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Stehen die Weltbörsen vor einem Crash ??? (Seite 4523)

eröffnet am 01.08.07 21:18:51 von
Fraud123

neuester Beitrag 29.07.14 20:48:50 von
Mac2013
Beiträge: 177.189
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Die_Tiefflugaktie
schrieb am 04.07.09 19:50:42
Beitrag Nr. 45.221 (37.519.036)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.518.560 von Thalor am 04.07.09 15:26:27haben wir aktuell eine Nachfrage- oder eine Angebotskrise?

Ich würde sagen weder noch. Wir haben eine Über-Angebotskrise, entstanden durch Über-Nachfrage via virtuellem Geld. Ich finde, das kann man so sagen, jemand dagegen?
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Die_Tiefflugaktie
schrieb am 04.07.09 19:53:39
Beitrag Nr. 45.222 (37.519.045)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.518.560 von Thalor am 04.07.09 15:26:27Nachtrag: Und beides schrumpft jetzt: Nachfrage und in der Folge Angebot. Die Krise ist in dem Moment vorbei, wo die Nachfrage die Angebote wieder übersteigt. Das dauert aber glaube ich noch ein paar Jährchen.
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paulite
schrieb am 04.07.09 20:00:26
Beitrag Nr. 45.223 (37.519.059)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.519.036 von Die_Tiefflugaktie am 04.07.09 19:50:42Ich würde sagen weder noch. Wir haben eine Über-Angebotskrise, entstanden durch Über-Nachfrage via virtuellem Geld. Ich finde, das kann man so sagen, jemand dagegen?

Trifft es ziemlich genau.
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Die_Tiefflugaktie
schrieb am 04.07.09 20:00:55
Beitrag Nr. 45.224 (37.519.061)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.518.600 von paulite am 04.07.09 15:57:59Das ist das Verrückte: Es gibt keinen Aufschwung ohne Abschwung - und umgekehrt. Es läuft IMMER so (Reiche und Herrschaften, Staaten, Wirtschaften, Kulturen etc.). Man müsste durch die richtige Politik ein Mittel ohne Schwankungen finden. Nur anscheinend hat das noch niemand gefunden. Wäre vielleicht langweiliger als die Achterbahn, aber entspannter auch.
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paulite
schrieb am 04.07.09 20:14:19
Beitrag Nr. 45.225 (37.519.088)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.519.061 von Die_Tiefflugaktie am 04.07.09 20:00:55Ein Abschwung ist immer noch eine Zeit in der man gut leben kann, und im Westen ist der Lebensstandard so hoch, davon hätten manche Könige vor ein paar hundert Jahren nur geträumt. Ein Abschwung ist wirklich nichts schlimmes.
Was wir erleben ist ein Kollaps und das bedeutet für einige ein schlechteres Leben.
Wie kann man die Wirtschaft stabilisieren? In dem man moral hazard (Trittbrettfahrertum) einen Riegel vorschiebt, die Regeln dürften nicht während dem Spiel verändert werden, beispielsweise müssten viele große Banken jetzt pleite gehen, du kannst dich darauf verlassen, dass würde ein Signal für die Zukunft setzten, das würde kollektiv ins Bankerbewusstsein eingebrannt, die Chance einer Wiederholung würde geringer.
Was destabilisiert die Wirtschaft noch? Das chronische anschwellen des Staatsapparates, mit parallel höherer Staatsquote, saugt der Wirtschaft Jahr für Jahr ein bisschen ihrer Kraft ab, steter Tropf höhlt den Stein!
Und meiner Meinung nach die größte langfristige Destabilisierung von allen: Zentralbanken, Geldmonopole, Niedrigzinsen.
Vielleicht ist die Staatsform einer Demokratie langfristig auch als destabilisierend zu betrachten, ich wäre für "rule of the law" anstatt von "rule of the mob".
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Die_Tiefflugaktie
schrieb am 04.07.09 20:14:36
Beitrag Nr. 45.226 (37.519.090)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.518.560 von Thalor am 04.07.09 15:26:27Ich betreibe heute mal wieder exzessives Threadbeposting. :kiss: Hoffe, es liest auch jemand, damit es nicht umsonst war :) Ist ohnehin total schwüles Wetter mit Gewittergefahr da draußen, Schwitzen total.

Du schriebst:

Die aktuelle Wirtschaftskrise ist aber durch die Finanzkrise verursacht, die ja eigentlich eine riesige Umverteilung darstellt... ein reines Verteilungsproblem... von "unten nach oben" verteilt wird.

Aber ist das denn der Fall gewesen? Die billigen Immobilienkredite waren für ALLE da. Gerade für die, die "unten" stehen, war das laxe Kredithinterherschmeißen für den Moment absolut von Vorteil. Da konnten Leute ein Haus haben, die es vorher nicht konnten (jetzt gehen wir halt wieder zurück auf Los).

Und genauso nehme ich an sind jetzt die Verlierer auch in allen Schichten zu finden. Klar ist es auf hohem Niveau, wenn ein Millionär die Hälfte seines Vermögen geschreddert bekommen hat, weil sogar trotz breiter Streuung seine Aktien, seine Immobilien und seine Rohstoffzertifikate verloren haben. Und wenn man dann noch einen Maddoff-Kontrakt hatte, dann muss man ja schon sagen, dass die Krise ALLE betrifft. Ich glaube nicht, dass diese Krise etwas mit Verteilung zu tun hat.

Stattdessen hat es mit einer Mentalität zu tun, die bei fast allen Menschen vorhanden zu sein scheint (sonst würde die Krise nicht Alles auf einmal erfassen): "Ich will mehr und noch mehr."
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Thalor
schrieb am 04.07.09 20:17:15
Beitrag Nr. 45.227 (37.519.096)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.518.987 von Die_Tiefflugaktie am 04.07.09 19:23:17Spannende Frage dann: Ist das von Einigen geforderte "Grundgehalt für alle" die Lösung, wenn es Vollbeschäftigung nicht mehr gibt - weil sich die Menschen dann endlich um wohltätige Aufgaben im Dienste der Menscheit kümmern können - oder ist es der endgültige Weg in die Verblödung der Menschen, weil diese nur noch faul rumsitzen und künftig nach Belieben manipuliert werden können?? Das hängt wohl vor allem vom Menschenbild ab.

Eine interessante Studie ist "Die Arbeitslosen von Marienthal":
http://de.wikipedia.org/wiki/Die_Arbeitslosen_von_Marienthal

Leider sagt Wiki fast nichts zu den Ergebnissen.

Die meisten Menschen brauchen und wollen Arbeit (auch jenseits der Notwendigkeit Geld für Essen und Wohnung zu beschaffen).


@paulite:
Man kann sich doch nicht allen Fragen gleichzeitig widmen ;)
Der Versuch sich den Ursachen und möglichen Lösungsansätzen für die aktuelle Krise gedanklich zu nähern ist schon schwierig genug.

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Die_Tiefflugaktie
schrieb am 04.07.09 20:22:08
Beitrag Nr. 45.228 (37.519.101)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.518.760 von Thalor am 04.07.09 17:15:59Das ist ein ausgesprochen gutes Posting, finde ich!!
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paulite
schrieb am 04.07.09 20:25:15
Beitrag Nr. 45.229 (37.519.107)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.519.096 von Thalor am 04.07.09 20:17:15@Thalor:

Man kann sich doch nicht allen Fragen gleichzeitig widmen Zwinkern
Der Versuch sich den Ursachen und möglichen Lösungsansätzen für die aktuelle Krise gedanklich zu nähern ist schon schwierig genug.


Das find ich witzig, ich lese gerade nämlich ein Buch namens "The TAO Jones Averages", nun ich würde nicht behaupten, dass es ein bahnbrechendes Buch ist und man es lesen muss, aber eine Sache wird dort prima dargelegt: Wenn man eine Investmententscheidung trifft oder andere Entscheidungen im Leben richtig treffen will, dann kommt man durch den totalen Einsatz der linken Gehirnhälfte mittels Analyse nicht weit, (die meisten Wissenschaftler und Experten scheitern darum am Markt) sondern man braucht auch Intuition, man muss ein Gefühl für das Ganze entwickeln, Visionen haben, Entrepreneurship, die vielen Details zu einem ganzen zusammenfügen, sehen was andere nicht sehen.
Darum behaupte ich, du kannst diese Frage gar nicht richtig beantworten, wenn du es nicht in einem gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang siehst!
Das hast du ja auch erwähnt:


Stattdessen hat es mit einer Mentalität zu tun, die bei fast allen Menschen vorhanden zu sein scheint (sonst würde die Krise nicht Alles auf einmal erfassen): "Ich will mehr und noch mehr."
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Thalor
schrieb am 04.07.09 20:36:20
Beitrag Nr. 45.230 (37.519.125)
Antwort auf Beitrag Nr.: 37.519.090 von Die_Tiefflugaktie am 04.07.09 20:14:36Aber ist das denn der Fall gewesen? Die billigen Immobilienkredite waren für ALLE da. Gerade für die, die "unten" stehen, war das laxe Kredithinterherschmeißen für den Moment absolut von Vorteil. Da konnten Leute ein Haus haben, die es vorher nicht konnten (jetzt gehen wir halt wieder zurück auf Los).


Das würde ich eher als Falle bezeichnen!
Die "unten" haben die "Chance" bekommen auf pump eine (ggf. bereits überteuerte) Immobilie zu kaufen. Durch die 100% Kreditfinanzierung haben sie nichts gewonnen, müssen aber die Zinsen zahlen und liessen sich dazu verleiten die vermeintliche Wertsteigerung immer wieder zu beleihen. Noch mehr Zinsen ;)

Mentalität ist da sicher auch ein Faktor, Gier, Gutgläubigkeit - ich will das nicht werten aber es hat die Umverteilung weiter beschleunigt.

Dass die Finanzkrise in der Summe auch nur eine Umverteilung ist, entnehme ich der Tatsache, dass die Geldmenge als Ganzes nicht gesunken ist. (Man korrigiere mich bitte, wenn ich hier falsch liege!)




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