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Die europäischen Aktienmärkte gingen am Freitag uneinheitlich ins Wochenende. Die Börsen Europas konnten sich damit den schwachen US-Vorgaben nicht entziehen. Im Fokus standen mehrere Übernahmen bzw. entsprechende Pläne.
Die Papiere von Vodafone verloren in London knapp 0,8 Prozent. Damit konnten die Tageshöchststände nicht gehalten werden. Wie der Mobilfunkkonzern heute bekannt gab, verkauft man seine Tochter Vodafone Japan an den japanischen Internetkonzern Softbank für insgesamt 8,9 Mrd. Britische Pfund (GBP).
Um mehr als 10 Prozent preschten Body Shop-Aktien vor. Auslöser für den Kurssprung war die Nachricht, dass der französische Kosmetikkonzern L´Oréal, der in Paris leicht abgab, den britischen Einzelhändler für Schönheitsprodukte für rund 652 Mio. GBP übernehmen wird.
Ein besonderes Augenmerk warfen die Börsianer heute auch auf den Versicherungssektor. In Zürich schießen Papiere des Versicherungskonzerns Zurich Financial um rund 5 Prozent nach oben. Einem Pressebericht zufolge befindet man sich in Fusionsgesprächen mit dem amerikanischen Mitbewerber St. Paul Travelers. Vor diesem Hintergrund gewannen Anteilsscheine von Swiss Life fast 4 Prozent, die von AXA in Paris knapp 0,7 Prozent sowie die von Aegon in Amsterdam fast 4 Prozent. Des Weiteren tendieren auch die britischen Versicherer deutlich im Plus. Nach der Präsentation von Geschäftszahlen preschten Legal & General um rund 7 Prozent nach oben. An die starken Vortagesgewinne knüpften auch Papiere von Royal & Sun Alliance an, Prudential kletterten einen nach den Zahlen um satte 7 Prozent.
Dow Jones EURO STOXX 50: 3.832,43 (-0,19 Prozent)
Dow Jones STOXX 50: 3.524,45 (-0,25 Prozent)
EURONEXT 100: 885,16 (+0,34 Prozent)
Unternehmensmeldungen:
Der britische Mobilfunkkonzern Vodafone Group plc (ISIN GB0007192106/ WKN 875999) verkauft ihrer japanischen Tochter Vodafone Japan an das japanische Internet-Unternehmen Softbank Corp. (ISIN JP3436100006/ WKN 891624) Wie beide Unternehmen heute mitteilten, beläuft sich der Verkaufspreis auf rund 1,8 Bio. Japanische Yen (JPY) oder 8,9 Mrd. Britische Pfund (GBP). Nach Abschluss der Transaktion wird Softbank 97,7 Prozent an dem drittgrößten Mobilfunkbetreibers in Japan, der mehr als 15 Millionen Kunden zählt, halten. Wie Vodafone weiter mitteilte, werden von der Kaufsumme 6,8 Mrd. GBP nach Abschluss der Transaktion in bar bezahlt, von denen 6 Mrd. GBP an die Aktionäre ausgeschüttet werden sollen. Zudem erhält der britische Mobilfunkbetreiber eine Beteiligung an der Softbank-Tochter, die Vodafone Japan übernehmen wird.
Die französische L´Oréal S.A (ISIN FR0000120321/ WKN 853888), der größte Kosmetikkonzern der Welt, meldete heute, dass sie die britische Body Shop International plc (ISIN GB0001083137/ WKN 870803), einen Einzelhändler für Schönheitsprodukte, für rund 652 Mio. Britische Pfund (GBP) übernehmen wird. Im Rahmen der Transaktion erhalten Aktionäre von Body Shop für jeden ihrer Anteilsscheine 300 Pence, was einer Prämie von 12 Prozent auf den gestrigen Schlusskurs entspricht. Body Shop erzielte im vergangenen Geschäftsjahr Umsätze von 419 Mio. GBP.
Der amerikanische Versicherungskonzern St. Paul Travelers Cos. Inc. (ISIN US7928601084/ WKN 860083) befindet sich Presseangaben zufolge derzeit in Fusionsgesprächen mit der Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919). Wie das \"Wall Street Journal\" unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet, befinden sich die Verhandlungen jedoch noch in einem frühen Stadium und könnten dabei auch ohne Ergebnis enden. Außerdem gab das \"WSJ\" hohe wettbewerbsrechtliche Hürden bezüglich eines möglichen Zusammenschlusses der beiden Versicherungsgesellschaften zu bedenken.
Der französische Reifenhersteller Compagnie Générale d. Etablissements Michelin SCPA (ISIN FR0000121261/ WKN 850739) wird seine Beteiligung an der in Südkorea ansässigen Hankook Tire Co. Ltd. weiter aufstocken. Wie Michelin heute bekannt gab, wird man im Rahmen einer von Hankook platzierten Kapitalerhöhung zwei Millionen Aktien des Konzerns übernehmen. Der Kaufpreis wurde in diesem Zusammenhang auf 26 Mio. US-Dollar beziffert. Dadurch erhöht sich die Beteiligung von Michelin an Hankook um 1,3 Prozent auf insgesamt 6,3 Prozent. Michelin und Hankook haben im Jahr 2003 einen Kooperationsvertrag geschlossen, der unter anderem eine Zusammenarbeit beider Reifenhersteller auf verschiedenen Geschäftsfeldern beinhaltet. Des Weiteren beinhaltet der Vertrag, dass Michelin seine Beteiligung an Hankook im Laufe der Zeit auf bis zu 10 Prozent ausbauen kann.
Der britische Flughafenbetreiber BAA plc (ISIN GB0000673409/ WKN
873580) hat ein Übernahmeangebot der spanischen Grupo Ferrovial
S.A. (ISIN ES0162601019/ WKN 922041) zurückgewiesen. Wie der größte
britische Flughafenbetreiber am Freitag bekannt gab, wurde BAA von
einem Konsortium unter der Führung des spanischen Baukonzerns
darüber informiert, dass man ein Barangebot in Höhe von 810 Pence
je Aktie für den Flughafenkonzern beabsichtigt. Das Board of
Directors von BAA hat die geplante Offerte jedoch mit dem Hinweis
zurückgewiesen, dass das Angebot nicht den wahren Wert des
Flughafenbetreibers wieder spiegelt, und somit nicht im Interesse
der Aktionäre sein kann.
Wertpapiere des Artikels:
ST. PAUL COMPANIES, INC (THE)
BODY SHOP INTERNATIONAL PLC (THE)
VODAFONE GROUP PUBLIC LIMITED COMPANY
BAA PLC
COMPAGNIE GENERALE DES ETABLISSEMENTS
MICHELIN
GRUPO FERROVIAL, S.A.
SOFTBANK CORPORATION
L´
ZURICH FINANCIAL SERVICES
Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media
GmbH),19:38 17.03.2006
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