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Die US-Märkte konnten am Freitag mit leichten Zugewinnen ins Wochenende gehen. Im Fokus standen zum Wochenschluss einige Wirtschaftsdaten. Die vorbörslich veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion im Februar lagen nur am unteren Rahmen der Erwartungen, so stieg diese nur um 0,7 Prozent an. Die Kapazitätsauslastung lag dagegen mit 81,2 Prozent leicht unter den Prognosen der Volkswirte. Der vorläufige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan fiel indes mit 86,7 doch merklich schwächer als in Aussicht gestellt aus.
Für Aufsehen sorgte am Vorabend der weltgrößte Automobilhersteller General Motors. Wie der Konzern mitteilte, fiel im abgelaufenen Fiskaljahr 2005 ein höherer Verlust als ursprünglich angegeben an. Demnach belief sich der Fehlbetrag auf 10,6 Mrd. Dollar statt auf 8,6 Mrd. Dollar, was mit Sondereffekten in Zusammenhang mit dem Antrag auf Gläubigerschutz des Automobilzulieferers Delphi zusammenhängt. Die Marktteilnehmer reagierten durchaus verschreckt auf die Meldung und schickten GM-Aktien fast 5 Prozent in den Keller.
Dagegen preschten Papiere des Chip-Hersteller Rambus deutlich vor. Wie der Konzern bekannt gab, konnte man ein Lizenzabkommen mit dem Technologiekonzern IBM schließen. Während Papiere von IBM aber nur leicht zulegen konnten, rückten die von Rambus an der NASDAQ um kräftige 5,5 Prozent vor. Über 1 Prozent schwächer tendierten Anteilsscheine des Versicherungskonzerns AIG, nachdem dieser für das vergangene Quartal einen Gewinnrückgang ausweisen musste. Indes gaben die Aktien des Mitbewerbers St. Paul Travelers, der sich Presseangaben zufolge in Fusionsgesprächen mit Zurich Financial Services befindet, fast 3 Prozent nach.
Deutlich aufwärts ging es dagegen heute beim Biotechnologieunternehmen Genentech. Hier sorgte die Aussage, im Geschäftsjahr 2006 ein Gewinnwachstum von 40 bis 50 Prozent (ohne Sondereffekte) erzielen zu wollen für ein Kursplus von mehr als 6 Prozent. Zudem erfreute der Konzern mit positiven Aussichten für die kommenden Jahre.
Der Dow Jones Industrial Average schloss am Freitag mit einem Plus von 0,24 Prozent bei 11.279,73 Zählern. Der NASDAQ Composite ging mit einem Plus von 0,30 Prozent auf 2.306,48 Punkte aus dem Handel.
Der Automobilkonzern General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052/ WKN 850000) musste für das abgelaufene Fiskaljahr 2005 einen höheren Verlust als ursprünglich angegeben ausweisen. Wie der weltweit größte Automobilkonzern am Donnerstagabend bekannt gab, belief sich das Minus im abgelaufenen Fiskaljahr 2005 auf insgesamt 10,6 Mrd. Dollar bzw. 18,69 Dollar je Aktie. Zuvor hatte General Motors einen Verlust von 8,6 Mrd. Dollar bzw. 15,13 Dollar je Aktie ausgewiesen. Die Revision des Jahresergebnisses 2005 war aufgrund von Sondereffekten in Zusammenhang mit dem Antrag auf Gläubigerschutz des Automobilzulieferers Delphi Corp. (ISIN US2471261055/ WKN 918726) sowie höherer Restrukturierungsaufwendungen in Zusammenhang mit den Geschäftsaktivitäten in Nordamerika notwendig geworden. Außerdem musste General Motors eine Goodwill-Abschreibung in Höhe von 439 Mio. Dollar auf die General Mortgage Acceptance Corp (GMAC) vornehmen. In Zusammenhang mit den Restrukturierungen in Nordamerika beziffert der Automobilhersteller nun die im Jahr 2005 angefallenen Sonderbelastungen auf 1,7 Mrd. Dollar, nachdem man zuvor negative Einmaleffekte in Höhe von 1,3 Mrd. Dollar ausgewiesen hatte. Die Einmalbelastungen in Zusammenhang mit dem Antrag auf Gläubigerschutz von Delphi wurden von zunächst 2,3 Mrd. Dollar auf 3,6 Mrd. Dollar nach oben revidiert. Zugleich gab der Konzern bekannt, dass sich die Vorlage der endgültigen Geschäftszahlen für das Fiskaljahr 2005 bei der amerikanischen Wertpapieraufsichtsbehörde aufgrund laufender Bilanzierungsuntersuchungen in Zusammenhang mit einer Tochter der GMAC verzögern wird.
Der Versicherungskonzern American International Group Inc. (AIG) (ISIN US0268741073/ WKN 859520) verbuchte im vierten Quartal aufgrund hoher Schadensbelastungen in Zusammenhang mit Wirbelstürmen sowie Sonderbelastungen aus Gerichtsvergleichen einen Ergebnisrückgang. Wie der Versicherungskonzern am Donnerstagabend bekannt gab, lag der Nettogewinn im Berichtszeitraum bei 444 Mio. Dollar bzw. 17 Cents je Aktie, nach 1,61 Mrd. Dollar bzw. 62 Cents Aktie im Vorjahreszeitraum. Das Ergebnis im Berichtsquartal beinhaltet dabei Sonderbelastungen in Höhe von 1,15 Mrd. Dollar aus einem Vergleich in Zusammenhang mit einem Bilanzierungsskandal sowie negative Sondereffekte in Höhe von 1,19 Mrd. Dollar nach Steuern in Zusammenhang mit der Aufstockung von Rückstellungen. Auf bereinigter Basis wurde für das vierte Quartal 2005 ein Nettogewinn von 376 Mio. Dollar bzw. 14 Cents je Aktie ausgewiesen. Analysten hatten zuvor ein EPS von 24 Cents je Aktie erwartet. Für das laufende Quartal erwarten Analysten ein EPS von 51 Cents je Aktie.
Der Versicherungskonzern St. Paul Travelers Cos. Inc. (ISIN US7928601084/ WKN 860083) befindet sich Presseangaben zufolge derzeit in Fusionsgesprächen mit der Zurich Financial Services (ISIN CH0011075394/ WKN 579919). Wie das \"Wall Street Journal\" unter Berufung auf gut informierte Kreise berichtet, befinden sich die Verhandlungen jedoch noch in einem frühen Stadium und könnten dabei auch ohne Ergebnis enden. Außerdem gab das \"WSJ\" hohe wettbewerbsrechtliche Hürden bezüglich eines möglichen Zusammenschlusses der beiden Versicherungsgesellschaften zu bedenken.
Der Technologiekonzern International Business Machines Corp. (IBM) (ISIN US4592001014/ WKN 851399) hat mit dem Chip-Hersteller Rambus Inc. (ISIN US7509171069/ WKN 906870) ein Lizenzabkommen vereinbart. Wie Rambus heute bekannt gab, wird IBM im Rahmen der geschlossenen Vereinbarung Prozessoren und Chipsätze auf Basis der von Rambus entwickelten FlexIO-Processor Bus- und XDR-Memory Interface- Technologien herstellen. Finanzielle Einzelheiten der Vereinbarung wurden nicht bekannt gegeben.
Der Zigarettenhersteller Vector Group Ltd. (ISIN US92240M1080/ WKN 874420) verbuchte im vierten Quartal aufgrund der starken operativen Entwicklung im Kerngeschäft einen Gewinnanstieg. Wie der Tabakkonzern heute bekannt gab, lag der Nettogewinn im Schlussquartal bei 18,8 Mio. Dollar bzw. 40 Cents je Aktie, nach 10,9 Mio. Dollar bzw. 24 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum. Bereinigt um Einmaleffekte lag der Gewinn aus den fortgeführten Geschäftsaktivitäten im Schlussquartal bei 11,0 Mio. Dollar bzw. 23 Cents je Aktie. Der Konzernumsatz verbesserte sich von 128,0 Mio. Dollar auf 136,2 Mio. Dollar.
Der Medienkonzern Viacom Inc. (ISIN US9255243084/ WKN 880486) hat seine Filmbibliothek der Paramount Pictures´ DreamWorks LLC an ein aus der Soros Strategic Partners LP und Dune Entertainment II LLC bestehendes Konsortium verkauft. Wie Viacom heute mitteilte, beläuft sich der Kaufpreis auf 900 Mio. Dollar. Der Abschluss der Transaktion ist für April vorgesehen. In der veräußerten Bibliothek sind insgesamt 59 Filme enthalten. Nicht Umfang der Transaktion sind Musik-, Merchandising- sowie Fortsetzungsrechte, die weiter bei Viacom liegen. Zudem behält Viacom eine Minderheitsbeteiligung an der Bibliothek und kann diese nach einer Laufzeit von fünf Jahren zum bis dahin gültigen Marktwert zurückkaufen.
Die Genentech Inc. (ISIN US3687104063/ WKN 924632) erwartet im
Geschäftsjahr 2006 ein Gewinnwachstum von 40 bis 50 Prozent (ohne
Sondereffekte). Dies teilte das US-Biotechnologieunternehmen heute
mit. Zudem erklärte Genentech bis 2010 ein durchschnittliches
jährliches Ergebniswachstum von 25 Prozent (ohne Sondereffekte) zu
erzielen. Der Free Cash-flow soll sich auf 12 Mrd. Dollar belaufen.
Des Weiteren sollen 15 neue Hauptprodukte bzw. Indikationen
gefunden werden. Genentech strebt ferner an, die Nummer eins auf
Umsatzbasis auf dem US-Onkologiemarkt zu werden. Die Analysten
erwarten derzeit für das laufende Quartal ein EPS von 41 Cents. Für
das Gesamtjahr 2006 sehen die Analysten derzeit das EPS bei 1,82
Dollar.
Wertpapiere des Artikels:
ST. PAUL COMPANIES, INC (THE)
RAMBUS INC
INTERNATIONAL BUSINESS MACHINES
CORPORATION
GENENTECH INC
AMERICAN INTERNATIONAL GROUP, INC.
VIACOM INCORPORATED
GENERAL MOTORS CORPORATION
DELPHI CORPORATION
Wall Street
Wall Street
Autor: SmartHouseMedia (© wallstreet:online AG / SmartHouse Media
GmbH),22:08 17.03.2006
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