Vulkan-Angst!
Forscher warnen vor Ausbruch in
Deutschland
Von P. C. MARTIN
Horror-Szenario: ein Vulkanausbruch in Deutschland. Tausende
Menschen fliehen in Panik vor der explosiven Urgewalt der Erde
(Fotomontage)
Laacher SeeVor 12 900 Jahren explodierte die Eifel zuletzt
Ein donnernder Knall reißt die Menschen zwischen Frankfurt und Köln
aus dem Schlaf. Flammen am Horizont. Die Eifel brennt. Kurz darauf
knallen kopfgroße Gesteinsbrocken durch die Dächer. Asche regnet
herab.
Strom fällt aus. Die Behörden ratlos. Glühende Lava wälzt sich zum
Rhein, staut den Fluss. Dann bricht der Lava-Damm – die
Wassermassen ertränken alles bis zum Ruhrgebiet.
Ein Vulkanausbruch in der Eifel: Science-Fiction oder Horror, der
uns schon morgen überraschen könnte, wie „Spiegel Online“
berichtet.
Vor 12 900 Jahren war am Laacher See in der Eifel schon mal ein
Vulkan explodiert ...
Prof. Ulrich Schreiber (Duisburg-Essen) hat jetzt erneut auf die
aktuelle Gefahr aus der Eifel hingewiesen: „Eine plötzliche
Eruption dort ist jederzeit möglich. Wir unterschätzen das
Risiko!“
Das sagen andere Experten zur Gefahr:
Seismologe Klaus-Günter Hinzen (Uni Köln): „Das Szenario ist
möglich.“ Es gebe aber keinerlei Hinweise auf einen
Sofort-Ausbruch.
Hinzens Sorge: „Wir haben keinen Notfallplan.“
Vulkanologe Dr. Holger Paulick (Uni Bonn) zu BILD: „Bei Vulkanen
kann es relativ schnell passieren. Man kann aber auch relativ
schnell im Lotto gewinnen.“
Vulkan-„Papst“ Prof. Hans-Ulrich Schmincke (Kiel): „Vermutlich
steht die Eifel vor einer neuen Phase der Aktivität.“
Heinz Lempertz, Geschäftsführer der deutschen Vulkanologischen
Gesellschaft zu BILD: „Ja, der Laacher Vulkan schläft. Dass er aber
jetzt unbemerkt erwachen könnte, ist ein Wintermärchen.“
Am Laacher See steigen CO2-Blasen auf – Beweis für bedrohliche
Erdaktivitäten in der Tiefe. Die 30 Kilometer dicke Erdkruste hebt
sich um 2 cm pro Jahrzehnt. Es rumort! In 1000 Metern Tiefe Hitze
von bis zu 70 Grad!
Seit 1990 liegt der Laacher CO2-Ausstoß bei 24 Tonnen/Jahr.
Ein Team des Biologen Prof. Hardy Pfanz (Duisburg-Essen) hat jetzt
bei Grabungen am See gefunden: Schon ab einem halben Meter Tiefe
nimmt der CO2-Gehalt im Boden konstant zu!
Die Mönche vom Kloster Maria Laach hatten sich schon erkundigt, ob
sie das Kloster räumen müssten.
Experte Lempertz beruhigte: „Sie können weiterhin zum Gebet
niederknien – ohne sich mit C02 zu vergiften.“
Komisch nur: Die deutsche Assekuranz akzeptiert im Gefahrengebiet
keine Elementarschäden-Versicherung, zu denen Erdbeben und
Vulkanausbrüche zählen.