Antwort auf Beitrag Nr.:
26.758.641 von europhobia am 07.01.07
21:37:41Tips & Tricks fürs "durchalten" für den
langfristig denken und handelnden Anleger von einem der schon mehr
"verloren" hat als eigentlich schön ist...
Wer kennt das nicht: die Börse rauscht wieder nach unten.. 1 %
minus.. und in Markt X sogar heute 3% ... nach einem Monat blickt
man auf die Performance der massgeblichen Indizes in Zeitung XYZ
und sieht fast quer durch die Bank minus, minus, minus.. einmal 15%
auf Monatssicht..und da ist sogar ein Markt dabei mit minus 25%..
jetzt sind 2 Jahre rum.. Oh Gott.. Dax minus 50 auf Sicht auf von 3
Jahren...
was tun? Zeitungen, Presse und Herr Frick werden langsam hysterisch
und überschlagen sich mit "raus und jetzt da rein" Empfehlungen.
Angeblich soll ich jetzt nur Tagesgeld machen, sagt zumindest
irgendso ein Herr mit Krawatte auf NTV da alles nur noch schlimmer
wird.
Sogar die Banken drohen jetzt zu kollabieren, der Allianz geht es
auch nicht gerade gut. Muss ich mir Angst um meine
Lebensversicherung machen..... ?
Auch die seriöse Berichterstattung hört sich inzwischen alles
andere als zuversichtlich an. Egal ob Tagesschau, Tagesthemen alles
macht auf schlechte Stimmung: + xxxxx,00 mehr Arbeitslose hier,
weniger Wachstum in dem Land..sogar ein Immomarkt droht zusätzlich
noch irgendwo auf der Welt zusammenzubrechen.. Vogelgrippe .. ui
ui..scheint auch im Kommen zu sein. Hmmmm die Zinsen scheinen immer
weiter zu steigen.. was tun?
Meine Empfehlung ist am Besten mit Leuten sprechen von denen Sie
mit grosser Wahrscheinlichkeit wissen, daß die NULL in Aktien
investiert sind. Die Art von Leuten die keine Ahnung von Inflation,
Derivaten haben und auch nicht wissen wer der letzte
Bundesbankpräsident war.
Siehe da.. diese Leute haben gar nicht mitbekommen, daß Tokio heute
-12% unten ist (Erdbeben wieder oder ne Sintflut vielleicht)... das
die Zinsen steigen weiss anscheinend auch nur "ich" ?. Und die
haben auch nicht mitbekommen, daß sich Ihr Depot in den letzten 2-3
Jahren um XX verkleinert hat.
Vielleicht mit den Eltern sprechen (solange Sie noch da sind!), die
haben ganz andere Themem dann mit Ihnen auf Lager als das die Zahl
der Arbeitlosenanträge in den USA gegenüber der Konsens-Prognose um
120.000 weniger ausgefallen ist in dieser Woche.....
Mal ein Blick in die U-Bahn oder den Bus werfen. Alle fahren noch
ganz normal zur Arbeit. Keiner bleibt aus Angst zu hause. Die
U-Bahn ist wie jeden Tag seit ich lebe genauso voll wie immer ..
und heute ist der Bovespa um 8% eingebrochen. Ja spinnen "die" oder
ich? was sitzen die alle gelangweilt rum und reden über das Wetter.
Der Himmel fällt doch schon oder vielleicht doch nicht?
Komisch. Die Mitarbeiter holen morgens an der Werkbank oder im Büro
auch nicht gleich zu Arbeitsbeginn den Hammer raus und zerstören
Sachen.... die versuchen tatsächlich Werte zu schaffen....
Worauf ich hinaus will ist, daß die echten Krisen zumindest meine
Generation noch nicht gesehen hat. Die Art von Krisen die
Aktienmärkte und Volkswirtschaften tatsächlich ins Wackeln bringen
.. Weltkriege, Weimarer Inflation .. (auch hier hätte Asset
Allocation geholfen - auch ein ETF Anleger mit 100%
Investitionsgrad in Markt X lebt gefährlich) kennen wir Gottseidank
nicht.
Und das was sich gerade im Hirn des Investors abspielt ist "ganz"
normale Börsenwelt..... und die Geschichte der letzten 200 Jahre an
der Börse zeigt, die Krisen gehen vorbei.... die Welt schien schon
oft genug unterzugehen!
ich hoffe für den Investor das er einfach dabeibleibt, investiert
bleibt.... .. und nichts tut....