufiger als z. B. bei einem Rohstoffwert oder einem Versorger. Es wäre schizophren, die Gewinne vollständig auszuschütten und dann alle 2, 3 Jahre eine Kapitalerhöhung durchzuführen.

Teledata:

Verkauf hat die Sache übersichtlich gemacht, da stimme ich Dir zu. Sichere Zinseinnahmen von 3 % auf Tagesgeld in dieser Größenordnung gibt es aber zur Zeit nirgends.

Bzgl Rückstellung:

So wie ich das verstanden habe, ist ein kleiner Teil des Kaufpreises einbehalten worden von den neuen Eigentümern. Diese werden bei zufriedenstellendem Geschäftsverlauf von Teledata in den nächsten Jahren schrittweise gezahlt.


Gruß Taxbax
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hschmitt2000
schrieb am 31.01.06 20:56:20
Beitrag Nr. 7 (19.981.876)
Also bei den Fixkosten kommen wir einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner:

Hat Onvista denn im Moment kein F&E oder R&D?:rolleyes: Mit den jetzigen Millionen entwickelt sich doch die Seite prächtig! Und Onvista ist mit diesen Mitteln allen anderen Meilen voraus! Und das Design verändern sollte auch nicht soviel kosten, höchstens "Clicks" wenn den Usern das neue Outfit weniger gefällt... (So wie Onvista jetzt ist bin ich hochzufrieden, ist besser als alle anderen Finanzseiten im Layout, kein Änderungsbedarf).

Ich bleib dabei... wenn der Umsatz 35% auf 12,15 Millionen steigt, möchte ich die Kosten weiterhin bei 7,5 Millionen sehen. Alles andere wäre für mich ein schlechtes Management der Firma... Also ich wünsche mir einen Gewinn nächstes Jahr von 4,65 Millionen € :P.


Zu Verwendung von Gewinn & Einlagen/Rücklagen:
Bei Rohstoffwerten gibt es weniger Übernahmemöglichkeiten? Mittal will gerade für 28 Mrd. Arcelor übernehmen, Ölfirmen fusionieren die ganze Zeit (Chevron Texaco z.B.) etc..
Und bei Technologiefirmen muss man unbedingt irgendwas übernehmen?? Gerade bei Technologiefirmen gibt es ne Menge Müll. Google ist auch nicht grossgeworden durch Übernahmen oder Milliardeninvestitionen... die machen sie erst jetzt um irgendwas mit der IPO-Kohle anzufangen. Das einzig profitable im Moment bleibt dort die Suchmaschine und ihrem Adsense, dass es schon vorher gab... weil es geniale Konzepte sind.

Im Bereich von Onvista würde mir wirklich nichts einfallen was Onvista nötig hätte zu übernehmen, oder von wem Onvista etwas lernen könnte...
Ich kenne Leute die sprechen kein Deutsch und verwenden Onvista um Aktien- und Options- Informationen zu bekommen!!:eek:
Es kann sich jeder selber fragen: würdet Ihr eine Finanz-Webseite in Polnisch benutzen ohne Polnisch zu verstehen?? Wieviel besser muss die Webseite seien, damit ihr sie in Polnisch benutzt??:look: Und ich will wirklich nicht pushen... das hat die Aktie gar nicht nötig... ;)

Gruss!
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hschmitt2000
schrieb am 01.02.06 22:38:08
Beitrag Nr. 8 (20.003.014)
Das einzige was Onvista einbauen könnte und was ich wirklich dort vermisse, ist die Möglichkeit "Foren" wie hier zu den Aktien einzurichten in einer Unter-Funktion "Diskussionen" bei den jeweiligen Aktien...

Aber ich denke dass mit 50.000 € man diese Funktion leicht anbauen könnte...:lick:

Besser könnt ich mir Onvista dann nicht mehr vorstellen... ;)
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taxbax
schrieb am 03.02.06 12:16:12
Beitrag Nr. 9 (20.026.632)
Nächster Angriff auf die 10,-- € :)
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OMH96
schrieb am 03.02.06 16:38:53
Beitrag Nr. 10 (20.031.648)
juchu, die 10 Euro sind geknackt! Aktuell bei 10,10 Euro xetra!:cool: