Antwort auf Beitrag Nr.:
27.290.565 von gagalagn1 am 30.01.07
10:33:20ja.diesen meine ich...ich finds in der abteilung
"rohstoffe und minen"
kuscheliger...
so,jetzt mal was interessantes zu schweden:
Schwedischer Atomkonzern unter Beschuss
ERSTELLT 30.01.07, 15:22h
Stockholm - Gegen den schwedischen
Vattenfall-Konzern werden
sechs Monate nach dem als ernst eingestuften Störfall im
Atomkraftwerk Forsmark neue und massive Vorwürfe wegen
Sicherheitsmängeln erhoben. Wie das Wirtschaftsministerium in
Stockholm am Dienstag mitteilte, verlangt die Regierung von der
Konzernführung Auskunft darüber, wie sie auf "die offensichtlichen
Sicherheitsmängel in Forsmark reagiert hat". Der Konzern muss auch
Stellung dazu beziehen, "wie Vattenfall auf Konzernebene
sicherstellen will, dass die eigene Anwendung von Atomkraft den
Sicherheitsvorschriften entspricht".
Das Ministerium reagierte damit ausdrücklich auf die Einleitung
staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen vom Vortag sowie auf die
Veröffentlichung massiver interner Sicherheitskritik aus dem
Atomkraftwerk Forsmark selbst. Der 26 Jahre alte Siedewasserreaktor
150 Kilometer nördlich von Stockholm war am 25. Juli 2006 nach
einem Kurzschluss von der Stromzufuhr abgeschnitten. Nachdem zwei
von vier Notstromaggregaten für die Kühlung nicht wie geplant
sofort angesprungen waren, benötigte das Personal gut zwanzig
Minuten bis zum manuellen Start der Dieselgeneratoren.
Die staatliche Behörde für Strahlensicherheit SKI leitete zum
Wochenbeginn Ermittlungen der Staatsanwaltschaft ein, weil die
Vattenfall-Tochter Forsmark Kraftgrupp als Betreiber möglicherweise
strafbar handelte, als sie den Reaktor nicht sofort und vollständig
abschalten ließ. Gleichzeitig veröffentlichte der TV-Sender SVT
einen internen Bericht von Forsmark-Mitarbeitern mit massiver
Kritik
an einem langfristigen "Verfall der Sicherheitskultur" im
Kraftwerk.
Die Mitarbeiter benannten als Hintergrund dafür ein immer
deutlicher dominierendes Streben nach möglichst hoher
Stromproduktion sowie eine "vielleicht viel zu schnelle
Modernisierung" des Reaktors. Auch positive Alkoholtests bei
Stichproben und eine hohe Unfallhäufigkeit sowie nachlässig
vorgenommene Reparaturen seien Indizien für die
Sicherheitsprobleme. "Zeitdruck scheint oft erhöhte
Risikobereitschaft auf allen Ebenen unserer Tätigkeit sowie eine
immer großzügigere Auslegung der Regeln zur Reaktorsicherheit und
zur Sicherheit von Personen zu rechtfertigen", hieß es in dem
Bericht.
Der zuständige Vattenfall-Sprecher Göran Lundgren gab
Sicherheitsmängel in der Zeit des Störfalls zu.
Diese seien aber zu einem erheblichen Teil bereits
abgestellt. (dpa)
lg
AlaskaBear