Photovoltaik-Produktion: Manz präsentiert Weiterentwicklung der
CIGSfab in San Francisco; Investitions- und Fertigungskosten
gesenkt, Modul-Wirkungsgrad gesteigert
Der Hightech-Maschinenbauer Manz AG (Reutlingen) hat auf der 4.
Thin Film Conference der Photovoltaik-Fachzeitschrift Photon die
neuesten Errungenschaften seiner integrierten Produktionslinie zur
Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen präsentiert, der Manz
CIGSfab.
Dazu gehören die bisher erreichten Steigerungen des
Modul-Wirkungsgrads unter Bedingungen der Massenproduktion, eine
Senkung der Investitionskosten (CapEx) für die Manz CIGSfab um rund
ein Fünftel und eine Reduzierung der Kosten für die
Modulherstellung um 25 Prozent seit 2010.
Schlüsselfertige Fertigungslinien mit über 350 MW
Produktionskapazität möglich
„Wirkungsgrad, Investitionskosten für die Anlagen und laufende
Produktionskosten – alle drei Kriterien helfen Modulherstellern,
die Kosten per Watt deutlich zu senken. In der gegenwärtigen
Marktphase ist Kostensenkung ein wichtiger Schlüssel zum
wirtschaftlichen Erfolg“, sagt Dieter Manz, Gründer und Vorstand
des Unternehmens. Unter der Marke CIGSfab bietet Manz seit 2010
komplette schlüsselfertige Produktionslinien, die für einen Output
von 43 Megawatt (MW) bis zu über 350 MW skalierbar sind.
Marktbeobachter gehen davon aus, dass sich der Markt für
CIGS-Module in den kommenden drei Jahren verdoppeln wird. Die
CIGS-Technologie, basierend auf einem
Kupfer-Indium-Gallium-Selen-Halbleiter, hat das größte Potenzial
zur Kostensenkung und Effizienzsteigerung von allen
Dünnschichttechnologien.
Labor-Wirkungsgrade von über 20 Prozent erreicht
So hat der Manz-Kooperationspartner „Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung (ZSW)“ in Stuttgart im Labor bereits
Wirkungsgrade von über 20 Prozent erreicht. Auf der Anfang dieses
Jahres vollständig von Würth Solar übernommenen
CIGS-Innovationslinie hat Manz das Weltrekordmodul mit dem höchsten
jemals erzielten Wirkungsgrad von 14 Prozent (15,1% Apertur) im
Produktionsformat gefertigt.
Von Würth Solar übernommenes Know-how schafft
Alleinstellungsmerkmal in der PV-Branche
Mit der CIGS-Innovationslinie wechselten neben 118 Spezialisten
auch die kompletten Rechte für diese Technologie zu Manz. „Mit
diesem Know-how haben wir ein absolutes Alleinstellungsmerkmal in
der PV-Branche und können die technologische Entwicklung in Sachen
CIGS beschleunigen“, erklärt Dieter Manz.
Das nächste Upgrade der in Schwäbisch Hall installierten
CIGS-Innovationslinie von Manz wird eine von Manz Coating komplett
neu entwickelte Anlage zur Ko-Verdampfung sein. Mit dieser Anlage
sei ein um 50 Prozent höherer Durchsatz möglich, betont das
Unternehmen.
Geringerer Materialeinsatz als Schritt zur Netzparität von
Solarstrom
Bei der Weiterentwicklung der CIGSfab-Turn-Key-Linien konzentriert
sich Manz zudem auf die Senkung der Materialkosten. Da diese Kosten
bei der Fertigung von Solarzellen und -modulen rund 50 Prozent
ausmachen, sieht Manz auch beim Materialeinsatz deutliches
Potenzial hin zur grid parity von Solarstrom. In seiner
Technologie-Roadmap bietet Manz den Modulherstellern einen
detaillierten Fahrplan für den Weg dahin.
02.02.2012 | Quelle: Manz AG | solarserver.de © Heindl Server
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