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    WIMAX - Chance für QSC?

    eröffnet am 14.12.06 21:05:38 von
    landibu

    neuester Beitrag 30.07.13 19:19:22 von
    teecee1
    Beiträge: 1.264
    ID: 1.100.530
    Aufrufe heute: 1
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    Avatar
    landibu
    schrieb am 14.12.06 21:05:38
    Beitrag Nr. 1 (26.186.151)
    hallo leute,

    vielleicht bin ich auf dem holzweg. aber seitdem wir vor einigen wochen angefangen haben, über wimax zu diskutieren, geht mir das potential, daß sich - aufgrund der aktuellen wimax-versteigerungsauktion - für qsc ergeben könnte, nicht mehr aus dem kopf. um die anderen threads nicht mehr unnötig mit postings zuzumüllen, habe ich mich entschlossen, w:o mal wieder um einen neuen thread zu erweitern. ob qsc überhaupt dabei ist und sich evtl. hinter inquam-broadband verbirgt (wie vermutet werden darf), werden wir wohl erst in einigen tagen oder wochen erfahren.

    bis dahin lebt die idee von der phantasie und dem dedektivischen einsatz aller, die schon vorher wissen wollen, was sache ist ...

    landibu
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    landibu
    schrieb am 14.12.06 21:10:34
    Beitrag Nr. 2 (26.186.245)
    WiMAX: Als DSL-Lückenbüßer unterfordert!

    15.08.2006

    Weiße Flecken in der Breitbandversorgung sind ein Ärgernis. Wer aber die Vergabe der WiMAX-Lizenzen zum Ende des Jahres an die Versorgung der weißen Gebiete binden will, der unterschätzt WiMAX ganz erheblich.

    WiMAX ist kein Lückenbüßer, sondern nach dem Mobilfunk die nächste und vierte Generation elektronischer Kommunikation. Was bisher eher theoretisch klang und nur mit wenigen Pilotversuchen oder regional sehr begrenzten Angeboten belegt werden konnte, wird jetzt zur Gewissheit. Obwohl in Korea noch in diesem Jahr die WiMAX-Technologie mit einer größeren Abdeckung erstmals kommerziell verfügbar sein wird, bedurfte es doch der Ansage aus den USA, um die Schar der Zweifler zu überzeugen. Sprint wird drei Milliarden Dollar in ein WiMAX-Netz investieren und 2008 rund 100 Millionen Menschen erreichen.

    WiMAX wird bei uns häufig immer noch als Technologie zur Versorgung dünn besiedelter und unterversorgter Gebiete gehandelt. Dies ist insofern richtig, als es sich hier vorläufig noch um einen stationären Internet-Zugang handelt, der beim Nutzer nach dem Empfang über eine spezielle Antenne mit der normalen wLAN-Technologie verteilt wird. Wenn das Sprint-Netz Ende 2007 in ausgewählten Märkten verfügbar ist, dann werden wir die ersten Endgeräte in einem größeren Umfang sehen, die WiMAX unmittelbar empfangen können. Erst dann zeigt sich, was 4G wirklich bedeutet. Was wir heute erwarten können, sind Übertragungsraten zwischen ein und vier Megabit und zusätzlich kann sich der Nutzer im Netz mit einer Geschwindigkeit bis zu 120 Kilometern bewegen. Wichtiger ist jedoch, dass Chip-Sets, die Endgeräte WiMAX-fähig machen, im nächsten Jahr für etwa zehn Dollar verfügbar sein werden.

    Speziell alle Geräte, die wir heute spannend finden, sind Kandidaten für die WiMAX-Kompatibilität: Laptop, PDA, Webcam und I-Pod. Mobilfunknetze leisten ähnliches – aber allein das Chip-Set ist zehnfach teurer.

    Unterm Strich wird WiMAX das mobile Internet liefern, das im Mobilfunk von der Kostenseite her eher etwas für Geschäftskunden ist. Vom Charakter her ist WiMAX daher bestimmt nicht der Lückenbüßer für weiße Flecken, sondern eher das mobile Web 2.0. Jederzeit, nicht nur zu Hause am PC, mit seinen Social Networks verbunden zu sein – was heißt das? Mit WiMAX werden bspw. die Videos zu dem Zeitpunkt upgeloaded, an dem sie aufgenommen werden und alle Nutzer sind realtime dabei. Es ist heute noch unvorstellbar, wie das das Mitteilungs- beziehungsweise Übertragungsbedürfnis der Web 2.0 Generation steigern wird.

    quelle: www.ecin.de
    Avatar
    landibu
    schrieb am 14.12.06 21:12:19
    Beitrag Nr. 3 (26.186.288)
    Zwischenruf zu WiMAX

    14.12.2006

    Ob das die ultimative WiMAX-Woche wird, kann man bezweifeln. Wie es so aussieht, wird die aktuelle Versteigerung der Frequenzen für den drahtlosen Breitbandzugang kaum mehr als das Mindestgebot von insgesamt 60 Millionen Euro erbringen.

    Ist das schon der Beleg dafür, dass wir es hier mit einer Nischentechnologie zu tun haben? Ich glaube nicht. Man kann die ganze Sache auch anders sehen. Die durchgängige pessimistische Einschätzung des Marktes durch die Akteure mit den tiefen Taschen bringt für einige Newcomer die Chance, Frequenzen am unteren Limit zu erwerben und ihr Pulver für den Netzaufbau trocken zu halten.

    WiMAX wird hierzulande von den meisten noch mit spitzen Fingern angefasst. So genannte Branchenbeobachter räumen WiMAX allenfalls Chancen ein als Notlösung für Regionen ohne DSL-Versorgung. Ich halte dagegen. Wenn jetzt Januar wäre, dann könnten die Pendler in der U-Bahn von Seoul die Versteigerung der Lizenzen im Internet über WiMAX verfolgen. Also noch maximal sechs Wochen bis die „Nischentechnologie“ mit der Unterversorgung zehn Meter unter Seoul aufgeräumt hat und mobiles breitbandiges Internet in den Schacht bringt. Zum gleichen Zeitpunkt stehen dann auch die WiMAX Karten für Laptops zur Verfügung. Die ersten Geräte mit WiMAX Chip folgen einige Monate später.

    Na ja, vielleicht hätte sich zumindest einer der zwölf Millionen Einwohner für WiMAX in Deutschland interessiert und auf diesem Wege von den „Potentialen“ dieser Technologie zur Schließung der Versorgungslücken insbesondere im ländlichen Raum gehört. Wenn dieser eine sich dann noch „on the move“ einen echten deutschen Heimatfilm herunter geladen hätte, um zu verstehen, was der ländliche Raum ist – das wäre für mich der schönste Kommentar zu den geschätzten Meinungen unserer Branchenbeobachter gewesen.

    14.12.2006 | Prof. Monse

    quelle: www.ecin.de
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    landibu
    schrieb am 14.12.06 21:19:26
    Beitrag Nr. 4 (26.186.434)
    Keiner will WiMAX

    21.11.2006

    „Keiner“ ist etwas übertrieben. Aber von den über 100 Unternehmen, die ursprünglich an den WiMAX-Lizenzen interessiert waren, sind nur noch sechs übrig geblieben. Lediglich drei haben vor ein bundesweites Netz aufzubauen. Wie viele letztlich nach der Versteigerung, die am 12. Dezember beginnt, übrig bleiben werden, ist noch eine offene Frage.

    Fest steht jetzt schon, dass sich kein einziger der deutschen Festnetzbetreiber, Mobilfunknetzbetreiber und Kabelnetzbetreiber beworben hat. Einige der Bewerber sollen „Newcomer“ sein, die mit WiMAX in den deutschen Markt einsteigen wollen. Ihre Namen werden erst vor der Versteigerung bekannt gegeben.

    Das war ein deutliches Zeichen, das der Markt gegeben hat. Aber was bleibt vom Hoffnungsträger WiMAX? Normalerweise sollte man nicht krampfhaft versuchen, schlauer als der Markt zu sein. „Follow the money“ (diesmal sozusagen in entgegengesetzter Richtung) ist meistens ein guter Rat.

    Ein Blog wäre natürlich kein Blog, wenn man sich allzu schnell geschlagen geben würde. Unisono scheint die Branche der Carrier jetzt darauf zu setzen, erst einmal die Investitionen in ihre bestehenden Netze wieder herauszuholen. Die aktuelle Lage der meisten Unternehmen führt anscheinend dazu, vor allem einer Strategie zu folgen: Keine Experimente! Für die Telcos heißt das momentan, dass vor allem auf DSL und UMTS gesetzt wird. Das kann aber auch ins Auge gehen.

    Breitbandiges Internet über Mobilfunk ist mit HSDPA möglich. Ob ein Massengeschäft daraus wird, ist jedoch fraglich. So sind die Chip-Sätze für HSDPA um eine Zehnerpotenz teurer, als diejenigen für WiMAX-Endgeräte. Ähnlich kurzsichtig könnte die Konzentration im Festnetzbereich auf DSL sein. Während die großen westeuropäischen TK-Unternehmen noch um die richtige Ausbaustrategie ringen und mit ADSL2+ oder VDSL2 Konzepte verfolgen, die auf der teuren Kombination herkömmlicher Kupferleitungen mit modernen Glasfaserleitungen basieren, haben sich viele kleinere Wettbewerber bereits für durchgängige Glasfaserlösungen entschieden. Langfristig werden sie damit mehr Bandbreite und vielfältigere Angebote zur Verfügung stellen können. Der Entwicklungspfad zu Fiber-To-The-Home (FTTH) ist deutlich zu erkennen. Das ist jedenfalls das Ergebnis einer neuen Studie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie zu den technologischen und ökonomischen Langfristperspektiven der Telekommunikation.

    Zurück zu WiMAX. Ich bin überzeugt davon, dass der Zurückhaltung der Anbieterseite nichts Entsprechendes auf der Seite der Nachfrager gegenüber steht. Damit meine ich nicht in erster Linie die Nachfrage nach Breitbandanschlüssen in unterversorgten Gebieten, in denen DSL nicht zur Verfügung steht. Es geht um etwas anderes.

    Diejenigen, die jetzt in WiMAX investieren, können von einer großen Nachfrage nach breitbandigem Internet ausgehen, vorausgesetzt dass Zugang und Endgeräte für den Massenmarkt erschwinglich bleiben.

    Zweifellos ist der Hintergrund Web 2.0. Das Internet hat sich inzwischen zum Medium der Dauerkommunikation entwickelt und die ist heute ohne den Einsatz von Audio und Video nicht mehr vorstellbar. Kommunikation jedoch, die nicht jederzeit und an jedem Ort möglich ist, wird bald von gestern sein. Bewohner von Second Life oder Up- und Down-Loader von YouTube-Videos – warum sollten sie sich in ihrer Mobilität einschränken lassen?

    WiMAX ist zurzeit die einzige Technologie, die dem sich abzeichnenden Massenansturm auf das mobile breitbandige Internet gewachsen ist. In einigen Monaten kommen die ersten Endgeräte, von denen Samsung jetzt schon eines vorgestellt hat. Und im letzten Jahr hat die gleiche Firma bereits demonstriert, dass WiMAX Nutzer sich mit 120 km pro Stunde fortbewegen können und ein Handover zwischen den Funkzellen möglich ist. Was will man mehr?

    21.11.2006 | Prof. Monse

    quelle: www.ecin.de (ein sehr interessantes und qualifiziertes forum, wie ich finde)
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    landibu
    schrieb am 14.12.06 21:33:36
    Beitrag Nr. 5 (26.186.714)
    ... auch dieser artikel ist nicht von schlechten eltern ...

    http://www.mittelstandsblog.de/wp-content/archiv/files/blogs…

    quelle: http://www.mittelstandsblog.de (Dr. rer. nat. Jürgen Kaack)
    Avatar
    landibu
    schrieb am 14.12.06 22:02:32
    Beitrag Nr. 6 (26.187.433)
    Antwort auf Beitrag Nr.: 26.186.714 von landibu am 14.12.06 21:33:36wem die 24 seiten text zuviel sind, dem sei seite 17 besonders empfohlen!
    Avatar
    Joanflorian
    schrieb am 14.12.06 22:21:54
    Beitrag Nr. 7 (26.187.839)
    Weil ich bald Geburtstag hab und bald Weihnachten ist würde ich mir vom WIMAX-Mann folgendes wünschen:

    Ich habe einen Laptop, der hat einen kleinen Schacht, in den ich mein Handy einklinken kann. Dann funktioniert das Internet überall wo ich will, in der ganzen Welt, zu kalkulierbaren Preisen, am besten Flatrate nicht über 100€. Videotelefonie und Fernsehen geht natürlich auch. Und wenn mir der Laptop zuviel zum rumschleppen ist und ich nur mein Handy brauche, klinke ich es aus und alles funktioniert genauso weiter, nur in Kleinformat. Wann wird diese Vision wohl Wirklichkeit sein?

    JoFlo
    Avatar
    Sugar2000
    schrieb am 14.12.06 23:38:26
    Beitrag Nr. 8 (26.188.957)
    Werden nun WIMAX Lizenzen auch versteigert??? Erinnert mich zuletzt an die UMTS Lizenzen... danach sah es echt übel für diejenigen aus, die welche bekommen hatten!!
    Interessant finde ich in Sachen WIMAX den Marktführer in Sachen Hardware Alvarion Technologies aus Israel (Nasdaq Listing)!

    Viele Grüße
    Sugar
    Avatar
    landibu
    schrieb am 15.12.06 13:09:28
    Beitrag Nr. 9 (26.202.624)
    endergebnis der wimax-versteigerung steht fest ...

    http://bwa-versteigerung.bundesnetzagentur.de/Ergebnisse_der…

    inquam ist für insgesamt knapp 17,6 mio. in allen frequenzgebieten zum zug gekommen (durchgängig b-paket). mgm hat televersa noch ein bißchen geärgert, das das D-paket in region 27 (oberbayern) abgestaubt.

    interessant finde ich, daß inquam in nahezu allen gebieten immer genau 5 teur niedriger geboten hat als dbd. nennt man sowas nicht preisabsprache? :rolleyes:

    jetzt heißt es hoffen und daumen drücken, daß sich qsc (oder inquam) bald outet. alles andere wäre eine herbe enttäuschung.

    @sugar2000
    wenn du dir die kosten für die lizenzen mal genauer ansiehst, wirst du feststellen, daß gegenüber umts drei nullen fehlen. das ist nämlich der kleine aber feine unterschied zwischen million und milliarde. dafür sind die chipsets von wimax um den faktor 10 günstiger als bei umts und die übertragungsrate ist vergleichbar hoch (oder sogar leicht besser). also von "übel" kann da echt keine rede sein. dazu stehen mit intel und samsung hersteller in den startlöchern, die keine 5 jahre benötigen, um die technik zu implementieren.

    wimax ist für mich: kleines risiko mit großer chance.

    landibu
    Avatar
    landibu
    schrieb am 15.12.06 13:18:14
    Beitrag Nr. 10 (26.202.838)
    hier noch eine schöne übersicht, um sich mal ein bild von den regionen zu verschaffen ...

    eigentlich gab es schon ziemlich viel fläche für relativ wenig geld. wie groß ist die bundesrepublik? was wäre das dann für ein quadratkilometerpreis?