Antwort auf Beitrag Nr.:
37.833.173 von solar-rente am 23.08.09
09:18:38Das "Währungs- oder Goldproblem" sehe ich
mehrschichtiger:
1) Wenn es um das reine Überleben geht,ist es in einer extremen
Krise vollkommen egal ob es eine staatliche Währung gibt oder
nicht. Obst wird gegen Fleisch getauscht, ein Huhn gegen einen
Haarschnitt, ein Schwein als Entgelt für eine Tischlerarbeit.
Tauschbar ist alles, der Empfänger der Gegenleistung muss nur an
die Werthaltigkeit des "Gutes" glauben. Der Markt findet immer
schnell eine improvisierte Lösung.
2) Wenn es nicht nur ums Überleben geht, sondern um die Absicherung
von Vermögenswerten, dann braucht man andere Mittel. Immobilien,
Rinderfarm, Firmenbeteiligungen, Rohstoffe, Edelmetalle, etc.
Da nicht jeder Landwirt, Unternehmer, Großgrundbesitzer oder
Oligarch werden will oder kann diskutieren wir genau genommen weder
über das eine noch über das andere, sondern über etwas was
dazwischen liegt.
3) wir sprechen über uns, die mehr besitzen als für das nackte
Überleben notwendig ist und genau diesen "kleinen" Vermögenswert
absichern wollen.
Hier bietet natürlich Gold ein vergleichbar gutes
Sicherheitsgefühl. Gold ist weltweit zu annähernd gleichen Preisen
relativ handelbar, es ist Platz sparend und leicht zu verstecken.
Für die, die keinen Stall für Tiere oder ein Feld um etwas
anzubauen, sind Edelmetalle ein handelbarer Ersatz dafür.
4) Gold hat über viele tausend Jahre seinen Wert mehr oder weniger
behalten, in den Köpfen ist es immer noch Sinnbild für
Beständigkeit. Vertrauensvernichtend könnte aber sein, wenn Gold
und Goldmünzen plötzlich in größeren Mengen als Fälschungen
enttarnt werden würden. Dann wäre es für den Normalbürger nicht
mehr feststellbar, welches Gold echt ist und was eine Fälschung und
Gold würde als Handelsware nicht mehr akzeptiert werden und an Wert
verlieren.