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ESPAÑA y EL SOL ++ thermische Solarkraftwerke + PV + Projekte + Techniken + Infos + AG´s ++ ( Seite 3)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 19.12.06 15:44:43
von
neuster Beitrag 06.12.10 13:08:35
von

Anzahl Beiträge: 808
Aufrufe gesamt: 125.771
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schrieb am 26.12.06 23:25:18
Beitrag Nr.21 
(26.483.393)
Antwort
Zitat
SARASIN Studie 2005, Solarenergie
Solarthermische Kraftwerke in Spanien / USA
als pdf Seite 49-60

http://www.sarasin.ch/sarasin/show/pdf/pdfreader?file=Studie…
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Andreas Preißner
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schrieb am 26.12.06 23:41:06
Beitrag Nr.22 
(26.483.598)
Antwort
Zitat
Sarasin-Studie zur Solarenergie 2006 (neu)
Das Schweizer Bankhaus Sarasin & Cie AG benennt in ihrer aktuellen Studie zur Solarenergie die Licht- und Schattenseiten der boomenden internationalen Solarindustrie.



(Sarasin, 7.12.2006) – Die Solarenergie-Industrie ist weiter im Aufwind. Die Solarzellenproduktion als auch die neu installierten Solarkollektoren haben weltweit um 40% bzw. 16.5% zugenommen. Rund 77% der weltweit neu installierten Kollektoren finden sich dabei in China, was einem Marktwachstum von 20% entspricht. Aber auch der Schweizer Markt entwickelte sich kräftig: Er legte ebenfalls um 26% zu. Die Prognosen für die Photovoltaik – insbesondere ab 2008 – scheinen attraktiv. In ihrer neusten Studie zur Solarenergie-Industrie prognostiziert die Bank Sarasin & Cie AG zwischen 2011 und 2020 dann auch jährliche Wachstumsraten von 21% für die Photovoltaik und 20% für Solarkollektoren.

Die auf Vermögensverwaltung und Anlageberatung spezialisierte Bank Sarasin & Cie AG untersucht in ihrer neusten Studie „Solarenergie 2006 — Licht- und Schattenseiten einer boomenden Industrie“ die aktuellen Marktverhältnisse und -aussichten im Bereich der Solarenergie respektive der drei Anwendungsgebiete Photovoltaik (PV), Solarthermie und solarthermische Kraftwerke.

Photovoltaik-Unternehmen bis April 2006 in der Gunst der Anleger
Der PV-Boom hielt auch 2005 an. Die weltweite Solarzellenproduktion stieg um über 40% auf 1.740 MW. Nebst den zunehmenden Produktionsmengen an Solarzellen entwickelten sich auch die Kurse von börsenkotierten Solarunternehmen eindrücklich: Der PPVX-Index — ein Index welcher 30 Solartitel aus verschiedenen Ländern beinhaltet — ist 2005 um rund 150% gestiegen. Auch in den ersten vier Monaten dieses Jahres stieg der Index noch einmal um rund 125 Prozentpunkte. Das attraktive Marktumfeld bewirkte, dass weitere PV-Unternehmen an die Börse strömten. Seit der Kurskorrektur im Mai dieses Jahres unterscheiden Investoren jedoch klar zwischen den einzelnen Titeln und vergleichen die Geschäftsmodelle. Das Augenmerk richtet sich auf die Strategie und wie einzelne Unternehmen mit den Schlüsselthemen für die zukünftige Entwicklung der Solarbranche umzugehen wissen.

Für die künftige Entwicklung des PV-Marktes geht die Bank Sarasin davon aus, dass die Siliziumknappheit das Marktwachstum noch bis 2008 abbremsen wird. Doch für 2010 wird mit einer weltweit neu installierten PV-Leistung von rund 4.1 GW gerechnet. Dies entspricht einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate für die Zeitspanne 2005 bis 2010 von 26%. Für das nächste Jahrzehnt (2011-2020) wird eine durchschnittliche Wachstumsrate von gut 21% erwartet.

China installiert 77% aller Solarkollektoren
Weltweit wurden 2005 mit 13.6 GW thermischer Energie rund 16.5% mehr Solarkollektoren installiert als noch 2004; rund 77% davon in China, dessen Markt sich um insgesamt 20% vergrößerte. Der europäische Solarthermiemarkt entwickelte sich ebenfalls positiv und ist 2005 um 26% gewachsen. Nach wie vor dominieren die drei Länder Deutschland, Österreich und Griechenland mit einem gemeinsamen Marktanteil von 70%. Aufstrebende europäische Märkte sind vor allem Frankreich (+134%), Portugal (+60%) und die neuen EU-Länder mit einem durchschnittlichen Wachstum von 33%. Auch der Schweizer Markt wuchs um 26%. Gerade bei Eigenheimbesitzern liegt die Solarthermie wegen den gestiegenen Öl- und Gaspreisen wirtschaftlich im Trend.

Für das laufende Jahr 2006 geht die Bank von einer weltweit neu installierten Kollektorkapazität von rund 17.2 GWth (thermischer Energie) aus, d.h. 25% mehr als im Vorjahr. Dieses Wachstum wird hauptsächlich von der Dynamik in China, in Europa aber auch in anderen nicht-europäischen Ländern getrieben. Bis 2010 dürfte auch die globale Wachstumsrate weiterhin zwischen 25 und 30% liegen. Aufgrund der zunehmenden Reife des Marktes ist zwischen 2011 und 2020 zu erwarten, dass die durchschnittliche Wachstumsrate auf 20% pro Jahr zurückgehen wird. Der Weltmarkt für neu installierte Solarkollektoren hätte demnach 2020 ein Volumen von rund 390 GWth.

Jahr der Wahrheit für solarthermische Kraftwerke
Die Planungen für neue solarthermische Kraftwerksprojekte sind konkreter geworden. Unter anderem aufgrund technologischer Fortschritte, günstigeren politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wie z. B. Klimaschutzabkommen, hohe Öl- und Gaspreise, Förderprogramme für erneuerbare Energien sowie attraktive Einspeisevergütungen. Speziell in Spanien und im Westen der USA haben sich die Förderbedingungen für solarthermische Kraftwerke verbessert. Die aktuelle Projektliste der weltweit geplanten solarthermischen Kraftwerke enthält mittlerweile sieben in Bau befindliche Projekte. Die weitere Entwicklung hängt nun stark vom Erfolg und den Erfahrungen dieser Projekte ab (Wirtschaftlichkeit, Zuverlässigkeit der Technik). Aufgrund der geplanten Projekte hält die Bank Sarasin die Realisierung von Kraftwerken mit einer Gesamtleistung von 2.1 GW bis 2010 für möglich.
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schrieb am 26.12.06 23:59:07
Beitrag Nr.23 
(26.483.820)
Antwort
Zitat
Solar-Aktien
Die Zeiten des schnellsten Wachstums sind vorbei
...mit Aussagen zum PV Solarmarkt in Südeuropa von Sarasin 2006


07. Dezember 2006
Ranglisten mit den besten Unternehmen üben auf Anleger natürlich einen besonderen Reiz aus. Die Kurse der Vorzeigefirmen einer Branche werden sich besser entwickeln als der Durchschnitt, so die Hoffnung. Diese Rechnung mag aufgehen - wenn sich die unterschiedliche Qualität der Unternehmen nicht schon längst in den Kursen widerspiegelt.

Investoren, die auf Solarwerte setzen wollen, können ihre Anlageentscheidung jetzt mit einer Liste der Bank Sarasin anreichern. Das Schweizer Kreditinstitut hat anhand von vier Kriterien die strategische Positionierung von 16 börsennotierten Photovoltaik-Unternehmen bewertet: gesicherte Rohstoffversorgung, kritische Größe des Unternehmens, technisches Know-how und internationale Kundenbasis (siehe erste Grafik).

Solarworld führt die Sarasin-Rangliste an



„Wir gehen davon aus, daß sich die Branche schneller mit klaren Gewinnern und Verlierern konsolidieren wird und immer weniger Neueinsteiger Fuß fassen können“, erklärt Matthias Fawer-Wasser, Nachhaltigkeitsanalyst bei der Bank Sarasin und Autor der Studie. „Unternehmen werden nur dann in der Photovoltaik nachhaltig erfolgreich sein, wenn sie die kritischen Aspekte positiv angehen. Nach unserer Untersuchung vorbildlich ist dabei Solarworld.“

Das Bonner Unternehmen überzeuge insbesondere bei Know-how, Internationalität und sein Bemühen zur Rohstoffsicherung. Auf Platz zwei liegt mit Q-Cells ebenfalls ein Unternehmen aus Deutschland. Q-Cells sichere sich den Zugriff auf materialsparende und zukunftsträchtige Technologien durch seine Beteiligungen an EverQ und CSG Solar. Mit Sharp aus Japan liegt das größte Solarunternehmen auf Platz drei. Sharp überzeuge neben der Größe durch Kundenbasis und Know-how, habe aber Probleme bei der Rohstoffsicherung. Am Ende der Rangliste liegen Suntech, Solon, Motech, Sunways und Solar-Fabrik.

Solar-Aktien reagieren uneinheitlich



Die Anleger stürzten sich am Donnerstag, als die Sarasin-Studie veröffentlicht wurde, nicht auf alle Solar-Aktien aus der Liste. Solarworld (Isin DE0005108401) legte bis zum frühen Nachmittag zwar etwa ein Prozent zu, Q-Cells (DE0005558662) verlor aber 1,3 Prozent. Sharp-Aktien (JP3359600008) gewannen im Frankfurter Handel mehr als drei Prozent, die Titel der Renewable Energy Corporation (NO0010112675) verloren in Oslo dagegen 1,3 Prozent. Conergy (DE0006040025) schließlich, die Nummer fünf auf der Sarasin-Liste, tendierte fast unverändert.

Nachrichtlich gab es am Donnerstag nur von Solarworld Neues zu melden: Das Tec-Dax-Schwergewicht teilte mit, seine Kapazitäten für die Siliziumproduktion im sächsischen Freiberg zu erweitern. Ein mit der niederländischen Scheuten Solarholding geschlossenes Gemeinschaftsunternehmen soll eine Anlage zur Herstellung von hochreinem Solarsilizium bauen. Als Kapazität seien zunächst 1.000 Tonnen im Jahr geplant. „1000 Tonnen bedeuten fünf Prozent des derzeit weltweiten Solarsiliziumbedarfs“, sagte Vorstandschef Frank Asbeck.

Die Branche steht vor Herausforderungen



Die Bank Sarasin geht in ihrer Studie von einem weiteren Wachstum der Photovoltaik aus (siehe auch Grafiken). „Wir rechnen damit, daß bis 2010 die neu installierte Photovoltaikleistung durchschnittlich um 26 Prozent im Jahr wachsen wird“, sagt Fawer-Wasser. Die Korrektur der Solar-Aktien im Mai habe gezeigt, daß es neben den Wachstumschancen auch Schattenseiten gibt. Der Erfolg der Unternehmen hänge davon ab, wie sie Herausforderungen wie Rohstoffknappheit, bürokratische Hürden bei Förderprogrammen und zunehmende Konkurrenz meistern würden.

2005 nahm die weltweit neu installierte Photovoltaik-Leistung der Studie zufolge um 55 Prozent zu. Dabei lag Deutschland mit etwa 700 Megawatt Peak und einer Wachstumsrate von 93 Prozent schon zum zweiten Mal vor Japan, das aber insgesamt der größte Produzent von Solarzellen bleibt. „Deutschland hat zurzeit noch ein bemerkenswert hohes Wachstum in der Photovoltaik“, sagt Fawer-Wasser. „Langfristig wird Deutschland aber wie auch Japan relativ an Bedeutung abnehmen. Wir gehen davon aus, daß der Anteil Deutschlands am Weltmarkt von 55 Prozent im letzten Jahr auf 22 Prozent im Jahr 2010 zurückgehen wird.“ So erwartet die Bank bis 2010 in Deutschland eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 5,1 Prozent, während sie weltweit 26 Prozent betragen wird.

Photovoltaik ab 2020 wettbewerbsfähig?



Fawer-Wasser rechnet damit, daß die Siliziumversorgung weiterhin ein Schlüsselthema der Solarbranche bleibt. So werde die Nachfrage in den nächsten beiden Jahren das Angebot bei weitem übersteigen. Erst 2008 sei mit einer gewissen Entspannung zu rechnen, da dann zusätzliche Siliziummengen auf den Markt kommen würden. Eine weitere Herausforderung seien die hohen Modul- und Systempreise. So seien in den vergangenen Jahren die Endpreise für eine gesamte Photovoltaik-Anlage deutlich gestiegen. In Deutschland gebe es schon erste Signale für einen Nachfragerückgang.

Die Photovoltaik dürfe außerdem das Ziel der Wettbewerbsfähigkeit ohne Förderung nicht aus den Augen verlieren: „Wir glauben, daß Photovoltaik-Anlagen in sonnenreichen Regionen ab 2013 wettbewerbsfähig sein werden“, sagt Fawer-Wasser. „In gemäßigten Breiten wie Mitteleuropa, also auch in Deutschland, wird dieses um 2020 der Fall sein.“

Dünnschicht-Technologie vor dem Durchbruch?



Zu Dünnschicht-Technologien äußert sich Fawer durchaus skeptisch. Dünnschichtmodulen wird immer wieder eine große Zukunft vorausgesagt, weil für sie kein oder sehr viel weniger Silizium benötigt wird (siehe auch: Dünnschichtzellen gegen die Siliziumknappheit). „Dünnschichtbasierte Solartechnologien haben ein großes Potential“, schreibt Fawer zwar. Vorteile seien unter anderem der geringe Rohstoffverbrauch, die bessere Leistung bei hohen Temperaturen und das hohe Kostenreduktionspotential. Doch sei die Branche derzeit erst im Übergang von Pilotlinien zur Serienfertigung.

„Die Prognose der Europäischen Photovoltaik Vereinigung (EPIA) rechnet bis 2010 mit einem Anstieg des Dünnschichtanteils an der Modulgesamtproduktion von derzeit sechs auf 20 Prozent, das heißt nach ihrer Berechnung etwa 1.000 Megawatt Peak“, schriebt Fawer. „Wir halten einen Anstieg auf rund 700 Megawatt Peak für realistisch, da nach unserer Erfahrung nicht alle Projekte vollständig oder teilweise nur verzögert realisiert werden.“ Ohne Risiko könnten auch die Dünnschichthersteller nicht in die Zukunft schauen. Einige Technologien benötigten statt Silizium andere aufwendig zu gewinnende Stoffe, die auf dem Weltmarkt nur in geringen Mengen gehandelt würden und deren Preise sich zum Teil drastisch erhöht hätten.

Vorbei die Zeiten des schnellsten Wachstums



Die Sarasin-Studie wirft alles in allem einen nüchternen Blick auf die Branche. Der Photovoltaikmarkt wächst weiterhin schnell, doch die Zeiten des schnellsten Wachstums sind wohl vorbei. Die jüngsten Geschäftszahlen einiger Unternehmen haben gezeigt, daß der Verkauf nicht wie gewünscht vorankommt - die Lager haben sich gefüllt.


Besonders die Aussichten der kleinen Spieler am Markt dürften daher kritisch zu betrachten sein. Wenn sie keine auskömmliche Nische finden, haben sie gegen die Großen der Branche keine Chance. Die Aktien der Branchenführer sind mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) zwar billiger geworden, richtige Schnäppchen sucht man aber vergebens. Die etablierten Unternehmen der Branche - hier kann die Sarasin-Liste durchaus als Orientierungshilfe dienen - sollten Gewinn und Umsatz in den kommenden Jahren noch deutlich steigern können. Diese Erwartung ist in den Kursen aber schon eingepreist. Auf kurze und mittlere Sicht dürfen Anleger von Solar-Aktien darum nicht zu viel erwarten.

Die in dem Beitrag geäußerte Einschätzung gibt die Meinung des Autors und nicht die der F.A.Z.-Redaktion wieder.
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schrieb am 27.12.06 00:05:30
Beitrag Nr.24 
(26.483.901)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.483.598 von bossi1 am 26.12.06 23:41:06:look:
Avatar
schrieb am 27.12.06 00:37:36
Beitrag Nr.25 
(26.484.309)
Antwort
Zitat
Hi Lanza,
ich setzte hier mal einen Link zu Deinem Thread vom Stirling Motor, wo Du dieses System erkärst. Diese Technik findet ebenfalls bei Solarkraftwerken Verwendung und es wurde bereits in einem Thread Artikel erwähnt. ;)
Thread: alte technologie - hochaktuell . . . eine verspätete revolution?

Gruß bossi
Avatar
schrieb am 27.12.06 01:16:10
Beitrag Nr.26 
(26.484.770)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.484.309 von bossi1 am 27.12.06 00:37:36danke, ich wollte gerade darauf hinweisen, es scheint, als w´rde die technik sich mehr und mehr etablieren

ich habe es immer geahnt bzw. war überzeugt von der idee/technik . . .

ich glaube, es wird ernsthaft zeit sich (weiter) zu positionieren . . .
Avatar
schrieb am 27.12.06 01:19:18
Beitrag Nr.27 
(26.484.807)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.484.309 von bossi1 am 27.12.06 00:37:36sorry, gruß zurück . . .
ich bin gespannt, was morgen mit abengoa passiert,
hast du im chart-thread gelesen? was sagst du?
und wegen ntc. - das gewinnpotential ist gestiegen, soll heißen der kurs gesunken - einstiegschance oder noch warten, ich weiß es leider auch nicht, wenn ich bei corpas ein kaufsignal sehe, sage ich dir bescheid wenn du magst

Avatar
schrieb am 27.12.06 12:41:48
Beitrag Nr.28 
(26.492.178)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.336.801 von bossi1 am 20.12.06 13:10:39Das Material mit dem es doch noch geht



Abb.: Solarthermische Quellen - Eruptionen auf der Sonne im ultravioletten Spektralereich.

Raumtransportsysteme wie das US amerikanische Space Shuttle, die aus dem All zur Erde zurückkehren können, sind beim Eintritt in die Erdatmosphäre aufgrund der Luftreibung extrem hohen Temperaturen ausgesetzt. Deshalb sind besondere Maßnahmen erforderlich, um das Transportmittel selbst und damit die Besatzung oder allgemein die zur Erde zurück zu bringende Nutzlast vor Schaden zur bewahren.

Auch in Deutschland befasste und befasst man sich mit der sog. Wiedereintrittstechnologie und entwickelt in diesem Zusammenhang seit Mitte der 80er Jahre besondere Werkstoffe: faserverstärkte Keramiken, die nicht nur die sehr hohen Temperaturen beim Wiedereintritt aus dem Weltraum aushalten, sondern sich noch durch weitere wertvolle Eigenschaften auszeichnen. Sie haben eine geringe Dichte, hohe Festigkeit und hohe Steifigkeit (auch bei hohen Temperaturen) und widerstehen in besonderem Maße Verschleiß, Korrosion und Thermoschocks. Der besondere Vorteil faserverstärkter gegenüber monolithischer Keramik liegt in der hohen Bruchzähigkeit, die zu einem "quasiduktilen", nicht spröden Bruchverhalten führt.

Aus faserverstärkter Keramik lassen sich dünnwandige und großflächige Keramikbauteile in Integralbauweise herstellen. Sie ermöglicht Leichtbau in vielen Bereichen der Technik wie Chemie, Umwelt, Energie oder Maschinenbau. Faserverstärkte Keramiken sind keine homogenen, einheitlich erfassbaren Werkstoffe, sondern vielmehr ein breites Spektrum verschiedenster chemischer Systeme, die ein breites Feld ingenieurtechnischer Anforderungen abdecken. Beispiele für einen erfolgreichen Technologietransfer in neue Anwendungsbereiche gibt es in der solaren Kraftwerkstechnik oder der Klimaforschung.

Solarkraftwerke

In Spanien gibt es ein neues Gesetz, wonach jede Kilowattstunde solar erzeugten Stroms mit ca. 15 Cent vergütet wird. Dies ist Motor für die Entwicklung solarthermischer Kraftwerke, bei der DLR und ein deutsches Unternehmen aus dem Anlagenbau, Kraftanlagen Anlagentechnik München GmbH (KAM) kooperieren. Das DLR entwickelte für solarthermische Kraftwerke mit hohem Wirkungsgrad einen rein keramischen Receiver (PhitRec). Entscheidend für die Leistungsfähigkeit des Receivers ist der Einsatz des keramischen Materials Cesic® (kohlefaserverstärktes Siliziumcarbid) der Fa. ECM Ingenieur-Unternehmen für Energie- und Umwelttechnik, auf das Mitarbeiter des DLR 1999 während der Hannover Messe und der dortigen Präsentation von Raumfahrttechnologien aufmerksam wurden. ECM ist ein Tochterunternehmen der KAM und verfügt über das nötige Know-how, auch komplexe keramische Bauteile wie den Phitrec-Receiver einfach und kostengünstig herzustellen.



Abb.: Keramischer PhitRec-Receiver

Das Konzept zum PhitRec-Receiver sieht vor, die Anzahl an unterschiedlichen Bauteilen zu minimieren und auf jegliche aufwendige Kühlung zu verzichten. Das Resultat ist ein Receiver, der modular aus gleichen Bauteilen zusammengesetzt wird. Hierdurch kann die gesamte Entwicklungs- und Optimierungsarbeit auf ein einzelnes Bauteil konzentriert werden. Insbesondere reduziert sich hierdurch die Ausfallwahrscheinlichkeit, was ein wichtiges Argument für eine schnelle Markteinführung ist.

Inzwischen wurden drei Prototypen des Phitrec-Receivers im Sonnenofen des DLR gestestet. Die weitere Entwicklung wird vom Bundesministerium für Umwelt gefördert. In diesem Zusammenhang sind Versuche im 400 kW Maßstab auf der Plataforma de Almeria vorgesehen, und es soll das Hochskalieren der Receiver auf die später in kommerziellen Anlagen angestrebte Baugröße von 5 MW Modulen durchgeführt werden. Nach erfolgreichen Tests ist eine weltweite Vermarktung dieser Art von solarthermischen Kraftwerken durch KAM vorgesehen. ...siehe Abenbgoa´s Solarturmkraftwerke

Spiegel zur Ausrichtung eines Spektrometers

Auf dem russischen Höhenflugzeug Geophysica betreibt das Forschungszentrums Karlsruhe das Emissions-Fourierspektrometer MIPAS-STR (Michelson Intererometer für passive atmosphärische Sondierung - STRatosphärenflugzeug). Aus den damit gemessenen Infrarot-Spektren werden Konzentrationen von diversen Spurengasen in verschiedenen Atmosphärenschichten bestimmt. Um die Spektrometersichtlinie während der Messung auf den gewünschten erdfesten Winkel zu stabilisieren, wird in dem gekühltem MIPAS-STR Messgerät ein pointing Spiegel aus Cesic®-Keramik von ECM eingesetzt.

Der Kontakt zu ECM wurde Anfang 2001 vermittelt nachdem sich Mitarbeiter des Forschungszentrums Karlsruhe auf der Suche nach einem den hohen Anforderungen gerecht werdenden Material an die MST Aerospace gewandt hatten. ECM konnte einen Spiegel anbieten, der bzgl. Gewichtsreduktion und Montage optimiert ist. Durch den Einsatz von Cesic® ergibt sich eine exzellente mechanische und thermische Stabilität der optischen Oberfläche, was in der guten Wärmeleitfähigkeit, der geringen thermischen Ausdehnung und dem großen E-Modul des Materials begründet ist.

...KAM (Kraftanlagen München) machte auch Untersuchung der Machbarkeit für ein innovatives Heliostatenkonzept. Bei Abengoa arbeiten die Solarturmkraftwerke mit KAM Receivern und Heliostaten nach diesem Konzept von KAM.

Link zu KAM
http://www.ka-muenchen.de/63.0.html
Avatar
schrieb am 28.12.06 22:18:32
Beitrag Nr.29 
(26.529.648)
Antwort
Zitat
28.12.2006, 16:23 Uhr
Solar Millenium AG: Weg für Baubeginn des Parabolrinnen-Kraftwerks Andasol 2 frei

Erlangen/Madrid – Die Solar Millennium AG hat die Finanzierungszusage für das zweite Parabolrinnen-Kraftwerk in Europa, Andasol 2, bekannt gegeben. Die Verträge mit den Banken wurden gestern in Madrid unterzeichnet. Der Bau des solarthermischen Großkraftwerks mit einer elektrischen Leistung von 50 MW soll in den nächsten Wochen beginnen. Der Standort von Andasol 2 liegt in der südspanischen Provinz Granada in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schwesterprojekt Andasol 1, das sich bereits seit Juni 2006 im Bau befindet.

Partner für das 300 Mio. Euro-Projekt ist mit der ACS/Cobra-Gruppe nach Angaben von Solar Millennium der größte Baukonzern Spaniens, der 75 Prozent der Anteile an der zugehörigen Projektgesellschaft bereits im Jahr 2005 von der Solar Millennium AG erworben hatte. Die Solar Millennium AG hält weiterhin 25 Prozent der Anteile. Die Bauzeit für Andasol 2 wird mit zwei Jahren angegeben.

Mit der gestern erteilten Finanzierungszusage wird auch der Generalunternehmer beauftragt, das solarthermische Großkraftwerk zu errichten. Zugleich erhält die Solar Millennium AG eine Vergütung für die erfolgreiche Projektentwicklung. Die Flagsol GmbH, Technologietochter der Solar Millennium AG, übernimmt bei Andasol 2 im Auftrag des Generalunternehmers die Planung, Auslegung und Bauüberwachung des Solarfeldes, für das Solarkollektoren mit einer Fläche von über 510.000 Quadratmetern errichtet werden, was einer Größe von rund 70 Fußballfeldern entspricht.

Am selben Standort in Andalusien plant die Solar Millennium AG nach eigenen Angaben den Bau von mindestens einem weiteren Kraftwerk. Das dritte Projekt soll zusammen mit der NEO Energía, einem Tochterunternehmen der Energias de Portugal S.A. (EDP), realisiert werden. Weitere Projekte an anderen Standorten in Spanien seien in Vorbereitung. Diese sollen ebenfalls in Kooperation mit spanischen Großunternehmen errichtet werden.

Weitere Infos und News zum Thema Solarenergie
Solar Millenium AG steigert Gewinn im Geschäftsjahr 2005/2006 auf rd. 10 Mio. Euro
Zum aktuellen Börsenkurs der Solar Millennium AG
Hersteller von PV-Zellen und –Modulen

Quelle: iwr/28.12.06
Avatar
schrieb am 01.01.07 17:30:36
Beitrag Nr.30 
(26.629.832)
Antwort
Zitat
EuroDish-Stirling



Ein interessanter Technikbericht im pdf Format über EuroDish-Stirling mit 8 Seiten. Auf Seite 7 stand, daß neben Solo Kleinmotoren, ABG Inabensa :eek: und DLR (Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt) am Projekt beteiligt waren.

http://www.sbp.de/de/html/contact/download/sbp_dish_segment.…

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