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Langfristdepot - Meinungen ( Seite 6)

Diskussionsstatistik
eröffnet am 04.01.07 23:03:46
von
neuster Beitrag 30.04.12 17:17:14
von

Anzahl Beiträge: 7.603
Aufrufe gesamt: 921.933
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Diskussionsnr.: 1.103.438
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[ Seite: 123567759760761neuster Beitrag ]

Avatar
schrieb am 07.01.07 21:37:41
Beitrag Nr.51 
(26.758.641)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.281 von sparfux am 07.01.07 21:13:37Ich glaube, du bellst den falschen Baum an;)
Steuern spielen natürlich bei der Kapitalanlage eine gewichtige Rolle. Nur, wenn die Steueränderung 2009 so, wie angedacht, kommen sollte, sind ETF ein steuereffizientes Anlagevehikel für den Langfristanleger.
P.S. Habe Swensen, Bogle, Swedroe, Bernstein u.a. gelesen.
Swensen predigt Indexen für den "Normalsterblichen". Er selbst geht für Yale aber einen völlig anderen Weg.Für mich etwas fragwürdig.
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schrieb am 07.01.07 21:55:33
Beitrag Nr.52 
(26.758.837)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.641 von europhobia am 07.01.07 21:37:41Hey europhobia,

ich glaube Du bells an den falschen Baum ;) Ich habe doch nie behauptet, dass Indexing was schlechtes ist. Im Gegenteil! Ich mach' das ja selber so.

Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es falsch ist, steuerliche Randbedingungen ausser acht zu lassen.

Beispiel: Vielleicht erzielt man ja u.U. (zumindest derzeit noch) eine bessere Nachsteuerrendite, wenn man in kurzlaufende Ultra-Deep-Discount-Zertifikate statt in Festgeld investiert. Oder vielleicht war es ja sinnvoll, sich vor ein paar Jahren einen kostengünstigen Versichungsmantel für "kalte Tage" zuzulegen, in dem man komplett steuerfrei bleibt mit seinen Langfristanlagen. Da kann es sogar sinnvoll sein, ein bisschen mehr an Gebühren zu zahlen.
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schrieb am 07.01.07 22:02:34
Beitrag Nr.53 
(26.758.917)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.641 von europhobia am 07.01.07 21:37:41Tips & Tricks fürs "durchalten" für den langfristig denken und handelnden Anleger von einem der schon mehr "verloren" hat als eigentlich schön ist... ;)

Wer kennt das nicht: die Börse rauscht wieder nach unten.. 1 % minus.. und in Markt X sogar heute 3% ... nach einem Monat blickt man auf die Performance der massgeblichen Indizes in Zeitung XYZ und sieht fast quer durch die Bank minus, minus, minus.. einmal 15% auf Monatssicht..und da ist sogar ein Markt dabei mit minus 25%.. jetzt sind 2 Jahre rum.. Oh Gott.. Dax minus 50 auf Sicht auf von 3 Jahren...

was tun? Zeitungen, Presse und Herr Frick werden langsam hysterisch und überschlagen sich mit "raus und jetzt da rein" Empfehlungen. Angeblich soll ich jetzt nur Tagesgeld machen, sagt zumindest irgendso ein Herr mit Krawatte auf NTV da alles nur noch schlimmer wird.

Sogar die Banken drohen jetzt zu kollabieren, der Allianz geht es auch nicht gerade gut. Muss ich mir Angst um meine Lebensversicherung machen..... ?

Auch die seriöse Berichterstattung hört sich inzwischen alles andere als zuversichtlich an. Egal ob Tagesschau, Tagesthemen alles macht auf schlechte Stimmung: + xxxxx,00 mehr Arbeitslose hier, weniger Wachstum in dem Land..sogar ein Immomarkt droht zusätzlich noch irgendwo auf der Welt zusammenzubrechen.. Vogelgrippe .. ui ui..scheint auch im Kommen zu sein. Hmmmm die Zinsen scheinen immer weiter zu steigen.. was tun?

Meine Empfehlung ist am Besten mit Leuten sprechen von denen Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit wissen, daß die NULL in Aktien investiert sind. Die Art von Leuten die keine Ahnung von Inflation, Derivaten haben und auch nicht wissen wer der letzte Bundesbankpräsident war.

Siehe da.. diese Leute haben gar nicht mitbekommen, daß Tokio heute -12% unten ist (Erdbeben wieder oder ne Sintflut vielleicht)... das die Zinsen steigen weiss anscheinend auch nur "ich" ?. Und die haben auch nicht mitbekommen, daß sich Ihr Depot in den letzten 2-3 Jahren um XX verkleinert hat.

Vielleicht mit den Eltern sprechen (solange Sie noch da sind!), die haben ganz andere Themem dann mit Ihnen auf Lager als das die Zahl der Arbeitlosenanträge in den USA gegenüber der Konsens-Prognose um 120.000 weniger ausgefallen ist in dieser Woche.....

Mal ein Blick in die U-Bahn oder den Bus werfen. Alle fahren noch ganz normal zur Arbeit. Keiner bleibt aus Angst zu hause. Die U-Bahn ist wie jeden Tag seit ich lebe genauso voll wie immer .. und heute ist der Bovespa um 8% eingebrochen. Ja spinnen "die" oder ich? was sitzen die alle gelangweilt rum und reden über das Wetter. Der Himmel fällt doch schon oder vielleicht doch nicht?

Komisch. Die Mitarbeiter holen morgens an der Werkbank oder im Büro auch nicht gleich zu Arbeitsbeginn den Hammer raus und zerstören Sachen.... die versuchen tatsächlich Werte zu schaffen....

Worauf ich hinaus will ist, daß die echten Krisen zumindest meine Generation noch nicht gesehen hat. Die Art von Krisen die Aktienmärkte und Volkswirtschaften tatsächlich ins Wackeln bringen .. Weltkriege, Weimarer Inflation .. (auch hier hätte Asset Allocation geholfen - auch ein ETF Anleger mit 100% Investitionsgrad in Markt X lebt gefährlich) kennen wir Gottseidank nicht.

Und das was sich gerade im Hirn des Investors abspielt ist "ganz" normale Börsenwelt..... und die Geschichte der letzten 200 Jahre an der Börse zeigt, die Krisen gehen vorbei.... die Welt schien schon oft genug unterzugehen!

ich hoffe für den Investor das er einfach dabeibleibt, investiert bleibt.... .. und nichts tut....


Avatar
schrieb am 07.01.07 22:11:03
Beitrag Nr.54 
(26.759.006)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.917 von Baikani am 07.01.07 22:02:34der Arbeitlosenanträge in den USA gegenüber der Konsens-Prognose um 120.000 weniger ausgefallen ist in dieser Woche.

es sollte heissen

um 120.000 MEHR ausgefallen ist !! ;)
Avatar
schrieb am 08.01.07 00:09:38
Beitrag Nr.55 
(26.760.529)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.233 von sparfux am 07.01.07 21:10:29# 49

"die Traderei sorgt für steuerpflichtige Erträge die auf Ebene des privaten Anlegers versteuert werden müssen"

Das ist in den USA so. in Deutschland aber (bisher) nicht!

Hallo Sparfux,

kann es sein, daß Du bisher unter den Freibeträgen liegst oder nicht versteuerst hast?

kuck mal hier..

http://www.bvi.de/de/basiswissen/steuern/

ein ETF ist deutlich steuereffizienter als 99,99% aller Fonds (Ausnahmen sind nur speziell steuerorientierte Fonds.. die machen Ihren Job allerdings auch nicht so gut, daß sich ein Kauf lohnen würde)
Avatar
schrieb am 08.01.07 00:12:50
Beitrag Nr.56 
(26.760.561)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.281 von sparfux am 07.01.07 21:13:37#50

"Steuern bitte immer zuletzt sehen bei Geldanlage"

"Absolut falsch! Lies\' mal Swensen\'s "Unconventional Success". Der ist ja auch ein Indexingverfechter, stellt aber ebenso die Wichtigkeit der Steuerplanung heraus.

Was nützen Dir denn 10% Vorsteuerrendite, wenn dann die Hälfte wieder durch Steuern weggeht. Dann ist man mit einer Alternativanlage, mit vielleicht steuerfreien 7% auf jeden Fall besser bedient."

Hallo Sparfux,

wenn es eine Anlage mit "sicheren" zu erwarteten 7 % gibt.. dann wäre es eine Überlegung wert. Die gibt es leider nicht in der Höhe.

Das heisst der Total Return eines Index Investors ergibt sich aus ca. 3-5% Dividende (je nach Zeit .. ob gerade Krise ist oder Jubelstimmung) und 7-5 % Return durch Wert/Kurszuwachs.

Und die 7%-5% Kurszuwachs werden in meinem Fall erst sehr, sehr spät besteuert. Und dann komme ich unterm Strich immer noch deutlich besser weg als im Vergleich zu einem im vornehinein "steueroptimiertes" Instrument.

Gruss,
Baikani
Avatar
schrieb am 08.01.07 00:14:57
Beitrag Nr.57 
(26.760.585)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.281 von sparfux am 07.01.07 21:13:37#50

ach so.. die Bücher habe ich alle schon gelesen.. keine Sorge..

und dann stimmt die Rechnung trotzdem nicht. Nicht für einen langfristigen Anleger....

Meine Kurs-Wertzuwächse muss ich wie gesagt erst in XX Jahren versteuern. Wer sagt überhaupt, daß ich in 20 Jahren verkaufen werde ? vielleicht kriegen alles meine Kinder..

oder anderer Fall .. ich geniesse die Früchte des Depots in einem anderen Land ?

selbst wenn ich in D versteuern muss in 20-30 Jahren werde ich immer noch besser aufgestellt sein als gegenüber einer Anlage die von vornehinein in steueroptimierte Produkte anlegt.

Gruss,
Baikani
Avatar
schrieb am 08.01.07 00:31:06
Beitrag Nr.58 
(26.760.731)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.758.233 von sparfux am 07.01.07 21:10:29@ 49
ich denke ich weiss jetzt was Du meinst. Du meintest die "Kursgewinne" die durch Trading im Fonds erzielt werden. alles klar.. mein Fehler

"Steuerfrei sind grundsätzlich alle Veräußerungsgewinne auf der Fondsebene. Gewinne aus der Veräußerung von Wertpapieren bleiben daher – unabhängig von der Besitzdauer im Fonds – im Privatvermögen steuerfrei. Der Fondsmanager muss somit die einjährige Spekulationsfrist (private Veräußerungsgeschäfte) im Gegensatz zu einem Direktanleger nicht einhalten. Die Gewinne aus Termingeschäften müssen ebenfalls nicht besteuert werden."

dann trifft das was ich gesagt habe nicht zu.

Wenn die Abgeltungssteuer kommt, sollte/müsste auch diese Regelung fallen dann. (hoffe ich.. über die Steuer hatten wir schon an anderer Stelle eifrig diskuttiert)

Der Investor in Fonds kann nicht besser gestellt sein als Investor in Aktien/ETF direkt steuerlich. Das werden wir schon noch früh genug sehen was da kommen wird.

-----

Dann zäume ich das Pferd anders auf. Das "spekulieren" der Fonds bringt langfristig gesehen dem Anleger keinen Vorteil. Die Tradinggewinne verursachen in erster Linie nur Kosten für den Fonds. Sogar ein Templeton Growth hat eine jährliche Umschlagsquote von 25-40% jährlich (ist das langfristiges investieren? 25-40 % die Werte des Fonds einmal im Jahr komplett auszutauschen?) .. mit dem Resultat das diser Fonds es nicht schafft langfristig eine Benchmark wie MSCI World zu schlagen (die Charts die wir sehen berücksichtigen alle KEINE Ausschüttung beim MSCI World!).

Auch die Ausschüttung leidet unter der Traderei/Kosten zusätzlich. Vergleich mal die Ausschüttungen jährlich der einzelnen Index (MSCI World/MSCI EmergingMarkets/Dax/Eurostoxx600/ES50) mit den Ausschüttungsrenditen der jeweiligen Fonds die sich in den Märkten tummeln.

Soweit ich das sehe bleibt für den ETF Anhänger immer mehr übrig in Sachen Ausschüttung

Gruss,
Baikani
Avatar
schrieb am 08.01.07 11:52:17
Beitrag Nr.59 
(26.765.694)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.760.731 von Baikani am 08.01.07 00:31:06Mahlzeit liebe Genossen,

was also bringt die Spekulation der einzelnen Fonds in der Praxis (Jeder Fonds "spekuliert" seinen Aktienbestand im Laufe eines Jahres zwischen 25-80% durch... d.h. verkauft die enthaltenen Aktien teilweise nach 3 Monaten und sucht wieder neue Aktien für den Fonds)?

Wollen wir das doch mal an einem schönen Beispiel vergleichen.
Wir nehmen repräsentativ einen Fonds der von vielen Anlegern gehalten wird in der Hoffnung, daß das Vermögen langfristig auch vermehrt wird.



Zur Erinnerung. Als Anleger kann ich sehr kostengünstig den MSCI World z.B. über ein ETF abbilden..... und ich erhalte auch noch jedes Jahr höhere Ausschüttungen als beim Templeton Growth Fund.

Schafft es der hochbezahlte Manager besser zu sein als der Markt ?
So wie es aussieht nicht. Und ich habe nach "Jahren" auch erkannt, daß ich wohl nie besser sein werde und es nicht besser kann als der Markt.

Also investiere ich langweilig..dafür erfolgreich.

Gruss,
Baikani
Avatar
schrieb am 08.01.07 12:00:14
Beitrag Nr.60 
(26.765.824)
Antwort
Zitat
Antwort auf Beitrag Nr.: 26.765.694 von Baikani am 08.01.07 11:52:17Die Crux bei unseren Herren von Templeton und auch anderen ist in der Regel, daß die Charts die abgebildet werden gar nicht die "echten" Charts sind die verglichen werden müssen.

Es wird immer Fonds X gegen Index Y gegenübergestellt.

"Leider" ist der X als thesaurierend abgebildet.... und das Y meistens als net Version (also ohne Berücksichtigung der Dividenden/Ausschüttungen)

weiss kaum einer..fragt auch kaum einer nach

ich mache mir jedoch seit Jahren den Spass und versuche zu vergleichen. Und öfter als man denkt ist die Perfomance der Fonds "geschönt" bzw. es werden Äpfel mit Birnen verglichen.

[ Seite: 123567759760761neuster Beitrag ]

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