Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?
Seite 6.366 von 6.558

Gewinnerbranchen der Jahre 2006 bis 2040 ( Seite 6366)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 10.12.06 16:57:17
von
neuster Beitrag 25.05.12 13:59:03
von

Anzahl Beiträge: 65.578
Aufrufe gesamt: 1.375.179
Aufrufe heute: 220
Diskussionsnr.: 1.099.361
Beitrag schreiben
Beliebteste Beiträge
Ansicht

[ Seite: 123636563666367655665576558neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 04.02.12 20:26:06
Beitrag Nr.63651 
(42.700.507)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.688.864 von Simonswald am 02.02.12 17:17:34Ich verzichte nun auf Kommentierung aller Werte (meine screening-Prämissen sind ja hinlänglich bekannt) und widme mich gleich meinem Filtrat:

=> Unzweifelhafte industrial&resources-Tableauwerte aus Deinem 3. Zwischenergebnis sind

CLC
DCI

In relevanten Nischen tätige industrials mit ausnehmend-ausnahmsweiser Entwicklungsstetigkeit in fast jeder positiver Hinsicht - was Mr. M. die allermeiste Zeit freilich entsprechend bewertet.
DCI wächst schneller, CLC dafür mit schuldenarmer ergo besserer, per se sehr guter Bilanz, allerdings mit rel. gut 3x höherem, aber unkritischen Luftanteil. Dein Scheren-Theorem kommt hier ansatzweise in fortgeschrittenen peer-Baissen zum Tragen, um hernach von DCI mit schöner Regelmäßigkeit widerlegt zu werden. Auch im (F)CF kommt DCI offensichtlich besser voran.
- Wächst eine Firma über die Zeit schneller ohne dass die Schulden stärker als der Umsatz zulegen und behält darüber (via besserer Zahlungsströme) eine solide Bilanz, ist diese grundsätzlich bevorzugenswert, solange die Bewertungsdifferenz nicht eklatant ist, u/o. sich operative Perspektiven nicht klar zugunsten der langsameren positiv unterscheiden lassen.
Da man beides für CLC aber nicht ausschließen kann ...

ATR
Umsatz wächst gut und deutlich stärker als die Verschuldung, und man kommt weitgehend ohne Anorganik aus. Renditen zulieferer-like unspektakulär und sicher auch der Produkttrivialität geschuldet (was indes auch einen gewissen Burggraben ausmacht), aber recht beständig mit leicht positiver Entwicklungstendenz.

CMP
Ressourcen-Zulieferer mit a la longue gutem, und dazu rein organischem, rentierlichem Wachstum in langweiliger und nicht nur deshalb burggrabenbewehrter Nische und dazu ohne sich darüber in letzter Dekade stärker zu verschulden - eine auch international rare Tugend.
Deren (frühere) Bilanzeigenheit hatte ich mal im Zuge des kolportierten K+S-Interesses an CMP [K+S übernahm dann Morton Salt offensichtlich recht günstig (im Krisentief) von der seinerzeit geplagten DOW] entschärfend eruiert, hab' derweil Details aber vergessen - man sehe es mir nach, und registriere einfachheitshalber eine zügige Bilanzbegradigung via zügig stg. Gewinnrücklagen. Passend dazu seit 8 Jahren Div.erhöhungen.
Im Gegensatz zu den reinen Düngerfirmen in punkto Produktion einfach(er) umzusetzende Umweltphilosophie, was CMP aktiv und offenbar erfolgreich macht.

Die anderen Werte sind mE. zweifelhaft, weniger oder gar nicht grundsätzlich longrun-geeignet, oder haben bessere Pendants ex USA.
Avatar
schrieb am 04.02.12 21:02:23
Beitrag Nr.63652 
(42.700.570)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.700.507 von investival am 04.02.12 20:26:06> ... und dazu ohne sich darüber in letzter Dekade stärker zu verschulden - eine auch international rare Tugend. <
Nicht die ausbleibende Verschuldung - das haben durchaus schon einige hinbekommen.
Die beschriebene Kombination resp. diese offenkundige Disziplin und Unaufgeregtheit ist gemeint.
Avatar
schrieb am 05.02.12 12:33:52
Beitrag Nr.63653 
(42.701.437)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.688.925 von Simonswald am 02.02.12 17:26:29Zu Deinem - quantitativ größeren, aber qualitativ unterm Strich umgekehrt proportional schwächeren - Zwischenergebnis Teil IV:

>> Kann die Erfolgsgeschichte der Logistiker fortgeschrieben werden? <<
Kann man, existieren hohe Eintrittsbarrieren.

Da komme ich zuerst aber eher zu den, zudem zzt. rel. preiswerten (wenn auch finanzfundamental zahlenmäßig nicht top [in punkto realer Substanz sieht's aber sicher anders aus]), railroads. Und da namentlich zu den fundamental (sicher nicht ohne tieferen Grund) "führenden" CNI, vl. auch noch NSC [BNI gibt's ja leider nicht mehr, CP schiede nach meinen Maßstäben vs. CNI aus, die anderen habe ich noch nicht angeschaut] - sind freilich nicht mehr "small". - Railroads = Teilsegment, dass seine Mode längst durch hat und USA/CAN betreffend über x Dekaden zu einem mehr oder weniger gedeihenden Oligopol durchkonsolidiert ist.

Bei CHRW uä. "modernen" Logistikern habe ich angesichts deren mageren Umsatzrenditen eher so ein bisschen das mir ja grundsätzlich wenig genehme "Händler"-Gefühl, aber das muss ja nichts heißen, *g* Die Höhe der jeweiligen Eintrittsbarrieren vermag ich ncht einzuschätzen; insgesamt dürften sie niedriger sein als bei den (erwähnten) railroads.
Auf jeden Fall sind sie unter dem Globalisierungseindruck ziemlich in Mode, und per se wenn auch schon traditionell recht unsolide (½ deren Bilanz besteht aus Forderungen [bei EXPD weniger]), was sie für wertorientierte Investorenkreise per se weniger interessant macht. Hinzu kommen nun sich zwangsläufig relativierende relative Wachstumspotenziale.
=> Möglicherweise ist es aber dennoch angebracht, EXPD (und vl. auch CHRW) in ein Logistiker-Tableau mit aufzunehmen; eine Nachhaltigkeit darf man deren Geschäftsmodellen ganz sicher zubilligen. Falls mich jemand von EXPD und CHRW also tiefergehend zu überzeugen weiß ...

- In Ergänzung zu Teil III zu den weiteren industrials, soweit meinerseits als tableau-würdig erachtet:

GDI
Recht kernig wachsender Industrietechniker mit tendenzieller Verbesserung der guten Bilanz und der Renditen, wo ich aber das Ende der "Fahnenstange" sehe - heißt steiler dürfte der lfr. uptrend kaum mehr werden. Pumpensegmente sind zudem recht wettbewerbsintensiv und krisenanfällig.
=> Grenzwertiger Tableau-Wert; würde ich nur deutlich günstiger als die als "besser" erachteten industrials einkaufen wollen.

LECO
Traditionsfirma mit eigentlich banaler Nische, aber mit Relevanznachhaltigkeit und derweil sicher vertieftem Burggraben für die Firma. Umsatz deutlich stärker als die Schulden wachsend; zwar nicht berauschend und etwas inkonsistent, dafür organisch - entsprechend die für einen industrial nun schon ausnehmend gute, tendenziell verbesserte Bilanz. Div. seit ipo vor 17 Jahren jährlich stg. (und gut fcf-gesichert) - nicht üblich für einen midcap. CFs aber doch ziemlich inkonsistent, und va. mäßige Renditen, bisher zudem ohne Verbesserungstendenz. Hier sollte eine Verbesserung eigentlich leichter möglich sein als vielerorts woanders, und im Zuge dessen eine Promotion der schon sehr guten in eine führende industrial-Performance.
=> Grenzwertiger Tableau-Wert; würde ich zzt. nicht viel teurer als irgendwen vom Rest einkaufen wollen.

MTD
Ähnlich gut diversifizierte Produktadressierung wie ROP, mit a la longue vl. sogar noch relevanteren Analytik-Produkten. (Bisher) mäßiger wachsend unter stärkerer Schulden- als Umsatzzunahme, bei allerdings ebenso überzeugenden wie überzeugend zulegenden Margen.
Mäßige Bilanzqualität, allerdings auch wenig luftig, und bei recht sicher wie stg. daher kommenden FCFs unkritisch.
=> Leicht grenzwertiger Tableau-Wert; würde ich nur günstiger als die "besseren" industrials einkaufen wollen.

ROP
Eine (tatsächlich) bessere Gesco mit kernigem Wachstum bei immer kernigeren Renditen. Die Adressierung mehrerer Branchen mit verschiedensten wichtigen Nischenprodukten ist - neben grundsätzlichen Verdiversifizierungsrisiken resp. rel. hohem controlling-Aufwand (im Prinzip sind da Kompetenzen aus verschiedensten Branchen nötig) - natürlich auch vorteilhaft. Offenbar wird eine strategisch intelligente Aquisitionspolitik betrieben, reflektiert man das Zahlenwerk.
>> ROP (bilanziell allerdings wohl eher auch ausgereizt) <<
Temporär ja, aber bei einer weiterhin schnelleren EK- denn FK-Zunahme ... (FK dort die letzten Quartale "sogar" rückläufig)
In dieser Krise Bilanzentspannung in punkto FK(-Zunahme vs. EK-Zunahme), aber firmenstrategiebedingt sehr hoher goodwill. In letzter Dekade deutliche Renditeverbessserung; das wird zumindest in diesem Tempo sicher nicht ewig weiter gehen können (auch die capex könnten mal [temporär] zulegen) - entsprechend dürfte sich die Bewertung a la longue "entspannen".
=> Grenzwertiger Tableau-Wert; würde ich nur günstiger als die "besseren" industrials und auch nicht teurer als MTD einkaufen wollen.

WAT
Einer der raren pontiösen Industrielieblinge - das will sicher was heißen, *g* ...
Vs. MTD in Analytik stärker fokussiert (aber auf ein essenzielles Segment); entsprechend geringere Kunden-/Branchenadressierung. Die Frage ist, ob deren Eintrittsbarriere wirklich hoch genug ist - was allerdings die "ountstandig" (somit indes auch kaum mehr verbesserbaren) Renditen indizieren.
Deutlich verbesserte Bilanzrelationen in der Krise [was auch nötig war, wie ich seinerzeit mal feststellte], sehr hoher cash-Anteil - hoffentlich passiert da mal kein Unsinn ...
=> Uneingeschränkter Tableau-Wert, den ich aufgrund fehlender Div. aber den anderen Führenden zumindest bei Höherbewertung hintenan stellen würde.

Die aus Deinem Chart-Tableau Nichtgenannten sind in diesem u/o. jenem Punkt dürftiger resp. entsprechen eher nur einem dt. Durchschnitts-industrial, und den will ja schon keiner haben, *g*
- Teilweise wirklich erstaunlich, was Mr.M. namentlich bei US-industrials so alles gefällt, was bei ihm woanders diametral Brechreiz auslöst.

Im übrigen seien die US industrial&resources midcaps vs. "ausländischer" Pendants abgewogen; eingeworfen seien dazu meine weiteren industrial&resources-Tableau-midcaps (die zT. freilich auch Einschränkungen unterliegen):
Alfa Laval
Geberit
K+S
Rational
Renk


Das komplette industrial&resources-Tableau (incl. large- und smallcaps) werde ich nach Komplettüberarbeitung und Sortierung bei Gelegenheit in Welju's thread für eine etwaige weitere Eingrenzung auch in Richtung Kaufagenda einstellen.

>> ROP ... MTD ... DCI ... Frage bleibt ob diese Titel lohnen oder doch eher eine Falle darstellen wie es viele LargeCaps Ende der 90er darstellten und eine lange Konsoldierung droht. <<
Da die Frage (nicht nur industrials betreffend) offen bleibt, hatte ich vorgeschlagen, dermaßen lange uptrends bei zeitnaher Investitionsabsicht nur oder zumindest zuerst bei caps < ca. 1 Mrd zu eruieren - da wäre die Frage wenigstens grundsätzlich weniger vakant ;)

- My homework is done so far; vorbehaltlich (weiterer) konstruktiver Beiträge anderer [Simon jedenfalls dürfte ja noch etwas vor sich haben, *g*].
Avatar
schrieb am 05.02.12 12:42:24
Beitrag Nr.63654 
(42.701.456)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.688.925 von Simonswald am 02.02.12 17:26:29>> eine Falle darstellen wie es viele LargeCaps Ende der 90er <<
Die Bewertungen von DCI und Co sind zwar (wieder) ziemlich hoch, aber noch sehr weit entfernt von denen der 'nifty50' aus den 90ern.
Und heute schwappen ganz andere Geldmengen um den Globus als damals; weit niedriger verzinst, weit stärker entwertungsgefährdet.
- Freilich, wenn dann irgendwann die Zinsen mal nachhaltig erhöht werden ...
Avatar
schrieb am 05.02.12 13:54:58
Beitrag Nr.63655 
(42.701.664)
Antwort
Zitat
Method To The Zynga Madness
55 comments | February 3, 2012 | about: ZNGA, includes: AMZN, GRPN, N


Font Size:
Print
Email
Recommend
0
inShare Share10

In the last 10 days, Zynga (ZNGA) managed to go from $8.53 to $13.34, for a full 56% return. Given how overvalued the stock seemed even before rallying, it's hard to see why it would go up so much.

But there's a method to the madness.

You can actually rationalize the climb. It has to do with Facebook's IPO. Facebook will certainly get a $100 billion valuation right out of the gate, and will then add several tens of billions to that when it trades.

Now, through Facebook's S-1, we got to know that it:

Had revenues of $3.71 billion in 2011;
12% of those revenues came from Zynga;
17.6% of Facebook's revenues are from virtual goods and payments and that is the fastest growing segment.

We also knew that Zynga had $1 billion in TTM revenues and is growing about as fast as Facebook itself, which is expected to continue.

In short

The method to the madness is that if Facebook is going to be worth north of $100 billion, and Zynga should be around one-fourth Facebook's size, and present in the fastest growing of Facebook's segments, then Zynga can be worth as much as one-fourth of Facebook, which would put it at least $35 per share, given 700 million outstanding shares.

What do I think about this?

A huge bubble is forming all around Facebook. Investors are once again throwing caution to the wind and buying anything that smells of tech, be it Amazon.com (AMZN) after some more horrid earnings, Zynga on the relative scale, Netsuite (N) on very dubious earnings or even Groupon (GRPN), which has already shown to have a much lower margin business than Facebook due to the hordes of salesmen it requires.

Valuation and other things

My take on these stocks is not just based on valuation. Granted, they are all very expensive, but each has issues that go beyond valuation.

Zynga trades at a 2012 P/E of 60 times, and while it has some franchises inside Facebook like Farmville, Cityville and MafiaWars, nobody really plays Zynga's games because they are Zynga's. Anyone can come in and make a better game, while these franchises already seem mature. Still, of these stocks, Zynga is the easiest to be speculated higher for the reasons stated before (the method to the madness).

Amazon.com is the most impressive for not having fallen further. After all, not only does it trade at 136 times its estimated 2012 EPS, but its earnings are now back to 2004 levels, and it has had two entire years of lower earnings and downward EPS revisions. Hardly the stuff high multiple stocks are made of. Worse still, Amazon.com has been buying revenues through a low price, low margin, no sales tax strategy, even while not having a cost advantage and soon being forced to apply sales tax in the remaining states (namely California). Only a powerful internet bubble could make this stock not crash soon enough.

Netsuite simply has no earnings. Those "earnings" Netsuite reports come about only by ignoring cost paid in stock. Even then, it trades at 227 times those fake, estimated earnings for 2012. And even the "earnings beat" that was just reported was fake in itself, because estimates after the quarter had ended were for a $0.05 EPS, and only downward revisions toward $0.04 after the quarter had ended, managed to produce the earnings beat. The dilution that Netsuite is undergoing just to show "earnings" is also incredible, with diluted shares increasing 5.8% during the last year. Here, I'd recommend my article "Salesforce.com: Not All Cash Is Born The Same" to see how 5.8% dilution per year simply turns the equity to mush.

Finally Groupon: Groupon trades at 78 times its 2012 estimates. These are going up, but Groupon's business is not like the other "pure web" companies like Facebook or Google (GOOG). No, Groupon is labor intensive, needs an army of salesmen to handle the local businesses that provide it with coupons. It will thus not scale incredibly well, and is as such, not really worthy of the huge premium it carries. And that's even ignoring the fierce competition that the local deals business industry attracts, the lack of barriers to entry, and the lack of any differentiation (people will chose deals according to the discount and not whatever company sets up the deal).
Avatar
schrieb am 05.02.12 15:41:50
Beitrag Nr.63656 
(42.701.903)
Antwort
Zitat
++
Darf man annehmen, dass Du weiterhin vorsortiert hast - nur nach persönlichem Charteindruck; nach was ggf. noch? - und bis wohin hast Du nun gescreent, bzw. wie gehst Du vor - in der Marktkap. straight von oben nach unten, oder nach Segmenten? [oder bist etwa schon durch]?
Nein, bin erst mit den 1000 schwersten Titeln durch. Also ab ca 1 mrd FF-Marketcap. Vorgegangen bin ich nach Branchen und innerhalb dieser von den größeren zu den kleineren Titeln. Notiert und sortiert habe ich dann
-Titel mit sehr langen uptrends, idealerweise auch neuen ATH nach 2008
-Titel die nach langjähriger Konsolidierung erste Anzeichen frischer uptrends zeigen
-Titel, die noch in langjährigen Konsoldierungen stecken
-Titel, mit kürzeren uptrends bis ca 5-10 Jahre
-Titel mit ausgeprägt zyklischen Kursverläufen
-Titel mit sehr starken uptrends seit recht kurzer Zeit
-Titel nach längjährigen downtrends (Turnaround Kandidaten)

Stark inkonsistente bzw reine Seitwärtsbewegungen ließ ich außen vor.

Die bislang genannten stammen überwiegend aus der ersten Kategorie, bei den Industrials hatte ich ja auch schon einige frischere uptrends genannt.
Insofern deine Befürchtung ...
Zwar meine ich nun doch (wieder) einen LuRo-Bias zu erkennen ...unbegründet.


Interessant vielleicht mal ein umgekehrtes Vorgehen rein von den Fundamentaldaten aus. Zu den deutschen Titeln liegt ja dank Börse Online Datenbank die 15 Jahre Gewinnhistorie vor, die mittels PC schnell sortiert/gescreent werden kann. Welche Typen Gewinnverläufe wären hier zu bevorzugen? Übrigens: Rational AG der einzige dt Titel mit einer lupenreinen Gewinnhistorie seit 1997, d.h jährlich gestiegenen Gewinnen!


+++
Zudem wären zumindest größere invests bei irgendwann mal weltweit restriktiverer NB-Politik überdenkenswert.
Interessanter Makro-Gedanke. Zu Beginn des letzten großen Bullens die NB-Politiken ja überaus restriktiv.
Start des nächsten großen Bulle also erst wieder wenn Zinsniveau 10% erreicht und danach Zinsnsenkungspotenzial?



+++
[Was gefällt Dir an denen explizit besser als an MHP und Co?]
die (Kurs)historie... ich weiß: jetzt bist du enttäuscht-erschrocken ob meiner banalen Gedankengänge :D


+++
Kurshistorie ist ein reiner Rückspiegel, er spiegelt eine Sicherheit vor, die es so nicht gibt.
Man sollte sich darauf konzentrieren nach vorne zu schauen und sich darin üben, vorwegzuahnen, was passieren wird/könnte


Natürlich in erster Linie eine Rückschau. Allerdings wohl auch Buffett primär solche bislang bewiesenen stetigen Modelle bevorzugend. Richtig ist, dass aus stetigen Verläufen mal abrupt enden , dh Unternehmenscharakteristika sich stark abändern können. Meinem Eindruck nach sich gute Historien nach mitunter auch längeren Konsolidierungen doch in der Mehrzahl doch fortsetzen.

Die Königsdisziplin hingegen wäre natürlich rein aus heute vorliegenden Daten den Wert eines Unternehmens errechnen zu können und diesen mit dem aktuellen Marktwert zu vergleichen. Dann bräuchte es keine Historien, Zahlenreihen etcpp.
Einzig: ich kann das nicht . :keks:

+++
vollautomatischer valuerechner.
http://www.valueexplorer.com/

wer mag die 3000 Russell Titel auf Value durchrechnen? :D
Avatar
schrieb am 05.02.12 16:30:11
Beitrag Nr.63657 
(42.701.996)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.701.903 von Simonswald am 05.02.12 15:41:50wer mag die 3000 Russell Titel auf Value durchrechnen?

ich habe mir so manchen Titel rechnen lassen und halte das Ganze für ein komplett nutzloses Unterfangen. :kiss:

die guten Titel erkennt er nicht, Schrott findet er vergleichsweise hübsch - so wird man an der Börse nie etwas erreichen. :p

ich denke, dass man die Parameter etwas tunen müsste, aber dann betreibt man auch "Schicksalspflege".
Avatar
schrieb am 05.02.12 16:33:29
Beitrag Nr.63658 
(42.702.006)
Antwort
Zitat
zu rational - tolle Firma, aber perfekt bewertet, für 60 Euro waren sie ein screaming buy, haben die Krise 1a überstanden.

nett, dass ein simon dazu mal ein wort verliert. :)
Avatar
schrieb am 05.02.12 16:50:05
Beitrag Nr.63659 
(42.702.036)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.701.903 von Simonswald am 05.02.12 15:41:50Danke für die aufklärenden, damit entbiasierenden Infos, ;)

Dein systematischer Ansatz "top down Russel 3000" ist ok, meine aber in Deinem Sinne nochmal, 'ausgeprägt zyklische Kursverläufe' und 'langjährige downtrends' besser außen vor zu lassen - man braucht diese Werte einfach nicht, und Du sicher noch weniger als 'man'.

>> Interessant vielleicht mal ein umgekehrtes Vorgehen rein von den Fundamentaldaten aus <<
Passiert ja in Welju's thread (nach operativen Margen, roa, EKQ; bei den softITs auch nach Einschätzungen zu Wechselkosten) und wird dort sicher fortgesetzt, soll aber gewiss niemanden abhalten.

Ob sich das Fundamental-screening aber speziell für dt. Werte lohnt ... - Bleib' mal bei USA; der ein oder andere gute Internationale wird dann via
http://markets.ft.com/screener/customScreen.asp
sicher noch(mal) eingebracht, ;)

Man kann zwar (zB.) primär nach langen stetig positiven Gewinnreihen screenen und diese Werte dann weiter eruieren, aber im Realisierungsfall per se hochrentierliche Verbesserungspotenziale bleiben dann weitestgehend außen vor (worauf es natürlich auch nicht ankommen muss).
Im übrigen sind bei solchen "Exponenten" immer idR. nicht mehr eingepreiste Enttäuschungspotenziale latent, was deren zugeschriebenes Niedrigrisiko doch eher nur vermeintlich scheinen lässt.

>> Start des nächsten großen Bulle also erst wieder wenn Zinsniveau 10% erreicht und danach Zinssenkungspotenzial? <<
Nicht unbedingt, schwappt vorher das große Geld aus Niedrigzinsmärkten in Aktien (was ich als wahrscheinlicher erachte als eine vorherige Zinsrunde).

>> jetzt bist du enttäuscht-erschrocken ob meiner banalen Gedankengänge <<
Nö, *g* ... - Also, ich denke schon, wenn Du hier Werte öfters nennst, dass Du Dir mehr als nur über den Langfristchart Gedanken gemacht hast, ;)

>> Allerdings wohl auch Buffett primär solche bislang bewiesenen stetigen Modelle bevorzugend. <<
In seinen core invests allerdings immer mit der Rückversicherung persönlichen Kennen(lernen)s des jeweiligen Managements.

>> ... Einzig: ich kann das nicht <<
- Komm' endlich mal von der Wissenschafltichkeit des Berechnenwollens weg. Man braucht das für den Anlageerfolg nicht (wenn es nicht gar daran hindert).

>> wer mag die 3000 Russell Titel auf Value durchrechnen? <<
Lingohr hat das für seine VV resp. seine Fonds mal mW. mit eigenem Programm gemacht; hat in der offenkundigen Konsequenz wohl leidlich fuinktioniert, *g*
- Wie gesagt, braucht man nicht. Wichtig(er) sind möglichst viele, idealerweise zahlen-/faktengestützte, qualitative +/- zu einer Firma.
Avatar
schrieb am 05.02.12 17:00:14
Beitrag Nr.63660 
(42.702.066)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 42.702.036 von investival am 05.02.12 16:50:05Lingohr ging 2008 mit Finanztiteln überdurchschnittlich unter, wenn ich das recht erinnere.

[ Seite: 123636563666367655665576558neuster Beitrag ]

Beitrag zu dieser Diskussion schreiben

Meistdiskutierte Aktien (24h)
WertpapierBeiträge
862
191
167
98
87
86
84
80
68
59