12.11.2009 07:25
STADA: Erwartungsgemäß belebte Geschäftsentwicklung im Q3/2009 -
Planmäßige Entwicklung 1-9/2009 - Bestätigung des Mindestziels für
2009
STADA: Erwartungsgemäß belebte Geschäftsentwicklung im Q3/2009 -
Planmäßige Entwicklung 1-9/2009 - Bestätigung des Mindestziels für
2009
STADA Arzneimittel AG / Zwischenbericht
12.11.2009
Veröffentlichung einer Corporate News, übermittelt durch die DGAP -
ein Unternehmen der EquityStory AG. Für den Inhalt der Mitteilung
ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich.
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Wichtiges in Kürze * Erwartungsgemäß belebte Geschäftsentwicklung
im Q3/2009 im saisonalen Vergleich zu Q3/2008: o Konzernumsatz
383,3 Mio. EUR (-6%), bereinigt um Akquisitionen/Desinvestitionen
und Währungseffekte +4% o Konzerngewinn 23,2 Mio. EUR (+40%),
bereinigt um einmalige Sondereffekte und nicht operative bedingte
Effekte 32,1 Mio. EUR (+25%) o EBITDA 66,2 Mio. EUR (+8%),
bereinigt 74,1 Mio. EUR (+8%) o Operatives Ergebnis 43,7 Mio. EUR
(+8%), bereinigt 54,8 Mio. EUR (+8%) o Operativer Cashflow 68,8
Mio. EUR (+36%, bereinigt +32%) o Nettoverschuldung um 58,0 Mio.
EUR auf 1.004,8 Mio. EUR zurückgeführt (Vergleich 30.09.2009 vs.
30.06.2009) * Damit planmäßige Entwicklung in schwierigem Umfeld in
1-9/2009 im kumulierten Vergleich zu 1-9/2008: o Konzernumsatz
1.138,5 Mio. EUR (-8%, bereinigt +2%) o Konzerngewinn 71,5 Mio. EUR
(-10%), bereinigt 84,3 Mio. EUR (-7%) o EBITDA 190,2 Mio. EUR
(-9%), bereinigt 200,4 Mio. EUR (-8%) o Operatives Ergebnis 129,1
Mio. EUR (-14%), bereinigt 143,5 Mio. EUR (-14%) o Operativer
Cashflow: 124,7 Mio. EUR (+135%), bereinigt 135,4 Mio. EUR (+80%) *
Bestätigung des Mindestziels für 2009: bereinigtes EBITDA
mindestens 250 Mio. EUR
Die heute, am 12.11.2009, von der STADA Arzneimittel AG im
Zwischenbericht 9 Monate 2009 publizierten Geschäftszahlen belegten
im saisonalen Vergleich des 3. Quartals 2009 zum 3. Quartal 2008
sowohl beim Umsatz als auch beim Ertrag die für das 2. Halbjahr
2009 erwartete Geschäftsbelebung im Konzern. Der im 3. Quartal 2009
erzielte Konzernumsatz in Höhe von 383,3 Mio. EUR war zwar
gegenüber dem 3. Quartal 2008 um 6% rückläufig, stieg aber
bereinigt um Akquisitionen und Desinvestitionen sowie
Währungseffekte um 4%. Zugleich wuchsen alle konzernbezogenen
Ertragskennzahlen im 3. Quartal 2009 gegenüber dem 3. Quartal 2008
teilweise sogar kräftig an.
'Die von uns bereits seit Jahresbeginn in Aussicht gestellte
Geschäftsbelebung für das 2. Halbjahr 2009 wird in unseren Zahlen
des 3. Quartals klar erkennbar. Im saisonalen Vergleich gegenüber
dem 3. Quartal 2008 konnten wir eine Steigerung des Konzerngewinns
um 40% erzielen. Und auch beim Abbau unserer Nettoverschuldung sind
wir einen Schritt vorangekommen und haben diese im 3. Quartal 2009
um erfreuliche 58 Millionen Euro reduzieren können', so der
STADA-Vorstandsvorsitzende Hartmut Retzlaff über die positive
Entwicklung des Konzerns im abgelaufenen Quartal.
Kumuliert für die ersten 3 Quartale des laufenden Geschäftsjahres
2009 ergab sich für den STADA-Konzern damit eine planmäßige
Entwicklung. Vor dem Hintergrund von weiterhin teilweise sehr
schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten ging
der ausgewiesene Konzernumsatz gegenüber dem gleichen
Vorjahreszeitraum um 8% auf 1,138 Mrd. Euro zurück, stieg aber
bereinigt um Akquisitionen/Desinvestitionen und Währungseffekte um
2% an. Die Ertragskennzahlen für den STADA-Konzern liegen im
kumulierten Vergleich der ersten 9 Monate zwar plangemäß weiterhin
unter denen des gleichen Vorjahreszeitraums; der Rückstand des
aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr hat sich im 3.
Quartal 2009 dabei jedoch deutlich verkleinert.
Aus heutiger Sicht des Vorstands sollte somit das Mindestziel eines
bereinigten EBITDA von 250 Mio. EUR für das Geschäftsjahr 2009
unverändert zu erfüllen sein. Damit besteht mit einer fortgesetzten
Geschäftsbelebung im laufenden 4. Quartal weiterhin die Chance, im
Geschäftsjahr 2009 das im Vorjahresabschluss 2008 ausgewiesene
Ertragsniveau überschreiten zu können. Allerdings kann wohl das
deutlich höhere um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ
bedingte Effekte bereinigte Ertragsniveau des Vorjahres in 2009
voraussichtlich nicht mehr erreicht werden.
Umsatzentwicklung des STADA-Konzerns In den ersten 9 Monaten 2009
ging der Konzernumsatz vor dem Hintergrund der weiterhin
schwierigen Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten sowie
der anhaltenden globalen Finanz- und Wirtschaftskrise um 8% auf
1.138,5 Mio. EUR (1-9/2008: 1.231,8 Mio. EUR) erwartungsgemäß
zurück. Auch im 3. Quartal 2009 für sich allein betrachtet lag der
Umsatz mit 383,3 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 409,0 Mio. EUR) um 6%
unter Vorjahresniveau.
Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass es auf Grund von
Veränderungen im Konzern-Portfolio sowie Währungseffekten in den
ersten 9 Monaten 2009 zu einer Umsatzbelastung gegenüber dem
entsprechenden Zeitraum des Vorjahres von 9 Prozentpunkten bzw. im
3. Quartal 2009 allein betrachtet von 10 Prozentpunkten kam. Der um
diese Effekte bereinigte Konzernumsatz erhöhte sich damit im
Vergleich zur jeweiligen Vorjahresperiode in den ersten 9 Monaten
2009 um 2% bzw. im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 4%.
Im weiterhin deutlich größeren Kernsegment Generika (Umsatzanteil
71,7%) nahm der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2009 angesichts der
teilweise sehr schwierigen Rahmenbedingungen um 4% auf 816,6 Mio.
EUR (1-9/2008: 854,2 Mio. EUR) ab. Der um Portfolioveränderungen
und Währungseinflüsse bereinigte Umsatz der Generika lag auf dem
Niveau des entsprechenden Vorjahreszeitraumes.
Bei den Markenprodukten (Umsatzanteil 24,5%) wies STADA in den
ersten 9 Monaten 2009 einen Umsatzzuwachs in Höhe von 2% auf 278,7
Mio. EUR (1-9/2008: 273,0 Mio. EUR) auf. Unter Berücksichtigung von
Portfolioveränderungen und Währungseinflüssen verzeichnete der
bereinigte Umsatz der Markenprodukte in den ersten 9 Monaten 2009
sogar ein Umsatzplus von 10%.
Ertragsentwicklung des STADA-Konzerns Bei unverändert schwierigen
Rahmenbedingungen in einzelnen nationalen Märkten sowie ungünstigen
Wechselkursrelationen waren die Ertragskennzahlen des
STADA-Konzerns in den ersten 9 Monaten des laufenden
Geschäftsjahres planmäßig weiterhin rückläufig. Der Rückstand des
aktuellen Geschäftsjahres gegenüber dem Vorjahr hat sich im 3.
Quartal 2009 dabei jedoch - wie vom Vorstand erwartet - deutlich
verkleinert, da im direkten saisonalen Vergleich des 3. Quartals
für sich allein betrachtet alle Ertragskennzahlen teilweise sogar
deutlich über dem Niveau des 3. Quartals 2008 lagen.
Die Ertragskennzahlen der ersten 9 Monate 2009 enthielten sowohl
einmalige Sondereffekte als auch nicht operativ bedingte Effekte
aus Währungseinflüssen und Zinssicherungsgeschäften. Diese
belasteten die Ertragsentwicklung in den ersten 3 Quartalen 2009
mit saldiert 17,2 Mio. EUR vor bzw. 12,8 Mio. EUR nach Steuern
(1-9/2008: Ertragsbelastung von saldiert 15,8 Mio. EUR vor bzw.
11,0 Mio. EUR nach Steuern). Im 3. Quartal 2009 allein betrachtet
belasteten diese Effekte die Ertragsentwicklung saldiert mit 12,6
Mio. EUR vor bzw. 9,0 Mio. EUR nach Steuern (3. Quartal 2008:
Ertragsbelastung von saldiert 12,8 Mio. EUR vor bzw. 9,1 Mio. EUR
nach Steuern). Bei den im Folgenden berichteten bereinigten
Ertragskennzahlen sind diese Effekte jeweils herausgerechnet.
Der Konzerngewinn reduzierte sich in den ersten 9 Monaten 2009 um
10% auf 71,5 Mio. EUR (1-9/2008: 79,6 Mio. EUR), stieg im 3.
Quartal 2009 allein betrachtet dagegen jedoch um 40% auf 23,2 Mio.
EUR (3. Quartal 2008: 16,6 Mio. EUR). Der bereinigte Konzerngewinn
ging in den ersten 3 Quartalen 2009 um insgesamt 7% auf 84,3 Mio.
EUR (1-9 2008: 90,6 Mio. EUR) zurück, stieg jedoch im 3. Quartal
2009 allein betrachtet um 25% auf 32,1 Mio. EUR (3. Quartal 2008:
25,7 Mio. EUR).
Das Ergebnis je Aktie betrug in den ersten 9 Monaten 1,22 EUR
(1-9/2008: 1,36 EUR). Das Ergebnis je Aktie für das 3. Quartal 2009
allein betrachtet belief sich auf 0,39 EUR (3. Quartal 2008: 0,28
EUR). Als bereinigtes Ergebnis je Aktie ergab sich für die ersten 3
Quartale 2009 ein Wert von 1,44 EUR (1-9/2008: 1,55 EUR) und für
das 3. Quartal 2009 allein betrachtet eine Zahl von 0,55 EUR (3.
Quartal 2008: 0,44 EUR).
Das operative Ergebnis war in den ersten 9 Monaten 2009 um 14% auf
129,1 Mio. EUR (1-9/2008: 149,8 Mio. EUR) rückläufig, wuchs jedoch
im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 8% auf 43,7 Mio. EUR (3.
Quartal 2008: 40,3 Mio. EUR). Das bereinigte operative Ergebnis
ging in den ersten 3 Quartalen 2009 um 14% auf 143,5 Mio. EUR
(1-9/2008: 166,2 Mio. EUR) zurück und zeigte dagegen im 3. Quartal
2009 allein betrachtet einen Anstieg um 8% auf 54,8 Mio. EUR (3.
Quartal 2008: 50,8 Mio. EUR). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und
Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns belief sich in den ersten 9
Monaten 2009 auf 190,2 Mio. EUR (1-9/2008: 208,4 Mio. EUR) und war
damit um 9% geringer als in dem entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Im 3. Quartal 2009 allein betrachtet stieg das EBITDA allerdings um
8% auf 66,2 Mio. EUR (3. Quartal 2008: 61,3 Mio. EUR) an. Das
bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Aschreibungen
(bereinigtes EBITDA) ging in den ersten 9 Monaten 2009 im Konzern
um 8% auf 200,4 Mio. EUR (1-9/2008: 218,5 Mio. EUR) zurück, wuchs
aber im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 8% auf 74,1 Mio. EUR
(3. Quartal 2008: 68,7 Mio. EUR).
Zur Stärkung der mittel- und langfristigen Ertragsperspektive soll
das 2009 eingeleitete konzernweite Projekt 'STADA - build the
future' beitragen. Der Vorstand von STADA hält an der Erwartung
fest, mit diesem Projekt zusätzliche Ergebnisbeiträge erzielen zu
können, die sich mit der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen auf
Einsparungen im jährlich zweistelligen Millionenbereich addieren.
Konzernweit werden die Ergebnisse der laufenden vollständigen
Struktur- und Prozessanalyse voraussichtlich im 1. Quartal 2010
abschließend analysiert sein und dann als Grundlage für
Entscheidungen über zu treffende Maßnahmen herangezogen werden
können.
Regionale Entwicklungen im STADA-Konzern In Europa (Umsatzanteil
96%) reduzierte sich der Umsatz des STADA-Konzerns in den ersten 9
Monaten 2009 um 8% auf 1.093,0 Mio. EUR (1-9/2008: 1.191,1 Mio.
EUR). Bereinigt stieg der Umsatz des Konzerns in Europa leicht um
1%. In Westeuropa (Umsatzanteil 73%) wies STADA in den ersten 9
Monaten 2009 einen Umsatzrückgang von 8% auf 825,8 Mio. EUR
(1-9/2008: 895,2 Mio. EUR) aus - maßgeblich auf Grund der
Desinvestition von nicht zum Kerngeschäft gehörenden
Geschäftsaktivitäten in Großbritannien. Der bereinigte STADA-Umsatz
in den Märkten Westeuropas war um 2% rückläufig. In Osteuropa
(Umsatzanteil 23%), den so genannten CEE-Ländern, verringerte sich
der Umsatz - im Wesentlichen bedingt durch Währungseinflüsse - um
10% auf 267,1 Mio. EUR (1-9/2008: 285,9 Mio. EUR). Der bereinigte
Umsatz des Konzerns in Osteuropa stieg um 8%.
In Asien (Umsatzanteil 3%) verzeichnete STADA in den ersten 3
Quartalen 2009 einen Umsatzrückgang von 11% auf 32,2 Mio. EUR
(1-9/2008: 36,3 Mio. EUR). Der bereinigte Umsatz von STADA nahm in
Asien um 8% zu.
Der Konzernumsatz (Umsatzanteil 1%) in der restlichen Welt stieg in
den ersten 9 Monaten 2009 um 197% auf 13,3 Mio. EUR (1-9/2008: 4,5
Mio. EUR). Der bereinigte Umsatzzuwachs des Konzerns belief sich
hier auf 288%.
Lokale Entwicklungen in den fünf wichtigsten STADA-Märkten In
Deutschland, dem unverändert größten nationalen Markt von STADA,
ging der Umsatz in den ersten 9 Monaten 2009 um 6% auf 407,4 Mio.
EUR (1-9/2008: 435,5 Mio. EUR) zurück. Damit trugen die deutschen
Aktivitäten von STADA im Berichtszeitraum 35,8% (1-9/2008: 35,4%)
zum Konzernumsatz bei.
Die Umsätze des Kernsegments Generika hatten im deutschen Markt
einen Anteil von 78% am Konzernumsatz (1-9/2008: 79%). Unverändert
zeichnet sich der Generika-Markt in Deutschland durch ein
kontinuierlich rückläufiges Preisniveau und hohe Rabatte an
Krankenkassen auf Grund der regulatorisch initiierten
Rabattverträge zwischen Herstellern und Krankenkassen aus.
Angesichts der sehr schwierigen Rahmenbedingungen reduzierte sich
der Generika-Umsatz von STADA in Deutschland in den ersten 3
Quartalen 2009 um 8% auf 318,4 Mio. EUR (1-9/2008: 345,6 Mio. EUR).
Bei den aus den deutschen Apotheken abverkauften Generika nahm der
Marktanteil des STADA-Konzerns in den ersten 3 Quartalen des
laufenden Geschäftsjahres dennoch leicht auf 13,6% (1-9/2008:
13,5%) zu.
Zu dem Generika-Umsatz in Deutschland trug unverändert insbesondere
ALIUD PHARMA, das größte der konzerneigenen Vertriebs-Label im
deutschen Generika-Markt, bei, das - geprägt von den vorstehend
geschilderten schwierigen Marktbedingungen - nach 9 Monaten einen
leichten Umsatzrückgang um 1% auf 181,5 Mio. EUR (1-9/2008: 182,7
Mio. EUR) zu verzeichnen hatte. Unverändert nahm ALIUD PHARMA in
den ersten 9 Monaten im deutschen Generika-Markt Platz 3 ein.
Die zweite konzerneigene deutsche Generika-Linie STADApharm konnte
die zu Jahresbeginn als Abschluss einer vertrieblichen
Neupositionierung eingeführte aggressive Preispolitik durch
Absatzzuwächse nach wie vor noch nicht voll kompensieren.
Angesichts dessen ging der Umsatz dieses Labels in den ersten 9
Monaten 2009 um 22% auf 114,7 Mio. EUR (1-9/2008: 146,4 Mio. EUR)
zurück.
Das STADA-Generika-Vertriebs-Label cell pharm, Spezialanbieter für
die Indikationsfelder Onkologie und Nephrologie, wies in den ersten
9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres eine Umsatzsteigerung in
Höhe von 42% auf 21,0 Mio. EUR (1-9/2008: 14,8 Mio. EUR) auf. Ein
Grund für diese anhaltend positive Umsatzentwicklung war die
weitere Marktpenetration des ersten Biosimilars des Konzerns
SILAPO(R) (Wirkstoff Epo-zeta), das in den ersten 3 Quartalen 2009
einen Umsatz von 9,0 Mio. EUR erzielte (1-9/2008: 2,3 Mio. EUR bei
Einführung im 1. Quartal 2008).
Unverändert sind im deutschen Generika-Markt derzeit von diversen
Krankenkassen weitere Ausschreibungen für Rabattverträge
eingeleitet oder angekündigt. Im Rahmen dessen zeichnet sich eine
größere Vielfalt an Rabattvertragsstrukturen ab, nach dem durch
zwischenzeitliche Rechtsprechung die Erteilung von Zuschlägen an
mehrere Unternehmen pro Wirkstoff innerhalb eines Gebietsloses als
zulässig bestätigt worden ist. Zudem sind für 2010 von der neu
gebildeten Bundesregierung weitere strukturelle Veränderungen im
deutschen Gesundheitssystem zu erwarten. Dabei sind auch für das
Strukturelement der Rabattverträge, das für den Generika-Markt von
zentraler Bedeutung ist, Änderungen in der Diskussion, u.a. mit den
Zielen einer höheren Patientenakzeptanz sowie eines verbesserten
Kartellrechtsschutzes. Für die verschiedenen Ergebnisszenarien der
Ausschreibungen sowie der etwaigen rechtlich oder regulatorisch
veranlassten Änderungen der strukturellen Rahmenbedingungen im
deutschen Generika-Markt bereitet sich STADA im Rahmen des operativ
Möglichen unverändert angemessen vor. So wird auch aktuell die
bislang von STADA verfolgte lokale Vertriebsstrategie im deutschen
Markt einer eingehenden Prüfung unterzogen.
Im Kernsegment Markenprodukte stieg der Umsatz in Deutschland im
Berichtszeitraum leicht um 3% auf 87,3 Mio. EUR (1-9/2008: 85,1
Mio. EUR). Markenprodukte hatten in Deutschland in den ersten 9
Monaten 2009 damit einen Anteil von 21% (1-9/2008: 20%) am
deutschen Konzernumsatz.
Insgesamt ist für den Konzern in Deutschland für das Geschäftsjahr
2009 zu erwarten, dass bei moderat reduziertem Umsatz die operative
Profitabilität planmäßig weiter unter dem Konzerndurchschnitt
liegen wird.
Vor diesem Hintergrund hatte der Vorstand im Rahmen des Projektes
'STADA - build the future' bereits Maßnahmen für den deutschen
Konzernstandort Bad Vilbel vorgesehen. Zwar hatte sich dabei der
Betriebsrat des Standortes Bad Vilbel zum Abschluss einer
Betriebsvereinbarung bereit erklärt, die u.a. eine einvernehmliche
Verlängerung der Wochenarbeitszeit an diesem Standort von bisher
37,5 auf 39 Stunden ohne Lohnausgleich vorsah. Allerdings konnte im
Rahmen der gesetzlich notwendigen Zustimmung der
Tarifvertragsparteien trotz Zustimmung des Arbeitgeberverbandes die
der zuständigen Gewerkschaft IG BCE nicht erreicht werden. Der
Vorstand sieht damit die Verhandlungen als gescheitert an und wird
nach alternativen Möglichkeiten suchen, die erwarteten Einsparungen
im Personalkostenbereich zu erreichen.
In Russland (Umsatzanteil 11%), dem für STADA unverändert
zweitwichtigsten Markt, konnte der Konzern in lokaler Währung -
trotz der dort weiterhin schwierigen konjunkturellen Situation -
eine erfreuliche Umsatzsteigerung in Höhe von 17% erreichen. In
Euro war der Umsatz um 3% auf 127,4 Mio. EUR (1-9/2008: 132,0 Mio.
EUR) leicht rückläufig, da im Vergleich zum entsprechenden
Vorjahreszeitraum der Durchschnittskurs des russischen Rubel für
die ersten 9 Monate 2009 gegenüber dem Euro deutlich schwächer
notierte.
Vor dem Hintergrund dieser positiven Entwicklung geht STADA für
2009 weiterhin von einer deutlichen Ausweitung des russischen
Geschäfts bei einer unverändert oberhalb des Konzerndurchschnitts
liegenden operativen Profitabilität aus. Dabei wird die weitere
Entwicklung der Währungsrelation des russischen Rubel zum Euro
jedoch auch künftig einen wesentlichen Einfluss auf die Umsatz- und
Ergebnisbeiträge der russischen Geschäftsaktivitäten auf
Konzernebene haben.
Im Rahmen des konzernweiten Projektes 'STADA - build the future'
hat zudem für ein wesentliches Teilprojekt in Russland im laufenden
4. Quartal die Implementierungsphase begonnen. Allein aus diesem
russischen Teilprojekt sollen im Zuge der Implementierung
sukzessive steigende Einsparungen erzielt werden, die sich bei
Abschluss aller Maßnahmen auf mehr als 10 Mio. EUR pro Jahr
addieren sollen. Dazu werden im Laufe des Jahres 2010 mit
überschaubaren Investitionen im einstelligen Millionenbereich die
operativen Voraussetzungen geschaffen.
In Belgien (Umsatzanteil 8%) nahm der von STADA erwirtschaftete
Umsatz in den ersten 9 Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 10%
auf 90,4 Mio. EUR (1-9/2008: 82,5 Mio. EUR) zu. Neben
Neueinführungen profitierte der Konzern hier insbesondere von einer
zu Jahresbeginn eingeführten moderaten regulatorischen Stimulation
von Generika. Aus heutiger Sicht geht STADA für das Geschäftsjahr
2009 hier von einer deutlichen Umsatzerhöhung bei einer weiterhin
in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen Profitabilität
aus.
In Italien (Umsatzanteil 7%) erhöhte sich der Umsatz in den ersten
9 Monaten 2009 leicht um 3% auf 83,1 Mio. EUR (1-9/2008: 80,6 Mio.
EUR). Aus heutiger Sicht kann in Italien für das Geschäftsjahr 2009
weiterhin insgesamt mit einem moderaten Umsatzanstieg bei einer
erneut in etwa im Konzerndurchschnitt liegenden operativen
Profitabilität gerechnet werden.
In Serbien (Umsatzanteil 7%) war der Umsatz von STADA in den ersten
9 Monaten 2009 um 9% in lokaler Währung und in Euro um 23% auf 78,7
Mio. EUR (1-9/2008: 101,9 Mio. EUR) rückläufig. Im Wesentlichen
trugen zu dieser Entwicklung lokale Nachfrageschwächen infolge der
globalen Finanz- und Wirtschaftskrise bei. Allerdings stieg der
Umsatz im 3. Quartal 2009 allein betrachtet um 11% in lokaler
Währung; in Euro ging der Umsatz dabei um 8% auf 33,5 Mio. EUR (3.
Quartal 2008: 36,5 Mio. EUR) zurück. Für das Geschäftsjahr 2009
insgesamt muss in Serbien mit einem Umsatzrückgang gerechnet
werden. Ob auch im Geschäftsjahr 2009 noch wie in den Vorjahren das
Ziel einer oberhalb des Konzerndurchschnitts liegenden operativen
Profitabilität des von Serbien aus geführten Teilkonzerns erreicht
werden kann, ist aus heutiger Sicht offen. Zudem hängen die Umsatz-
und Ergebnisbeiträge dieses Teilkonzerns auch weiterhin maßgeblich
von der Entwicklung der Währungsrelation der lokalen Währung, des
serbischen Dinar, die der Teilkonzern zum Ausweis seiner Ergebnisse
verwendet, zum Euro ab.
Unverändert ist in Serbien offen, wann die sehr schwierigen
ökonomischen Rahmenbedingungen dort wieder ein signifikantes
Wachstum zulassen werden. So ist vor dem Hintergrund der aktuellen
wirtschaftlichen Situation des Landes ein steigender
regulatorischer Preisdruck in Serbien in Diskussion; auch können
weitere Zahlungsausfälle nicht ausgeschlossen werden. Vor diesem
Hintergrund fokussiert der Konzern in Serbien weiterhin auf
Kostensenkungen im operativen Geschäftsbetrieb; Serbien gilt
deswegen auch als ein voraussichtlicher Schwerpunkt für
ertragsverbessernde Maßnahmen im Rahmen des konzernweiten Projekts
'STADA - build the future'.
Forschung und Entwicklung Die Forschungs- und Entwicklungskosten
von STADA erreichten in den ersten 9 Monaten 2009 einen Wert von
33,8 Mio. EUR (1-9/2008: 34,1 Mio. EUR). Insgesamt führte STADA in
den ersten 3 Quartalen des laufenden Geschäftsjahres weltweit 335
einzelne Produkte (1-9/2008: 322 Produkteinführungen) in einzelnen
nationalen Märkten ein.
Finanz- und Vermögenslage sowie Cashflow Nach Ansicht des Vorstands
ist die Finanz- und Vermögenslage des STADA-Konzerns unverändert
stabil. So betrug die Eigenkapitalquote zum 30.09.2009 34,5%
(31.12.2008: 34,0%) und liegt nach Ansicht des Vorstands damit
weiterhin deutlich im zufriedenstellenden Bereich von über 30%.
Die Nettoverschuldung belief sich zum 30.09.2009 auf 1.004,8 Mio.
EUR (31.12.2008: 1.015,7 Mio. EUR) und lag damit um erfreuliche
58,0 Mio. EUR unter dem Wert zum 30.06.2009. STADA ist dabei nach
wie vor maßgeblich über langfristige Schuldscheindarlehen
verschiedener internationaler und nationaler Banken mit
Fristigkeiten im Bereich 2010-2015 finanziert und verfügt zudem
unverändert über ca. 500 Mio. EUR offene, d.h. vom Konzern nicht in
Anspruch genommene Kreditlinien.
Der Brutto-Cashflow von STADA lag im Berichtszeitraum bei 131,0
Mio. EUR (1-9/2008: 142,7 Mio. EUR). Der operative Cashflow stieg
in den ersten 9 Monaten 2009 auf 124,7 Mio. EUR, bereinigt um
periodenfremde Einflüsse auf 135,4 Mio. EUR (1-9/2008: 53,0 Mio.
EUR, bereinigt um damalige periodenfremde Einflüsse 75,2 Mio. EUR).
Der operative Cashflow im 3. Quartal 2009 für sich allein
betrachtet erreichte damit 68,8 Mio. EUR und stieg somit um 36%
bzw. bereinigt um 32% gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum
(Q3/2008: 50,6 Mio. EUR, bereinigt um damalige periodenfremde
Einflüsse 52,4 Mio. EUR).
Akquisitionen und Desinvestitionen Im Rahmen der zurzeit verfolgten
behutsamen Akquisitionspolitik hat STADA im 3. Quartal 2009 nur
eine sehr kleine Akquisition von spezifischen
Produktionskapazitäten für ein einzelnes Konzernprodukt getätigt.
Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt ca. 0,1 Mio. EUR. Zur
Integrierung und Optimierung dieser Produktionskapazitäten werden
zudem in 2010 im Rahmen von einmaligen Sondereffekten Kosten in
Höhe von ca. 1,0 Mio. EUR anfallen.
Im laufenden 4. Quartal hat sich STADA in China von Randaktivitäten
getrennt und den 51%-Anteil an der Health Vision Enterprise Ltd.,
Hongkong, China, veräußert. Die Health Vision Enterprise Ltd. ist
überwiegend im Bereich der Handelsgeschäfte tätig, die bekanntlich
nicht zu dem Kerngeschäft des Konzerns zählen. Der Kaufvertrag
wurde im laufenden 4. Quartal am 26.10.2009 abgeschlossen. Der
Vertrag sieht zeitlich gestaffelte Zahlungen des Kaufpreises von
insgesamt ca. 4,2 Mio. EUR vor. STADA rechnet im Rahmen des
Verkaufs mit einem moderaten Buchgewinn. Auf Grund nicht mehr
gegebener Wesentlichkeit war die Health Vision Enterprise Ltd. im
Konzern bekanntlich bereits zum 01.01.2009 entkonsolidiert
worden.
Ausblick Der Vorstand bestätigt grundsätzlich den im
STADA-Geschäftsbericht 2008 publizierten Ausblick und Risikobericht
für den Konzern unter Einbezug der diesbezüglichen ergänzenden
Aussagen in den Zwischenberichten des laufenden Geschäftsjahres
2009.
Demzufolge zeichnet sich die weitere Entwicklung des STADA-Konzerns
zum einen durch die vorhandenen strukturellen und operativen
Wachstumschancen aus, zum anderen bestehen ein operativ weiterhin
herausforderndes Umfeld sowie signifikante Belastungen auf Grund
der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise.
Vor diesem Hintergrund hält der Vorstand das operative
Geschäftsmodell von STADA weiter für nachhaltig und zukunftsfähig
und sieht aus heutiger Sicht für die kommenden Jahre die
prinzipielle Chance, ungeachtet eines weiterhin herausfordernden
Umfelds Wachstum bei Umsatz und Konzerngewinn erzielen zu
können.
Die für das 4. Quartal 2009 gegenüber dem 4. Quartal 2008 erwartete
Umsatzsteigerung wird aus heutiger Sicht allerdings nicht mehr
ausreichen, um im Geschäftsjahr 2009 insgesamt das
Umsatzrekordniveau des Vorjahres erneut erreichen zu können.
Bereinigt um Einflüsse aus Akquisitionen und Desinvestitionen sowie
Währungseffekten erscheint für das Geschäftsjahr 2009 insgesamt im
Konzern eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr jedoch
weiterhin möglich.
Bei der Ertragsentwicklung sollte für das Geschäftsjahr 2009
insgesamt aus heutiger Sicht des Vorstands das Mindestziel eines
bereinigten EBITDA von 250 Mio. EUR unverändert zu erfüllen sein.
Damit besteht mit einer fortgesetzten Geschäftsbelebung im
laufenden 4. Quartal weiterhin die Chance, im Geschäftsjahr 2009
das im Vorjahresabschluss 2008 ausgewiesene Ertragsniveau
überschreiten zu können. Allerdings kann wohl das deutlich höhere
um einmalige Sondereffekte sowie nicht operativ bedingte Effekte
bereinigte Ertragsniveau des Vorjahres in 2009 voraussichtlich
nicht mehr erreicht werden.
Weitere Informationen:
STADA Arzneimittel AG / Unternehmenskommunikation / Stadastraße
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AXC0032 2009-11-12/07:25
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