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Wer hat Erfahrung bei Container Fonds

Diskussionsstatistik
eröffnet am 05.09.06 19:48:01
von
neuster Beitrag 01.03.12 20:46:42
von

Anzahl Beiträge: 181
Aufrufe gesamt: 96.099
Aufrufe heute: 4
Diskussionsnr.: 1.080.791
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[ Seite: 123171819neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 05.09.06 19:48:01
Beitrag Nr.1 
(23.777.191)
Antwort
Zitat
Hallo Zusammen,

wer hat bereits einen geschlossen Container Fonds im Bestand und kann kurz über die wirtschaftliche Entwicklung zum Plan berichten
Avatar
schrieb am 05.09.06 20:05:43
Beitrag Nr.2 
(23.777.587)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.777.191 von MichaelH am 05.09.06 19:48:01So viel ich weiß gibt es bisher keine Modelle im (Container)Fondsbereich welche, (ausser eventuelle kurze Verzögerungen beim Einkauf) unter Plan liegen.

Auch das Thema Direkteigentum sollte man bei Containern nicht ausser acht lassen.

Gruß vom Bodensee
Avatar
schrieb am 06.09.06 11:30:09
Beitrag Nr.3 
(23.786.270)
Antwort
Zitat
BUSS schüttet weniger aus wegen gestiegener Zinsen. Haben zu knapp kalkuliert oder nich langfristig festgeschrieben. Jedenfalls nicht soicher wie gedacht!!!
Avatar
schrieb am 06.09.06 15:04:44
Beitrag Nr.4 
(23.790.018)
Antwort
Zitat
Der aktuelle Containerfonds "Österreich 3" von Schröder & Co. scheint eine gelungene Sache zu sein.
Es wurden eigene, gebrauchte Container erworben die zum größten Teil ordentlich vermietet sind.

Bei einer Anlage bis ca. 12.000,- sind die Erträge für den Anleger wohl steuerfrei.

Die Kosten sind moderat kalkuliert. Wurde bisher auch sehr gut platziert.

Was meinen die Experten?:confused:
Noch zugreifen?

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schrieb am 06.09.06 15:34:33
Beitrag Nr.5 
(23.790.759)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 23.790.018 von londongirl am 06.09.06 15:04:44Naja, die Art und Weise wie Schröder sich die Container "besorgt" hat, lässt mich von diesem Initiator prinzipiell Abstand nehmen.

Es wurden die Alteigentümer unter einem wohl eher belanglosem Vorwand "enteignet" um den neuen Fonds zu "füttern".

Momentan haben alle Initiatoren Probs Kontingente zu bekommen. ich steh der Sache nicht mehr ganz so positiv gegenüber, wie noch vor 2 Jahren. Die Renditen sind auch für unternehmerische Beteiligungen an den absolut untersten Rand gesunken.


Gruß vom Bodensee
Avatar
schrieb am 23.09.06 01:33:06
Beitrag Nr.6 
(24.116.716)
Antwort
Zitat
Ich bin seit 10 Jahren im Geschäft. Das Containerbusiness war nicht leicht zu durchschauen. Ein großer Münchner Anbieter verdient seit Jahren durch "sogenannte" Direktangebote gutes Geld. Die Container, die diese Gesellschaft anbietet, sind immer bis zu 50% teurer, als sie am Markt tatsächlich kosten. Für mich scheiden diese intransparenten Direktangebote mit "Mondpreisen", von denen viele denken, dass sie ein gigantisches Schneeballsystem sind, von vornherein aus. Wenn deren Berater dann noch von "total sicheren Konzepten" reden, weil kein Fremdkapital eingesetzt wird, sollten sie noch mal das große Buch "Fremdkapitalhebel" von Seite 1 an lesen.

Seit den intransparenten Angeboten des Marktführers hat sich seit 5 Jahren eine Menge getan. Eine ganze Reihe von Anbietern haben transparente Containerangebote auf den Markt gebracht. Dazu gehören unter anderem BUSS, Conrendit, DCM, DTF, MDS, Schroeder. Seitdem wissen wir erst, dass es Containerleasinggesellschaften gibt, dass es unterschiedliche Mietvertragsarten gibt und das Containerpreise volatil sind. Von den oben genannten Playern sind nur noch BUSS und Schroeder übrig geblieben. MDS hatte genauso wie DCM Probleme, Container zu den festgelegten Investitionskriterien zu finden. Es heißt, DCM ist nichts anderes als MDS 2. Auch einen DCM Madeira 2 wird es wohl nicht geben, weil die beiden "Chefeinkäufer" (Exbänker) des DCM Fonds leider keine Kontakte zu Leasinggesellschaften haben und es bis heute nicht geschafft haben, ihre eingesammelten 80 Mio Euro auszugeben.

Conrendit ist mittlerweile auch raus. Ebenfalls Schwierigkeiten bei der Beschaffung. Stattdessen finanzieren sie jetzt "Fitnessstudios". Die letzten erfolgreichen Containerfondsanbieter sind BUSS und Schroeder.

Das BUSS Portfolio des Global 2 Fonds ist gut, allerdings 2 Jahre älter als das Schroeder Portfolio und beinhaltet eine ganze Reihe von wenig werthaltigen Spezialcontainern. Was mich am meisten am BUSS Fonds stört: der Prospekt ist nicht IDW ES 4 konform. Ich wusste gar nicht, dass man als seriöser Anbieter überhaupt noch solche Prospekte schreiben kann. Außerdem sind mir nur wenige Fonds bekannt, die das DBA mit der Schweiz ausnutzen, was einfach an der Komplexität der Materie liegt. Die Kommentare zu den DBAs zwischen der BRD und der gesamten Welt nehmen im Bücherregal 30 cm ein. Die Kommentare zum DBA Dtl.-Schweiz sind allein 40 cm (!) lang. Bisher haben sich nur wenige an solche Konstruktionen gewagt, zumal der steuerliche Berater von BUSS sich schon einige grobe Fehlgriffe bei Konzeptionen für andere Emissionshäuser geleistet hat ...

Das Steuergutachten zum BUSS Fonds spricht übrigens die gleiche Sprache: Der Steuerberater übernimmt keine (!) Haftung, für seine Ausarbeitung.

Dazu kommt, dass die doppelte Gesellschaftsstruktur dazu führen kann, dass die Anleger am Ende des Tages gar nicht darüber entscheiden können, was mit Ihren Containern passieren soll, sondern dass sie von einem Mehrheitsgesellschafter dominiert werden könnten. Im Prospekt fehlen übrigens sämtliche Verträge, die die Holding mit der Bank/den Banken zur möglichen Umwandlung des kurzfristigen Darlehens in EK geschlossen hat. Jeder der Banken kennt, wird wissen, dass sie sich eine bevorzugte Stellung gegenüber den restlichen Anlegern haben werden. Dieser Vertrag ist so essentiell, dass ich es komplett nicht nachvollziehen kann, warum er nicht im Prospekt steht. Die Vertuschung der Weichkosten halte ich nicht nur für Beraterverdummung sondern auch Anlegerverdummung, denn selbst dem dümmsten Anleger muss klar sein, dass der Berater nicht umsonst arbeitet. Und dann eine Investitionsrechnung hinzulegen, in der (auf den ersten Blick) keine Gebühren für die Eigenkapitalvermittlung anfallen, ist abgebrüht.

Schroeder hat im Vergleich dazu ein fast langweiliges (weil von vielen Österreich Fonds auch anderer Emissionshäuser verwendetes) Österreichkonzept gewählt. Das führt dazu, dass sich der Österreich 3 nur für kleinere Zeichner (ich würde mal sagen 50.000 Euro) richtig lohnt. Bis rund 12.000 Euro sind sogar gar keine Steuern in Österreich fällig und die Beteiligung steuerfrei. Schroeder geht in seinem Prospekt davon aus, dass der Dollar von heute 1,25 auf 1,15 steigen wird. Wenn das nicht passiert, dann wird der Fonds Schwierigkeiten haben, die prognostizierten 8% bis zum Ende zu halten. Die Währungsproblematik wird aber auch der BUSS Anleger haben.

Die Währungskalkulation im Schroeder Fonds ich allerdings für das deutlich geringere Übel im Vergleich zu einem Fonds, der steuerlich auf so wackeligen Beinen steht, dass selbst der Steuergutachter jegliche Haftung für sein eigenes Werk ablehnt.

Wenn noch jemand Fragen hat, soll er sich gerne an mich wenden.

Beste Grüße
Merkens
Avatar
schrieb am 23.09.06 01:56:43
Beitrag Nr.7 
(24.116.849)
Antwort
Zitat
@Jo1
"Belangloser Einwand"? Die Besteuerung von Veräußerungserlösen, die zu drastischen Einbußen bei der kalkulierten Rendite führen werden, nennst du "belanglos". So wie es aussieht, war seine Auflösungsaktion vorausschauend: Abgeltungssteuern sind mittlerweile beschlossene Sache. Auch die Veräußerungsgewinne werden noch dran kommen. Der Staat braucht Geld. Durch die Umschichtung in das sicherere Österreich 3 Konzept ist mein Geld jetzt sicher. Den Treuebonus für den Umtausch habe ich auch gern mitgenommen. Es wurde niemand gezwungen, seine Beteiligung zu verkaufen. Jedenfalls wurde ich nicht gezwungen. Dass provisionsorientierte Berater lieber ein anderes Produkt mit höherer Provision vermitteln als die schlecht verprovisionierte Umwandlung der alten Angebote in die neuen, kann ich nachvollziehen. Mir war es jedenfalls wichtig, dass meine Kunden und ich selbst jetzt steuerliche Sicherheit haben.

Schroeder hat meinen Informationen zufolge bereits ein neues Portfolio in Reichweite. Die Behauptungen, dass Schroeder seine Leasingangebote nur aufgelöst hat, um einen neuen Containerfonds anbieten zu können, weil er sonst keine anderen Container besorgen könne, halte ich für absoluten Nonsens.

BUSS und Schroeder werden gute Perspektiven im Containerbusiness haben, weil sie beide gute Kontakte haben.

- In naher Zukunft kommen 4,5 Mio TEU neue Transportkapazität in Form von neuen Containerschiffen auf den Markt; alleine dafür werden rund 10 Mio. neue Container gebraucht, was 50% der aktuellen weltweiten Containerflotte entspricht, bzw. exakt der Anzahl der Container entspricht, die momentan von allen Leasinggesellschaften weltweit gehalten werden.
- ISL, Drewry, OSC prognostizieren alle die Verdopplung des Containerumschlags in den nächsten 10 Jahren
- und die Reeder haben im Juni soviele Schiffe bestellt wie in den letzten drei Jahren nicht.

Wenn der Boom für die Boxen nicht weiter geht verstehe ich die Welt nicht mehr. Über Schiffe kann man sich streiten, aber nicht über die Boxen.

Beste Grüße
Merkens
Avatar
schrieb am 05.11.06 23:18:03
Beitrag Nr.8 
(25.168.625)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 24.116.849 von merkens am 23.09.06 01:56:43Fällt der Schroederfonds nicht unter 15b?
Avatar
schrieb am 07.11.06 19:15:24
Beitrag Nr.9 
(25.199.106)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 25.168.625 von WePeHA am 05.11.06 23:18:03Schlauberger:cry::cry::cry:
Was hat eine Österreich KG mit 15 b zu tun?:(
Was hat ein Britischer LV Fonds mit 15 b zu tun?:(

Schlauberger:cool:

Gruß: Fanta
Avatar
schrieb am 08.11.06 00:36:31
Beitrag Nr.10 
(25.207.518)
Antwort
Zitat
"... Schroeder geht in seinem Prospekt davon aus, dass der Dollar von heute 1,25 auf 1,15 steigen wird. Wenn das nicht passiert, dann wird der Fonds Schwierigkeiten haben, die prognostizierten 8% bis zum Ende zu halten..."

USD wieder auf 1,15 ?! Ist das nicht sehr optimistisch? Ab welchem Kurs würde ein Verlust anfallen ???

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