und jetzt was hochinteressant.. die "Quelle" verrate ich später
..
Wie richtig ist der "richtige Zeitpunkt"?
In einem schwierigen Börsenumfeld ist die Versuchung immer groß,
Phasen der Volatilität mit stark schwankenden Kursen zu vermeiden,
indem man die entsprechenden Aktien schnellstmöglich abstößt, um
sie zu einem späteren Zeitpunkt, wenn sich die Situation
stabilisiert hat, zurückzukaufen.
Aber lohnt sich diese Strategie des Market-Timing überhaupt? Eine
Studie zu dieser Strategie kommt zum Schluss:
Unsere Untersuchungen haben ergeben, dass sich die Gewinne am
Aktienmarkt an wenigen, außergewöhnlich starken Börsentagen häufen.
Davon abgesehen sind die stärksten Anstiege des Marktes oft
unmittelbar nach drastischen Abstürzen zu beobachten, also genau
dann, wenn viele Anleger aus dem Markt ausgestiegen sind. Nur allzu
schnell werden so die besten Gewinnchancen vertan.
Im folgenden Beispiel hat das Verpassen der besten 40 Tage in 15
Jahren (also nur drei Tage pro Jahr) die Renditen auf drastische
Weise geschmälert.
Markt Index Voll investiert Beste 10 verpasst Beste 20 verpasst
Beste 30 verpasst Beste 40 verpasst
GB All Share +11,0% +7,8% +5,5% +3,6% +1,8%
USA S&P 500 +11,6% +8,2% +5,5% +3,2% +1,3%
Deutschland DAX 30 +9,7% +4,9% +1,3% -1,5% -4,0%
Frankreich CAC40 +11,2% +6,7% +3,6% +0,9% -1,6%
Hongkong Hang Seng +15,5% +8,9% +4,9% +1,6% -1,3%
Wer also an wenigen wichtigen Tagen nicht am Markt investiert war,
musste erhebliche Gewinneinbußen hinnehmen! Unserer Ansicht nach
ist das Risiko, solche Tage zu verpassen, für langfristig
orientierte Anleger einfach zu groß.
Natürlich wollen wir damit nicht bestreiten, dass ein Anleger
spektakuläre Gewinne erzielen kann, wenn er den besten Kauf- und
Verkaufszeitpunkt richtig abschätzt. Die folgende Tabelle zeigt die
Renditen bei einem Marktausstieg während der schlechtesten
Börsentage über den gleichen Zeitraum.
• Es ist nahezu unmöglich, den Markt Tag für Tag präzise
einzuschätzen.
Der richtige Zeitpunkt für Kauf und Verkauf kann selbst von
Experten nicht regelmäßig mit Genauigkeit bestimmt werden. Das
haben die Menschen versucht, seitdem Aktien gehandelt werden - mit
geringem oder gar keinem Erfolg.
• Die schwächsten Tage folgen oft sehr kurz vor oder nach den
besten Tagen.
Gleichzeitig neigen zahlreiche Investoren dazu, nach einem
Aufschwung zu verkaufen. Wer den richtigen Kauf- und
Verkaufszeitpunkt abpassen will, erhöht sein Risiko aufgrund der
Tatsache, dass die besten und schlechtesten Börsentage oft eng
aufeinander folgen. Und das mit ernsthaften Konsequenzen, wie man
der ersten Grafik oben entnehmen kann. Wir glauben, dass die
Anleger die Risiken des Market-Timing vermeiden können, indem sie
langfristig voll investiert bleiben.
Der Einstieg am Markttief: Lohnt er die Mühe?
Man kann das Market-Timing aber auch noch unter einem anderen
Aspekt betrachten. Wir haben untersucht, inwiefern die Renditen
davon beeinflusst wurden, zu welchem Zeitpunkt ein Investment
getätigt wurde.
Unsere Untersuchung deckt fünf wichtige Aktienmärkte über einen
30-jährigen Zeitraum von 1973 bis 2003 ab. Wir haben die Renditen
von drei Anlagen in identischer Höhe errechnet, die jedes Jahr zum
gleichen Zeitpunkt getätigt wurden: nämlich zum günstigsten Kurs
(Tiefstand), zum teuersten Kurs (Höchststand) und zu einem
willkürlich gewählten Datum (hier zum 1. Januar).
Es besteht durchaus ein Unterschied zwischen den Gewinnen, doch
dieser Unterschied fällt geringer aus als vielleicht erwartet. Und
dabei darf man nicht vergessen, dass es sich hier um ein rein
theoretisches Beispiel handelt, in dem wir Jahr für Jahr von der
exakten Bestimmung des höchsten bzw. niedrigsten Kurses ausgegangen
sind. In der Praxis ist dies noch keinem Anleger gelungen!
Die Studie ist von FIDELITY (nicht unbekannt für die meisten
hier)
den Link zu der Studie haben wir hier:
http://www.fidelity.de/knowhow/invest/volatility/timing.html
jetzt möchte ich gerne ketzerisch sein. Damit der Punkt besser
herausgestellt wird.
Warum tradet der durchschnittliche Fonds zwischen 25% bis 100% !!
seiner Aktien im Verlaufe eines Jahres komplett durch? Wer verdient
letztendlich daran? Der Anleger ... oder ?.... mal nachdenken..
zum fröhlichen Gedankenaustausch lade ich alle herzlich ein.