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SMARTRAC morgen an der Börse kaufen? Bis zu welchem Kurs? ( Seite 61)
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Smartrac
WKN: A0JEHN
ISIN: NL0000186633
Symbol: SM7
Frankfurt (EUR), 25.05.12 | 09:59
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schrieb am 22.12.11 14:14:37
SMARTRAC N.V. beschließt Kapitalerhöhung
SMARTRAC N.V. / Schlagwort(e): Kapitalerhöhung
19.12.2011 14:59
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG,
übermittelt durch
die DGAP - ein Unternehmen der EquityStory AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
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Amsterdam, 19. Dezember 2011 - Der Vorstand der SMARTRAC N.V.
(Börsenkürzel
SM7), ein führender Entwickler, Hersteller und Zulieferer von
RFID-Transpondern, hat beschlossen, das Grundkapital der
Gesellschaft von
EUR 8.167.498,50 (16.334.997 Inhaberaktien) auf EUR 8.872.044
(17.744.088
Inhaberaktien) durch die Ausgabe von 1.409.091 Inhaberaktien mit
einem
Nennwert von EUR 0,50 zu erhöhen. Bezugsrechte der Aktionäre
sollen
ausgeschlossen werden. Die Kapitalerhöhung soll auf der Grundlage
des in
der Satzung der SMARTRAC N.V. vorgesehenen autorisierten
Aktienkapitals
durchgeführt werden
Die Mehrheitseigner der SMARTRAC N.V., OEP und Manfred Rietzler,
haben sich
bereit erklärt, die Aktien als Zeichen für ihr starkes Commitment
dem
Unternehmen gegenüber zu zeichnen. Manfred Rietzler, Mitgründer
des
Unternehmens und Aufsichtsratsmitglied der SMARTRAC N.V.wird
136.364 neue
Aktien zeichnen und OEP Technologie B.V. wird 1.272.727 neue Aktien
zu
einem Preis von EUR 11.00 in bar zeichnen.
SMARTRAC fließt aus der Kapitalerhöhung ein Bruttoemissionserlös in
Höhe
von ca. EUR 15,5 Millionen zu. Das Unternehmen beabsichtigt, mit
dem
Emissionserlös die Akquisition der Neology, Inc. zu
finanzieren.
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Informationen und Erläuterungen des Emittenten zu dieser
Mitteilung:
Über SMARTRAC:
SMARTRAC ist ein führender Entwickler, Hersteller und Zulieferer
von
RFID-Komponenten für eine große Bandbreite von Anwendungen in
allen
gängigen Frequenzstandards. Das Unternehmen fertigt
Standardprodukte sowie
an Kundenanforderungen angepasste Transponder für das
öffentliche
Verkehrswesen, Zutrittskontrolle, RFID-basierte Wegfahrsperren,
Tieridentifikation, Bibliotheken, Industrie und Logistik.
SMARTRAC ist ein weltweit führender Anbieter von qualitativ
hochwertigen
RFID Inlays für elektronische Reisepässe (e-Pass), kontaktlosen
Kreditkarten (e-Payment) sowie von RFID Transpondern für
Anwendungen im
öffentlichen Verkehrswesen. SMARTRAC wurde im Jahr 2000 gegründet.
Seit dem
Börsengang im Juli 2006 firmiert SMARTRAC N.V. als
Aktiengesellschaft unter
niederländischem Recht mit Sitz in Amsterdam. Das Unternehmen
beschäftigt
derzeit etwa 3.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und besitzt
weltweit
Standorte für Forschung und Entwicklung, Produktion und
Vertrieb.
Forward-looking Statements:
Soweit diese Ad hoc Mitteilung zukunftsgerichtete Aussagen
enthält,
basieren diese auf Annahmen, Planungen und Prognosen zum Zeitpunkt
der
Veröffentlichung dieser Ad hoc Mitteilung. Zukunftsgerichtete
Aussagen sind
stets mit Ungewissheiten verbunden. Betriebs- und
volkswirtschaftliche
Risiken und Entwicklungen, das Verhalten von Wettbewerbern,
politische
Entscheidungen und weitere Faktoren können dazu führen, dass
die
tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den Annahmen, Planungen
und
Prognosen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Ad hoc
Mitteilung
abweichen werden. Die SMARTRAC N.V. übernimmt daher keinerlei
Gewähr für in
dieser Ad hoc Mitteilung enthaltene zukunftsgerichtete Aussagen.
Darüber
hinaus übernimmt die SMARTRAC N.V. keine Verpflichtung, die in
dieser Ad
hoc Mitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen zu
aktualisieren.
Ihre Fragen beantwortet:
Tanja Moehler
SMARTRAC N.V.
Head of Corporate Communications & Marketing
Tel: +31 20 30 50 157
Email: tanja.moehler@smartrac-group.com
Internet: www.smartrac-group.com
19.12.2011 Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche
Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und
Pressemitteilungen.
DGAP-Medienarchive unter www.dgap-medientreff.de und
www.dgap.de
---------------------------------------------------------------------------
Sprache: Deutsch
Unternehmen: SMARTRAC N.V.
Strawinskylaan 851
1077 XX Amsterdam
Niederlande
Telefon: +31 20 30 50 157
Fax: +31 20 30 50 155
E-Mail: investor.relations@smartrac-group.com
Internet: www.smartrac-group.com
ISIN: NL0000186633
WKN: A0JEHN
Börsen: Regulierter Markt in Frankfurt (Prime Standard);
Freiverkehr
in Berlin, Düsseldorf, München, Stuttgart
Ende der Mitteilung DGAP News-Service
schrieb am 22.12.11 14:17:02
Enge Partnerschaft mit UPM
Autor: 4investors
| 22.12.2011, 09:10 | 71 Aufrufe | 0 | druckversion
Smartrac und UPM-Kymmene aus Finnland werden Partner. Smartrac
übernimmt von den Finnen das RFID-Geschäft. Im Gegenzug wird UPM
indirekt Aktionär von Smartrac. Die Kartellbehörden müssen der
Vereinbarung noch zustimmen. Künftig soll UPM indirekt 10,6 Prozent
an Smartrac halten.
Für UPM arbeiten weltweit rund 24.500 Personen. Zuletzt lag der
Umsatz bei 10 Milliarden Euro
schrieb am 23.12.11 13:15:45
DGAP-DD: SMARTRAC N.V. deutsch
Mitteilung über Geschäfte von Führungspersonen nach §15a WpHG
Directors'-Dealings-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den
Inhalt der Mitteilung ist der Mitteilungspflichtige verantwortlich.
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Angaben zum Mitteilungspflichtigen Name: Rietzler Vorname: Manfred
Firma: SMARTRAC N.V.
Funktion: Verwaltungs- oder Aufsichtsorgan
Angaben zum mitteilungspflichtigen Geschäft
Bezeichnung des Finanzinstruments: Aktie ISIN/WKN des
Finanzinstruments: NL 0000186633 Geschäftsart: Kauf im Rahmen einer
Kapitalerhöhung Datum: 19.12.2011 Kurs/Preis: 11,00 Währung: EUR
Stückzahl: 136364 Gesamtvolumen: 1500004 Ort: ausserbörslich
Zu veröffentlichende Erläuterung:
Der Vorstand der SMARTRAC N.V. hat am 19. Dezember 2011 bekannt
gegeben, das Grundkapital der Gesellschaft von EUR 8.167.498,50
(16.334.997 Inhaberaktien) auf EUR 8.872.044 (17.744.088
Inhaberaktien) durch die Ausgabe von 1.409.091 Inhaberaktien mit
einem Nennwert von EUR 0,50 zu erhöhen. Bezugsrechte der Aktionäre
sollen ausgeschlossen werden. Die Kapitalerhöhung soll auf der
Grundlage des in der Satzung der SMARTRAC N.V. vorgesehenen
autorisierten Aktienkapitals durchgeführt werden Die
Mehrheitseigner der SMARTRAC N.V., OEP und Manfred Rietzler, haben
sich bereit erklärt, die Aktien als Zeichen für ihr starkes
Commitment dem Unternehmen gegenüber zu zeichnen. Manfred Rietzler,
Mitgründer des Unternehmens und Aufsichtsratsmitglied der SMARTRAC
N.V.wird 136.364 neue Aktien zeichnen und OEP Technologie B.V. wird
1.272.727 neue Aktien zu einem Preis von EUR 11.00 in bar zeichnen.
schrieb am 12.01.12 14:43:59
Die Smartrac-Aktie ist schon lange auf der Watchlist für das
Miodepot. Seit Monaten bewegt sie sich seitwärts und ist nun
charttechnisch in einer sehr interessanten Ausgangsposition (vgl.
Bloomberg-Chart unten). Überspringt sie den horizontalen Widerstand
bei 12 €, könnte sie schnell in Richtung der 200-Tagelinie gehen,
die derzeit bei 13,80 verläuft.
Vor fast eineinhalb Jahren gab es von der OEP Technologie ein
Übernahmeangebot zum Preis von 20 €. Die Aktie sprang daraufhin
Ende August 2010 sofort auf dieses Niveau (vgl. Bloomberg-Chart
unten). Nach langer Seitwärtsbewegung bröckelte sie im vergangenen
Jahr sukzessive ab bis auf fast die Hälfte des Übernahmepreises.
Seither bewegt sie sich seitwärts. Das Unternehmen ist ein
führender Entwickler, Hersteller und Zulieferer von
RFID-Komponenten. RFID, also radio-frequency identification, ist
die Identifizierung von Gegenständen oder Lebewesen mit Hilfe
elektromagnetischer Wellen. Die Anwendungsfelder sind vielfältig,
z.B. im öffentlichen Verkehrswesen, bei der Zutrittskontrolle, in
Industrie und Logistik. Smartrac ist Weltmarktführer für
RFID-Inlays für elektronische Reisepässe (e-Pass), für kontaktlose
Kreditkarten (e-Payment) sowie RFID-Transponder für Anwendungen im
öffentlichen Verkehrswesen. Das Potential für RFID-Anwendungen ist
enorm. Studien prognostizieren für die nächsten 10 Jahre jährliche
Wachstumsraten von 13%. Die Umsätze sollen von 5,6 Mrd. $ in 2010
auf 24 Mrd. $ in 2021 wachsen. Zuletzt hat Smartrac den Bereich
durch die Übernahme von KSW Microtec gestärkt, die von der
Deutschen Effecten- und Wechsel-Beteiligungsgesellschaft gekauft
wurden. Finanziert wurde die Maßnahme durch eine Kapitalerhöhung
bei 11 € im Dezember. Positiv ist auch die schneller als erwartet
geschaffte Wiederaufnahme der Produktion in Thailand seit Anfang
Dezember. Im Oktober musste die Betriebsstätte aufgrund der
verheerenden Überschwemmungen in Thailand geschlossen werden.
Bereits in diesem Monat soll die volle Produktionskapazität wieder
hergestellt werden.
Aktuell beträgt der Free Float bei der Aktie, die eine
Marktkapitalisierung von 205 Mio. € aufweist, nur 3,4%. Nach dem
Übernahmeangebot sind 87% im Besitz von OEP, 9,6% hält noch der
Mitgründer Manfred Rietzler. Ein Squeeze-out sollte eigentlich nur
eine Frage der Zeit sein. Die Preise dürften dann aber deutlich
über den derzeitigen Niveaus liegen.
schrieb am 12.01.12 15:01:10
Zitat von shehlEin
Squeeze-out sollte eigentlich nur eine Frage der Zeit sein. Die
Preise dürften dann aber deutlich über den derzeitigen Niveaus
liegen.
Siehe Beitrag #592. Bevor man darauf spekuliert, sollte man
zweifelsfrei abklären, ob dies überhaupt möglich ist.
schrieb am 15.02.12 16:16:40
Die rechtliche Zulässigkeit eines squeeze out für niederländischem
Recht unterliegenden BV und NV ist zweifelsfrei geklärt.
Selbstverständlich geht so etwas und wird auch regelmäßig
praktiziert, vgl. z.B. nur Teleplan. Entgegenstehende angebliche
Aussagen einer IR zeugen entweder von Inkompetenz oder
Täuschungsabsicht.
Honi soit qui mal y pense.
Alles wird gut
Gruß LK
schrieb am 15.02.12 18:53:50
Nachdem die Kapitalerhöhung zum Kurs von 11 Euro durchgeführt und
von den Hauptaktionären gezeichnet wurde, scheint wohl die im
damaligen Übernahmeangebot gebotenen 20 Euro pro Aktie auch
aufgrund der größeren Aktienanzahl mittlerweile überholt.
Komisch ist, dass der Kurs deutlich unter das Niveau der
Kapitalerhöhung (11 Euro) gefallen ist und trotz des niedrigen
Streubesitzes immer wieder Verkaufsdruck aufkommt. Der Abwärtstrend
ist leider voll intakt. Ich persönlich habe keine Ahnung, ob das
bei den geringen Stückzahlen aussagekräftig ist oder ob der
Kursrückgang einen fundamentalen Hintergrund hat.
Ich habe jedoch keine Lust auf diesem gefühlt extrem niedrigen
Kursniveau auch nur ein Stück aus der Hand zu geben und hoffe
darauf, dass tatsächlich alles gut wird.
schrieb am 16.02.12 11:01:20
Salve Doktor,
bei einem free flow unter 4% sind Fundamentaldaten für
Kursveränderungen nahezu unerheblich.
Gehen wir (mit den Wissenschaftlern, Patienten und Krankenkassen in
Deutschland) davon aus, dass das Produkt und das Gesschäftsmodell
gut sind, so resultieren aus der aktuellen Aktionärsstruktur drei
verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten:
a) Squeeze out
Imho überwiegend wahrscheinlich. Wegen 4% Streubesitz bleibt keiner
an der Börse. Allerdings sollte der sq nicht in weiter Ferne
stattfinden, sonst wird er teurer für kontrollierende
Aktionäre.
b) SPO (Secundary Public Offering)
Gewissermaßen eine erneute Inanspruchnahme des Kapitalmarkts zur
Aufnahme von Eigenkapital und Verbreiterung des Aktionärskreises.
Imho mittlere Wahrscheinlichkeit und für Minderheitsaktionäre die
"Traumlösung".
c)(unsaubere)Selbstbereicherung von Altaktionären
In diesem Model meldet man liquiditätbedingt für die AG Insolvenz
an und steht dem Insolvenzverwalter mit einem SPV zur Übernahme der
assets zur Verfügung. Erscheint mir eher unwahrscheinlich, da so
etwas immer mit dem Odium des kriminellen versehen und außerdem in
der Abwicklung nie "ganz sicher" zu kontrollieren ist.
Ergo:
Alles wird gut
Gruß LK
schrieb am 16.02.12 11:03:55
Antwort auf Beitrag Nr.:
42.759.404 von Labskaus am 16.02.12
11:01:20SORRY falscher thread


die Überlegungen ad b) sollten zu co.don
schrieb am 14.03.12 11:00:22
Quelle: manager magazin online 14.03.2012
Amatech-Gründer will Schadensersatz von Smartrac
Von Kai Lange
DPA
Reisepässe, Geldkarten und Autos: Die RFID-Technologie ist aus dem
Alltag nicht mehr wegzudenken
Es geht um Firmenpleiten, verkaufte Patente und weit verbreitete
Technologie: Dem weltweit größten Lieferanten für RFID-Chips,
Smartrac, droht eine Schadensersatzklage in dreistelliger
Millionenhöhe. Ein Wirtschaftskrimi beginnt, der selbst Aktienkurse
durcheinander wirbeln kann.
Hamburg - Reisepässe, Geldkarten, Kleidung und Autos lassen sich
per "Radio Frequency Identification" (RFID) über Funk und damit
berührungslos erkennen: Die Technologie ist aus dem Alltag nicht
mehr wegzudenken. Weltmarktführer für sicherheitsrelevante
RFID-Anwendungen ist derzeit die Firma Smartrac, welche die
notwendige Technologie zu großen Teilen aus der Insolvenz der
deutschen Amatech erworben hat. Nun droht Smartrac Ärger vor
Gericht.
ANZEIGEWährend die RFID-Technologie zum Beispiel für den
elektronischen Reisepass, für kontaktlose Kreditkarten und für den
Straßenverkehr immer mehr an Bedeutung gewinnt, bleibt für
Amatech-Aktionäre derzeit nur ein trauriger Blick zurück: Die von
den beiden Entwicklern David Finn und Manfred Rietzler gegründete
Amatech AG war Ende der 90er Jahre mit ihren Patenten ein führender
Player auf dem inernationalen RFID-Markt. Sie musste dennoch Mitte
2002 Insolvenz anmelden. Das Insolvenzverfahren läuft noch.
Jetzt will Amatech-Gründer Finn seinen ehemaligen Partner Rietzler,
den RFID-Weltmarktführer Smartrac sowie Amatech-Insolvenzverwalter
Martin Manstein auf Schadensersatz verklagen. Er fordert rund 156
Millionen Euro für die Amatech AG, die trotz des laufenden
Insolvenzverfahrens weiterhin an der Börse notiert ist. Nach
Auskunft des Landgerichts Memmingen ist die Klage noch nicht
erhoben worden, ein Klageentwurf liege aber vor: Da Finn nach der
Insolvenz der Amatech AG die Kosten für das Gerichtsverfahren nicht
finanzieren kann, prüft das Gericht derzeit einen Antrag auf
Prozesskostenhilfe.
RFID-Rechte weit unter Wert verkauft
Finns Vorwurf: Beim Verkauf von Lizenzen für die Exklusivnutzung
der RFID-Technologie an Smartrac sei es nicht mit rechten Dingen
zugegangen. Nach Darstellung seiner Anwälte habe Finns ehemaliger
Geschäftspartner Rietzler nicht nur dazu beigetragen, dass Amatech
im Juli 2002 Pleite ging - er habe sich anschließend mit Hilfe des
Amatech-Insolvenzverwalters auch für einen erstaunlich geringen
Preis an deren RFID-Schutzrechten bedient und sie seiner neuen
Firma Smartrac übertragen.
Die Amatech-Tochter "Amatech Automation GmbH", bei der die
RFID-Exklusivlizenzen lagen, sei "mit Wissen aller Beteiligten weit
unter dem tatsächlichen Wert" an Smartrac verkauft worden, heißt es
in dem Klageentwurf, die manager magazin vorliegt. Damit sei das
Vermögen der Amatech AG "erheblich geschädigt" worden. In diesem
Zusammenhang ermittelt bereits die für Wirtschaftsdelikte
zuständige Staatsanwaltschaft Augsburg wegen des Verdachts auf
Bankrott- und Untreuedelikte.
Smartrac weist die Vorwürfe zurück. "Bisher liegt lediglich ein
Klageentwurf vor. Dieser hat keine Aussicht auf Erfolg", heißt es
in einer Stellungnahme des Unternehmens. Amatec-Insolvenzverwalter
Martin Manstein meint dazu:" Der Vorwurf der seinerzeitigen
Veräußerung der Amatech Automation GmbH weit unter Wert ist völlig
haltlos." Eine Klage des Amatec-Gründers sei ihm nicht zugestellt
worden. Vor diesem Hintergrund sehe er keinen Grund für eine
Information der Aktionäre der Amatech AG.
Die Wurzeln dieses Wirtschaftskrimis reichen bis ins Jahr 1999
zurück. Die Entwickler Finn und Rietzler hatten die Amatech AG mit
mehreren Tochtergesellschaften aufgebaut und mit ihren Patenten zu
einem Marktführer der zukunftsträchtigen RFID-Technologie gemacht.
Einer der Konkurrenten war das in Thailand ansässige Unternehmen
Smartrac Technology Ltd. An diesem Konkurrenzunternehmen beteiligte
sich Rietzler Anfang 2001, nachdem er Ende 2000 als Geschäftsführer
bei Amatech ausgeschieden war.
Danach begann der Niedergang von Amatech: Laut Klageschrift bot
Smartrac vor allem auf den Kernmärkten in Asien wichtigen
Amatech-Kunden Konkurrenzprodukte deutlich günstiger an - angeblich
auch unter Verletzung von Patentrechten, wie es in der Klage heißt.
Dies habe zur späteren Insolvenz von Amatech beigetragen.
Die Lizenzen für die von Finn und Rietzler entwickelten Patente
waren zur Nutzung und Vermarktung an die Amatech-Tochter Amatech
Automation GmbH übertragen worden. Dort lag der Patentschatz noch,
als die Amatech AG samt Tochtergesellschaft 2002 in die Insolvenz
gingen und damit unter die Führung des vom Insolvenzgericht Kempten
eingesetzten Insolvenzverwalters Manstein gerieten. Smartrac erwarb
kurz nach Insolvenzeröffnung von Manstein große Teile des
Amatech-Vermögens, darunter auch eine Lizenz zur Nutzung von
Amatech RFID-Technologie. Die wesentlichen Schutzrechte aber, so
die Argumentation von Finns Anwälten, verblieben aber bei der
Tochtergesellschaft Amatech Automation GmbH.
Entsprechend dem Klageentwurf ist es dann im Mai 2008 in Neu-Ulm zu
einem Aufsehen erregenden Deal: Amatech-Insolvenzverwalter Manstein
habe die Amatech Automation GmbH einschließlich aller
RFID-Exklusivlizenzen an die Smartrac IP B.V. verkauft, eine
Tochtergesellschaft der niederländischen Smartrac N.V., und zwar zu
einem Preis von 10.000 Euro. Der heutige Smartrac-Aufsichtsrat
Manfred Rietzler sei zu diesem Zeitpunkt Direktor der Smartrac N.V.
gewesen, die als Geschäftsführerin der Smartrac IP B.V. fungiert
habe. Gleichzeitig habe sich Smartrac in dem Kaufvertrag
verpflichtet, 405.000 Euro in das Vermögen der Amatech Automation
GmbH einzuzahlen, um laut Insolvenzplan 95 Prozent der
Verbindlichkeiten zu begleichen. Mit rund 331.000 Euro habe
Insolvenzverwalter Manstein dabei den größten Anteil der Summe als
Vergütung erhalten.
Ein Bedarf an 137 Millionen elektronischen Pässen
Nach Berechnungen des Klägers Finn waren die Lizenzen für 118
Patente, die auf diese Weise an Smartrac gelangten, aber nicht
10.000 Euro, sondern mehr als 183 Millionen Euro wert. Seine
Anwälte stützen ihre Kalkulation unter anderem auf eine Studie der
US-Unternehmensberatungen Acuity, die allein bei elektronischen
Pässen den jährlichen Bedarf in den von den Patentrechten erfassten
Ländern auf 137 Millionen Stück schätzt. Für elektronische
Bankkarten hat die US-Beratungsgesellschaft Frost & Sullivan
White Paper bis zum Ende des Patentschutzes im Februar 2017 einen
Bedarf von 1,1 Milliarden Stück errechnet. 10 Cent betrage die
Lizenzgebühr pro Stück bei Pässen und Ausweisen, 5 Cent sind es bei
Bankkarten.
Auf rund 156 Millionen Euro addieren Finns Anwälte von der Kanzlei
Hanselaw Hammerstein und Partner den aus den entgangenen
Lizenzgebühren entstandenen Vermögensverlust. Finns Klage auf
Schadenersatz zielt darauf ab, dass die Summe in die Insolvenzmasse
der Amatech AG gezahlt werden soll, an deren sonst so gut wie
wertlosen Aktien er immer noch rund 26 Prozent hält. Der aktuelle
Kurs der Amatech-Aktie liegt bei etwa 3 Cent.
Sollte das Landgericht Memmingen den Antrag auf Prozesskostenhilfe
nach Prüfung des Falles bewilligen und die Klage teilweise
erfolgreich sein, geriete der Amatech-Insolvenzverwalter in eine
prekäre Situation: Er müsste bekannt geben, dass der insolventen
Amatech AG ein unerwarteter Geldsegen ins Haus stünde - sofern er
als beklagter Insolvenzverwalter einen möglichen Prozess verlieren
sollte.
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