Hallo zusammen,
ich lese die verschiedenen threads hier im forum gerne mit, habe
aber nicht die zeit mich hier öfter zu äußern. ... nur manchmal
geht mir echt der hut hoch...
ich bin jetzt seit 1992 im finanzsektor tätig und habe meine
qualifikationsnachweise (nicht die gemauschelten irgendwelcher
verbände

)
kickaha weist mit recht darauf hin, dass qualifikation und auch die
gesetzlichen anforderungen daran eine menge schaden abwenden
könnte...
das haben die lobbyisten und die "fähigen" volksvertreter in berlin
mit der aufweichung der vermittlerrichtlinie erfolgreich verhindert
...
desweiteren ist die ganze werbeaktion des anwalts über die
kick-back problematik hier im thread lächerlich ...
kick-backs sollen ja nicht vermeldete geldflüsse eines initiators
an den vermittler sein ...
die vertriebskosten für die geschlossenen fonds sind aber in den
prospekten dargestellt, amn kann also als anleger klar erkennen wie
hoch die eigentlich investitionsquote des eingesetzten kapitals ist
...
kick-back ist nach meiner erkenntnis eher im offenen fondsbereich
und woanders angesiedelt ..
dass berater aus den vertriebskosten ihr geld bekommen ist daher
logisch ... vorallem, wenn den kunden die fonds agiofrei angeboten
werden ... oder gibt es leute die nur von luft und liebe
leben?
die qualifikation eines anwalts lässt sich auch daran ermessen,
dass er bei bankberatern eine "unabhängige" beratung sucht
....

da kann sich der kunde ja auch von seinem "unabhängigen"
allianzonkel die beste unfallversicherung am markt aussuchen lassen
diese ganze diskussion führt am eigentlichen thema des threads
vollkommen vorbei
beraterhaftung ... in diesem fall speziell bei den
"steueroptimierten" geschlossenen fonds ...
vorausgesetzt der berater hat ahnung, dann wird er diese fonds bis
2005 nur mit entsprechenden hinweisen verkauft haben ... wie zum
beispiel dass die prüfung durch die FA noch ausstehen und da
entsprechende risiken der nichtanerkennung gegeben sein können
..
zugegeben es gab auch spezies, die den juragent IV noch als
steuerstundungsmodell verkauft haben als die steuerliche seite
schon beerdigt war .. grober fall von fehlberatung ..
nur der kunde ist ja auch mündger bürger .. und jetzt kann mir
niemand erzählen, dass ein anleger der mindestens fünf meistens
aber sechsstellig anlegt vom intelligenzquotienten her nicht in der
lage ist nachzulesen worin er sein sauer verdienstes geld
investiert und den berater dann entsprechend mit fragen zu löchern
... die der berater auch detailliert beantworten können sollte ...
und dann seine entscheidung zu treffen,ob er investiert oder
nicht
mal ganz abgesehen davon, das JEDER wissen müsste, dass gehebelte
produkte (auch wenn er das wort so nicht kennt) über eine
fremdfinanzierung ( und das wort kredit - also nicht eigenes geld
!! - kennt jeder) ein erhöhtes risiko beeinhalten ...
wer verliert im zweifel mehr ? .. der roulett mit dem eigenen geld
spielt .. oder derjenige, der sich von der oma oder - noch
schlimmer bank, also gegen zinsen - sein spielkapital
aufstockt?
man sollte hier mal die beteiligten parteien im auge behalten und
deren geschäftsroutiene ... gestandene geschäftsleute, die in ihrem
beruf vertraglich andere knebeln können ... können prospekte nicht
mehr lesen und interpretieren bzw nachfragen???
ansonsten stimme ich dem zu, dass ein berater natürlich auf risiken
hinweisen sollte, auch wenn sie schon im prospekt stehen und diese
risiken auch erläutern können muss, (er muss sie nur selber erstmal
verstehen können, womit wir wieder bei der qualifikation sind
:laugh
jeder kunde sollte sich BEVOR er zeichnet mal den
qualifikationsstand seines beraters nachweisen lassen ...
dann würde sich vieles erübrigen
nur mal drei beispiele, bei denen man sich über die qualität der
beratung und die aufklärung der kunden mal gedanken machen kann
..
1 verkauf des juragent IV an einen kunden, der eine - nachweislich
ins protokoll aufgenommen - sichere anlage seiner gelder zur
rentenansparung gesucht hat --> beratung durch awd -> kunden
zum anwalt geschickt
2 kunden, die nicht wissen, also vom berater nicht informiert
wurden, dass der unterschiedsbetrag bei kombimodellen bei z.B.
verkauf des anteils zu versteuern ist (grundlagen)
3 diese total dümmliche verkaufspsychologische beneblung, dass die
verlustzuweisungsmodelle steuersparend sind --> kickaha hat es
schon gesagt es geht um steuerverschiebung
und eines muss jedem klar sein, das so einen "steueroptimierten"
fonds gezeichnet hat ... der gewinn sollte nicht mit der
"Steuerersparnis" - welche Ironie - sondern mit der renditeseite
der anlage erzielt werden .... und da waren scheinbar viele auf
beiden augen blind ...
das kind fiel in den brunnen ... und nun schreien sie alle nach der
feuerwehr ...
@Jo1
du sprichst mir aus der seele ...
diese unart das forum als marketing und werbeplattform zu
missbrauchen bringt mich auch zum würgen ...
erst dieser mist mit dem china fonds, dann die genossen der
investdings ... und jetzt noch ein anwalt der auf mandantensuche
mit einer thematik unterwegs ist, wo er hier vollkommen fehl am
platz ist ...
wenn hier kick-backs wären .. also nicht offene zahlung der
emittenten, dann wurden sie in den vertrieben versickern nur
seltenst bei den beratern selber ... weil viele keine direkten
vertrage mit den emittenten haben ... selbst vertriebe reichen
oftmals über plattformen und nicht direkt ein (in kick-back, der
durch zig hände geht?)
wenn ich wirklich werbung schauen will, dann schalte ich den
fernseher ein und schaue auf die privatsender ..
oder lese die banner hier bei wo
das in den threads geworben wird sollte schnellstens abgestellt
werden ... auch in den nicks .. sonst heisst nachher noch jeder wie
seine firma .. ist mir zu lächerlich ... und es soll ja eingentlich
hier um austausch von informationen und meinungen gehen ...
deswegen mag ich dieses forum eigentlich ...
grrr... wieder endlos zeit verballert beim schreiben dieses
beitrags ... aber das musste jetzt mal raus ..
Grüße
Fizban