Antwort auf Beitrag Nr.:
22.547.579 von alphashare am 12.07.06
18:43:25Heuschrecken wollen Post zerschlagen
Namhafte Investmentbanken empfehlen privaten Finanzinvestoren, die
Deutsche Post (ISIN DE0005552004) vollständig zu übernehmen und zu
zerschlagen. Wie die "WirtschaftsWoche" in ihrer neuesten Ausgabe
berichtet, würden die verschiedenen Geschäftsbereiche des
Logistikriesen einzeln an die Böse gebracht oder an Investoren
verkauft, deutlich mehr bringen als der Konzern derzeit wert
ist.
Was die Einzelteile wert wären
Nach Berechnungen einer namhaften US-Investmentbank, die der
Wirtschaftswoche vorliegen, ließen sich die Briefsparte der Post
für gut 15 Milliarden Euro und das Express- sowie das
Logistikgeschäft jeweils für rund zehn Milliarden verkaufen. Dazu
kämen weitere acht Milliarden für den 67-prozentigen Anteil an der
Postbank.
Zwölf Milliarden Gewinn
Mit den Steuerersparnissen durch Verlustvorträge sowie den
Nettoschulden und Pensionsverpflichtungen ergäbe sich ein
Gesamterlös für die einzelnen Sparten von 37,5 Milliarden Euro. Das
wären gut zwölf Milliarden mehr als der heutige Börsenwert von 25
Milliarden Euro.
Gemeinsame Sache machen
Wegen der Größe des Gesamtpakets, so die Investmentbank, müssten
Investoren bei einer Totalübernahme allerdings einen Zuschlag von
vermutlich 20 bis 25 Prozent, also einen Gesamtpreis von bis zu 31
Milliarden Euro, bezahlen. Dies könnten
Private-Equity-Gesellschaften und Hegde Fonds nach Meinung von
Experten durchaus stemmen, wenn sich vier oder fünf von ihnen
zusammen schließen. Bei einer Übernahme würde dem Bund
schätzungsweise ein niedriger einstelliger Milliardenbetrag
zufließen.
Innerhalb eines Jahres
Die "WirtschaftsWoche" zitiert einen Top-Investmentbanker mit den
Worten: "Bei der nächsten Gelegenheit, in drei bis zwölf Monaten,
wird ein Vierer- oder Fünferclub zuschlagen."